Was können wir beitragen um das Elend der Welt zu mindern?


Grubi hat folgendes geschrieben:
das Problem ist dabei allerdings dass jeder für sich Lebensqualität anders definiert.


So unterschiedlich ist die Definition nicht. Warum wollen so viele Flüchtlinge nach Europa? Materielle Grundbedürfnisse zu befriedigen ist sicherlich unterschiedslos für alle Menschen Bedingung und Ausgangspunkt für jegliche Lebensqualität. Darum auch die Bitte im Vater-Unser nach dem "täglichen Brot" - noch vor der Bitte um Schuldvergebung, also vor dem Eintritt in die geistige Dimension der Existenz, braucht es erst einmal die gesicherte physische Existenz. Oder anderes: Wer verhungert, kann sich nicht dem Höheren zuwenden.

Dann kommt dazu, dass das materielle Brot alleine nicht satt macht. Es braucht darüber hinaus die geistige Nahrung, um nicht zu seelisch zu verhungern. Das Grundproblem der westlichen Wohlstandsgesellschaften ist, dass es zusehends mehr als Option erachtet wird, auch den seelischen Hunger mit materiellem Konsum befriedigen zu wollen. Und das geht nicht, und hinterlässt unglückliche Menschen, die innerlich dürsten, obwohl sie äußerlich gesättigt sind.
Die Kirche machts ja vor. Siehe
Limburger Bischof Tebartz-van Elst .
Burkl hat folgendes geschrieben:
Grubi hat folgendes geschrieben:
das Problem ist dabei allerdings dass jeder für sich Lebensqualität anders definiert.


So unterschiedlich ist die Definition nicht. Warum wollen so viele Flüchtlinge nach Europa? Materielle Grundbedürfnisse zu befriedigen ist sicherlich unterschiedslos für alle Menschen Bedingung und Ausgangspunkt für jegliche Lebensqualität. Darum auch die Bitte im Vater-Unser nach dem "täglichen Brot" - noch vor der Bitte um Schuldvergebung, also vor dem Eintritt in die geistige Dimension der Existenz, braucht es erst einmal die gesicherte physische Existenz. Oder anderes: Wer verhungert, kann sich nicht dem Höheren zuwenden.



Vor dem Brot kommt erst noch die Heiligung seines Namens, die Erwartung an sein Reich und die Betrachtung seiner Allmacht hier auf Erden und in einem jenseitigen Leben.

Abgesehen davon sehe ich eine gute Grundversorgung der Menschheit auch als Basis für Gedanken über die blosse Existenz hinaus.

In dem Zusammenhang kann ich allerdings nicht verstehen warum man das Mittel der Verhütung irgendwie verteufeln muss.
Das ist ein Punkt wo ich die Möglichkeit sehe Leid und Elend einzudämmen.
Selbst das Leid durch Krankheiten kann durch Verhütungsmittel gelindert werden.

Aufklärung und Bildung vorantreiben, das ist für uns essentiell.

Dort wo Bildung ankommt, können Menschen selbständig entscheiden und beurteilen wie sich weiterer Nachwuchs auf die eigene und die Situation der Kinder auswirkt.

Unbedachte Familienplanung regelt die Natur oft genug alleine, wir reden dann von Hungersnöten, das ist Leid.

Bezüglich der geistigen Nahrung empfehle ich persönlich Mischkost.
Von Fertignahrung und einseitiger Diät würde ich abraten wollen um Mangelerscheinungen vorzubeugen...

LG
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https://youtu.be/f2ROFnA4HRA
Hallo Burkl,
Burkl hat folgendes geschrieben:
Elem. Luft hat folgendes geschrieben:
Nein, auf Verhütung zu verzichten, das entspricht nicht dem Menschen.


Der Anfang deines Satzes, den du als Conclusio für die Befürwortung der Verhütung gewählt hast, enthüllt schon Alles. Zu verhüten ist ein "Nein". Und zwar ein Nein zum Geschenk der Sexualität, das von Gott her untrennbar mit der Fruchtbarkeit verbunden woden ist.


