Demut


Wie weit fortgeschritten seid ihr in dieser Tugend?
In einer Stadt lebte ein bedeutender Talmudgelehrter, ein reicher, freundlicher Mann, bescheiden und tugendhaft. Eines Tages wurde er sehr krank und lag fast bewusstlos auf seinem Totenbett. die Honorationen der Stadt waren um sein Bett versammelt un priesen seine guten Eigenschaften: "Was für ein feiner Mann, ein gescheiter Mann, ein Wohltäter, gastfreundlich und gut - ein Engel."
Der Sterbende nahm als er diese Lobsprüche hörte, noch einmal alle Kraft zusammen und sagte mit kaum mehr hörbarer Stimme: "No - und meine Bescheidenheit? Ihr sollt nicht vergessen meine Bescheidenheit!" (aA)

//vielleicht steht die Geschichte hier schon irgentwo, aber die fällt mir immer ein wenn jemand nach dem fortschritt einer Tugend fragt //
Bist du dir wirklich sicher, dass du DAMIT die Demut beschrieben hast?
Hätte er nicht als demütiger Mann nicht all diese Lobsprüche von sich gewiesen uns sich als unwürdig für diese bezeichnet?
Hallo Tek.
doch das hätte er, darum gehts ja in der Geschichte die bescheidenheit verblasst sobald man sie sich anmaßt. Sind nicht alle Tugenden wenn sie nicht von reinem Herzen und losgelöst von erfolg und lob sind unrein? Mir viel die geschichte nur ein weil es sich für mich seltsam anfühlt etwas über meine eigene Tugend zu schreiben.
Dom.inik hat folgendes geschrieben:
[..]Mir viel die geschichte nur ein weil es sich für mich seltsam anfühlt etwas über meine eigene Tugend zu schreiben.


In diesem Satz verspüre ich mehr Demut als in deinem Beispiel da oben.
Tek. schrieb:
Zitat:
Hätte er nicht als demütiger Mann nicht all diese Lobsprüche von sich gewiesen uns sich als unwürdig für diese bezeichnet?


Ja, genau. Ich nehme an, dass Dominik diese Geschichte auch aus diesem Grunde gepostet hat um vielleicht damit aufzuzeigen, dass man die Frage: "Wie weit fortgeschritten seid ihr in dieser Tugend (Demut)? " so nicht stellen kann. Ein wirklich demütiger Mensch sieht sich wohl nicht als solchen und will und kann wohl nichts darüber berichten wie weit er in dieser Tugend fortgeschritten ist.

Liebe Grüße
Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
linde hat folgendes geschrieben:
[...] Ein wirklich demütiger Mensch sieht sich wohl nicht als solchen


Sehr gut, Linde!

linde hat folgendes geschrieben:
und will und kann wohl nichts darüber berichten wie weit er in dieser Tugend fortgeschritten ist.

Liebe Grüße
Linde


In Ordnung, das ist eine Überlegung wert.
Dieses lob sollte ich jetzt von mir weisen um Demütig zu bleiben aber spaß beiseite,

Demut finde ich eine unglaubliche herrausvorderung, ist es überhaupt möglich sich jemals als Demütig zu bezeichnen?
Zitat:
In diesem Satz verspüre ich mehr Demut als in deinem Beispiel da oben.
schrieb Tek.

Das Beispiel sollte m.M. nach ja grade verdeutlichen, dass es sich nicht um Demut handelt und dass man nicht darauf schauen soll und kann wie weit man die Tugend Demut schon selbst verwirklicht hat.

Vielleicht könnte man sich darüber unterhalten was Demut bedeutet, aber nicht wie weit man damit schon selbst gekommen ist.

Was würdest Du antworten, wenn ich Dich fragen würde wie weit Du schon in dieser Tugend fortgeschritten bist?

Schöne Grüße
Linde
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