Darf man Erwartungen an andere haben?


Elem. Luft hat folgendes geschrieben:

Ja du. Ich auch.
Auch Religiöse Gesetze, wie zum Beispiel bei euch Bahai das Alkoholverbot, dienen ja im Grunde als Ersatzmaßnahme für mangelnde Erziehung im gesunden Umgang mit diesem Genussmittel. Dahinter steck das Wissen, dass Alkohol krank oder abhängig machen kann, aber nicht muss. Die meisten Menschen aber könne mit Alkohol ganz gut umgehen, ohne dass sie sich oder andere damit schaden.

Das macht mich aber nicht zum Hilfssheriff. Ein religiöses Gebot ist immer eine Anleitung für ein Individuum, nicht eine Lizenz zum schulmeistern seiner Mitmenschen. Es kann daher auch nicht mit strafrechtlichen Bestimmungen/weltlichen Gesetzen gleichgestellt werden.
Was das zwischenmenschliche angeht, deshalb diese Aussage, ist immer die Abwägung sinnvoll, kann ich die Belästigung durch einfache Handlung (zwei Schritte beiseite gehen) vermeiden, oder nicht?

Wenn ich das kann, sehe ich nicht den geringsten Grund jemanden anzugehen. Die zwei Schritte sind zumutbar. Zumal das sich im Freien abspielt; in geschlossenen Räumen könnte ich Achims Standpunkt eher verstehen.

Elem. Luft hat folgendes geschrieben:

Im Falle von Nikotin verhält es sich aber anders. Kaum jemand, der raucht, ist Gelegenheitsraucher, sondern "braucht" seine Zigarette. Selbst wer nicht raucht, war vor dem staatlich erlassenen Gesetz dem Rauch der Anderen unfreiwillig ausgesetzt. Komischerweise gibt es kein Rauchverbot im religösen Bereich. Jedenfalls nicht, dass ich wüsste.

Es gibt den Rat von Abdul-Baha, das sein zu lassen.
Elem. Luft hat folgendes geschrieben:

Wie aber sieht es bei dir persönlich aus, wenn jemand ein Gesetz nicht einhält, wenn es dich in deinem Wohlbehagen stört oder in deiner Gesundheit gefährdet? Ich glaube Achims starke Reaktion beruht auf seiner persönlichen Betroffenheit. Vielleicht stört es Achim überhaupt nicht, wenn Leute mit Tempo 70 durch seine Wohnstraße mit Geschwindigkeitsbegrenzung brettern. Mich aber würde es stören, weil meine Kinder und meine Katzen draußen rumrennen. Es ist alles eine Sache der Perspektive und man sollte die Sichtweise seines Mitmenschen respektieren, erst recht, wenn sie "im gesetzlichen Recht" sind.

Das habe ich ja schon geschrieben, wenn ich es nicht vermeiden kann, muß ich eventuell dafür sorgen, daß die zuständige Behörde einschreitet, im Fall des Rasers ist das die Polizei, jedenfalls nicht ich. Was soll ich den tun? Hindernisse aufstellen?
Außerdem ist es nicht respektlos, eine Sichtweise zu kritisieren, im Gegenteil. Man befasst sich ja damit. Und wenn einer wie Achim hingeht und tritt ziemlich aggressiv auf, dann erst recht: warum argumentiert einer denn so hart, wenn er keine Diskussion wünscht? Wir sind hier auf einer Diskussionsplattform. Alles abnicken ist nicht Sinn der Sache.
_________________
Der Blick reicht immer nur bis zur nächsten Wegbiegung.
Hi und @ Grubi,

Zitat:
Naja, wenn wir alle nur über das reden, was wir verstehen, dann wird es ziemlich still auf diesem Planeten...


Ja. Stimmt schon. Ich traue dir aber zu, dass du weißt, was ich in diesem speziellen Zusammenhang damit meinte.


Zitat:
Den Problemen können wir uns ja weiterhin fragend annähern...


Das auf jeden Fall. Fragend, nicht veralbernd.