Du interpretierst in meinen Satz eine Aussage hinein, die ich nicht mache. Ich schrieb und meinte, dass nicht zu verhüten, nicht dem Menschen entpricht. Ich sagte damit kein Nein zur Sexualität als Geschenk Gottes. Mir ist schon öfter aufgefallen, dass du überinterpretierst, leider oft im Zusammenhang mit biblischen Aussagen. Es ist gewiss eine Kunst aus einem Text viel herauszuholen und man kann im Deutschunterricht bei der Interpretation von Kurzgeschichten sicher gut abschneinden, wenn man das Analysieren beherrscht, aber wenn du dieses Instrumentarium auf ganz schlichte Sätze von Mitschreibern anwendest, ergibt das nur eine Verzerrung des Gesagten. Wenn du freilich diese Form der Überinterpretation auch auf die Bibel anwendest, dann darf man von deinen Gedanken zu biblischen Aussagen nicht allzuviel halten. Es geht in der Religion ja nicht um Kunstfertigkeit, sondern um Wahrheit, nicht um Verzerrung, sondern um Klarheit.

Du bist also der Meinung Sexualität sei nur zum Kinderzeugen gedacht und nur mit dieser Absicht sei auch die Freude am Sex erlaubt.
Erstens wiedersprichst du dir damit selber, denn in einem anderen Faden, in dem wir das Thema Sex diskutierten, warst du noch der Meinung, Sexualität diene der Vertiefung der Liebe - zwar nur zwischen Eheleuten - aber immerhin. Zweitens missachtest du damit, dass dem Menschen Sexualität auch zum Spaß gegeben wurde. Würde dieser Spaß allein der Fortpflanzung dienen, würden auch Tiere Erfüllung bei der Paarung empfinden. Tatsächlich ist die Paarung für die meisten Weibchen des Tierreiches aber schmerzhaft. Das Geschlechtsteil des Katers ist sogar mit Widerhaken versehen, die der Kätzin Schmerz zufügen.
Mit der Fähigkeit körperliche Erfüllung in der Sexualität zu finden, unterscheidet sich der Mensch also grundlegend vom Tierreich (ausgenommen der Affen) und damit unterscheidet sich auch Sinn und Zeck der menschliche Sexualität.
In diesem Sinne wird die menschliche Sexualität nur dann verzerrt, wenn man sie auf die Fortpflanzung reduziert. Das wäre ein Extrem und das kann niemals gut sein.
Meiner Meinung, dass Sex seinen Platz in einer festen, verbindlichen Liebesbeziehung hat, habe ich bereits in besagtem Faden Ausdruck verliehen. Der Mensch wird traurig und leer, wenn er Sexualität als flüchtiges Mittel zur Berauschung versteht und der missbrauchte Partner verletzt. Auch dieses Extrem kann niemals gut sein.

Zitat:
Verhüten als "Lösung" für die Sexualität zu leben bedeutet letzlich im Kern die Ablehnung dieses Geschenks. Und damit - wie du richtig schreibst ein "Nein" - und zwar zum unbedingten Wert des Lebens.


Ich verbitte mir, dass du meine Worte verdrehst. Ich schrieb nirgendwo ein Nein zum Wert des Lebens. Das ist eine bösartige Verleumdung. Wer bist du, dass du mir Wertschätzung zum Leben absprichst? Weder kennst du mich, noch ist irgendeinem meiner Beiträge derartiges zu entnehmen.

Zitat:
Elem. Luft hat folgendes geschrieben:
Sind dann Nonnen, Priester und Mönche nicht auch mit einem Geist der Lebensfeindlichkeit behaftet, wenn sie sich gegen Kinder und Familie entscheiden?

Du hast den Zölibat nicht verstanden. Er ist keine Entscheidung gegen etwas - sondern eine für etwas.
Nämlich die Ganzhingabe an Gott, das rechtfertigt den Verzicht auf eine eigene Familie durchaus. Jesus selbst hat das so vorgelebt.


