Demut


Tek. hat folgendes geschrieben:
Wird Demut in der Welt von den Menschen oft als Schwäche registriert?


Hmm... Ja, das kann so sein, weil es für Hochmütige unverständlich ist, was diese Tugend ist.

Allerdings ist gerade die Demut ohne die Tugend der Tapferkeit keine echte Demut mehr. Demut ist nicht Duckmäusertum. Demut heißt sich der eigenen Kleinheit angesichts der Größe Gottes bewusst zu sein. Und dieses Bewusstsein verleiht dem Menschen erst seine wahre Größe.

In den Akten der Märtyrer steht dieser Dialog zwischen dem römischen Präfekten Rusticus und dem Christen Hierax: »Wo sind deine Eltern?«, fragte der Richter den Märtyrer, und dieser antwortete: »Unser wahrer Vater ist Christus und unsere Mutter der Glaube an ihn«.

Diese Antwort ist demütig, gleichzeitig aber sehr stark und unerschütterlich.
ziraki hat folgendes geschrieben:


Deine Antwort impliziert für mich, dass Demut durch Mangel verursacht wird, dann ist es mMn nach keine Tugend.



Na ja, Demut entsteht eben durch die Einsicht, dass der Mangel durch Fehlverhalten selbst verursacht wurde, denn Mangel von was auch immer ist die Folge von Leben gegen die Wahrheit und die Liebe und ist somit Untreue gegen Gott.
Wer dies erkennt, der schämt sich seiner Fehler zuerst und dann möchte er sie wieder gut machen, also Reue und das Bedürfnis nach Buße entstehen und damit einher geht die Demut.
Glühwürmchen hat folgendes geschrieben:

Na ja, Demut entsteht eben durch die Einsicht, dass der Mangel durch Fehlverhalten selbst verursacht wurde, denn Mangel von was auch immer ist die Folge von Leben gegen die Wahrheit und die Liebe und ist somit Untreue gegen Gott.

Das glaube ich nicht, wie kommst du zu dieser Annahme?
Zitat:
Wer dies erkennt, der schämt sich seiner Fehler zuerst und dann möchte er sie wieder gut machen, also Reue und das Bedürfnis nach Buße entstehen und damit einher geht die Demut.

Du bringst hier Demut mit Scham in Verbindung.

Ich vermute diese Begriffe hatten ursprünglich keinen Zusammenhang, sonst wäre Demut keine erstrebenswerte Eigenschaft.
Scham ist eine erstrebenswerte Eigenschaft, solange man Fehler macht.
Glühwürmchen hat folgendes geschrieben:
Scham ist eine erstrebenswerte Eigenschaft, solange man Fehler macht.


Folglich sollte man sich sein Leben lang schämen?
Jesus sprach: " Nur wenn ihr werdet wie die Kinder, werdet ihr ins Himmelreich kommen!" Das wirft zwei Fragen für mich auf und zwar: " Schämt sich etwa ein Kind?" oder " Macht ein Kind Fehler?"

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Demut und Dienen sind menschliche Eigenschaften ,

um Gott näher zu kommen .

Es sind keine göttlichen Eigenschaften , sondern ( ? )

Gott gegebene geistige Entwicklungsmöglichkeiten für den Menschen .


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Ich lasse alles los was nicht Liebe ist . Für alles was
ich tun will ist Zeit und Raum vorhanden !
Louise L. Hay

Suche nichts-finde alles !
Dr.Frank Kinslow

Wir erleben mehr als wir begreifen .
(Mystisches Erleben , Intuitives Verstehen) !
Hans-Peter Dürr
leuthner hat folgendes geschrieben:
Jesus sprach: " Nur wenn ihr werdet wie die Kinder, werdet ihr ins Himmelreich kommen!" Das wirft zwei Fragen für mich auf und zwar: " Schämt sich etwa ein Kind?" oder " Macht ein Kind Fehler?"

Alles Liebe

Erich

Natürlicherweise schämt sich ein Kind noch, wenn es Fehler macht, auch wenn kindliche Fehler meistens so schlimme Sachen wie Kekse klauen oder heimlich lesen bedeuten.
In späteren Zeiten verlernen viele Menschen, sich für weitaus bösere Dinge zu schämen, dann nämlich, wenn das Ego groß und stark geworden ist und sie das Recht dazu haben, ihrer Meinung nach und sie jeden Kontakt zu ihrem Gewissen verloren haben.
Liebes Glühwürmchen!

Da stimme ich dir zu.

Ich habe selbst keine Kinder. Würdest du sagen, dass eine solche kindliche Scham angeboren ist?

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Glühwürmchen hat folgendes geschrieben:
Natürlicherweise schämt sich ein Kind noch, wenn es Fehler macht, auch wenn kindliche Fehler meistens so schlimme Sachen wie Kekse klauen oder heimlich lesen bedeuten.


Das stimmt - ja. Sie haben viel "natürliches Gefühl" für gut und böse - und sie stehen nach dem Fall sehr schnell wieder auf. Das sollten wir als Erwachsene wieder erlernen, und dabei die Reife und Klugheit des Erwachsenen behalten. Das ist sozusagen die "erwachsene Gotteskindschaft", die das Ziel des Christen ist.

Glühwürmchen hat folgendes geschrieben:
Ich habe selbst keine Kinder. Würdest du sagen, dass eine solche kindliche Scham angeboren ist?


Ja - es ist grundsätzlich angeboren, dass Kinder zwischen gut und böse unterscheiden können und sich für das Böse, das sie begehen, schämen.