Kann Gott sterben?


Nochmal: nicht vollständig.
Das ist etwas Anderes als gar nicht.
-Du wirst ja wohl erkennen können, was du begreifst und was nicht.
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Der Blick reicht immer nur bis zur nächsten Wegbiegung.
Zitat:
Wenn du Gott nicht erfassen kannst, wieso kannst du dann davon ausgehen, dass er nicht der Zeit unterliegt?


Zeit ist eine physikalische Größe, die nur innerhalb des Universums existiert. Wenn man davon ausgeht, daß das Universum von Gott entworfen und konstruiert wurde, hat er die Zeit erschaffen und ist somit von ihr unabhängig.

So, ich wollte aber eigentlich etwas ganz anderes...

Meine Frage war: Kann Gott sterben (Betonung auf KANN).

Wenn Gott allmächtig ist, muß er ALLES können. Also auch sterben.
Kann er nicht sterben, ist er auch nicht allmächtig.

So, und jetzt kommt Ihr.
Zitat:
Du wirst ja wohl erkennen können, was du begreifst und was nicht.

Das ist vergleichbar mit dem Spruch "Ich weiß, daß ich nichts weiß", der so nicht stimmt. Wenn man nichts weiß, dann weiß man auch noch nicht einmal, daß man nichts weiß. Also glaubt man, etwas zu wissen.
ErzBengel hat folgendes geschrieben:

Zeit ist eine physikalische Größe, die nur innerhalb des Universums existiert. Wenn man davon ausgeht, daß das Universum von Gott entworfen und konstruiert wurde, hat er die Zeit erschaffen und ist somit von ihr unabhängig.

Aha... wenn ich eine Kuchen backe, werde ich von ihm abhängig. Bestechende Logik, think again...
ErzBengel hat folgendes geschrieben:

So, ich wollte aber eigentlich etwas ganz anderes...

Meine Frage war: Kann Gott sterben (Betonung auf KANN).

Wenn Gott allmächtig ist, muß er ALLES können. Also auch sterben.
Kann er nicht sterben, ist er auch nicht allmächtig.

So, und jetzt kommt Ihr.

"Allmächtig" bezieht sich auf das Universum, über Gott selbst wissen wir zu wenig um so einen Schluß ziehen zu können.

Warum soll sich ein höher entwickeltes Wesen einer weniger entwickelten "Logik" unterwerfen?

Zitat:
Das ist vergleichbar mit dem Spruch "Ich weiß, daß ich nichts weiß", der so nicht stimmt. Wenn man nichts weiß, dann weiß man auch noch nicht einmal, daß man nichts weiß. Also glaubt man, etwas zu wissen.

Auch nicht zu Ende gedacht. Man macht ja ständig die Erfahrung, daß man sein Wissen endlos erweitern kann. Die Aussage beruht also auf Erfahrung, nicht auf Glauben.
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Der Blick reicht immer nur bis zur nächsten Wegbiegung.
Zitat:
Aha... wenn ich eine Kuchen backe, werde ich von ihm abhängig. Bestechende Logik, think again...


Na aber klar doch - wenn ich es keine fünf Minuten mehr aushalte, ohne ihn zu verputzen...
Nein, im Ernst, ich habe geschrieben, daß Gott von der Zeit UNabhängig ist, weil/wenn er sie erschaffen hat. Read again...

Zitat:
"Allmächtig" bezieht sich auf das Universum


Woher wollen wir das dann wiederum wissen, wenn wir
Zitat:
über Gott selbst zu wenig wissen, um so einen Schluß ziehen zu können.


Zitat:
Auch nicht zu Ende gedacht. Man macht ja ständig die Erfahrung, daß man sein Wissen endlos erweitern kann. Die Aussage beruht also auf Erfahrung, nicht auf Glauben.


Dann weiß man aber immerhin etwas und nicht nichts, und dann weiß man auch, daß man etwas weiß.
Wissenschaft ist, wenn die Beantwortung einer Frage zu neuen Fragen führt.
Du denkst, du weiß etwas. Wenn da nur nicht die neu aufgetauchten Fragen wären...
dtrainer hat folgendes geschrieben:
-Du wirst ja wohl erkennen können, was du begreifst und was nicht.



Nein, du kannst dich ja irren. Du meinst Gott sei nicht der Zeit unterworfen, vielleicht ist er es doch. Wenn er nicht der Zeit unterworfen ist, dann ergeben sie daraus eine Menge Probleme:

Wie kann Gott dir verzeihen? Verzeihen ist an die Zeit gebunden, einen Zustand in dem er dir böse ist und einer bei der es nicht ist. Und das geht noch weiter: Wie kann Gott lieben, lernen, überdenken... wie kann Gott etwas erschaffen? Wenn Gott nicht an die Zeit gebunden ist, kann er nicht seinen Zustand ändern und die Welt kann sich auch nicht für ihn ändern. Wenn Gott nicht an die Zeit gebunden ist und alles weiß, wie kannst du dann einen freien Willen haben. Gott weiß genau, was du in jeder Sekunde deines Lebens denken, tun und fühlen wirst. Er ist gerade bei deinem Tod anwesend und bei deiner Geburt. Als er Adam schuf, war er in Auschwitz.

Anderseits scheint Gott doch sehr menschlich zu sein, er selber sagt von sich, er sei ein rachsüchtiger Gott - erfordert Zeit.

Wenn Gott zeitlos sein sollte, dann ist dieses Konzept, wie du sagst und wie man sieht, für den Menschen unverständlich. Es könnte auch also ein Form von Nicht-Exisitenz beinhalten, etwas das wir als Tod bezeichnen würden.
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Man kann Gläubige nicht überzeugen, da ihr Glauben nicht auf Beweisen beruht, sondern auf dem tiefen Bedürfnis zu glauben. - Carl Sagan.

Die Wahrheit siegt nie, ihre Gegner sterben nur aus.
Zitat:
Anderseits scheint Gott doch sehr menschlich zu sein


Ist er nicht. Wir Menschen zwingen ihm unsere menschlichen Eigenschaften auf und vermenschlichen ihn, weil wir glauben, ihn so erfassen/begreifen/verstehen zu können.
"Jemandem böse sein" ist sehr menschlich.
Und: Das mit dem "rachsüchtigen Gott"hat ein Mensch geschrieben. Wir wissen nicht mal, wer. Ich finde es sehr problematisch, sich auf eine solche Quelle zu beziehen.

Wie wäre es mit der Aussage, daß Gott uns liebt? Die haben wir aus etlichen Quellen. Kannst du denn Jemandem böse sein, wenn du ihn liebst? Und bist doch "nur" ein Mensch!

Das Konzept ist nicht unverständlich. Nur teilweise. Denn auch wir erleben Zeitlosigkeit: im Traum, in der Meditation, Versenkung. Dennoch bleiben wir der Zeit unterworfen, verstehen das Konzept also nicht komplett.

Na klar, ich kann mich irren. Lebe aber dennoch ganz fröhlich
Busshari hat folgendes geschrieben:
Energie geht zwar nicht verloren, aber sie kann entwertet werden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Energieentwertung


Liebe Busshari!

Schliesse mich Minou an.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!

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