Ich werde am Herzen operiert und mache eine Pause .


Edgar, was für 2 Metall-Clips?
Du meinst künstliche Herzklappen, oder?
Weiterhin gute Genesung!
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Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
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Liebe Ribea, lieber Edgar, ich wünsche Euch weiterhin gute Besserung
Lieber Achim, falls Du Dich für die OP entschieden hast, wünsche ich Dir, dass alles gut vorüber geht und Du bald wieder fit bist.

Alles Liebe,
Minou
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Guten Morgen,

ich danke herzlich für alle Genesungswünsche. Mir geht es gut, habe alles gut überstanden.
Lieber Edgar, dir wünsche ich weiterhin gute Besserung.
Achim, ich denke an dich, alles Gute.

Habt alle einen schönen Montag
Ribea
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"Der Mensch muß nicht nur wissen was wahr ist, er muß auch noch können und wollen, was Recht ist."
Johann Heinrich Pestalozzi
Hallo Achim, freut mich, dass Du wieder zu Hause und auf den Beinen bist. (Wenn auch auf wackeligen).

Weiterhin gute Genesung!

Auch allen, die es sonst noch brauchen!

Liebe Grüße
Linde


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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Danke liebe Freunde für Eure freundschaftliche und spirituelle Unterstützung.

Ich freue mich, dass auch Edgar und Ribea die OP gut überstanden haben.

So ein Eingriff ist schon eine arge Belastung für den Körper. Ich war nach der Narkose fix und fertig und dachte schon, es geht zu Ende. Mein Bettnachbar (ein geistig etwas zurückgeblieber Mann in meinem Alter, dessen Papiere seine Schwester unterschreiben musste) strahlte mich aus seinem Bett an, als man ihn auch wegen SD-Total-OP aus dem Aufwachraum brachte. "Mir geht es sehr gut" sagte er. Schmerzen? "Nö".

Mir tut heute fast eine Woche nach der OP noch alles weh. Die Narbe ist geschwollen und ich fühle mich zeitweise so schlapp, dass ich Panik und erhöhte Temperatur bekomme. Mein Körper ist immer noch ziemlich gestresst und jetzt braucht es Zeit, damit er sich auf die künstlichen Hormone einstellen kann.

Manchmal habe ich ganz merkwürdige Gefühle. Vielleicht verstärkt sich das auch alles, weil ich völlig alleine bin und niemand da ist, wenn was passiert. Gestern habe ich gewaschen, Wäsche aufgehängt, gekocht und gespült. Danach ging es mir garnicht gut.

Mein (Ex-)Schwager wohnt Gott sei Dank nicht allzu weit entfernt und ist für mich im Notfall da. Meine Schwester, so erzählte er mir, habe kaum Interesse gezeigt, als er ihr von der OP erzählt hat. Seine/ihre Kinder auch nicht. Das tut schon weh. Sind sie doch die einzigen Verwandten, die ich noch habe.
guten morgen Achim
schön dass Du alles ganz gut überstanden hast und auch , dass Du wieder im Forum bist , obwohl es da ein paar unschöne posts gab,

was ich Dir aber eigentlich schreiben möchte ist : Ja. es i s t schwer ohne familiäres Netz zu leben, ganz bestimmt. Und Einsamkeit verstärkt negative Gefühle - manchmal bis zur Unerträglichkeit. Doch "zum Glück" gibt es nicht nur leibliche Verwandtschaft, sondern auch seelische. In vielen Familien kennen sich die Mitglieder nicht wirklich sondern leben in Systemen. Menschen die seelisch verwandt sind dagegen "kennen" einen, weil sie selbst ähnlich ticken.

Vielleicht kannst Du die Trauer über fehlende Familie loslassen und den Fokus auf seelenverwandte Menschen und Freundschaften richten. Das kann mehr Geborgenheit, Bestätigung und Lebenshilfe geben als eine der Nebeneinanderherleb-Familien, die es zuhauf gibt.

Eine liebevolle Familie ist schon Gold wert , aber nicht die einzige Möglichkeit emotional glücklich zu sein.

Nach meiner Erfahrung ist ein wichtiger Schlüssel dazu :

"Ja zu Gott
Ja zu sich selbst
Ja zu seinem Schicksal"

Das erscheint einem - biographiebedingt oder situationsbedingt - manchmal unmöglich und doch ist es der (oft sehr bedrängnisreiche ) Weg zu tiefer innerer Freude und Geborgenheit.

Dir - und auch den anderen Patienten
gute Genesung Erholung, zeit für sich selbst, innere und äußere Freude !
visie hat folgendes geschrieben:
Vielleicht kannst Du die Trauer über fehlende Familie loslassen und den Fokus auf seelenverwandte Menschen und Freundschaften richten.

Liebe Visie, vielen Dank für Deine schönen Gedanken.
Ich könnte zwar schon selbst Großvater sein, aber trotzdem sehne ich mich manchmal nach der Zuwendung und liebevollen Fürsorge, die mir meine Mutter, wenn ich früher krank war, zukommen ließ. Bedingungslose Mutterliebe kann niemand ersetzen. Aber das ist längst vorbei. Meine herzlose Schwester wäre mir gegenüber garnicht in der Lage, Mitgefühl aufzubringen. Das muss ich einfach akzeptieren.

