Der letzte Prophet


Ich habe es schon ein paar mal erlebt, das Moslems richtig wütend wurden, wenn ich ihnen sagte, daß es einen Gottesboten nach Mohammed gibt. Sie sagten: ER ist der letzte Prophet.
Ich frage mich, ob diese Leute überhaupt wissen was ein Prophet ist. Ein Prophet ist jemand, der etwas ankündet. Genauso wie ein Bahnhofsvorstand, der über den Lautsprecher sagt: "Letzte Ankündigung: der Zug nach Berlin fährt in 10 min. ein." Es ist eben die LETZTE Ankündigung. Dann ist der Zug da. Darum sollten die Moslems wissen, daß Bahá’u’lláh in Moslemterminologie kein Prophet sondern ein Apostel ist.
Zitat:
"Letzte Ankündigung: der Zug nach Berlin fährt in 10 min. ein." Es ist eben die LETZTE Ankündigung. Dann ist der Zug da. Darum sollten die Moslems wissen, daß Bahá’u’lláh..


Falsch.

Die Menschen können sich dem nicht sicher sein. Sie denken es zwar, dennoch gibt es einiges worauf es keinen Einfluss gibt und die Sache anders aussieht. Sogar bei Deinem ja so durchdachten Beispiel

Ein Zug bremst lang. 10 min. vorher ist der Zug schon recht langsam. Wenn dann etwas dazwischen kommt steht er. Und zwar vor dem Bahnhof.

Dann war es nicht

Zitat:
die LETZTE Ankündigung.

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ஜ ♥ ஜ www.tempel.in ღ ஜ ღ
Ich verstehe zwar nur Bahnhof, aber ich finde das Thema toll.
Man kann die Leute garnicht gründlich genug aufklären, die haben ja praktisch keine Ahnung.

Wahrscheinlich werde ich mir nun eine Tüte Popkorn organisieren und aufmerksam der Ausräumung von bestehenden und noch hinzukommenden Missverständnisse beiwohnen...

LG
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https://youtu.be/f2ROFnA4HRA
Grubi hat folgendes geschrieben:
Ich verstehe zwar nur Bahnhof, aber ich finde das Thema toll.
Man kann die Leute garnicht gründlich genug aufklären, die haben ja praktisch keine Ahnung.

Wahrscheinlich werde ich mir nun eine Tüte Popkorn organisieren und aufmerksam der Ausräumung bestehender und hinzukommender Missverständnisse beiwohnen...

LG


Ich finde du hast vollkommen recht.
Die Geschichte wiederholt sich! Es sind jetzt fast 1400 Jahre her seit dem Beginn der moslemischen Zeitrechnung. Und wie sich doch die Zustände gleichen. 1400 n. Chr. gab es ebensoviel Unruhe - religiös motivierter Hass und Mord, aber nicht nur; auch heute gibt es bei den Moslems zu viele Analphabeten - wie bei den Christen damals; die Moslems kennen den Koran gar nicht - auch die Christen kannten die Bibel nur aus zweiter Hand; viele nichtarabische Moslems haben nie den Koran gelesen, weil sie nicht arabisch können - auch die Christen konnten bis Luther die Bibel nicht auf deutsch lesen. Deshalb ist es vollkommen richtig, daß die nachfolgende Religion die vorherige besser erklärt als die Priester derjenigen, weil eben jene Priester ihre Religion nicht unbefangen interpretieren.
Ja das klingt logisch, ich kann dir gut folgen.*popkornmampf*

LG
hexler hat folgendes geschrieben:
Darum sollten die Moslems wissen, daß Bahá’u’lláh in Moslemterminologie kein Prophet sondern ein Apostel ist.


Es gibt immer wieder einige Bahai, die in diesem Kontext darauf hinweisen, dass Bahaullah ein Gesandter (rasul) und kein Prophet (nabi) sei. Dabei verwickelt man sich dann in eine schier endlose Diskussion darum wie sich diese beiden koranischen Begriffe voneinander unterscheiden. Ich kenne keine einzige Schriftstelle von Bahaullah wo er eines von beidem über sich selbst sagt. Vielmehr bezeichnet er sich als Manifestation (mazhar). Ich denke dabei sollte man es dann auch belassen.
Tobias hat folgendes geschrieben:
hexler hat folgendes geschrieben:
Darum sollten die Moslems wissen, daß Bahá’u’lláh in Moslemterminologie kein Prophet sondern ein Apostel ist.


