Ist der auferstandene Leib physisch oder geistig?



An welche Art von Auferstehung glaubst du?
Ich glaube an eine Auferstehung mit einem nicht fleischlichen Körper, der genauso aussieht, aber optimiert ist
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Ich glaube an Auferstehung mit einem feinstofflichen (subatomaren) Körper, der aber auch irgendwann stirbt
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Ich glaube an eine fleischliche Auferstehung mit meinem jetzigen Körper
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Stimmen insgesamt : 6

Demetrius hat folgendes geschrieben:
Hallo zusammen,

Der BUDDHA, ca. 600 Jahre VOR Christus, berichtet fast Wörtlich das, was einem Christus als Einmalig zugesprochen wird.
Allerdings wird das nicht als Auferstehung nach einem KÖRPERLICHEN Tod bezeichnet, sondern ist ein Bewusstseinszustand. Ein beherrschen des Geistes - noch in diesem aktuellen Leben!

Lohn der Büßerschaft: http://www.demetrius-degen.de/religionen/buddhismus/buddha13.htm

Auszug: …, so lenkt er den Geist auf die Hervorbringen, eines geistartigen Körpers.

Wenn bei dem so der Geist gesammelt ist, gereinigt, geklärt, lustfrei, schmutzfrei, geschmeidig, hämmerbar, gefestigt, unerschütterlich, so wendet, so lenkt er den Geist auf die verschiedenartigen höheren Kräfte. Der beherrscht dann in mannigfacher Weise die höheren Kräfte, eine um die andere - aus einem Einfachen wird er vielfach, und aus einem Vielfachen wird er einfach; (wie Christus nach der Auferstehung) erscheinend und verschwindend, geht er durch Mauer, Wall, Felsgestein unbehindert hindurch gleich wie in der freien Luft; in der Erde taucht er auf und unter wie im Wasser; auf dem Wasser geht er, ohne einzubrechen, wie, auf der Erde, und in der Luft fliegt er kreuzbeinig dahin wie der beschwingte Vogel, und diese Sonne und Mond, die so gewaltigen so mächtigen, die berührt er, befaßt er mit der Hand, ja bis zur Brahma-Welt reicht körperlich seine Gewalt.

Da die Jesus – Geschichte 600 Jahre später kam, muß man doch mal fragen: „Wer hat von wem abgeschrieben"?

Grüße,
Demetrius Degen

P.S. Mir ist schleierhaft, warum das nicht LÄNGST bekannt ist – bei den ach so schlauen Doktoren und Professoren der Religionswissenschaften.



Da jeder dasselbe erlebt, wenn er tatsächlich den inneren Weg geht, braucht keiner von niemandem abzuschreiben, denn das Ergebnis ist dann für alle das Gleiche.
Und die den Weg nicht gehen, verstehen die Aussagen über die Auferstehung nicht und gehen sogar so weit, von einer körperlichen Auferstehung zu reden.
Das ist deshalb den meisten längst nicht bekannt, weil die wenigsten sich der Mühe unterziehen, ihr ganzes Wesen der Angst und dem Schmerz der Ich- Verbrennung hinzugeben, den meisten ist dann doch ihr Haus und die Anerkennung in ihrem Beruf wichtiger und denen bleibt die Auferstehung verschlossen.
Fragt sich dann nur noch, warum sie über ein Thema reden, vor dem sie eigentlich davon laufen...aber ich tippe mal auf Profilneurose. Es profiliert einfach das eine oder andere Ego davon, von der persönlichen Auferstehung zu reden. Klar ohne jedes Leiden. Dafür sind ja dann andere gestorben...
Zitat:
Zitat:
Demetrius hat folgendes geschrieben:
Da die Jesus – Geschichte 600 Jahre später kam, muß man doch mal fragen: „Wer hat von wem abgeschrieben"?