Leider sind zwei meiner engsten Freunde auch schon gestorben, der eine mit 49, der andere mit 51. Ich habe zwar noch zwei gute Freunde, aber die wohnen mehrere hundert Kilometer von mir entfernt. Da ich viel umgezogen bin, sind meine Freunde in Deutschland ziemlich verstreut.

Vor Ort gibt es zwar viele Seelenverwandte, also Glaubensbrüder- und schwestern, aber auch hier habe ich die traurige Erfahrung gemacht, dass es besser ist, keine Erwartungen zu haben. Die meisten sind selbst mit ihren Problemen vollauf beschäftigt und widmen sich lieber den administrativen Aufgaben, als ihren kranken Glaubensgenossen. Für mich ist das sehr ernüchternd und ich habe mir vorgenommen, sobald ich wieder gesund bin, mich um einsame und kranke Menschen ehrenamtlich zu kümmern.

Es gibt glücklicherweise zwei bis drei Freunde in meiner Umgebung, mit denen ich wenigstens ab und zu telefonieren kann. Und mein früherer Schwager ist im Notfall auch nicht weit weg. Auch meine Vermieter könnte ich bei Bedarf um Unterstützung bitten. Die sind nett, sie ist aber selber sehr krank.

In unseren Schriften heißt es: "Sich um die Kranken zu kümmern, ist eine der größten Pflichten der Gläubigen." Und "Wir alle sollten die Kranken besuchen... Die Menschen des Ostens bringen Kranken und Leidenden größte Freundlichkeit und Mitgefühl entgegen. Dies wirkt stärker als das Heilmittel selbst."

Leider sieht die Realität ganz anders aus und die meisten interessiert es überhaupt nicht, wenn man krank ist. Vielleicht liegt es ja auch an mir.
Achim hat folgendes geschrieben:
Leider sieht die Realität ganz anders aus und die meisten interessiert es überhaupt nicht, wenn man krank ist. Vielleicht liegt es ja auch an mir.


Lieber Achim, das liegt bestimmt nicht an Dir. Ich habe auch viele solche Erfahrungen gemacht. Es wird geschrieben: "Sag' uns, wenn wir dir helfen können" Wenn man aber nur einen kleinen Wunsch ausspricht, kommt keine Antwort mehr.
Leider werden da doch entgegen den Schriften die Worte höher gestellt als die Taten.
Ja, ja, das Bodenpersonal - aber das dürfte in allen Religionen ähnlich sein ...

Liebe Grüße,
Minou
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
lieber Achim
..nur kurz, weil ich ko bin und morgen einen Mammuttag habe - das Bett ruft....

nein, es liegt nicht an Dir. ich weiss viele Menschen die ähnliche Erfahrungen hatten und selbst habe ich da auch Bitteres erlebt.
Was aber an einem selbst liegt ist wie man damit umgeht. Mich haben die Zeiten in denen ich in Not von Freunden (...)im Stich gelassen wurde dazu gebracht mehr Mitgefühl ( nicht Selbstmitleid) und Liebe zu mir selber zu entwickeln. Seither ist es viel leichter in meiner nicht einfache Lebenssituation ohne Unterstützung da zu stehen.
Eine 10jährige sagte mal :" mein bester Freund ist der liebe Gott und ich selber."
Sie hat nicht unrecht. Es hilft sehr diese Einstellung zu erreichen.
Wie sagt Paul Heyse
"wer sich an and`re hält dem wankt die Welt - wer in sich selber ruht steht gut " (oder so ähnlich)
Trotzdem tut natürlich menschliche Wärme ungemein gut - vor allem in schweren Zeiten .

`schick Dir hiermit ein Päckchen davon!
Minou hat folgendes geschrieben:
Leider werden da doch entgegen den Schriften die Worte höher gestellt als die Taten.

Von Albertus Magnus stammt folgender Satz:
"Wer seinem Nächsten zu Hilfe kommt in seinem Leid, sei es geistlich oder weltlich, dieser Mensch hat mehr getan als derjenige, der von Köln bis Rom bei jedem Meilenstein ein Münster errichtet."

Ich wundere mich manchmal sehr, wieviel Zeit und Energie in unserer Gemeinschaft Lehrprojekten, Kernaktivitäten und Reflexionstreffen gewidmet wird, während es kaum Interesse für Alleinstehende und Hilfsbedürftige gibt.

Ein Pfarrer meines Heimatortes sagte einmal in einem Vortrag - ich glaube es ging um das Thema "Gelebte Spiritualität": "Wenn die Menschen zu uns kommen und die gleiche Hektik und Betriebsamkeit vorfinden, wie überall heutzutage, werden sie sich kaum angezogen fühlen. Denn sie suchen einen Ort der Ruhe, Besinnung und Mitmenschlichkeit."

Ich finde, dass uns das zu denken geben sollte.