Zitat:
Wo kommen wir hin wenn wir Menschengruppen nur auf eine negative Eigenschaft reduzieren?
.
Zitat:
Was macht das mit unserer Sicht auf Menschen allgemein und wie verändern wir dabei unsere Selbstwahrnehmung?


Ich glaube, dafür gibt uns Achim ein Beispiel. Er ist so sehr von der Nicht-Rücksichtnahme seines Umfeldes (im Bereich der Dinge, die ihm persönlich besonders wichtig sind) enttäuscht, dass er eine negative Sicht auf Menschen bekommen hat. Das finde ich traurig, denn offenbar ist da viel vorgefallen.

Zitat:
Eine kleine Illustration...

"Hallo, entschuldige bitte die Störung..."

"Ja?"

"Es ist mir etwas unangenehm, aber ich bin gesundheitlich etwas angeschlagen und mein Körper reagiert sehr heftig auf Qualm....

... darf ich dir eine leckere Alternative anbieten?"

In dem Moment holen wir eine Tüte Eukalyptusbonbons aus der Tasche und halten dem netten Menschen die geöffnete Tüte freundlich und nicht zu aufdringlich entgegen"

Und schon haben wir eine gute Basis die man auch mit Schokolade oder anderen Kleinigkeiten, die man so dabei hat, herstellen kann.

Das kann Freundschaft stiftende Wirkungen entfalten... da bin ich mir sicher...


Mit Verlaub, mit diesem Idealismus bist du der geeignete Kandidat für diverse Religionsgemeinschaften.
Eine schöne Idee, aber ich glaube nicht daran, dass ein Mann, der die Tendenz hat, jemandem den Rauch ins Gesicht zu blasen, viel freundlicher auf einen Bonbon reagieren würde. Aber gut, die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich würd da eher die Variante "zur Seite treten" beibehalten, da erwachsene Menschen sich noch weniger gerne erziehen lassen als Kinder. Und die Masche "positiver Verstärker" ist ja nur ein anderes pädagogisches Konzept. Da muss ich Achim dann leider auch sagen, dass es nicht seine Aufgabe ist, andere zu erziehen.

Bleibt festzuhalten: In besonders schweren und andere gefährdende Gesetzesübertretungen muss man eben das Ordnungsamt oder die Polizei verständigen. In den weniger Gravierenden muss man selber lernen, lockerer zu werden und sich vor allem klar machen: Es ist nicht gegen mich persönlich gerichtet.
Hämmert der Nachbar einmal, muss man das ja nicht unbedingt krumm nehmen. Tut er es jedes Wochenende stundenlang, dann kann man sich an den Vermieter wenden.


Ich finde aber, den in Klammern gesetzen Satzteil hättest du dir sparen können:
Zitat:
Das lässt sich noch steigern indem man mal ein gut sortiertes Tabakgeschäft aufsucht, (keine Angst, in den Läden herrscht inzwischen Rauchverbot)


Da hört man doch schon wieder den kleinen Luzifer flüstern.
Im Grunde sollten gerade diese "kleinen Hässlichkeiten" ein Ansporn sein, die Nächstenliebe immer mehr einzuüben.
Ich lese gerade die "Geschichte einer Seele" von der Heiligen Therese von Lisieux. Und gerade sie hat eine christliche Mystik entwickelt, in der das Ertragen und Aufopfern dieser vielen kleinen unvermeidlichen Widrigkeiten des Alltags, die von den Anderen ausgehen, unglaublich viel Potential birgt, geistig zu wachsen und Seelenfrieden zu erlangen.
Ich möchte Euch einen kleinen Ausschnitt zitieren, der diesen inneren geistigen Kampf widerspiegelt.
Therese spricht in diesem Brief ihre ältere Schwester, die im gleichen Karmelitinnen-Kloster wie sie lebte, als "Mutter" an (weil sie ihre Ziehmutter war).
Ich glaube die Heilige Therese zeigt hier so gut, wieviel Zugewinn an Nächstenliebe möglich ist, wenn man lernt die Unvollkommenheiten und Hässlichkeiten der Anderen zu ertragen. Da steckt so viel drinnen, sich darin einzuüben. Es zahlt sich wirklich aus diesen Weg zu beginnen.