Hier interpretierst du lediglich zu Gunsten deiner Kirche und damit zu Gunsten deiner Meinung.

Zitat:
Verhüten" muss man Gefahren. Und genau so ist es mittlerweile - das Kind gilt als "Gefahr", das es zu verhüten gilt. Gefahr für die Karriere, Gefahr für die eigene Gesundheit, Gefahr für den eigenen Lebensgenuss, Gefahr für die Welt.


Was ist dir passiert? Was hat dich zu einem derart erschreckenden Extremismus geführt? Ich muss sagen, ich bin zutiefst schokiert. Wenn ein (weiteres) Kind eine Gefahr für die Gesundheit oder gar das Leben der Mutter bedeutet, soll sie also nicht verhüten? Und in einem überbevölkerten Land wie Afrika, in dem Hunger herrscht und Aids ein Thema ist, sollen Nonnen entlassen werden, die Kondome verteilen? Das nennst du also lebensfreundlich? Kinder sollen geboren werden, nur um an Hunger oder Aids elendig zu sterben? Ein Kind soll ohne Mutter aufwachsen, weil die Mutter die Schwangerschaft nicht überlebt hat, aber gut katholisch auch nicht verhütet hat?

Warum werden in unseren Wäldern eigentlich die Tiere abgeschossen?
Weil sie sich übermäßig vermehrt haben und den Wald beschädigen.

Warum gab es im biblischen Ägypten eigentlich Hungersnöte?
Weil die Heuschrecken sich übermäßig vermehrten und alles wegfutterten.

Warum klappen Goldfischteiche um?

Wir leben deiner Ansicht nach in einer gefallenen Schöpfung. Dazu gehört, dass die Populationen der Geschöpfe nicht mehr in einem Gleichgewicht sein können, ohne dass man mäßigend auf die Fortpflanzung einwirkt. Ich denken Verhütung ist lebnesfreundlicher als das Töten von entstandenem Leben. Seien es Hirsche, Goldfische oder Menschen.
Elem. Luft hat folgendes geschrieben:
Du bist also der Meinung Sexualität sei nur zum Kinderzeugen gedacht und nur mit dieser Absicht sei auch die Freude am Sex erlaubt.


Dieser Meinung bin ich nicht. Aber sehr wohl, dass ein manipulierender Eingriff in die Sexualität, wie die künstliche Verhütung, sie in ihrem Wesen verändert und zu etwas Anderem macht - ein Geschenk, das man abändert, entbehrt seines vollen Wesens und entfernt es vom Geschenkgeber.
Keuschheit und zeitweise Enthaltsamkeit sind Themen, die die Liebe und Achtung zwischen den Ehepartern stärken können - und die Menschlichkeit insgesamt fördern. Sex nach "Lust und Laune" ohne "Angst vor den Folgen" ist dagegen ein Programm für den Egoismus - und so ein Beitrag zu einer Ellbogengesellschaft von Menschen, die nach dem "unbedingten Lustprinzip" leben wollen, und das erzeugt Herzenshärte.

Elem. Luft hat folgendes geschrieben:
Wer bist du, dass du mir Wertschätzung zum Leben absprichst?


Ich spreche dir nichts ab. Ich nahm Bezug auf deine "Lobrede" auf die künstliche Verhütung - wenn man den logischen Gedankenductus fortsetzt, dass Kinder "verhütet" werden müssen, gleichsam wie eine Gefahr für Gesundheit und Demographie, dann gelangt man schon auf der reinen Ebene der Logik dazu, dass dies eine Geringschätzung des menschlichen Lebens bedeutet. Seine Entstehung wird als etwas Negatives und Einschränkendes aufgefasst, dass es kompromisslos zu verhindern gilt.

Elem. Luft hat folgendes geschrieben:
Was ist dir passiert? Was hat dich zu einem derart erschreckenden Extremismus geführt? Ich muss sagen, ich bin zutiefst schokiert.


Wenn es um den unbedingten Wert des Lebens geht bin ich kompromisslos, ja.

