Das Ego


http://www.geistigenahrung.org/ftopic68578.html


Unser Problem ist unsere Identifizierung mit dem Ego

Deutsche Kurzfassung von Gregor Geißmann

Wir haben nicht nur unser wahres SELBST und die Erinnerung an unser wahres SELBST verloren, sondern auch unsere wahre Identität durch ein Bild von uns ersetzt: das Ego.
Schlimmer noch, wir haben nicht nur ein Bild von uns gemacht, sondern uns völlig mit diesem Bild identifiziert. Es scheint einige verborgene Bereiche von uns zu geben, die nicht immer mit dem Ego übereinstimmen, aber dies gibt uns bestenfalls den Eindruck einer irgendwie geteilten Identität, als wenn zwei Kräfte oder Persönlichkeiten miteinander in Konflikt stehen.

Unser Problem ist nicht einfach, daß wir alle ein Ego haben, sondern daß wir meinen, wir sind das Ego. Wir identifizieren uns damit. Wenn unser Ego triumphiert, fühlen wir uns gut, wird unser Ego angegriffen, fühlen wir uns schlecht.
Tut unser Ego etwas Schlechtes, fühlen wir uns schuldig. Wir sind so sehr gewohnt, uns mit dem Ego zu identifizieren, daß wir sogar versuchen, unser Ego vom Standpunkt des Ego aus zu überwinden. Es scheint, wir wollen unserer eigenen Beerdigung beiwohnen. Dies kann nicht funktionieren.

Viele Menschen sind der Ansicht, unser Ego ist eine dunkle Macht irgendwo in uns selbst, wobei dieses "Selbst" das ist, was wir wirklich sind. Dieses Bild trifft aber keinesfalls den Kern. Dieses eigentliche "Selbst", von dem wir denken, daß wir es sind, diese individuelle Unterscheidung von anderen Individuen, diese Person mit einem Namen und einem Körper, dieses "ich", das irgendwie vom "du" getrennt ist - das ist das Ego.
Das "ich", das offenbar einen eigenen Willen hat, der sich vom Willen des anderen und dem Willen Gottes unterscheidet - das ist das Ego.

Das Ego ist nicht unser "Selbst", es ist das Nichtbewußtsein unseres SELBST. Es ist ein Phantasiegebilde, eine Illusion, die den Platz unseres SELBST eingenommen hat, als wir unser SELBST vergessen haben. Das Ego ist tatsächlich nicht mehr als ein Vergessen unseres wahren SELBST. Es ist nur ein Glaube, ein Gedanke in unserem Geist. Es hat keinerlei Existenz aus sich selbst heraus.

Das Ego ist "nichts". Es hat nicht dieselbe Form von Existenz wie unser eigentliches SELBST. Wir sind nicht zwei Persönlichkeiten in Konflikt, das Gute und das Böse, die Dunkelheit und das Licht. Es gibt nur ein SELBST, das andere Selbst, das Ego, hat keinerlei Realität. Die Dunkelheit verschwindet spurlos beim kleinsten Licht. Wo sind die Traumbilder, wenn ich erwacht bin?

Falsche Lösungen

Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, mit dem Ego umzugehen, die einfach nicht funktionieren. So gut wie jeder von uns verfängt sich irgendwann in den Fallstricken einer oder mehrerer dieser Möglichkeiten.

Unterdrückung und Verdrängung

Wenn wir hier und da mit den dunkleren Seiten unseres Egos und Denksystems konfrontiert werden, ist die erste Reaktion oftmals "Ich nicht!". Wenn wir erfahren, daß unser Denken und Handeln Ego-bestimmt ist, daß unsere Liebe zu unserem Partner auf Haß gründet, daß unsere Abneigung gegen eine andere Person in uns selbst - im Ego - begründet ist, glauben wir, daß wir nicht gemeint sind. Wir nicht. Unsere Agression liegt an den Umständen, an der anderen Person, die uns verletzt hat, denn wir sind "gut". Die andere Person hat sich falsch verhalten, so daß ich mich ärgere, aber ich bin ein liebender Mensch. Der andere ist schlecht, ich nicht. Selbst wenn uns das Verhalten unseres Ego deutlich klargemacht wird, können wir es nicht erkennen.

Dies ist eine typische Verdrängung, und das Ergebnis von Verdrängung ist Projektion. Ich setze die andere Person herab, weil sie von mir getrennt ist. Der Grund für meinen Ärger liegt nicht in mir, sondern in der anderen Person, denn sie ist getrennt von mir und hat daher nichts mit mir zu tun.