"Wie ich Ihnen eben sagte, geliebte Mutter, war die Übung der Nächstenliebe nicht immer so beglückend für mich. Um Ihnen das zu beweisen, will ich Ihnen von vielen Kämpfen nur einige erzählen:
Lange Zeit war ich während der Betrachtung nicht weit von einer Schwester entfernt, die unablässig ihren Rosenkranz, oder ich weiß nicht was, in Bewegung setzte. Vielleicht habe ich es allein wahrgenommen, denn ich habe ein äußerst feines Gehör. Ihnen aber zu sagen, wie mich das ermüdete, wäre umöglich! Gerne hätte ich den Kopf umgedreht, um die Schuldige anzuschauen und so der Sache ein Ende zu machen. Aber ich fühlte, dass es besser sei, es in Geduld zu ertragen: zunächst aus Liebe zu Gott und dann auch, um einen Anlass zur Betrübnis zu vermeiden.
Ich blieb also ganz ruhig, aber zuweilen war ich in Schweiß gebadet und gezwungen, einfach aus dem Leiden ein Gebet zu machen. Schließlich suchte ich ein Mittel, um mit Frieden und mit Freude zu leiden - wenigstens im Seelengrunde. Ich bemühte mich, dieses kleine unangenehme Geräusch liebzugewinnen. Statt mich anzustrengen, es nicht zu hören - ein Ding der Unmöglichkeit -, war ich darauf bedacht, so aufmerksam zu lauschen, wenn wenn es sich um ein entzückendes Konzert gehandelt hätte. Und mein betrachtendes Gebet, das nicht das Gebet der Ruhe war, verlief, indem ich Jesus dieses "Konzert" immer wieder aufopferte.
Ein anderes Mal stand ich in der Waschküche vor einer Schwester, die mich beim Waschen der Taschentücher jeden Augenblick mit schutzigem Wasser bespritzte. Mein erster Gedanke war, zurückzuweichen und mir das Gesicht abzutrocknen, um jener, die mich so benetzte, zu zeigen, dass sie mir einen Dienst erweisen würde, wenn sie sich ruhiger verhielte. Aber schon bald dachte ich, wie dumm es sei, Schätze zurückzuweisen, die man mir in so freigiebiger Weise darbot, und so hütete ich mich wohl, meinen Verdruss merken zu lassen. Im Gegenteil: Ich tat alles, um mit möglichst viel schmutzigem Wasser besprengt zu werden, so dass ich wirklich nach einer halben Stunde Geschmack an dieser neuen Art von Besprengung gefunden hatte. Ich gelobte mir, sooft als möglich an diesen wertvollen Platz zurückzukehren, wo man mir so große Reichtümer anbot.
Meine Mutter, Sie sehen, ich bin eine ganz kleine Seele, die dem lieben Gott nur ganz kleine Dinge anbieten kann. Dabei kommt es noch oft vor, dass ich mir diese kleinen Opfer entgehen lasse, die so großen Herzensfrieden bringen. Aber das entmutigt mich nicht: ich ertrage es, wenn ich etwas weniger Herzensfrieden genieße, und ich gebe mir Mühe, ein andermal wachsamer zu sein."
Hallo Element Luft

Elem. Luft hat folgendes geschrieben:
Hi und @ Grubi,

Zitat:
Naja, wenn wir alle nur über das reden, was wir verstehen, dann wird es ziemlich still auf diesem Planeten...


Ja. Stimmt schon. Ich traue dir aber zu, dass du weißt, was ich in diesem speziellen Zusammenhang damit meinte.


Ja, du hattest aus meinem Geschreibsel geschlossen dass ich die Lage nicht einschätzen könnte, weil ich die Person am anderen Ende der Leitung ja nicht persönlich kenne.

