die Größe Gottes liegt in der Vergebung


Nachdem er von einem Mann übel beschimpft wurde und eine seine Jünger Shehzada Abdul Latif (ra) sagte das er sich schwer getan hatte diesen Man nicht zu bestrafe wegen seiner unverschämte Beschimpfungen und der (Später Märtyrer der Ahmadiyya Jaamat:durch Steinigung) bemerkt Hadhrat Mirza Ghulam Ahmad,Allah's Frieden auf ihm,

Gebete sollen selbst für Ungläubige gesagt werden...Dies reinigt das Herz,öffnet es und verleiht es Mut.Solange nicht die Mitglieder dieser Gemeinde diese Haltung annehmen.gibt es kaum einen Unterschied zwischen ihnen und den anderen Muslimen.Für mich ist dies sehr wichtig..die Größe Gottes liegt in der Vergebung für die Gottlosen zusammen mit den Rechtschaffenen.


Die Sonne scheint über Gerechte und Ungerechte.

(Matthäus 5.45)




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"religious extremism, be it Christian extremism, Muslim extremism or any other kind, is never a true reflection of the religion".
(Amir al-Mu'minin Khalifatul Masih V Hadrat Mirza Masroor Ahmad(atba) )
Interessant ist, dass "Ver-gebung" nicht ein Vorgang ist, bei dem das erlittene Unrecht ignoriert oder rein passiv "erduldet" wird. Vergeben ist etwas sehr Proaktives.

Ver-geben bedeutet mehr ein Zurück-geben. Und zwar auf eine Art, die den anderen dazu in die Lage versetzt aus diesem Schlechtem, das von ihm ausging, etwas Anderes zu machen - ja sogar etwas zutiefst Gutes, das ihn weiterbringt. Ver-gebung hat nämlich das Ziel der Ver-wandlung - des Bösen in das Gute. Es ist keine selbstgerechte Handlung, wo man sein eigenes Licht in den Vordergrund rückt - das würde den Anderen nicht in die Lage versetzen etwas zu verändern. Es geht darum den Übeltäter in die Lage zu versetzen, selbst zu erkennen, dass er letzlich am Meisten sich schadet.

Ver-Gebung hat "sachlichen Charakter" - man könnte fast sagen, das Böse wird "versachlicht", also verstandesgemäß, ja rational behandelt, sozusagen "heruntergeholt", "entzaubert" - und diesem Vorgang hält es nicht stand, weil das Böse vom Wesen her unvernünftig ist, der Vernunft des Herzens nicht entspricht - wenn das Licht der Vernunft auf das Böse scheint, dann vergeht es kreischend.

"Auf diese Antwort hin schlug einer von den Knechten, der dabeistand, Jesus ins Gesicht und sagte: Redest du so mit dem Hohenpriester?
Jesus entgegnete ihm: Wenn es nicht recht war, was ich gesagt habe, dann weise es nach; wenn es aber recht war, warum schlägst du mich?" (Joh 18,22 u. 23)

Diese Antwort Jesu hat wohl noch lange nachgehallt... Und wer weiß, vielleicht hat er bereut und wurde ein Anderer. Hätte Jesus in dieser Situation - nach gemeinen Maßstäben wohl gerechtfertigt - zurückgeschlagen oder geflucht, wäre der Hass nur vergrößert worden, keinerlei Fortschritt im Guten erzielt worden, mehr Dunkles in die Welt gekommen. Gleichzeitig ist diese Reaktion auch kein "stummes Ertragen" von erlittenem Unrecht. Jesus geht sehr proaktiv an die Sache heran. Er "tut etwas" - und ich denke das ist das Wichtige - das Unrecht nicht "stehen lassen", sondern Ver-geben - es also demjenigen, von dem es ausging, in einer Art zurückreichen, die es ihm ermöglicht es selbst zu neutralisieren - und damit besser zu werden, die Welt wieder ein Stück heller zu machen.
Ich meine auch, dass bei echter Vergebung dem Bösen keine Macht gegeben wird, sondern dass es neutral betrachtet wird, als schlichtweg was Fehlerhaftes. Daher sollte ich auch nie die Person verurteilen, sondern lediglich ihr Fehlverhalten feststellen und jede Wiedergutmachung mit Freuden annehmen und nicht nachtragend sein.
Zitat:
Und wer weiß, vielleicht hat er bereut und wurde ein Anderer. Hätte Jesus in dieser Situation - nach gemeinen Maßstäben wohl gerechtfertigt - zurückgeschlagen oder geflucht, wäre der Hass nur vergrößert worden, keinerlei Fortschritt im Guten erzielt worden, mehr Dunkles in die Welt gekommen.



Hat der "Vater" den Bösewichten auch vergeben die den "Sohn" töteten?
Zitat:
sondern lediglich ihr Fehlverhalten feststellen und jede Wiedergutmachung mit Freuden annehmen und nicht nachtragend sein.




Peter, und was ist, wenn Wiedergutmachung nicht mehr möglich ist
Liebe Rowanny!

Verzeihen ist nicht nur edel und gut für den, der das Unrecht begangen hat, sondern auch für den, der es erfahren hat, weil er loslässt und den inneren Groll auflöst, der einen nur unfrei macht.

Alles liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Rowanny hat folgendes geschrieben:
Hat der "Vater" den Bösewichten auch vergeben die den "Sohn" töteten?


In Anbetracht dessen, dass Jesus selbst um Vergebung für seine Mörder gefleht hat, sage ich ganz eindeutig: JA!
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"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523
Liebe Rowanny!

Wieso sollte der Vater nicht verzeihen, wo doch Gott der Ozean aller Liebe und Weisheit ist.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!