Darf man Erwartungen an andere haben?


Hi

@ Element Luft

Ich bin deiner Kritik gegenüber aufgeschlossen und finde es gut wenn etwas aus verschiedenen Perspektiven betrachtet und bearbeitet wird.
Ich bitte darum meine Meinung unbedingt auch kritisch zu betrachten und Einwände vorzutragen.

Zitat:
Wenn ich das Problem nicht verstehe oder nicht ganz klar ist, um was es sich eigentlich handelt, dass muss ich mich ja an der Diskussion nicht beteiligen.


Naja, wenn wir alle nur über das reden, was wir verstehen, dann wird es ziemlich still auf diesem Planeten...

In dieser Diskussion gibt es eigentlich nicht DAS Problem, sondern eher eine ganze Menge Probleme.

Den Problemen können wir uns ja weiterhin fragend annähern...

Wo kommen wir hin wenn wir Menschengruppen nur auf eine negative Eigenschaft reduzieren?

Was macht das mit unserer Sicht auf Menschen allgemein und wie verändern wir dabei unsere Selbstwahrnehmung?

LG
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https://youtu.be/f2ROFnA4HRA
Nein, nein, du redest dich nicht raus und wenn du noch so sehr zappelst.

Die verpestete Luft im Zusammenhang dieses Fadens ist eine Anspielung auf den Raucherqualm an der Bushaltestelle. Aber bitte ... lassen wir das jezt, es wird sonst maßlos.....
Wer redet sich raus? Zu Achims Haltung habe ich schon mal kommentiert "wenn mich ein Raucher nervt, gehe ich halt ein paar Schritte zur Seite, und gut ist."
Anders gesagt, bevor ich einen Mitmenschen anraunze, schaue ich erst mal ob ich selbst etwas tun kann.

Und die allgemeine Luftqualität wurde tatsächlich deutlich verbessert, was, wenn du unbedingt den Bezug herstellen willst, auch Achim zugute kommt.
@ Elem.Luft :
Danke !

@ dtrainer:
- nur wenn man die g a n z e Palette von weiss bis schwarz angesehen hat ist man einigermassen kundig

- die Luftqualität hat sich in den letzten 30 Jahren wieder etwas verbessert, aber wie ist sie denn im Vergleich zu der Zeit vor 50-100Jahren ?
und wieviel Schadstoffe haben sich aus dieser Luft in Boden und Nahrung angereichert?

-....die Zahl der Unfälle ohne Tote aber nicht - im Gegenteil

-das Bedürfnis nach Stille hat doch nix damit zu tun ob mir wichtig ist was andere von mir denken oder nicht !

- einer rücksichtslosen, lauten Welt kann man sich nicht entziehen - sonst wird man zum Eremiten / Eigenbrötler und das kann nicht die Lösung sein. Auch nicht - wie ich vermute - für Achim.

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In der Pädagogik/Psychologie werden übrigens immer mehr Stimmen laut die darauf aufmerksam machen, dass unsere Kinder heute nicht nur visuell und akustisch überreizt sind, sondern auch immer egoistischer und rücksichtsloser werden - eine sehr bedenkliche Entwicklung!
Die Luftschadstoffe haben sich nicht nur ein wenig verringert, sondern drastisch:
http://www.umweltbundesamt.de/indik.....onen-von-luftschadstoffen
Ist ja auch kein Wunder, vor 1970 gab es gar keine Luftreinhaltungspolitik, dann ein bißchen, und heute wird sehr genau kontrolliert. Das Gleiche beim Wasser.

Wenn die Blechschäden zugenommen haben, könnte das ja auch an der ständig höheren Verkehrsdichte liegen. Was liegt an etwas verbeultem Blech?
Doch, man kann sich Lärm und Trubel jederzeit entziehen, für eine Weile, um zur Ruhe zu kommen. Sich dem ständig zu entziehen, halte ich für widersinnig: Leben heißt ja nicht Nichtstun. Ruhe suchen, zu sich finden, und mit neuer Energie wieder rein ins Getümmel, Menschen sind ja keine Steine.

Ob ich zulasse daß mein Kind überreizt wird, ist ebenfalls mir überlassen. Ich muß es ja nicht zwischen Fernseher, PC und Handy allein lassen, kann ja vermitteln wie man vernünftiges Maß hält und damit eben so umgeht, daß man Nutzen, aber nicht Überlastung daraus bezieht.