In Netztdiskussionen ist das nunmal immer der Fall und wir können nur mit den preisgegebenen Informationen arbeiten.
In diesem Fall wurden wir eigentlich sehr unfangreich und aufrichtig informiert*denk*

Wenn jemand im Web eine belastende Problematik schildert, dann gehe ich immer davon aus, dass es darum geht sich gegenseitig kritisch zu Beratschlagen...
Vielleicht muss ich besser darin werden zu erkennen ob jemand etwas zur Debatte stellen möchte,
oder eher darauf eingerichtet ist seine Seele zu erleichtern ohne kritisch darüber beraten zu müssen.

Zitat:

Zitat:
Den Problemen können wir uns ja weiterhin fragend annähern...


Das auf jeden Fall. Fragend, nicht veralbernd.


Die Grenzen zwischen todernst und freudig erregt, lasse ich gerne verschwimmen...


Zitat:
Zitat:
Wo kommen wir hin wenn wir Menschengruppen nur auf eine negative Eigenschaft reduzieren?
.
Zitat:
Was macht das mit unserer Sicht auf Menschen allgemein und wie verändern wir dabei unsere Selbstwahrnehmung?


Ich glaube, dafür gibt uns Achim ein Beispiel. Er ist so sehr von der Nicht-Rücksichtnahme seines Umfeldes (im Bereich der Dinge, die ihm persönlich besonders wichtig sind) enttäuscht, dass er eine negative Sicht auf Menschen bekommen hat. Das finde ich traurig, denn offenbar ist da viel vorgefallen.


Da stimme ich dir zu, mich hat das auch sehr beschäftigt, sonst würde ich hier keine Energie dafür aufbringen.

Zitat:

Zitat:
Eine kleine Illustration...

"Hallo, entschuldige bitte die Störung..."

[...]
Das kann Freundschaft stiftende Wirkungen entfalten... da bin ich mir sicher...


Mit Verlaub, mit diesem Idealismus bist du der geeignete Kandidat für diverse Religionsgemeinschaften.


Ich lebe ausgesprochen unreligös, kannst du mir glauben...

Es ist eher so, dass ich davon ausgehe dass man Zwischenmenschliche Begegnungen üben und sich darin verbessern kann.
Bevor man einigermassen sicher vor vielen Menschen frei reden kann, wird man das üben müssen.
Wenn man sich vornimmt in Zukunft häufiger wohlgesonnen auf andere Menschen zuzugehen, wird es helfen eine Gewisse Erfahrung darin zu sammeln.

Die Tüte Bonbons ist nur ein Werkzeug oder Hilfsmittel, es geht auch ohne Zucker


Zitat:


Eine schöne Idee, aber ich glaube nicht daran, dass ein Mann, der die Tendenz hat, jemandem den Rauch ins Gesicht zu blasen, viel freundlicher auf einen Bonbon reagieren würde. Aber gut, die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich würd da eher die Variante "zur Seite treten" beibehalten, da erwachsene Menschen sich noch weniger gerne erziehen lassen als Kinder. Und die Masche "positiver Verstärker" ist ja nur ein anderes pädagogisches Konzept. Da muss ich Achim dann leider auch sagen, dass es nicht seine Aufgabe ist, andere zu erziehen.


Natürlich ist das alles nicht einfach, aber ich bin davon überzeugt dass man deeskaliernde unterwegs sein kann, wenn man freundlich auf Menschen zugeht.
Wenn ich etwas von jemandem möchte, unabhängig davon ob ich ihn zu einer Aktivität einladen oder davon abbringen möchte, hilft es mit einer positiven Überzeugung auf ihn zuzugehen.

Zitat:

Ich finde aber, den in Klammern gesetzen Satzteil hättest du dir sparen können:
Zitat:
Das lässt sich noch steigern indem man mal ein gut sortiertes Tabakgeschäft aufsucht, (keine Angst, in den Läden herrscht inzwischen Rauchverbot)


Da hört man doch schon wieder den kleinen Luzifer flüstern.


Nene, die Information wollte ich einfach gegeben haben.
Die Idee Schnuptabak zu erwerben um gelegentlich eine Prise anbieten zu können ist auch kein Scherz.

Allerdings bringt ein Rauchverbot in Tabakläden schon eine gewisse Ironie mit sich...

