Was können wir beitragen um das Elend der Welt zu mindern?


Hallo, all Ihr Lieben, die Ihr hier lest und schreibt,

ich stelle immer wieder fest, dass wir alle mehr oder weniger genau wissen was alles im Argen liegt auf unserer Welt.
Hunger, Armut, Krieg, Korruption etc. um nur einige wenige Beispiele zu nennen.

Mich würden Eure Vorschläge, Eure Vision, Eure Gedanken interessieren, wie man einer gequälten Menschheit helfen und die Probleme der Zeit lösen könnte.

Immer wieder höre ich wie es nicht geht oder lese Kritik an Vorschlägen, Schriften und Konzepten die sich für das Wohlergehen der Menschheit einsetzen.

Auch dass alles schon immer so war und sich deshalb nichts ändern kann, hört man immer wieder.

"Millionen Menschen glauben, dass einer allein nichts ausrichten kann." gab es mal als Autoaufkleber.

Ihr Lieben, hier gibt es nun viel, viel Platz um eure guten Vorschläge und Gedanken niederzuschreiben.
Bin sehr gespannt.

Alles Liebe Linde

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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Nicht nur die Menschheit ist gequält, sondern auch die Tiere.
Ich würde, wenn ich die Macht hätte, eine weltweite Ökopolitik verordnen, die auch die Länder einbezieht, die von Umweltschutz bislang überhaupt nichts wissen möchten. Eine Tierhaltung, weit enfernt von jeder Quälerei ist schon lange notwendig.
Kriege hingegen kann man nicht durch politische Entscheidungen abschaffen. Da ist viel Aufklärung und Befreiung von religiös fundamentalistischen Einstellungen nötig.
Was den Hunger anbelangt, würde ich Ingenieure auf der ganzen Welt beauftragen, nach Möglichkeiten zu suchen, die Wüsten künstlich zu bewässern, bis sich dort wieder ein stabiles Ökosystem entwickelt hat. Außerdem müssten die armen, sonnenreichen Länder Afrikas an der Energiegewinnung durch die Sonne eingebunden werden und dadurch verdienen.
Private Banken würde ich abschaffen.
Immer dort, wo der Mensch "sein eigener Schöpfer" wird - wo der Mensch nach eigenem Maß definiert, was gut und was böse ist, dort liegt die Saat des Untergangs.
Alles Gute, Alles dem Leben Dienende, hängt letzlich zusammen, ist eine Einheit: Schutz der Menschenwürde, Schutz der Familie, Umweltschutz; alles hängt zusammen - wer also gegen den Schutz der Familie ist, ist letzlich auch letzlich auch gegen den Umweltschutz.
"Die Manipulation der Natur, die wir heute für unsere Umwelt beklagen, wird hier zum Grundentscheid des Menschen im Umgang mit sich selber", hat einmal der emeritierte Papst Benedikt XVI. gesagt. Wird also der Mensch manipuliert, indem z.B. die Unterschiede zwischen Mann und Frau geleugnet werden oder die aus Vater, Mutter und Kindern bestehende Familie oder werden Genmanipulationen an Embryos forciert, ist das letzlich am Ende auch gegen den Umweltschutz und die Ökologie insgesamt gerichtet.
Deshalb ist es ja auch so paradox, wenn z.B. Politiker vorgeben, die Makroökologie und den Umweltschutz als Ziele zu verfolgen, aber gleichzeitig die Mikroökologie des Menschen völlig missachten, z.B. durch Forcierung von Abtreibungen und künstlicher Verhütung mit chemischen Substanzen und Hormonmanipulation. Wie kann man für den Umweltschutz sein, aber und gleichzeitig das komplexeste und uns grundlegend betreffende Ökosystem, nämlich den menschlichen Körper, in seinen wichtigsten Funktionen zutiefst synthetisch manipulieren und nach eigenen Vorstellungen gestalten wollen?
Hier sieht man schon diese tiefe Widersprüchlichkeit, die auch der emeritierte Papst so scharf analysiert hat.
Wer also in irgendeinem Bereich gegen die natürliche Ordnung der Dinge vorgeht - die nicht wir "erfunden" haben, sondern unser Schöpfer - missachtet letzlich jeden anderen Schöpfungsbereich auch und hält ihn für "seine Spielwiese" - und dass der Mensch das tut, das ist der Grund, warum die Welt so aussieht, wie sie ist - viel Schatten, Hass und Gewalt.