Elem. Luft hat folgendes geschrieben:
Wenn ein (weiteres) Kind eine Gefahr für die Gesundheit oder gar das Leben der Mutter bedeutet, soll sie also nicht verhüten?


Wir reden hier vom Normalfall einer Gesellschaft, in der die "Verhütungsmentalität" absolute Selbstverständlichkeit geworden ist, und jeder, der einen gegenteiligen Standpunkt vertritt, massiv angefeindet wird. Es geht jetzt nicht um medizinische Sonderfälle, die natürlich im Einzelfall zu sehen und moralisch zu bewerten sind.

Elem. Luft hat folgendes geschrieben:
Warum werden in unseren Wäldern eigentlich die Tiere abgeschossen?
Weil sie sich übermäßig vermehrt haben und den Wald beschädigen.


Wir Menschen haben die Gabe unsere Fortpflanzung steuern zu können. Der Vergleich mit Tieren passt daher gar nicht.

Elem. Luft hat folgendes geschrieben:
Und in einem überbevölkerten Land wie Afrika, in dem Hunger herrscht und Aids ein Thema ist, sollen Nonnen entlassen werden, die Kondome verteilen? Das nennst du also lebensfreundlich?


Lebensfreundlich nenne ich es, wenn Menschen mit Körper, Geist und Seele ihre Sexualität so leben zu lernen, dass sie glücklich werden. Die Verteilung von Kondomen hat dazu noch niemals beigetragen.

Elem. Luft hat folgendes geschrieben:
Kinder sollen geboren werden, nur um an Hunger oder Aids elendig zu sterben?


Die Frage ist, warum gibt es dort soviel Hunger und Krankheit. Da ist sicher ein Weiterdenken erforderlich, als zu sagen - "Kondome lösen alle Probleme". Genaugenommen sind sie Teil des Problems. Denn diese Verhütungsmentalität wird genau aus den "Konsumländern" nach Afrika exportiert, die zu einem Gutteil für das wirtschaftliche Elend dieser Länder verantwortlich sind, indem sie über ihre Verhältnisse leben. Damit sind auch wir gemeint. Zu sagen "wir schicken euch Kodome und alles wird gut" ist an Zynismus kaum noch zu überbieten - und ein bloßes Täuschungsmanöver, um von den eigentlichen Ungerechtigkeiten abzulenken.

Elem. Luft hat folgendes geschrieben:

Warum gab es im biblischen Ägypten eigentlich Hungersnöte?
Weil die Heuschrecken sich übermäßig vermehrten und alles wegfutterten.


Kinder indirekt mit Schad-Insekten zu vergleichen ist dann überhaupt der Tiefstpunkt des Zynismus.

Elem. Luft hat folgendes geschrieben:
Wir leben deiner Ansicht nach in einer gefallenen Schöpfung. Dazu gehört, dass die Populationen der Geschöpfe nicht mehr in einem Gleichgewicht sein können, ohne dass man mäßigend auf die Fortpflanzung einwirkt.


Dass die Schöpfung gefallen ist, ist keine Ausrede dafür mit ihr umzugehen wie man will. Das hieße "noch tiefer zu fallen".
Die Kirche ist nicht dagegen "mäßigend auf die Fortpflanzung einzuwirken". Nur entspricht es eben dem Menschen dies zu tun ohne dabei Ehe und Sexualität ihres grundlegenden Wesens zu berauben, indem Fruchtbarkeit und sexuelle Vereinigung bewusst vollständig voneinander abgekoppelt werden.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Elem. Luft hat folgendes geschrieben:
Warum werden in unseren Wäldern eigentlich die Tiere abgeschossen?
Weil sie sich übermäßig vermehrt haben und den Wald beschädigen.



Wir Menschen haben die Gabe unsere Fortpflanzung steuern zu können. Der Vergleich mit Tieren passt daher gar nicht.



Also wohlwollend und im Zusammenhang mit den fliegenden Nahrungskonkurrenten und dem eutrophierten Goldfischteich betrachtet, würde ich vermuten, dass Element Luft mit der Aufzählung lediglich verdeutlichen möchte dass es zu unschönen Ereignissen führt wenn es zu Überpopulationen kommt.

