Wie sieht das andere Leben nach dem Tode aus ?


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Ich lasse alles los was nicht Liebe ist . Für alles was
ich tun will ist Zeit und Raum vorhanden !
Louise L. Hay

Suche nichts-finde alles !
Dr.Frank Kinslow

Wir erleben mehr als wir begreifen .
(Mystisches Erleben , Intuitives Verstehen) !
Hans-Peter Dürr
Burkl hat folgendes geschrieben:
Das macht schon einen Unterschied. Denn eine leibliche Auferstehung setzt voraus, dass der alte Leib untergegangen bzw. verwandelt worden ist.

Reale und eingebildete "Erscheinungen" gab und gibt es in geistlichen und religiösen Texten wie Sand am Meer. Glaubwürdige Schilderungen einer leiblichen Verwandlung in einen neuen Daseinszustand hinein nur in den Evangelien.


Ich verstehe noch nicht so ganz, wo du jetzt den konkreten Unterschied zwischen der Beschaffenheit der Auferstehung Jesu und der Auferstehung der restlichen Menschheit am Jüngsten Tag ansetzt. Denn sollte nicht Jesus eigentlich das Beispiel für eine allgemeine Umwandlung sein? Und Paulus schreibt eindeutig, dass der neue Körper nicht vom alten abhängt, sondern neu geschaffen wird. Die Philipper hatten sich nämlich zwischenzeitlich gefragt, was mit denen passiert, deren Knochen nicht mehr vollständig erhalten sind.

Ich kann dir auch gerne sagen, wieso ich ständig gegen die leibliche Auferstehung schieße in einem Sinne, der das ganze so physisch macht als wär man im hinduistischen Sinne wiedergeboren worden. Ich will weder wiedergeboren werden noch körperlich auferstehen. Ich sehe einfach keine Notwendigkeit dafür, mich und meine Seele erneut künstlich einschränken zu lassen, obwohl sie eigentlich zu wesentlich mehr fähig wären, als in dieser physischen Existenz manifestierbar ist.

Wenn du es tatsächlich nicht dermaßen plastisch siehst, dann mag es sein, dass wir aneinander vorbeireden. Denn Auch der Geist ist meiner Ansicht nach ein Kommunikationsmedium unserer Seele mit der Umwelt, ebenso sehe ich auch den Körper. Allerdings decken Geist und Körper für mich zwei völlig unterschiedliche Daseinsstufen ab.
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"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523
Sören hat folgendes geschrieben:
Und Paulus schreibt eindeutig, dass der neue Körper nicht vom alten abhängt, sondern neu geschaffen wird.


Aber aufbauend auf dem Alten - die Wundmale der Kreuzigung waren da! Es ist sozusagen eine "Forsetzung" - eine Umwandlung ins Höhere hinein.

Sören hat folgendes geschrieben:
Ich sehe einfach keine Notwendigkeit dafür, mich und meine Seele erneut künstlich einschränken zu lassen, obwohl sie eigentlich zu wesentlich mehr fähig wären, als in dieser physischen Existenz manifestierbar ist.


Die Seele braucht einen Leib, um sich zu manifestieren, um sich ausdrücken zu können. Nehmen wir die Augen als Organ - sie sind ein wichtiger Spiegel zur Seele. Ohne Leib "sind wir nicht" im vollen Sinne. Wir wären "verdünnte Wesen" ohne Ausdrucksmöglichkeit, die sich an einem "Kristallisationspunkt" zeigt. Ich glaube nicht, dass Gott uns als reine "Geistwesen" neu machen wird.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Aber aufbauend auf dem Alten - die Wundmale der Kreuzigung waren da! Es ist sozusagen eine "Forsetzung" - eine Umwandlung ins Höhere hinein.


Okay, und mit dieser sehr fleischlich-körperlich ausgedrückten Formulierung habe ich ein Problem. Denn ich glaube nicht an eine leibliche Auferstehung. Da ich weder an ein Weltgericht noch eine leibliche Auferstehung der 144.000 Auserwählten glaube, ist auch die Auferstehung Jesu in ihrer Physis kein heilsgeschichtlich notwendiges Ereignis in meinem Glaubensgebäude.