Du malst mir das alles zu schwarz.
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Der Blick reicht immer nur bis zur nächsten Wegbiegung.
ich male nicht schwarz, sondern schaue beide Pole und die größeren Zusammenhänge an !
Moin Moin

Achim...

Als ich gerade beim Pilze Sammeln war, kamm mir eine kleine Idee.

Wenn man jemanden auf etwas aufmerksam machen möchte, ist das ja immer ein bischen unangenehm.
Die Empathie geht eigentlich bei jedem soweit, dass ihm klar ist, dass der Kritisierte nicht gerade mit Freude und Zuneigung auf ein Problem reagieren wird.

Es reicht nicht aus, seinem Gegenüber liebevoll zu begegnen, um ihm dann klarzumachen dass er sich trotzdem falsch verhält...
Vielleicht kann man aus einer unangenehmen Begegnung eine gute Gelegenheit machen.

Stelle dir mal vor, es gibt die Möglichkeit einem Raucher eine Freude zu machen und darüberhinaus auch noch eine vertrauensvolle Atmosphäre ohne Rauch machen zu können.
Klingt erstmal nach einer harten Nuss, ist aber spielend leicht.

Eine kleine Illustration...

"Hallo, entschuldige bitte die Störung..."

"Ja?"

"Es ist mir etwas unangenehm, aber ich bin gesundheitlich etwas angeschlagen und mein Körper reagiert sehr heftig auf Qualm....

... darf ich dir eine leckere Alternative anbieten?"

In dem Moment holen wir eine Tüte Eukalyptusbonbons aus der Tasche und halten dem netten Menschen die geöffnete Tüte freundlich und nicht zu aufdringlich entgegen"

Und schon haben wir eine gute Basis die man auch mit Schokolade oder anderen Kleinigkeiten, die man so dabei hat, herstellen kann.

Das kann Freundschaft stiftende Wirkungen entfalten... da bin ich mir sicher...

Das lässt sich noch steigern indem man mal ein gut sortiertes Tabakgeschäft aufsucht, (keine Angst, in den Läden herrscht inzwischen Rauchverbot)
und sich für kleines Geld mit einem Döschen Schnupf oder Kautabak eindeckt.

Raucher (sofern man sie einem Typus zuordnen kann), sind durch ihre Angewohnheiten ziemlich gesellig und eigentlich ein genussfreudiges Völkchen.

Wenn du einem Raucher eine Prise Mentholsnus oder einen kleinen Streifen Kautabak anbietest, wird er so gerührt sein, dass er seine Kippe auf jeden Fall ausdrückt und dann dankend ablehnt ohne sich abgelehnt zu fühlen.

Im ersten Moment klingt der Gedanke hart, ein Genussmittel zu erwerben welches man ausdrücklich ablehnt, aber wenn es nur der Qualm ist der uns stört, geht das schon klar*denk*

Es ist ja inzwischen so, dass man Raucher auf Firmengeländen im Aussenbereich, in kleine überdachte Glashäuschen lockt, um sie von der gesundheistbewussteren Belegschaft zu trennen.

Diese Raucherminighettos werden allerdings zunehmend zu willkommenen Kommunikationseinrichtungen, wo sich Menschen aus verschiedensten Abteilungen treffen,
die sich vorher praktisch nie begegnet sind.

In der kalten Jahreszeit verlieren diese Begegnungstätten durch die weniger angenehmen Aussentemperaturen an Attraktivität.

Da halte ich es für möglich dass der eine oder andere Kollege Freudensprünge macht, wenn man ihm eine Möglichkeit anbietet, das Pausengespräch nicht unterbrechen zu müssen, wenn man ihm eine Alternative anbieten kann.

Das könnte auch hilfreich sein, wenn man zuhause Gäste empfängt, die eigentlich gerne zwischendurch mal in den Garten oder auf den Balkon müssen um zu Qualmen.
Selbst Opa Willi der eigentlich immer mit einem dicken Stumpen in der Schnute anzutreffen ist, könnte aus der Reserve gelockt werden,
wenn man ihm mit einer Prise Schmalzler oder feinstem Brasil eine Freude macht.

Also mir gehen bei dieser Vorstellung kleine Filmclips durch den Kopf die irgendwie funktionieren...

Vielleicht muss man das einfach mal ausprobieren... ich glaube das fühlt sich auch besser an als ein aussichtsloser Kampf als Suchtberater...

LG
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Grubi , ooch Pilze sammeln , oh das ist ja toll .soll viel geben dies Jahr , wetterbedingt.

ein kleines Anekdötchen
passend zu
Ersatz - Nikotin

Pöschels Schneeberg ist Menthol mit Traubenzucker ohne Nikotin und
mein Kollege nennt es spaßig Arbeiterkoks , weil es sieht schon etwas so aus

Das ist immer Ultra lustig ,wenn man soone line ' bleifreies , nikotinfreies ' Zeug
auf die Hand schüttet und genüsslich weg schnupft

:o)
Hey danke... auf das Zeug kam ich gerade nicht.

Ich meine das Schnupfpulver enthält ein Aroma von Angelika... sehr lecker...

Ja mit den Pilzen ist das ganz schlimm dieses Jahr, ich finde praktisch nur Steinpilze

LG
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Hallo dtrainer,

Zitat:
Zu Achims Haltung habe ich schon mal kommentiert "wenn mich ein Raucher nervt, gehe ich halt ein paar Schritte zur Seite, und gut ist."


Ja du. Ich auch.
Ohngeachtet dessen gibt es Gesetze und die sind ja eigentlich deshalb erlassen worden, damit es um gewisse Sachverhalte keine Diskussionen geben muss oder einen solchen Dialog, wie ihn Grubi vorgeschlagen hat. Warum muss man Rücksicht überhaupt verbal einfordern? Erziehung, Feingefühl und die Haltung: ich benehme mich so, wie ich selber gerne behandelt werden möchte, sollten doch eigentlich genügen. Wir alle wissen aber, dass genau das nicht genügt, weil es eben vielen Menschen daran fehlt. Außerdem haben unterschiedliche Menschen unterschiedliche Auffassungen von Benehmen und Rücksichtnahme. Deshalb gibt es Gesetze. Gesetze beruhen auf Mehrheitsentscheidungen und stellen das Ergebnis eines Denkprozesses dar, der das Beste für alle möchte. Auch Religiöse Gesetze, wie zum Beispiel bei euch Bahai das Alkoholverbot, dienen ja im Grunde als Ersatzmaßnahme für mangelnde Erziehung im gesunden Umgang mit diesem Genussmittel. Dahinter steck das Wissen, dass Alkohol krank oder abhängig machen kann, aber nicht muss. Die meisten Menschen aber könne mit Alkohol ganz gut umgehen, ohne dass sie sich oder andere damit schaden. Im Falle von Nikotin verhält es sich aber anders. Kaum jemand, der raucht, ist Gelegenheitsraucher, sondern "braucht" seine Zigarette. Selbst wer nicht raucht, war vor dem staatlich erlassenen Gesetz dem Rauch der Anderen unfreiwillig ausgesetzt. Komischerweise gibt es kein Rauchverbot im religösen Bereich. Jedenfalls nicht, dass ich wüsste.

Eine andere Frage ist sicher, wie man nun persönlich damit umgeht, wenn andere Gesetze nicht einhalten. Und das hängt davon ab, wie sehr mich selber die Nichteinhaltung schädigt oder stört. Du und ich haben persönlich nichts gegen das Rauchen an Bushaltestellen. Es empört uns nicht, wenn der Nachbar das Wochenende nutzt, um endlich mal das Regal aufzuhängen, dass nun schon seit Wochen in der Ecke steht. Wie aber sieht es bei dir persönlich aus, wenn jemand ein Gesetz nicht einhält, wenn es dich in deinem Wohlbehagen stört oder in deiner Gesundheit gefährdet? Ich glaube Achims starke Reaktion beruht auf seiner persönlichen Betroffenheit. Vielleicht stört es Achim überhaupt nicht, wenn Leute mit Tempo 70 durch seine Wohnstraße mit Geschwindigkeitsbegrenzung brettern. Mich aber würde es stören, weil meine Kinder und meine Katzen draußen rumrennen. Es ist alles eine Sache der Perspektive und man sollte die Sichtweise seines Mitmenschen respektieren, erst recht, wenn sie "im gesetzlichen Recht" sind.