Verkürzte Schulzeit


Ich habe gerade einen interessanten Artikel gelesen, den ich euch nicht vorenthalten möchte. Sind zwar 6 Seiten, aber es liest sich flüssig.

http://www.zeit.de/2011/22/DOS-G8

Was haltet ihr davon?
Ich meine, es ist tatsächlich so, dass vor Allem die letzten 20, 25 Jahre Schüler teilweise ziemlich unter Druck gesetzt werden, was das Lernen betrifft.
Also ich für meinen Teil beobachte insbesondere, dass den Schülern das wichtigste nicht der beigebracht wird, nämlich das LERNEN!

Die Schüler sind nicht mehr dazu in der Lage, selbstständig nach Informationen zu suchen, was sich sogar schon in der Uni bemerkbar macht. Die Schüler sind ebensowenig in der Lage, eine selbstreflektiertes Lernklima mit angemessenen Methoden zu entwickeln oder ihre eigene Ansicht klar und gewählt zu formulieren.

Es kommt der Schule heutzutage darauf an, den Kindern politisch opportunes Halbwissen ins Hirn zu hämmern und ihnen zu erzählen, wie toll das System ist, in dem wir leben. Dass dadurch der kritische Geist völlig abstirbt und man nur, wenn man mit seiner ganzen Kraft gegen das System ankämpft, diesen Geist pflegen kann (mit der Folge schlechter Noten), ist ein Skandal! Nicht der vermittelte Stoff oder die Länge der Schulzeit sind das Problem, sondern der Fehlschluss, dass Bildung durch das Einhämmern von Fakten möglich wäre. Gebildet ist man nur, wenn man freiwillig lernt und das angeeignete Wissen auch reflektieren und behalten kann.
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"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523