Und wie gesagt, ich will in einer nach dem physischen Leben auf Erden folgenden metaphysischen geistigen Existenz fortexistieren und mich weiterentwickeln und nicht in die Physis zurückfallen. Wer von uns beiden am Ende Recht hat erfahren wir, wenns soweit ist, lieber Burkl

Letztendlich ist auch das Entscheidende für mich, dass jeder einen Weg findet, der ihm bei seiner persönlichen Lebensführung Anleitung und Stütze sein kann. Ich stelle die Frage danach, was objektiv die Wahrheit ist, nicht. Ich weiß nur, was mir hilft und ich deswegen als Wahrheit (für mich persönlich) akzeptiere. Zum Glück gibt mir die Baha'i-Lehre da in meinem Verständnis recht, da prinzipiell viele Wege nach Rom führen
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"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523
lieber Sören
ich glaube bei meinen Weg nach Rom bin ich versehentlich
in Pompeji gelandet
mal schauen ob ich auch hier Antworten ausgraben kann
Sören hat folgendes geschrieben:
Und wie gesagt, ich will in einer nach dem physischen Leben auf Erden folgenden metaphysischen geistigen Existenz fortexistieren und mich weiterentwickeln und nicht in die Physis zurückfallen.


Was wir wollen oder nicht wollen, danach werden wir aber nicht gefragt, lieber Sören.
Ich denke, es kann nur eine Wahrheit für alle geben. Da wir die absolute Wahrheit aber nicht kennen, stehen uns, wie Du schon angedeutet hast, verschiedene Wege zu Gott offen. So mag jeder Mensch nach seinem Glauben leben.

Bezüglich der körperlichen Auferstehung wollte ich nur sagen, dass ich diese als Verwandlung des materiellen Leibes in einen verklärten Leib verstehe. Dieser verklärte Leib scheint uns ungeahnte Möglichkeiten zu versprechen, und das ohne Leid, Krankheit und Tod. Es ist also nicht so, dass der tote materielle Leib wieder als solcher aufersteht. So verstehe ich es. Ich denke daher nicht, dass wir dadurch eine Einschränkung erfahren würden.

LG,
Minou
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
"Wie sieht das andere Leben nach dem Tode aus? " hatte Edgar gefragt und ich glaube nach wie vor, dass es uns nicht möglich ist dies jetzt schon zu verstehen, genau wie das Kind im Mutterleib nicht in der Lage ist zu begreifen wie es nach seinem Leben dort in diesem beengten Raume auf dieser Welt aussieht.

Wichtig ist für mich, dass ich darauf vorbereitet bin und weiß was ich dort brauche.

Vor ein paar Jahren war bei uns hier im Ort eine Ausstellung mit dem Thema:
Wenn es einen Koffer ins Jenseits gäbe, was würde ich einpacken.

Prominente und weniger Prominente, Schüler, Lehrer und andere hatten ihre Koffer dort ausgestellt.
Eine Kommunalpolitekerin hatte in ihrem Koffer, Computer und Telefon etc.
Ein Sportler Fußball und Trikot. Manche hatten auch Erinnerungsstücke, Fotos usw. eingepackt.

In meinem Koffer lagen Edelsteine und eine Beschreibung:

Dies ist der Koffer meiner Großmutter. Sie wurde 18.. hier in .... geboren. Als sie 19.. ihren Körper verließ, nahm sie diesen Koffer, wie viele andere Dinge, nicht mit. Ich halte ihn seitdem in Ehren.

Wenn ich eines Tages diese Erde verlasse um im Jenseits neue Wege zu beschreiten, werde ich sowohl diesen, als auch andere Koffer hier zurücklassen.

Aber will ich wirklich mit leeren Händen dort ankommen?

Nein, das möchte ich natürlich nicht.
Edelsteine würde ich gerne mitnehmen.

Aber nicht die Edelsteine in diesem Koffer, sie haben nur Symbolkraft.

Edelsteine die ich hier auf dieser Erde entwickeln sollte um den Sinn meines irdischen Lebens zu erfüllen.

Edelsteine wie Liebe zu meinen Mitmenschen, Mitgefühl, Dienst am Mitmenschen, Verantwortung für die Gemeinschaft, alle Taten zum Wohle der Menschheit, Geduld mit mir und anderen, gute Eigenschaften wie Gerechtigkeit, Ehrlichkeit, Vertrauenswürdigkeit, Wahrhaftigkeit und andere, und nicht zuletzt Gottvertrauen und die Liebe zu IHM.
Dass solche Edelsteine mich ins Jenseits begleiten, das wünsche ich mir.