So tief verwoben sind also die Zusammenhänge der Achtung der Schöpfung in den unterschiedlichen Bereichen:
Man könnte auch sagen, dass letzlich jeder Hass und Krieg im Grunde aus einer Missachtung der Natur entsteht. Irgendwann ist am Beginn des Verhängnisses die Harmonie gestört gewesen - es beginnt bei einem Einzelnen, der sich für das Böse entscheidet - und kann von dort ausgehend Kreise bis zum Weltkrieg ziehen.
Umgekehrt ist es beim Guten allerdings genauso - ein Herz kann tausende "anstecken" mit Frieden, Freude, Hoffnung und Liebe:
Dort gilt es anzusetzen. Herzen für Gott gewinnen - jeder so gut er kann, mit aller Kraft; das Ziel des Lebens und das einzige, was die Welt besser machen kann, ist sich auf den Weg zum Himmel machen mit dem Wunsch und Streben dabei alle Anderen mitnehmen zu wollen - dann wird es heller auf dieser Welt. Alles Andere ist Theorie, die Blätter aus Papier ausfüllen kann, aber keine Herzen. Ich glaube ohne Gott kann weder das Gute im einzelnen Menschenleben noch das Gute in der Welt wirklich existieren und wirken.
Das ist ein toller Thread. Jetzt fange ich schon zum fünften mal an meine Gedanken zu sortieren und niederzuschreiben und beginne immer wieder neu, weil es einfach dermaßen viele Missstände gibt, dass ich nicht weiß, wo ich beginnen soll. Ich kann es einfach nicht überblicken. Vielleicht ist es ein Ansatz Dinge zu vereinfachen. Komplexität zu meiden, um sich aufs wesentliche konzentrieren zu können. Alleine wenn wir unser Wirtschaftssystem als Beispiel heranziehen. Es ist derart verstrickt und verschachtelt, dass selbst sogenannte Experten daran verzweifeln. Wenn wir es nicht einmal schaffen, Hilfsmittel zu strukturieren, sehe ich wenig Hoffnung für eine Zukunft in der die Menschheit ohne Leid leben kann.

Du hast gefragt, welche Vorschläge wir haben. Ich habe dermaßen viele Ideen, aber jede noch so "intelligente" Idee hat wieder negative Auswirkungen in Bereichen, die ich nur schwer erfassen kann. Es ist wie mit Dominosteinen. Bringt man den ersten zu Fall, liegt Sekunden später die komplette Reihe.

Wenn ich Burkls Beitrag betrachte, sticht mir die Verhütung ins Auge. Ist es sinnvoll in einem Land, in dem der Hungertod an jeder Ecke lauert 15 Kinder in die Welt zu setzen, von denen 13 nicht mal das Schulalter erreichen oder doch auf Verhütungsmittel zurückzugreifen? Oder kann ich einem Kind, dass in einem überfüllten Heim aufwächst und niemals Zuneigung von den leiblichen Eltern erfahren hat, die uneingeschränkte Liebe eines homosexuellen Paares verweigern dass sich dazu entschließt, mit allen möglichen Mitteln die ihnen zu Verfügung stehen, dem Kind einen guten Start in die Welt zu ermöglichen?

Dominosteine. Jede noch so vermeintlich gute Absicht kann eine Katastrophe für den Einzelnen nach sich ziehen.

Die nötige Intelligenz oder Bildung komplexere Themeninhalte zu erfassen besitzt die breite Bevölkerung leider nicht. (Damit meine ich keine User des Forums bzw. beabsichtige nicht, jemanden abzuwerten) Könnten wir da ansetzen, mit welchen Mitteln auch immer, würde ich uns auf einen besseren Weg sehen.
luschn hat folgendes geschrieben:
Wenn ich Burkls Beitrag betrachte, sticht mir die Verhütung ins Auge. Ist es sinnvoll in einem Land, in dem der Hungertod an jeder Ecke lauert 15 Kinder in die Welt zu setzen, von denen 13 nicht mal das Schulalter erreichen oder doch auf Verhütungsmittel zurückzugreifen?


Kann ich mit der Forcierung der Ausschaltung der lebensweitergebenden Funktion der Sexualität die Welt wirklich besser machen? Kann ich mit einem Geist, der Leben verneint - die Fruchtbarkeit im Grunde als Übel darstellt, die Welt besser machen?