LG
_________________
https://youtu.be/f2ROFnA4HRA
Burkl hat folgendes geschrieben:


Ein anderes Mal stand ich in der Waschküche vor einer Schwester, die mich beim Waschen der Taschentücher jeden Augenblick mit schutzigem Wasser bespritzte. Mein erster Gedanke war, zurückzuweichen und mir das Gesicht abzutrocknen, um jener, die mich so benetzte, zu zeigen, dass sie mir einen Dienst erweisen würde, wenn sie sich ruhiger verhielte. Aber schon bald dachte ich, wie dumm es sei, Schätze zurückzuweisen, die man mir in so freigiebiger Weise darbot, und so hütete ich mich wohl, meinen Verdruss merken zu lassen. Im Gegenteil: Ich tat alles, um mit möglichst viel schmutzigem Wasser besprengt zu werden, so dass ich wirklich nach einer halben Stunde Geschmack an dieser neuen Art von Besprengung gefunden hatte. Ich gelobte mir, sooft als möglich an diesen wertvollen Platz zurückzukehren, wo man mir so große Reichtümer anbot.


Ich frage mich, mit großem Unverständnis für diesen Bericht, wem war denn damit gedient?
Wahrscheinlich ließen die Klosterstrukturen dieser Zeit keine andere Reaktion zu, ohne sich sündig zu fühlen.
Aber wieso sollte dies ein Beispiel für Nächstenliebe sein. Ich verstehe es als Beispiel dafür, sich auf Grund mangelnder anderer Möglichkeiten in eine "selbstgerechte" Welt zurückzuziehen.

Zitat:
Ich glaube die Heilige Therese zeigt hier so gut, wieviel Zugewinn an Nächstenliebe möglich ist, wenn man lernt die Unvollkommenheiten und Hässlichkeiten der Anderen zu ertragen.


Für mich wirkt es eher wie Kommunikationsunfähigkeit. Glaubst du, die genannten Mitschwestern haben sich geliebt gefühlt oder in irgendeiner Weise profitiert?
ziraki hat folgendes geschrieben:
Aber wieso sollte dies ein Beispiel für Nächstenliebe sein. Ich verstehe es als Beispiel dafür, sich auf Grund mangelnder anderer Möglichkeiten in eine "selbstgerechte" Welt zurückzuziehen.


Sie ist ja auch gerecht zu den Anderen, die sie nicht maßregelt nach ihren inneren Abneigungen. In gewisser Weise ist das Gottesnachahmung, er lässt es ja auch "gleich regnen über Gute und Böse".

ziraki hat folgendes geschrieben:
Glaubst du, die genannten Mitschwestern haben sich geliebt gefühlt oder in irgendeiner Weise profitiert?


Zuerst ist es einmal Gottesliebe, wenn ich die Unvollkommenheiten der Anderen ertragen kann. Ja - und auch die Anderen profitieren - sie wurden nicht "gemaßregelt", erhielten keine abneigenden Gesten und "strafenden Blicke". Gottes- und Nächstenliebe ist nie trennbar.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Gottes- und Nächstenliebe ist nie trennbar.

Da hast du wohl wieder mal recht!

Zitat:
Ja - und auch die Anderen profitieren - sie wurden nicht "gemaßregelt", erhielten keine abneigenden Gesten und "strafenden Blicke".

Das stelle ich jetzt in Frage.
(Der Bericht über diese Ereignisse war wohl schon bald nach dem Tod von Therese bekannt. Was hat er ausgelöst? z.B. Beschämung?)
Sie haben auch zu Lebzeiten von Therese keine anderen Informationen bekommen. Haben sich deshalb verhalten, wie sie es eben immer getan haben, ohne Reflektionsmöglichkeiten, hatten keinen Grund ihr Verhalten zu ändern, was sie vielleicht gerne getan hätten und im Nachhinein wird ihr Verhalten als kleine Hässlichkeiten eingestuft.

Und Therese musste viel leiden.
Aus meiner Sicht, wegen Kommunikationsunfähigkeit, die ich aber, wie gesagt, nicht ihr anlasten würde, sondern der Zeit und den damaligen Strukturen.