Die Trübsale dieser Welt gehen vorüber, was bleibt ist das was wir aus unserer Seele gemacht haben.
(aus den Schriften der Bahai-Religion)


Wie gesagt, auch wenn ich noch nicht wissen kann wie es dort aussieht, weiß ich doch aus den Schriften was ich dort brauche.

Liebe Grüße
Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Sören hat folgendes geschrieben:
Letztendlich ist auch das Entscheidende für mich, dass jeder einen Weg findet, der ihm bei seiner persönlichen Lebensführung Anleitung und Stütze sein kann. Ich stelle die Frage danach, was objektiv die Wahrheit ist, nicht. Ich weiß nur, was mir hilft und ich deswegen als Wahrheit (für mich persönlich) akzeptiere.


Dazu hatte ich vor einiger Zeit ein Gespräch mit einer Bekannten. Sie hat auch so sinngemäß gemeint: "Ist doch völlig egal, was jemand glaubt - Hauptsache er wird ein besserer Mensch."

Das ist in gewisser Weise schon richtig, es kann nur gut sein, wenn jemand sich zum Guten hin entwickelt.

Auf der anderen Seite hat das christliche Glaubensbekenntnis eben den Anspruch auf Historizität - er beruht auf wahren historischen Tatsachen, "Pontius Pilatus" kommt als historische Person im Glaubensbekenntnis vor - genauso wie die Auferstehung von den Toten ins ewige Leben.
Ich glaube also, dass es schon wesentlich ist, dass der Glaube sich im wahrsten Sinne auf "Wirklichkeit" berufen kann, um volle "Wirksamkeit" zu erzielen.
Burkl hat folgendes geschrieben:


Auf der anderen Seite hat das christliche Glaubensbekenntnis eben den Anspruch auf Historizität - er beruht auf wahren historischen Tatsachen, "Pontius Pilatus" kommt als historische Person im Glaubensbekenntnis vor - genauso wie die Auferstehung von den Toten ins ewige Leben.
Ich glaube also, dass es schon wesentlich ist, dass der Glaube sich im wahrsten Sinne auf "Wirklichkeit" berufen kann, um volle "Wirksamkeit" zu erzielen.


Genau hier gibt es aber ein Problem und zwar jenseits aller Konfessionen.
Religionswissenschaftler, Theologen, Archäologen etc. sind sich ziemlich einig darin, dass die Evangelien weder von den Aposteln nach denen sie benannt sind geschrieben wurden, noch deren Inhalt historisch verbürgt ist.
Die vier in die Bibel aufgenommenen Evangelien sind jeweils zu einem bestimmten Zweck geschrieben worden, weshalb sie sich inhaltlich leicht unterscheiden. Mal geht es um Heidenmission, mal die Herleitung des Stammbaumes Jesu von König David. Aber da kann ein Religionswissenschaftler sicher Genaueres sagen.

Vor vielen Jahren bekam ich einen großen Bildband in die Hand, mit dem schönen Titel: Und die Bibel hat doch Recht".
Dieser Titel war sehr irreführend, denn im Grunde wurde dort die Sintflut-Geschichte als bereits im Gilgamesch-Epos beschrieben aufgriffen. Dieses Epos ist sehr viel älter als die biblische Geschichte.
Es gibt noch etliche Beispiele, die mir jetzt in Kürze nicht präsent sind, an denen man festmachen kann, dass biblische Inhalte schon vorher im anderen religiösen Kontexten erschienen sind.
Man kann natürlich jetzt hingehen und vor lauter Panik seinen Glauben in Frage stellen zu müssen, alle möglichen Hinbiegungen vornehmen, damit es passt. Meiner Meinung nach ist das aber nicht nur Selbstbetrug, sondern hindert auch, die tatsächliche Wahrheit aufzudecken.

Auch mir geht es tatsächlich um die Wahrheit. Das Christentum, so wie es heute gelebt wird und so wie dessen Glaubensinhalte vermittelt werden, ist nicht historisch belegbar, noch durch Ausprobieren verifizierbar. Leg' einem Kranken im tiefen Glauben die Hände auf, aber es wird ihm nicht besser gehen. Warte darauf, dass dir im Angesicht deiner Feinde der Tisch gedeckt wird, und du kannst lange warten. Versuch' mal (selbst als Hardcorechrist) übers' Wasser zu gehen, und du wirst scheitern. Dabei sagte Jesus, dass seine Jünger zu weit größeren Taten in der Lage sein würden als er, wenn nur ihr Glaube groß genug wäre.
Ich halte das Gelingen dieser beschriebenen Praktiken übrigens nicht unbedingt für eine Erfindungen. Ich bin aber davon überzeugt, dass es sich hier um Dinge handelt, die nicht im Wachzustand stattfinden.
Bis in die frühe Neuzeit hinein gabe es die Praxis der Benandanti, eine dem Schamanismus ähnliche Praxis, die böse Geister bekämpfte, die sogenannten Hexer und Hexen. Diese Wesen waren nie von dieser Welt. Lediglich aus Unverständnis heraus, wurden aus den Benandanti Hexer und Hexen gemacht, anstatt zu vestehen, dass sie diese bekämpften.