Oder entspricht es nicht vielmehr dem Menschen die Sexualität in sein Menschsein derart zu integrieren, dass er die Kinderzahl regelt, ohne dabei auf zutiefst unnatürliche Manipulation zurückzugreifen uns sich so ein großes Stück von sich selbst zu entfremden und in dieser Entfremdung zu sich selbst auch ein großes Stück zur Welt und ihrer natürlichen Ordnung hin entfremdet wird, was wiederum die Wurzel zahlreicher Übel ist?

luschn hat folgendes geschrieben:
Oder kann ich einem Kind, dass in einem überfüllten Heim aufwächst und niemals Zuneigung von den leiblichen Eltern erfahren hat, die uneingeschränkte Liebe eines homosexuellen Paares verweigern dass sich dazu entschließt, mit allen möglichen Mitteln die ihnen zu Verfügung stehen, dem Kind einen guten Start in die Welt zu ermöglichen?


Das würde ich niemals verhindern wollen, wenn es in einer Ausnahmekonstellaion die beste Alternative wäre.
Trotzdem ist eine Familie aus Vater-Mutter-Kind das, was dem Menschen am Besten entspricht - und als solche unersetzbar und mit nichts zu vergleichen.

Familienförderung ist die beste Förderung des Menschseins.
Hallo Burkl,

Zitat:
Oder entspricht es nicht vielmehr dem Menschen die Sexualität in sein Menschsein derart zu integrieren, dass er die Kinderzahl regelt, ohne dabei auf zutiefst unnatürliche Manipulation zurückzugreifen


Das bedeutet keinen Sex mehr, wenn die Familienplanung abgeschlossen ist, oder es bedeutet, ungewollt Kinder zu bekommen, wenn beim Rechnen was nicht ganz hin kommt. Ob das einem Frauenkörper mit 45/55 Jahren noch gut tut ist fraglich. Ob es einem Kind gut tut, wenn die Mutter fast die Großmutter sein könnte auch. Eine andere Frage ist auch, ob Familien, selbt wenn sie wollten, sich so viele Kinder leisten könnten, wie zur Welt kämen, wenn die Eltern nicht verhüten.
Nein, auf Verhütung zu verzichten, das entspricht nicht dem Menschen.
Betrachten wir zudem die Überbevölkerung unseres Planeten, die drohenden Umweltveränderungen durch Polkappenabschmelzung, etc, müsste uns klar werden, dass der Platz und die Lebensmittelresourcen auch immer knapper werden.
Sicher wäre es für Deutschland besser (ich weiß nicht, wie es in Österreich aussieht), wenn hier mehr Kinder zur Welt kämen und in Afrika für den Augenblick etwas weniger. Auch die Förderung und den Schutz der Familie sehe ich als ganz wichtigen Faktor für eine gesunde Gesellschaft. Doch das passiert nicht durch ein Aussetzen der Geburtenkontrolle. Die Qualität einer Familie wird nicht durch steigende Kinderzahlen besser. Das Gegenteil kann der Fall sein. In Kinderreichen Familien kommt meist einer oder mehrere zu kurz. Das wiederum kann später auch zu Defiziten im Sozialverhalten führen.
Zitat:
Kann ich mit der Forcierung der Ausschaltung der lebensweitergebenden Funktion der Sexualität die Welt wirklich besser machen?

Ich finde diese Frage steht gar nicht im Raum. Niemand hat das behauptet. Den Umkehrschluss deiner Frage könnte man genausowenig geltend machen: Wird die Welt wirklich besser durch die Forcierung einer hohen Kinderzahl?
Zitat:
Kann ich mit einem Geist, der Leben verneint - die Fruchtbarkeit im Grunde als Übel darstellt, die Welt besser machen?


Zu verhüten, bedeutet nicht, das Leben zu verneinen.
Natürlich gibt es Menschen, die aus egoistischen Motiven bewusst keine Kinder bekommen. In manchen Fällen ist das aber auch besser so. Wie glücklich kann ein ungewolltes Kind bei Eltern wider Willen werden? Nicht bei jedem setzt die Liebe mit der Geburt des Kindes ein.
Die meisten verhüten, wenn sie noch keine Kinder bekommen möchten und dann wieder, wenn sie für ihr Empfinden genug haben. Wo bitte verneinen Eltern mit 1-2 Kindern das Leben?

Deine Ansichten bezüglich Verhütung erscheinen mir nicht weitsichtig genug und sind in Bezug auf eine Verbesserung der Welt wenig durchdacht, ja extrem. Man kann doch nicht einer ganzen Welt Lebensfeindlichkeit vorwerfen, weil sie Verhütungsmittel nutzt. Das ist als würde man Weinbauern zu Alkoholikern erklären. Sind dann Nonnen, Priester und Mönche nicht auch mit einem Geist der Lebensfeindlichkeit behaftet, wenn sie sich gegen Kinder und Familie entscheiden?