@ziraki
Ich glaube nicht, dass irgendwer, irgendwo abgeschrieben hat. Menschen haben ihre religiöse Überzeugung ausgedrückt. Vielleicht sind Gedanken von vorhergehenden Gedanken beeinflusst. Aber das ändert nichts an der erlebten Wirklichkeit.
Die Berichte von Buddha sind wohl ebenso symbolisch oder wörtlich zu verstehen, wie die von Jesus Christus.


Es ist doch aber möglich das Christus und Buddha die ein und selbe Person ist. In Sanskrit genannt Avatar. Das kommt von avaroha = herabsteigen.

Shri Krishna erklärt seinem Freund Arjuna in der Gita:
Zitat:
Obwohl Ich ungeboren bin und Mein transzendentaler Körper niemals vergeht und obwohl Ich der Herr aller Lebewesen bin, erscheine Ich in jedem Zeitalter in Meiner ursprünglichen transzendentalen Gestalt. (BG 4.6)

Die vedische Aussage ist, dass Gott in Person oder Sein ermächtigter Vertreter in verschiedenen Gestalten/Formen erscheint um Selbsterkenntnis und Gottesbewusstsein zu predigen. Und das die Lehre immer an Zeit, Ort und Umstände angepasst ist.

Ich vermute das die Vereinnahmung Gottes auf die "eigene wahre Religion" eng mit dem menschlichen Ego verbunden ist. --> Wir wollen immer besser sein als "die Anderen". Und genau diese Haltung hindert uns dann daran wirklichen spirituellen Fortschritt zu machen.
Hallo nochmal,

Das mit dem Abschreiben war nur scherzhaft gemeint!
Ein Lao Tse spricht schon: „Was krumm ist, wird gerade“. Wie es auch in der Bibel steht, und der Buddha sagt auch: „Gleich als wenn, Großkönig ein Mensch aus einem Munja-Gras den Halm herauszöge;“. Auch das ist fast wörtlich schon in den Upanishaden zu finden.

Natürlich hat keiner abgeschrieben, sondern das Gleiche erkannt. Doch sie nutzten oft die gleiche Symbolik. Wodurch klar wird, daß das Wissen über die geistige Entwicklung des Menschen schon uralt ist.

Worum es aber eigentlich ging war, daß Der Tod eines Jesus kein körperlicher Tod war, und dem entsprechend auch keine körperliche Auferstehung! Die Symbolik der Bibel zeigt einen MYSTISCHEN Tot.
Was stirbt ist die falsche persönliche und körperliche Vorstellung vom ICH (Ego), und was aufersteht ist die wahre geistige Vorstellung vom wahren Selbst (Seele). Das Ganze findet noch im lebendigen Körper, im BEWUSSTSEIN des Menschen statt.

Wer stirbt, ist JESUS (Person), und wer aufersteht ist CHRISTUS (Geist) – der dann in den Himmel (in die Einheit) „auffährt“. („Der Vater und Ich sind EINS“).

Für den der es mag: Symbolik des Jesus Christus in der Bibel: http://www.demetrius-degen.de/geistesschule/symbolik.htm

Grüße,
Demetrius
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Auf der Erde gibt es seit jeher den Kampf zwischen Egoismus und Selbstlosigkeit.
Die Egoisten werden reich, die Selbstlosen schaffen große Werke.
www.demetrius-degen.de
Demetrius hat folgendes geschrieben:
"Wenn bei dem so der Geist gesammelt ist, gereinigt, geklärt, lustfrei, schmutzfrei, geschmeidig, hämmerbar, gefestigt, unerschütterlich, so wendet, so lenkt er den Geist auf die verschiedenartigen höheren Kräfte. Der beherrscht dann in mannigfacher Weise die höheren Kräfte, eine um die andere - aus einem Einfachen wird er vielfach, und aus einem Vielfachen wird er einfach; (wie Christus nach der Auferstehung) erscheinend und verschwindend, geht er durch Mauer, Wall, Felsgestein unbehindert hindurch gleich wie in der freien Luft; in der Erde taucht er auf und unter wie im Wasser; auf dem Wasser geht er, ohne einzubrechen, wie, auf der Erde, und in der Luft fliegt er kreuzbeinig dahin wie der beschwingte Vogel, und diese Sonne und Mond, die so gewaltigen so mächtigen, die berührt er, befaßt er mit der Hand, ja bis zur Brahma-Welt reicht körperlich seine Gewalt."