Die Wahrheit der christlichen Lehre, das was Jesus wirklich gelehrt hat, ist mit größter Wahrscheinlichkeit verloren gegangen. Die ältest erhaltene Fassung der biblischen Evangelien endet mit einem leeren Grab. Da ist im Ursprung keine Rede von der leibhaftigen Erscheinung Jesu noch von einer Himmelfahrt aus dieser in eine andere Dimension. Die Begegnung Christi mit seinen Jüngern hat vermtlich in einer ganz anderen "Spähre" stattgefunden.
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Locker bleiben, Maß halten (frei nach Aristoteles)
Elem. Luft hat folgendes geschrieben:
Leg' einem Kranken im tiefen Glauben die Hände auf, aber es wird ihm nicht besser gehen. Warte darauf, dass dir im Angesicht deiner Feinde der Tisch gedeckt wird, und du kannst lange warten. Versuch' mal (selbst als Hardcorechrist) übers' Wasser zu gehen, und du wirst scheitern.


Ich glaube fest daran, dass diese Dinge passieren. Allerdings ist Gott kein "Gebetsautomat". Es gewährt Wunder dann, wenn sie zum Heil etwas beitragen. Und wann und wie das der Fall ist, das weiß nur Er - nicht wir.

Das Hauptwunder ist eigentlich, dass der Glaube Menschen zum Positiven verändern kann, sie wirklich neu machen kann.

Ich glaube "Wundermangel" ist immer ein Folge von Glaubensmangel. Der Glaubensmangel bewirkt oft, dass Dinge, die für das offene Herz erkennbar Wunder sind, als solche gar nicht gesehen werden.

Dazu ein Zitat:

"Ich bin nicht "wundersüchtig". - Ich sagte dir, daß mir die Wunder der Heiligen Schrift vollauf genügen, um meinen Glauben stark zu machen. - Aber mir tun diese Christen leid, einschließlich der frommen, "apostolischen", die lächeln, wenn sie von außerordentlichen Wegen hören, von übernatürlichen Ereignissen. - Ich hätte gute Lust, ihnen zu sagen: Ja, auch heute gibt es Wunder. Wir würden sie vollbringen, wenn wir Glauben hätten!"

Hl. Josemaría Escrivá, Der Weg (Aphorismensammlung) Nr. 583

Elem. Luft hat folgendes geschrieben:
Dieser Titel war sehr irreführend, denn im Grunde wurde dort die Sintflut-Geschichte als bereits im Gilgamesch-Epos beschrieben aufgriffen. Dieses Epos ist sehr viel älter als die biblische Geschichte.


Was soll das beweisen oder widerlegen? Sicherlich enthält die Bibel Motive, die in der Menschheitsgeschichte auch schon zuvor aufgetreten sind. Der Glaube nimmt ja nicht in Anspruch "losgekoppelte" und isolierte Wahrheiten zu enthalten, sondern alle "Fäden der Wahrheit" zusammenzuführen zur ihrem Ursprung und Ziel - Jesus Christus.

Elem. Luft hat folgendes geschrieben:

Die ältest erhaltene Fassung der biblischen Evangelien endet mit einem leeren Grab.


Das Markus-Evangelium, meinst du wahrscheinlich. Ja da trifft es zu. Es gibt aber paulinische Schriftstellen, die historisch älter sind und bereits die Auferstehung kennen. Das Neue Testament ist ein Gewebe aus Schriften, keine streng historisch-chronologische Abfolge.

Elem. Luft hat folgendes geschrieben:
Die Begegnung Christi mit seinen Jüngern hat vermtlich in einer ganz anderen "Spähre" stattgefunden.


Es ist eindeutig die Rede von konkreten geografischen Orten, wo diese Begegnungen stattgefunden haben. Du kannst sie heute noch in Israel besuchen.