Die Welt ist in vielen Bereichen lebensfeindlich, aber nicht deshalb, weil sie Geburtenkontrolle betreibt, sondern weil Konzerne ungestraft Aluminium in Antitranspirantien und Gesichtscremes verwenden dürfen und ihr chemikalienverseuchtes Schmutzwasser in Flüsse leiten. Hühnerfarmen sind lebensfeindlich, indem sie männliche Kücken lebendig in den Reißwolf schmeißen, weil sie keine Eier legen. Leute, die ihren Plastikmüll am Strand liegen lassen, sind lebensfeindlich, weil sie unsere Meere kaputt machen, Fische dazu bringen Plastik zu essen, was wir wiederum mit der Nahrung aufnehmen und dadurch unfruchtbar werden. Religiöse Fanatiker sind lebensfeindlich, weil sie Andersgläubige ausgrenzen, knechten oder gar umbringen.

Ich möchte damit einfach sagen, dass es momentan ganz andere Baustellen gibt als die Verhütung.
Zitat:
Was können wir beitragen um das Elend der Welt zu mindern?

Wenn es nur um die Minderung des Elendes in der Welt geht, so wie Du hier den Thread bezeichnest, so reicht es schon wenn Du 50 Cent oder mehr an z.B. Ärzte ohne Grenzen spendest.

Ist Dein Thread damit nicht schon beantwortet?

Alles was zum Ziele einer Minderung hinausgeht erfordert einen für neues offenen, unbesetzten -also offen für weitere Dinge als welche bereits praktiziert werden- Geist. Einen offenen Geist so etwas wie bei einem neugierigen, fragenden (und dadurch sich weiterentwickelnden Wesen) Kind. Diese Fähigkeit ist den Menschen jedoch zumeist abhanden gekommen. Und deshalb flüchten sie sich viel lieber in vorgestanzten Rezepten ohne große Notwendigkeit eigene Phanasie wirken lasssen zu müssen und ohne Bereitschaft über neuartige Wege nachzudenken in einem Lande wo alles hierfür vorhanden ist. Wie Arm muss das im Angesicht der vom Tode bedrohten Menschen in der Welt doch wirken?
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Ich stimme Luschn zu, ein guter Thread hier kommen ein paar Gedanken von mir:

    Verantwortungsvollerer Umgang mit Energie (z.B. Wohnung ein im Winter wenig kühler halten)

    Verantwortungsvollerer Umgang mit Benzin (z.B. das Auto mal stehen lassen oder ganz auf Fahrrad und öffentliche Verkehrsmittel umsteigen)

    Die Wünsche deckeln (es ist nicht so viel, was ein Mensch benötigt, um glücklich zu sein)

    Verantwortungsvollerer Umgang mit der Sexualität (wer mögliche Konsequenzen scheut, oder verdrängt, der sollte sich mehr zurückhalten, oder eben auf einen besseren Partner warten)

    Verantwortungsvollerer Umgang mit der Nahrung (weniger Fleisch schafft landwirtschaftliche Flächen und verbraucht weniger Energie und Wasser)

    Bei gesellschaftlichen Zusammenkünften auf den Alkohol verzichten und so auch anderen ein Vorbild sein.

    Soziale Projekte unterstützen.

    Seine Kinder nicht indoktrinieren, sondern ihnen im Glauben verschiedene Wahlmöglichkeiten anbieten.

Soweit mal fürs Erste.
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Burkl, du schreibst

[quote=]Immer dort, wo der Mensch "sein eigener Schöpfer" wird - wo der Mensch nach eigenem Maß definiert, was gut und was böse ist, dort liegt die Saat des Untergangs.[/quote]

In Deutschland machen Menschen die Gesetze und nicht Gott, Allah, Bibel, Koran ect. und das ist auch gut so.
Phobo, überall wo keine Theokratie(Theokratur) herrscht, ist das so.

Andernfalls häuft sich irrsinnig viel Macht an.
Siehe iranischer Wächterrat.

Sicherlich hat die Gewaltenteilung in Legislative, Judikative und Exekutive sowie die strikte Trennung zwischen Staat und Religion(en) entscheidend das Leben hierzulande verbessert.

Nur geht es ja in diesem Thread daraum, was der Einzelne (also erstmal jeder User hier) besser tun könnte, bzw. was uns dazu einfällt. Um die Sache wieder aufs Thema zurückzuführen.
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