Man muss Menschen nicht als Plage betrachten wenn man auf ein Ungleichgewicht zwischen möglicher Versorgung und Bevölkerungswachstum in weniger gut situierten Ländern aufmerksam macht.
Ich finde schon dass wir da Vergleiche aus der Natur herranziehen dürfen.
Wir stehen als Menschheit nicht daneben sondern sind Teil davon.

Die Möglichkeit auch in Familienangelegenheiten planerisch vorzugehen sollten wir uns nicht entgehen lassen wenn wir damit Menschen vor dem Elend bewahren können.
Das sollte in Eigenverantwortung geschehen, in Familienplanung und sexuelles Begehren hat sich kein Aussenstehender einzumischen.


LG
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Grubi hat folgendes geschrieben:
Man muss Menschen nicht als Plage betrachten wenn man auf ein Ungleichgewicht zwischen möglicher Versorgung und Bevölkerungswachstum in weniger gut situierten Ländern aufmerksam macht.


Ja - aber die Lösung ist nicht Kondome zu verteilen, sondern wirtschaftlich gerechte Rahmenbedingungen herzustellen, um den armen Ländern zu ermöglichen ein Staatswesen aufzubauen mit Alphabetisierung, Bildung und Gesundheitseinrichtungen und mit Wohlstand für die Menschen. Bildung umfasst dabei Alles - den ganzen Menschen, auch die Moral und die Seele und Herzensbildung.
Es ist zynisch den armen Ländern, die am Boden liegen, zuzurufen: "Verwendet Kondome, dann wärt ihr weniger und dann doch gar nicht so schlecht dran!".
Damit es den Menschen dort wirklich besser gehen kann, muss ich den armen auf dem Boden liegenden Ländern entschieden aufhelfen. Das geht nur, wenn ich zulasse, dass sie als gleichberechtigte Partner aufgebaut werden, die ich dann fair behandle, eben so wie ich selbst behandelt werden möchte. Das ist dann wahre Menschenfreundlichkeit und Nächstenliebe, die dem Leben dient.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Grubi hat folgendes geschrieben:
Man muss Menschen nicht als Plage betrachten wenn man auf ein Ungleichgewicht zwischen möglicher Versorgung und Bevölkerungswachstum in weniger gut situierten Ländern aufmerksam macht.


Ja aber die Lösung ist nicht Kondome zu verteilen, sondern wirtschaftlich gerechte Rahmenbedingungen herzustellen, um den armen Ländern zu ermöglichen ein Staatswesen aufzubauen, mit Alphabetisierung, Bildung und Gesundheitseinrichtungen und mit Wohlstand. [...]


Das hat Element Luft auch nicht behauptet, ich kann nicht sehen wo hier Kondome als DIE Lösung beworben wurden.
Vielleicht beruhigen wir uns erstmal...


LG
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Hallo

linde hat folgendes geschrieben:
Immer wieder höre ich wie es nicht geht oder lese Kritik an Vorschlägen, Schriften und Konzepten die sich für das Wohlergehen der Menschheit einsetzen.

Auch dass alles schon immer so war und sich deshalb nichts ändern kann, hört man immer wieder.


Ich denke, die Mehrheit will gar nichts ändern,. Denn wenn wir Hunger und Armut merkbar reduzieren wollen, müssen wir von unserem Reichtum abgeben.

linde hat folgendes geschrieben:
Mich würden Eure Vorschläge, Eure Vision, Eure Gedanken interessieren, wie man einer gequälten Menschheit helfen und die Probleme der Zeit lösen könnte.


Meiner Meinung nach ist unser stärkster Hebel unser Konsum. Wir können zu großen Teilen kontrollieren, was wir kaufen, von wem und wie viel.

