Zur Diskussion: Thomas Evangelium


Busshari hat folgendes geschrieben:
@ Sören und Tobias

Dass die Bibel weder von den Aposteln noch irgendwelchen Zeitzeugen verfasst worden ist, da sind wir uns jetzt einig oder?


Das waren wir schon die ganze Zeit
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"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523
Und wo nicht?
finnoir hat folgendes geschrieben:
--- Kleinere Vorbilder ---

Die internen Einstellungsmöglichkeiten erlauben hier anscheinend nur das Einbinden von Fotos, die auf einer Website liegen und keinen direkten upload vom eigenen Heimrechner.

Habe soeben eine Website entdeckt, wo man Bilder gratis hochladen kann/darf und der zugehörige link automatisch generiert wird

http://www.fotos-hochladen.net/

Das zur Info.
Grüße Omega

PS: So, alle Fotos sind nun maximal 500 px groß.



Vielen Dank für deine Mühen.

Leider bietet das Forum keine Möglichkeit Bilder hochzuladen (außer dem Avatar). Das würde die ohnehin schon gerade so ausreichende Leistung und Bandbreite sprengen.
Busshari hat folgendes geschrieben:
Und wo nicht?


Etwa deine Behauptung, dass Teile des Markusevangeliums älter als Jesus sein sollen.
--- Wer sucht, der findet ... ---

(5) Jesus sprach: Erkenne das, was vor dir ist, und das, was vor dir verborgen ist, wird dir enthüllt werden; denn es gibt nichts Verborgenes, was nicht offenbar werden wird. (Thomas Evangelium)


- Ursprünge der Kirche -

Zum Thema: Christentum und Kirche,
bzw: Kirche ist nicht gleich Kirche,
habe ich einen internen thread gefunden,
der einen guten Überblick gibt.

Erst ist fast 10 Jahre alt,
hat aber an Aktualität nichts verloren :)

Hier findet ihr eine komprimierte Zusammenfassung zum Thema:
Christentum und Kirche

Grüße Omega
--- Das Eine ---

(67) Jesus sprach: Wer die ganze Welt kennt, doch das Eine nicht, dem fehlt alles.
(Thomas Evangelium)


Wer also das Eine kennt,
der ist reich gesegnet und bereichert die Welt.

Omega, wünscht euch eine gute Nacht!
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You Are what You Art.
finnoir hat folgendes geschrieben:
--- Das Eine ---

(67) Jesus sprach: Wer die ganze Welt kennt, doch das Eine nicht, dem fehlt alles.

Wer also das Eine kennt,
der ist reich gesegnet und bereichert die Welt.


Ich finde es immer wieder spannend, wie nah sich die Konzepte eigentlich sind, wenn man sich erst einmal für die Möglichkeit öffnet, dass das Unbeschreibliche unterschiedlich berschrieben werden kann.

Ich glaube, dass mit diesem "Einen" die Erkenntnis Gottes gemeint ist, egal, ob es jetzt als Gott benannt wird oder als kosmische Wirkkraft irgendeiner Art. Es läuft auf dasselbe hinaus, da man als Mensch mit seinem begrenzten Begriffsvermögen die innere Wirklichkeit dessen nie vollständig wird erfassen können. Je nach Blickwinkel nimmt man andere Eigenschaften dieses "Einen" wahr.

So lässt sich dieses Zitat auch völlig Problemlos im Baha'i-Sinne ausdeuten. Denn bei uns ist der Glaube fruchtlos, wenn er sich nicht in Taten gegenüber dem nächsten äußert. Gleichzeitig ist es aber auch ungenügend, ohne Fundament im Glauben in der Welt zu wirken.

Hat man also in Jesu Worten "die ganze Welt erkannt", sich also mit ihren Sorgen und nöten beschäftigt und beschlossen, diesen Entgegenzuwirken, aber den Göttlichen Auftrag dazu und seine Anleitung in diesem Prozess nicht erkannt (oder ignoriert), so steht jedes Projekt auf wackligen Beinen und kann am Ende, so gut es auch gemeint war, keine dauerhafte Veränderung der Welt bewirken. Denn für dauerhafte Veränderungen reicht es nicht, den Verstand zu berühren. Das Herz muss mitgenommen werden.

Hat man aber den Willen Gottes erkannt und sieht seinen primären Lebenssinn im Dienst am Mitmenschen, wird man mit einem Maß an Begeisterung und auch einem wirklichen Sendungsbewusstsein an seine Aufgaben herangehen, dass sie andere inspirieren, dem eigenen Beispiel zu folgen. Man wird getragen von der Gewissheit, die sich in den Worten des ehemaligen tschechischen Präsidenten Václav Hável wunderschön ausdrücken:

Václav Hável hat folgendes geschrieben:
Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.

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"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523
--- Geistige Nahrung ---

Tobias hat folgendes geschrieben:
Vielen Dank für deine Mühen.


Hallo Tobias,
vielen Dank an euch, für die Pflege und Bereitstellung des Forums :) (werde mit den Bildern wieder sparsamer umgehen)

Guter Sören,
besten Dank auch an dich, für deine schönen Gedanken und den sinnreichen Schluß von Václav Hável. Ja, das Thomas Evangelium empfinde auch ich als große Bereicherung. (Vorsichtshalber möchte ich noch anmerken, daß der zweite Satz meine Ergänzung war. Ich habe meinen letzten Beitrag nochmal editiert und den ersten Satz aus dem Thomas Evangelium mit einem Quellverweis abgeschlossen)

Ich glaube, daß das Eine wohl die versammelten Herzenskräfte meint, einen gereiften und hochentwickelten Liebesinn, der die himmlischen Potenz zum Wohle aller einzusetzen versteht. Ich glaube, daß sich geistige Prinzipien (Wissen) wohl leicht vermitteln lassen, Herzensbildung aber nicht kopierbar ist, sondern nur ein originärer Weg sein kann. Vielleicht steht darum die blaue Erde im Zentrum des Kosmos, weil es vielleicht der Ort ist, wo sich das Eine in aller Freiheit erringen läßt.

Schöne Grüße
Omega
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You Are what You Art.
Hallo Sören,
Sören hat folgendes geschrieben:


Ich finde es immer wieder spannend, wie nah sich die Konzepte eigentlich sind, wenn man sich erst einmal für die Möglichkeit öffnet, dass das Unbeschreibliche unterschiedlich berschrieben werden kann.



Ja, das finde ich auch. Vor allem, dass es eben Konzepte sind, die einem helfen, sich dem Unbeschreiblichen (dem Einen) in irgendeiner Form zu nähern.
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Locker bleiben, Maß halten (frei nach Aristoteles)