Von solchen Menschen bzw. Vorgängen wird immer nur retrospektiv berichtet. Mir ist noch keiner begegnet, der das kann. Und ehrlich gesagt glaube ich auch nicht daran.
Was wir zu Lebzeiten wahrnehmen können sind Menschen, die alle denselben biologischen und physikalischen Bedingungen unterworfen sind. Das schließt sogar die Gesandten Gottes ein, die für mich die oberste Stufe des Menschseins bekleiden.
Wenn die Seele den Körper verlassen bzw. ihre Verbindung mit ihm gelöst hat, lebt sie in einer anderen Wirklichkeit, die für uns Lebende nicht mehr greifbar ist. Der Körper bleibt zurück und löst sich auf.
Demetrius hat folgendes geschrieben:
Worum es aber eigentlich ging war, daß Der Tod eines Jesus kein körperlicher Tod war, und dem entsprechend auch keine körperliche Auferstehung! Die Symbolik der Bibel zeigt einen MYSTISCHEN Tot.
Was stirbt ist die falsche persönliche und körperliche Vorstellung vom ICH (Ego), und was aufersteht ist die wahre geistige Vorstellung vom wahren Selbst (Seele). Das Ganze findet noch im lebendigen Körper, im BEWUSSTSEIN des Menschen statt.

Wenn Jesus nicht körperlich gestorben ist, wo war er dann? Hätte er weitergelebt, hätte er bestimmt Seinen Glauben weiter verkündet, wovon aber nichts bekannt ist. Mit Sicherheit wäre er nicht geflohen, denn es war Seine Bestimmung, die Sache Gottes zu offenbaren und zwar bis zu Seiner traurigen Hinrichtung.

Wenn man es in Deinem Sinne mystisch verstehen soll, dann wäre Jesus also zunächst ein gewöhnlicher unvollkommener Mensch gewesen, der eine falsche Vorstellung von Seinem Ego hatte und im Laufe der Zeit sozusagen erleuchtet wurde.

Das klingt für mich so, als sei Er ein gewöhnlicher Mensch auf der Suche nach Seinem wahren Selbst gewesen. Ich glaube daran, dass die Gesandten Gottes einen Grad der Vollkommenheit, Loslösung und Vergeistigung haben, den wir uns kaum vorstellen und niemals erreichen können. Entweder von Geburt an oder spätestens seit Ihrer Berufung von Gott.

Ihr Ziel war nicht das Erreichen der Erleuchtung und als Folge daraus das Verkünden Ihrer Erfahrung zur Hilfestellung für andere. Sie wurden berufen und Ihr Auftrag war es, den Befehl Gottes auszuführen, Seine Lehren zu verkünden und Beispiel für Dessen Vollkommenheit zu sein.

Für mich als Bahá'í sind die Manifestation Gottes körperlich zwar Menschen, geistig aber sind Sie Gott ähnliche Geschöpfe, deren Stufe niemand erreichen kann, auch nicht nach millionen Jahren der Meditation und spirituellen Entwicklung (und auch nicht durch Reinkarnation).
Hallo achim56,

ich habe auch noch keinen über das Wasser gehen sehen. Darum ist das ja auch keine Körperliche, sondern eine rein Geistige Angelegenheit.
Aber einem Jesus glaubst Du (körperlich), und einem Buddha (geistig) nicht? Oder wie ist Deine Aussage zu verstehen?

Doch sicher ist, einen geistigen Zustand kannst Du keinem ansehen! Zudem steht auch in der Bibel: „Ich schickte meine Propheten mitten unter Euch, und ihr habt sie nicht erkannt“!

Wie könnte ein Mensch die höchste Erkenntnis erreichen, wenn er nicht alles in DIESEM Leben SELBST erkannt und verwirklicht hätte? Das sagt übrigens der Buddha von seiner Lehre: „Selbst erkannt und Selbst verwirklicht“.

Kein Mensch (auch kein späterer Prophet oder Religionsgründer), wird VOLLENDET geboren! Die ganz Großen, geben nur ihre EIGENEN Erfahrungen – wie die geistige Entwicklung vor sich geht - aus diesem jetzigen Leben weiter. ALLE Religionen geben „Anweisungen“, wie der Mensch sich eigenständig im Geist und Bewusstsein weiter entwickeln kann. Auch das Christentum!

Nur die KIRCHE sagt: „Glaubt an den Jesus, und beim körperlichen Tod kommt er dann, und holt Euch ab“. Das ist eine Lehre für dumme und faule, welche Menschen anlocken soll, um Geld von ihnen kassieren zu können. Darum hat die Kirche auch das alte Wissen von Karma und Wiedergeburt aus ihrer ursprünglich richtigen Lehre herausgenommen.

Ansonsten gilt, was Du Dir nicht vorstellen kannst, und an was Du nicht glauben kannst, das wirst Du auch nicht erreichen. Wenn Du sagst: „NIEMAND kann das erreichen“! Für was lebst Du dann nach einer Religion – wenn es nichts zu erreichen gibt? Mit einem moralisch anständigen Leben, kannst Du Dir im günstigsten Falle ein gutes Karma für die nächste Geburt erwerben.

Bei der Gelegenheit würde mich interessieren, ob die Bahai – Religion Karma und Wiedergeburt beinhaltet oder nicht?

Grüße,
Demetrius

P.S. Noch ein Nachtrag: Wenn aus der Religion (Christentum) das Wissen von Karma und Wiedergeburt entfernt wird, dann muß zwangsläufig, einem Propheten die Vollkommenheit schon bei der Geburt zugesprochen werden – da es ohne Wiedergeburt auch keine geistige Weiterentwicklung gibt!
Doch in Wahrheit gibt es eben die Wiedergeburt, und daher auch eine geistige Weiterentwicklung des Menschen von Geburt zu Geburt.
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Nityananda hat folgendes geschrieben:


Es ist doch aber möglich das Christus und Buddha die ein und selbe Person ist.

Buddhisten glauben dies wohl eher nicht, da nach buddhistischer Lehre der Buddha den Kreislauf von Wiedergeburten endgültig durchbrochen hat.

Ich selber glaube nicht an Reinkarnation, kann aber sehen, dass diese Lehre eine Erklärung für manche Fragen hat.

Falls du aber meinst, dass die Lehren von Jesus und Buddha durchaus auch Ähnlichkeiten aufweisen, da stimme ich dir zu und wahrscheinlich kann man (falls das mit diesem zeitlichen Abstand geht) daraus auch auf Ähnlichkeiten in der Persönlichkeit dieser Religionsgründer schließen.

Zitat:
Ich vermute das die Vereinnahmung Gottes auf die "eigene wahre Religion" eng mit dem menschlichen Ego verbunden ist.

Das könnte auch mit sehr positiven Erfahrungen mit der eigenen Religion zusammenhängen, so dass sie gefühlt einfach nur wahr sein kann.

Zitat:
Die vedische Aussage ist, dass Gott in Person oder Sein ermächtigter Vertreter in verschiedenen Gestalten/Formen erscheint um Selbsterkenntnis und Gottesbewusstsein zu predigen. Und das die Lehre immer an Zeit, Ort und Umstände angepasst ist.

Ich habe keine große Ahnung von den Veden, aber diese Aussage gefällt mir ausgesprochen gut.
Interessant ist auch, dass Leben und Wahrheit ganz eng zusammenhängen.

In der Wahrheit sein bedeutet immer im wahrsten Sinne zu leben. Wir alle sind nicht zur Gänze in der Wahrheit, daher auch nicht zur Gänze im Leben, wir müssen sterben.

Jesus sagt, dass er die Wahrheit und das Leben ist. Es trifft nur auf ihn zu ganz in der Wahrheit zu sein - und daher auch ganz das Leben zu haben.

Petrus sagt in seiner Pfingstpredigt:

"Gott aber hat ihn [Christus] von den Wehen des Todes befreit und auferweckt; denn es war unmöglich, dass er vom Tod festgehalten wurde." (Apg 2,22 f.)

In einer vertonten Version des Hymnus "Regina coeli" heißt es:

"Er ist erstanden von dem Tod, Freu dich, Maria!
wie er gesagt, der wahre Gott. Halleluja!"

Da wird deutlich, dass Wahrheit und Tod sozusagen miteinander gänzlich unvereinbar sind. Ganze Wahrheit bedeutet jedenfalls volles Leben. Wenn einer nicht stirbt ist das der "Wahrheitsbeweis" überhaupt. Paulus spricht in diesem Sinne davon, dass Gott Jesus durch die Auferstehung sozusagen "beglaubigt" hat.

"Denn er hat einen Tag festgesetzt, an dem er den Erdkreis in Gerechtigkeit richten wird, durch einen Mann, den er dazu bestimmt und vor allen Menschen dadurch beglaubigt hat, dass er ihn von den Toten auferweckte.
Als sie von der Auferstehung der Toten hörten, spotteten die einen, andere aber sagten: Darüber wollen wir dich ein andermal hören.
So ging Paulus aus ihrer Mitte weg.
Einige Männer aber schlossen sich ihm an und wurden gläubig, unter ihnen auch Dionysius, der Areopagit, außerdem eine Frau namens Damaris und noch andere mit ihnen." (Apg 17,31-34)

Interessant ist auch die Reaktion der Menschen damals. Eigentlich hat sich seit 2000 Jahren nichts verändert: Einige spotten (so nach dem Motto: So ein Unsinn! Das ist doch nicht intellektuell nachvollziehbar), Andere "zappen" sozusagen weg, suchen andere Erklärungen, wieder Andere glauben an die Auferstehung und schließen sich der Kirche an.
Demetrius hat folgendes geschrieben:
Aber einem Jesus glaubst Du (körperlich), und einem Buddha (geistig) nicht? Oder wie ist Deine Aussage zu verstehen?

Welche Aussage meinst Du? Ich verstehe Deine Frage jetzt auch nicht.

Buddha war für mich eine Manifestation, ein Auserwählter Gottes, so wie Jesus, Mohammed, Moses usw. Alle sprachen zu Ihrer Zeit die Wahrheit.
Mit dem Buddhismus kenne ich mich nicht besonders aus. Aber ich gehe davon aus, dass auch hier einiges falsch interpretiert wird. Schließlich ist der Buddhismus noch 500 Jahr älter als das Christentum.
Zum Beispiel glaube ich, dass Buddha von Gott als Sein Sprachrohr auserwählt wurde. Das heißt aber noch lange nicht, dass jeder Mensch, der einen gewissen Grad der Weisheit und Vollkommenheit des Geistes erreicht hat, sich Buddha nennen und wie Siddhartha Gautama zum Stifter einer Weltreligion werden kann.
Als Bahá'í glaube ich auch nicht an Reinkarnation:
"In den göttlichen Schriften und heiligen Büchern wird die "Rückkehr" erwähnt, aber die Unwissenden haben nicht die Bedeutung verstanden, und jene, die an Reinkarnation glaubten, haben Mutmaßungen über dieses Thema angestellt. Was aber die göttlichen Propheten mit "Wiederkehr" meinten, ist nicht die Wiederkehr des Wesens, sondern der Eigenschaften; es ist nicht die Wiederkehr des Offenbarers, sondern seiner Vollkommenheiten. Im Evangelium heißt es, daß Johannes, der Sohn des Zacharias, Elias sei. Diese Worte bedeuten nicht die Rückkehr der vernünftigen Seele und der Persönlichkeit des Elias im Körper des Johannes, sondern vielmehr, daß die Vollkommenheiten und Eigenschaften des Elias in Johannes erschienen und offenbar wurden." (Abdu'l-Bahá)

Demetrius hat folgendes geschrieben:
Kein Mensch (auch kein späterer Prophet oder Religionsgründer), wird VOLLENDET geboren! Die ganz Großen, geben nur ihre EIGENEN Erfahrungen – wie die geistige Entwicklung vor sich geht - aus diesem jetzigen Leben weiter. ALLE Religionen geben „Anweisungen“, wie der Mensch sich eigenständig im Geist und Bewusstsein weiter entwickeln kann. Auch das Christentum!

Den letzten Satz sehe ich auch so. Allerdings kann es der Mensch nur bis zu einem gewissen Grad und nach meinem Glauben kann er niemals die Stufe eines Propheten oder Religionsgründers erreichen.

Das ist der wesentliche Unterschied in unseren Vorstellungen von den Manifestationen Gottes.
Ein Mensch kann durch eigene Erfahrungen und Übungen eine gewisse Stufe der Erleuchtung erreichen. Aber nie die der Manifestationen Gottes. Diese Wesen stehen als Vermittler zwischen Mensch und Gott, vollkommen und unfehlbar. Sie werden von Gott auserwählt und berufen.

Demetrius hat folgendes geschrieben:
Wenn Du sagst: „NIEMAND kann das erreichen“! Für was lebst Du dann nach einer Religion – wenn es nichts zu erreichen gibt? Mit einem moralisch anständigen Leben, kannst Du Dir im günstigsten Falle ein gutes Karma für die nächste Geburt erwerben.

Bahá'u'lláh lehrt uns, dass der Mensch sich unendlich entwickeln und vervollkommnen, aber niemals die Stufe der Manifestation Gottes erreichen kann. So vollkommen und herrlich ein Gemälde auch sein kann, es wird niemals die Stufe des Malers erreichen.

Ich persönlich finde das ehrlich gesagt auch garnicht erstrebenswert.
Es gibt für mich unendlich viel zu tun und zu erreichen. Und die Religion gibt mir das beste Werkzeug dafür in die Hand. Ich kann mich nur bemühen. Mein Ziel ist nicht auf die Erleuchtung zu warten, sondern den Willen Gottes zu tun.

Deinen letzten Satz würde ich für mich so formulieren:
Mit einem moralisch anständigen, frommen und gottesfürchtigen Leben, kann ich mir im günstigsten Fall gute Voraussetzungen für das Leben im Jenseits erwerben.

Zum Thema "Karma" kann ich nur sagen, dass ich schon glaube, dass das, was wir denken, sagen und tun, auch Auswirkungen auf unser Leben hat - früher oder später.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Interessant ist auch die Reaktion der Menschen damals. Eigentlich hat sich seit 2000 Jahren nichts verändert: Einige spotten (so nach dem Motto: So ein Unsinn! Das ist doch nicht intellektuell nachvollziehbar), Andere "zappen" sozusagen weg, suchen andere Erklärungen, wieder Andere glauben an die Auferstehung und schließen sich der Kirche an.

Welcher Kirche? Es gibt ja nicht einmal unter den Christen Einigkeit in diesem Punkt.

Mein Verständnis von Religion ist scheinbar ein völlig anderes als Deines.

Für Dich ist es entscheidend, dass man an Dogmen wie z.B. das der leiblichen Auferstehung Christi, des Sühnetodes Jesu, der Dreifaltigkeit oder die Sakramente glaubt. Dann ist angeblich der Mensch erlöst und ist dem Glauben Jesu Christi treu. Wie Du selbst geschrieben hast, ist das Christentum ohne diese Dogmen leer und wertlos.

Für mich sind das nur von Menschen gemachte Äußerlichkeiten. Für mein Seelenheil und für das Heil der gesamten Menschheit ist es viel mehr von Bedeutung, dass wir uns nach dem halten, was Jesus Christus und die anderen Gottgesandten gesagt und gelehrt haben.

Wir können die Probleme in der Welt doch nicht dadurch lösen, dass wir an mehr oder weniger exakt überlieferte Ereignisse aus der Bibel glauben oder an das, was Geistliche hineininterpretieren und dann als unumstößliches Dogma festgelegt haben. Wir können nur zur Lösung der Probleme beitragen, indem wir an uns arbeiten und gemäß den Ratschlägen und Verordnungen der Gesandten Gottes leben.

Ich lese gerade das Buch von Papst Franziskus "Die frohe Botschaft Jesu". Seine Analysen z.B. zum wirtschaftlichen und sozialen Ungleichgewicht in der Welt finde ich fantastisch. In diesem Buch geht es um Aufbruch, Umgestaltung, Seelsorge, Lebensfreude, Spiritualität u.v.m.

Die Kirchen tun so viel Gutes auf seelsorgerischem, kulturellem und sozialem Gebiet, weil die Menschen in ihr den Auftrag Jesu Christi ernst nehmen: "Liebe deinen nächsten wie dich selbst." Sie tun dies doch weil Jesus das vorgelebt hat und von uns verlangt. Es sind doch Seine Lehren und Sein Wirken, was die Menschheit zum Guten verändert hat. Doch nicht irgendwelche Dogmengläubigkeit.

Papst Franziskus geht ja sogar noch einen Schritt weiter und nimmt sich den Heiligen Franz von Assisi zum Vorbild, der ja zu Lebzeiten auf erhebliche Widerstände beim Vatikan stieß.
Zitat:
Zitat:
@Nityananda
Ich vermute das die Vereinnahmung Gottes auf die "eigene wahre Religion" eng mit dem menschlichen Ego verbunden ist.

@ziraki
Das könnte auch mit sehr positiven Erfahrungen mit der eigenen Religion zusammenhängen, so dass sie gefühlt einfach nur wahr sein kann.

Davon bin ich sogar überzeugt. Wobei man sagen muss das viele ihre Religion auch einfach nur als vorgegeben betrachten und verlernt haben zu Hinterfragen.
Shri Krishna erklärt in der Gita das diese "positiven Erfahrungen" von der Überseele kommen. Was nicht bedeuten sollte das wir deswegen zu Fanatikern werden sollten die die eigene Religion/Spiritualität über alles andere stellen.
Mit "Überseele", in Sanskrit genannt Paramatma, wird eine Erweiterung Gottes verstanden, die uns im Leben immer begleitet und führt. In den Upanischaden wird der materielle Körper den wir zurzeit bewohnen mit einem Baum verglichen in dem zwei Vögel sitzen. Der eine Vogel, die individuelle Seele (atma), versucht die Früchte des Baumes zu geniessen (wobei es natürlich auch saure und bittere Früchte gibt die wir lieber nicht hätten anpicken sollen/wollen).
Und der andere Vogel (Paramatma) ist lediglich der Beobachter und Erlaubnisgeber all unserer Handlungen. Er ist derjenige der uns durch all unsere Inkarnationen führt. Von Planet zu Planet durch unzählige Inkarnationen.
Der Paramatma ist natürlich nicht daran interessiert das wir Leiden und darum versucht Er uns immer wieder von innen her zu echter Spiritualität (Selbsterkenntnis / Gotteserkenntnis) zu bringen auf das wir unsere ursprüngliche Unsterblichkeit erkennen und den " zeitweiligen Baum" als falsche Identität erkennen um wieder eine liebevolle Beziehung mit dem anderen Vogel im Baum aufnehmen.