Manchmal geschieht es, daß Menschen schockiert sind über das, was ihr Ego denkt oder wie es handelt. Sie sagen: "Ich kann nicht glauben, daß ich so etwas denke!". Vielleicht wünschen wir einem anderen Schlechtes oder gar den Tod, obwohl wir überzeugt sind, daß wir doch ein sanftmütiger und liebender Mensch sind. Unser Selbstbild paßt nicht zu den Gedanken, die uns im Kopf herumgehen. Unsere Handlungen stimmen vielleicht nicht mit dem überein, was wir tun "sollten". Diese Überraschung, das Ego bei seinem Wirken zu erleben, ist das beste Beispiel für unsere Verdrängung. Der Mörder war immer da, wir haben ihn nur aus unserem Gesichtsfeld verdrängt.

Einige Menschen gehen sogar so weit zu glauben, sie hätten ihr Ego überwunden oder haben keines mehr. Das untrügliche Zeichen, daß dem nicht so ist, ist die Tatsache, daß sie jedem davon erzählen müssen oder stolz darauf sind. Das Ego läßt sich nicht über Nacht überwinden, indem wir sagen, daß es verschwinden soll. Eine der bevorzugten Verteidigungswaffen des Ego ist die Vorspiegelung, es sei nicht mehr da. Wenn wir verleugnen, daß das Ego oder seine Aktivitäten da sind, glauben wir, daß wir es loswerden. Niemand kann vor seinen Illusionen entfliehen, wenn er sie nicht ansieht und betrachtet, wie das Ego sich schützt. Ein paradoxes Zeichen des Fortschritts ist gegeben, wenn wir unserer "bösen", mörderischen, agressiven Gedanken bewußt werden, Gedanken, die wir vorher nicht wahrhaben wollten. Das Ego versucht natürlich, dies zu verhindern oder uns klarzumachen, daß dies gefählich ist, uns verletzten wird oder völlig nutzlos ist. Das Ego war immer schon da, jetzt wird es hervorgeholt. Dies ist gut, nicht schlecht. Wie willst du dem Ego entkommen, wenn du es nicht kennst?

Das Ego ausleben lassen

Der nächste falsche Weg ist das genaue Gegenteil des ersten. Fühlen wir uns ärgerlich über jemanden, lassen wir dieses Gefühl einfach heraus. Wir geraten in Rage, schreien die Person an oder greifen sie an. Oder wir greifen zu Ersatzhandlungen und lassen unsere Wut an Gegenständen aus. Dies klärt die Atmosphäre.

Der Nutzen dieser Handlungsweise liegt darin, daß dies ein ausgezeichneter Ausbruch aus der Verdrängung ist. Es befriedigt das Ego und beruhigt die Gefühle, so daß wir in Ruhe weiterarbeiten können. Außerdem machen wir uns frei von unserer Angst und unseren Schuldgefühlen dem Ego gegenüber.

Nach Jahren der Unterdrückung und der Verdrängung kann es gut und notwendig sein, der Reaktionen des Ego, die wir versteckt und verdrängt haben, bewußt zu werden. Allerdings löst es nicht unser Problem. Es ist tatsächlich nur ein Weg, das Problem bewußt zu machen. Wenn wir damit den Druck ablassen können, um zu einer ruhigeren Betrachtungsweise zu kommen, ist es eine Vorbereitung zur Selbstheilung. Mehr aber nicht. Es ermöglicht uns, unsere Gefühle ohne Angst und Schuld zu betrachten und uns für unsere eigenen Gefühle verantwortlich zu fühlen. Es ist eine Vorbereitung, unser Ego zu betrachten und es zur Vergebung zu bringen.

Wir fühlen uns nach einem solchen Angriff besser. Es ist das "gute" Gefühl des Eroberers, das "gute" Gefühl von jemanden, der dem Feind einen entscheidenden Schlag versetzt hat. Aber es ist ein Angriff, und damit eine der Kernaktivitäten des Ego.

Das Ego korrigieren oder verbessern

Wenn wir also die Existenz des Egos nicht verleugnen können und das Ausleben des Ego nichts zum Guten ändert, können wir es vielleicht korrigieren und verbessern. Wenn wir unseren Ärger nicht loswerden, können wir ihn vielleicht zurückhalten und nicht darauf reagieren. Wir nennen dies Zivilisation, wir versuchen uns so zu verhalten, wie wir uns verhalten sollten, ohne es eigentlich zu wollen. Wenn wir also glauben, daß Agression nicht zu rechtfertigen ist, entscheiden wir, nicht agressiv zu sein. So versuchen wir zu handeln, als wenn wir nicht agressiv sind, selbst wenn wir es sind.



Das einzige Resultat dieser Verhaltensweise ist Stress. Du tust, was du eigentlich nicht tun willst (nett sein) und nicht das, was du tun willst (den anderen verletzen oder gar töten). Diese Zwiespältigkeit produziert weiteren Ärger und führt unweigerlich zu Projektionen. