Aussagen v. Wissenschaftler ü. Geist u. Materie .


Zitat:

Es ist also für einen atheistischen (agnostischen) Wissenschaftler dennoch ein in sich geschlossenes Weltbild möglich, ohne dass da ein "Fehler in den Gleichungen", welcher nur auf Gott zurückzuführen ist, entsteht.


Ich könnte auch die Partitur einer Symphonie Mozarts anblicken und nur darauf hin analysieren, ob Dissonanzen vorhanden sind - und die Frage nach dem Künstler und seinem Wesen ausblenden. Aber erfasse ich dann die ganze Schönheit des Werks?
Es würde niemand auf die Idee kommen, dass die Anordnung der Töne und Noten der Partitur ein Zufallsprodukt sein könnten. Jeder der die Notenfolge der Partitur sieht weiß, dass sie genauso gewollt und bewusst so angeordnet wurde.
Wenn ich mir einen komplexen DNA-Strang im Elektronenrastermikroskop anschaue, dann soll ich hingegen glauben, dass hinter diesem Kunstwerk kein Wille steckt. Sollte ich tatsächlich glauben, dass diese Komposition der Bausteine des Lebens alleine auf den Zufall und damit letzlich auf die Unvernunft zurückkgeht?
Ich glaube ein Wissenschaftlicher, der "dahinter blickt" findet zum Schöpfergott. Und der Blick dahinter, verleiht letzlich "Tiefe" und Verständnis - wie im Beispiel der Partitur:
Mozart zu kennen ermöglicht seine Musik besser zu verstehen und intensiver zu erleben. So ermöglicht die Freundschaft mit Gott die Natur, die er geschaffen hat, intensiver zu erleben - und letzlich auch mit einem "besonderen Geist" zu erforschen, nämlich in Ehrfurcht und Liebe, und damit womöglich auf Dinge zu stoßen, die dem bloßen "Rechner", der nur Naturgesetze und Formeln sieht - entgehen. So wie dem bloßen "Harmonie-, Takt- und Notenwertberechner" der Geist und die Schönheit der Symphonie wohl entgeht.
Zitat:
Es würde niemand auf die Idee kommen, dass die Anordnung der Töne und Noten der Partitur ein Zufallsprodukt sein könnten. Jeder der die Notenfolge der Partitur sieht, weiß sie, dass sie genauso gewollt und bewusst so angeordnet wurde.
Wenn ich mir einen komplexen DNA-Strang im Elektronenrastermikroskop anschaue, dann soll ich hingegen glauben, dass hinter diesem Kunstwerk kein Wille steckt. Sollte ich tatsächlich glauben, dass diese Komposition der Bausteine des Lebens alleine auf den Zufall und damit letzlich auf die Unvernunft zurückkgeht?

Burkl, der Schöpfer der DNA ist die Evolution.
Ich glaube an keinen Gott, der die Natur so schuf, wie sie ist.
Ich glaube nicht daran, dass es dem Göttlichen Willen entspricht, dass eine Wespe eine Raupe lähmt und in sie ihre Eier legt.
Ich glaube nicht daran, dass Gott den Kukuk so schuf, dass er die Eier aus fremden Nestern wirft, und die eigenen hinein legt.
Ja ich glaube letztlich nicht mal daran, dass Gott dieses Universum geschaffen hat.
Denn wieso sollte Gott etwas erschaffen, in dem Teile Seiner selbst von Ihm/Ihr getrennt sein sollten?

Ich sehe diese Welt als Erfahrungsfeld, also ist die Entstehung dieser Welt (m.E.) auch auf den Wunsch zurückzuführen, dass sich Seelen erfahren und entwickeln wollte.

Mit anderen Worten: Gott trennte sich von einem Teil Seiner/Ihrer Selbst, um erneut zu erfahren, dass diese Trennung lediglich Illusion ist.

Und je tiefer wir in die Welt der Materie vordringen, desto besser verstehen wir, dass unsere Erfahrung von dieser Materie letztlich eine Illusion ist.

Ich hoffe, ich konnte einigermaßen klar ausdrücken, was ich damit sagen will.
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Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
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Zitat:

Burkl, der Schöpfer der DNA ist die Evolution.


Und der Schöpfer der Symphonie ist das Notenblatt und die Feder?

Es ist kein Widerspruch, dass sich der Schöpfungsvorgang "evolutionär ausrollt". Ich kann ja auch ein Notenblatt langsam entrollen. Den Sinn verstehe ich erst, wenn ich es ganz vor mir sehe. Im Falle der Evolution ist das nicht möglich, wir sehen "Teilausschnitte". Es ist schier vorschnell und unüberlegt von diesen erkennbaren Teilausschnitten Rückschlüsse auf das Nichtvorhandensein eines dahinterstehenden Willens zu ziehen. Ich ziehe auf Grund der Evolution, die wir kennen, auch keinen unmittelbaren Schluss auf Gott. Ich sage nur, dass es mit der Evolution in keinerlei Widerspruch steht, von einem Schöpfergott auszugehen, der als "Schreibwerkzeug" DNA und Evolution verwendet, so wie ein Komponist Papier mit Notenzeilen und die Feder benützt.
Hi Burkel

Das Bildnis mit der Symphonie gefällt mir auf den ersten Blick ausgesprochen gut, dann ging mir aus unerfindlichen Gründen Lady Gaga durch den Kopf...

Ich kenne sie nicht und auch viele andere Komponisten sind mir nicht bekannt, aber ich vermute dass Musik ohne tiefere Kenntnisse über den Künstler einwandfrei funktioniert.
Musikstücke lassen auch selten auf Eigenschaften des Künstlers schliessen, es sind eher in sich geschlossene Geschichten die keinerlei Erklärung bedürfen.
Wir können sie geniessen ohne dabei an einen Schöpfer zu denken.

Musik wird manchmal von mehreren Künstlern gleichzeitig spontan erschaffen, Jazz Musiker lassen sich aufeinander ein und die Musik klingt doch organisiert ohne dass ein Komponist auszumachen ist.
Vielleicht passiert das auch während der Evolution...

Nachtrag: Manche Künstler möchte ich auf keinen Fall kennenlernen...

LG
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https://youtu.be/f2ROFnA4HRA
Grubi hat folgendes geschrieben:
Musikstücke lassen auch selten auf Eigenschaften des Künstlers schliessen


Nur bedingt lassen sie Rückschlüsse zu - ja, weil ja der Künstler nicht unmittelbar das Kunstwerk ist, sondern außerhalb von ihm.

Jesus Christus hebt nach christlichem Glauben diesen an sich unüberbrückbaren Unterschied zwischen Schöpfer und Geschöpf auf. Dadurch ist der Künstler ins Kunstwerk sozusagen selbst "eingegangen". Jetzt gibt es diese Trennung nicht mehr.
Burkl hat folgendes geschrieben:

Jesus Christus hebt nach christlichem Glauben diesen an sich unüberbrückbaren Unterschied zwischen Schöpfer und Geschöpf auf. Dadurch ist der Künstler ins Kunstwerk sozusagen selbst "eingegangen". Jetzt gibt es diese Trennung nicht mehr.


Wenn man Jesus weg lässt, bist du beim Panentheismus. Ich bin der Meinung, dass Jesus das durchaus gemeint haben könnte.
Elem. Luft hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:

Jesus Christus hebt nach christlichem Glauben diesen an sich unüberbrückbaren Unterschied zwischen Schöpfer und Geschöpf auf. Dadurch ist der Künstler ins Kunstwerk sozusagen selbst "eingegangen". Jetzt gibt es diese Trennung nicht mehr.


Wenn man Jesus weg lässt, bist du beim Panentheismus. Ich bin der Meinung, dass Jesus das durchaus gemeint haben könnte.


Jesus sagte nach dem Thomas-Evangelium: "Ich bin das Licht, dieses, das über allen ist. Ich bin das All; das All ist aus mir gekommen. Und das All ist zu mir gelangt. Spaltet ein Holz, ich bin da. Hebt den Stein auf und ihr werdet mich dort finden."

Das spricht tatsächlich für eine pantheistische Sicht. Aber nur, wenn man das "Menschensohn"-Sein Christi wegließe.

Aber durch die Menschwerdung ist Jesus eben auch ganz Mensch, das kann man nicht weglassen. Mensch und Gott, sind sozusagen wie in einer Legierung vereint. Die Summe aus Mensch und Gott ist Christus, in dem der Unterschied aufgehoben ist. Der Mensch ist göttlich und Gott menschlich geworden.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Grubi hat folgendes geschrieben:
Musikstücke lassen auch selten auf Eigenschaften des Künstlers schliessen


Nur bedingt lassen sie Rückschlüsse zu - ja, weil ja der Künstler nicht unmittelbar das Kunstwerk ist, sondern außerhalb von ihm.

Jesus Christus hebt nach christlichem Glauben diesen an sich unüberbrückbaren Unterschied zwischen Schöpfer und Geschöpf auf. Dadurch ist der Künstler ins Kunstwerk sozusagen selbst "eingegangen". Jetzt gibt es diese Trennung nicht mehr.


Dann hinkt aber der Vergleich mit der Musik auf beiden Beinen.

Ein Komponist kommt ja nicht während der Vorstellung reingeplatzt, erklärt dass da einiges falsch gespielt wird und reicht neue Notenblätter rein.

Musik kann eben auch als Zusammenspiel passieren.
Sogar in der Natur, das habe ich im Frühling morgens, in Form von Vogelgezwitscher, vorm Fenster.
Es gibt keine Absicht der Vögel mich zu erreichen

Künstler wollen ihre Zuhörer durchaus erreichen, es sind eben Menschen...

LG
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https://youtu.be/f2ROFnA4HRA
Nur um Missverständnisse zu vermeiden, ich meine Panentheisumus, nicht Pantheismus.
Ob so oder so, Jesus wäre diesem Glauben nach Teil und Ausdruck Gottes, wie jedes andere Geschöpf auch. So gilt die Gotteskindschaft für jeden und bekommt Kraft in dem Augenblick, in dem der Mensch das erkennt. Das Johannes-Evangelium drückt dies ja auch aus: Jeder hat die Macht Kind Gottes zu werden. (Mich wundert nur, dass du das Thomas-Evangelium zitierst, da es doch für dich keine Geltung haben kann)
Zitat:

Künstler wollen ihre Zuhörer durchaus erreichen, es sind eben Menschen...


Künstler wollen sich "verewigen" durch ihre Kunst, aber gleichzeitig "kommen sie nicht hinein". Ein Michelangelo hat Jahre für seinen "David" verwendet - aber er konnte nicht in ihn "eingehen". Die Sehnsucht hatte er sicher, Teil von ihm zu werden - durch in weiterzuleben in der Nachwelt.

Gott ist ewig, er muss sich daher auch nicht "verewigen" im Kunstwerk, also der Schöpfung. Er "verewigt" vielmehr die endliche Schöpfung, indem er als Unendlicher ihn sie eingeht, bringt dem Menschen das ewige Leben in ihm.