Wir selbst haben in Deutschland darauf geachtet Lebensmittel aus der Region gekauft. Auf Island ist es schwieriger, da viele Sachen mit dem Schiff kommen. Allerdings wird auch einiges in geothermal geheizten Gewächshäusern angebaut.
Wir sind keine Vegetarier, (Wir haben es versucht und sind kläglich gescheitert) essen aber meiner Einschätzung nach recht wenig Fleisch. Ein oder zweimal in der Woche.
Generell verzichten wir auf Plastiktüten beim Einkaufen. Auf Island wohnen wir jetzt nahe am Supermark und kaufen täglich kleine Mengen zu Fuß ein.

Bei Bekleidung gibt es einige Zertifizierungen und Siegel von diversen NGOs, welche sich mit den Arbeitsbedingungen in der Produktion und/oder mit ökologischen Herstellungsverfahren und Materialien auseinandersetzen. Ich schaue im Moment nach dem Siegel der Fair Wear Foundation (FWF). Ich finde die FWF am besten, weil sie (im Gegensatz zu vielen anderen, die auf Selbstkontrolle der Hersteller setzen) selbst in den Produktionsstätten kontrolliert. Und weil es ein Beschwerdemanagement für die Angestellten der Produktionsfirmen gibt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Fair_Wear_Foundation

Da ich leider beruflich noch viel in Deutschland unterwegs bin, fahre ich ein Hybridauto. Dabei fahre ich konsequent niemals schneller als 120 km/h (Wofür ich im allgemeinen gehasst werde xD). Leider fahre ich auch einiges an Autobahn und Hybridautos spielen ihre Stärken vor allem in der Stadt aus. Alles in allem komme ich auf einen Durchschnitt von nicht ganz 6 Litern. Durch das viele Fliegen habe ich aber eigentlich eine CO2 Bilanz wie ein Kohlekraftwerk . Das wird sich aber 2014 erledigen.

Dazu spende ich regelmäßig an Ärzte ohne Grenzen und Amnesty International. Manchmal auch an andere Organisationen und Projekte, wenn ich drauf stoße.

linde hat folgendes geschrieben:

"Millionen Menschen glauben, dass einer allein nichts ausrichten kann." gab es mal als Autoaufkleber.


Und sie haben recht. Einer alleine kann wirklich nichts ausrichten. Man müsste sich eigentlich organisieren und gemeinsam Druck ausüben. Die Meisten werfen deswegen die Flinte ins Korn. Die die noch wollen, verwickeln sich in unzählige kleine Konflikte um unterschiedliche Ansichten.

Achso: Wo bekomme ich so einen Aufkleber xD ?

Naja – nicht entmutigen lassen

Liebe Grüße
Nadja
_________________
GUNKL: Wüstenreligionen, Wissen, Respekt und Kränkungen
http://www.lsvd.de
Humanistischer Pressedienst
Gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz
Burkl hat folgendes geschrieben:
Elem. Luft hat folgendes geschrieben:
Du bist also der Meinung Sexualität sei nur zum Kinderzeugen gedacht und nur mit dieser Absicht sei auch die Freude am Sex erlaubt.


Dieser Meinung bin ich nicht. Aber sehr wohl, dass ein manipulierender Eingriff in die Sexualität, wie die künstliche Verhütung, sie in ihrem Wesen verändert und zu etwas Anderem macht - ein Geschenk, das man abändert, entbehrt seines vollen Wesens und entfernt es vom Geschenkgeber.

Ich kann deine Meinung nicht teilen. Wir haben Ohren und Mund und tauschen uns trotzdem über eine Blechkiste aus. Wir missachten Gottes Geschenk miteinander zu kommunizieren. Wir haben Beine die uns tragen, trotzdem benutzen wir Autos um schneller ans Ziel zu kommen. Wir haben keine Flügel, trotzdem fliegen wir um an Orte zu gelangen, die unerreichbar wären. Wir entfernen Tumore aus unserem Körper, die unser sicherer Tod wären, therapieren Krankheiten die uns Leid bringen etc. Wenn wir schon in der Lage sind unsere Fortpflanzung zu kontrollieren um Sie in gesunden Maße auszuleben, dann sollten wir diese Gelegenheit auch nutzen.