Es gibt immer wieder einige Bahai, die in diesem Kontext darauf hinweisen, dass Bahaullah ein Gesandter (rasul) und kein Prophet (nabi) sei. Dabei verwickelt man sich dann in eine schier endlose Diskussion darum wie sich diese beiden koranischen Begriffe voneinander unterscheiden. Ich kenne keine einzige Schriftstelle von Bahaullah wo er eines von beidem über sich selbst sagt. Vielmehr bezeichnet er sich als Manifestation (mazhar). Ich denke dabei sollte man es dann auch belassen.


Da hast du sicher recht, daß man Bahá’u’lláh so bezeichnen sollte, wie Er sich selbst nennt. Der Punkt ist nur der, daß man den Moslems, die nur das populistische Zeugs nachplappern, erklären muß, daß nicht aller Tage Abend ist, daß sie vielmehr falsch informiert wurden.
Zitat:
Der Punkt ist nur der, daß man den Moslems, die nur das populistische Zeugs nachplappern, erklären muß, daß nicht aller Tage Abend ist, daß sie vielmehr falsch informiert wurden.


Sorry Hexler, mit solchen Aussagen hab ich so meine Schwierigkeiten, klingt in meinen Ohren etwas überheblich. Vielleicht lese ich das auch nur aus Deinen Worten raus.
Sollten wir nicht eher auf uns selbst schaun als auf die vermeintlichen Fehler der anderen, egal ob bei Einzelnen, Gruppen oder was auch immer.

Also ich persönlich hab genug damit zu tun an meinen eigenen Unzulänglichkeiten zu arbeiten, da brauche ich andern nicht zu erklären wo sie evtl.schräg liegen.

Natürlich kann ich bei Gesprächen einem andern sagen wie ich eine Sache sehe, ganz klar. Mir ist dabei wichtig, dass das auf gleicher Höhe mit Achtung und Respekt geschieht.
Außerdem, je sicherer ich mir meiner eigenen Sache bin, umso weniger muss ich sie nach außen verteidigen.
Ich sage meine Meinung und Punkt.

Liebe Grüße und
gute Nacht
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
linde hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Der Punkt ist nur der, daß man den Moslems, die nur das populistische Zeugs nachplappern, erklären muß, daß nicht aller Tage Abend ist, daß sie vielmehr falsch informiert wurden.


Sorry Hexler, mit solchen Aussagen hab ich so meine Schwierigkeiten, klingt in meinen Ohren etwas überheblich. Vielleicht lese ich das auch nur aus Deinen Worten raus.
Sollten wir nicht eher auf uns selbst schaun als auf die vermeintlichen Fehler der anderen, egal ob bei Einzelnen, Gruppen oder was auch immer.

Also ich persönlich hab genug damit zu tun an meinen eigenen Unzulänglichkeiten zu arbeiten, da brauche ich andern nicht zu erklären wo sie evtl.schräg liegen.

Natürlich kann ich bei Gesprächen einem andern sagen wie ich eine Sache sehe, ganz klar. Mir ist dabei wichtig, dass das auf gleicher Höhe mit Achtung und Respekt geschieht.
Außerdem, je sicherer ich mir meiner eigenen Sache bin, umso weniger muss ich sie nach außen verteidigen.
Ich sage meine Meinung und Punkt.

Liebe Grüße und
gute Nacht


Ich weiß, wenn man das ganze ohne die Vorgeschichte liest kann dieser Gedanke der Hochmut auftreten. Wahrscheinlich bin ich auch nicht sehr geduldig. Ich finde es halt schlimm, wenn Prediger Hetz und Hasstiraden loslassen.
hexler hat folgendes geschrieben:
Ich habe es schon ein paar mal erlebt, das Moslems richtig wütend wurden, wenn ich ihnen sagte, daß es einen Gottesboten nach Mohammed gibt.


Da frage ich mich dann aber ernsthaft, warum du ihnen das sagst und in welchem Kontext. Die nächste Frage wäre, ob es denn wirklich sinnvoll ist, dieses Thema in einem relativ frühen Stadium anzuschneiden. Schließlich geht es nicht darum, die Menschen zu belehren. Die Aussage "Du liegst falsch, weil ich die Wahrheit über Baha'u'llah kenne" ist also nicht unbedingt geeignet, um auf einer sachlichen Gesprächsebene zu bleiben. Schließlich gehört der Glaube an die endgültige Sendung Mohammeds zum Kernbestand muslimischen Glaubens. Warum nicht mit den fünf Säulen anfangen, wenn man sich mit Muslimen unterhält? Warum nicht mit einem Gespräch über die Sendung Mohammeds? Das sind Themen, bei denen man die Gemeinsamkeiten entdecken kann, bevor man sich auf die Unterschiede konzentriert. Das schreckt in der Regel eher ab.
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"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523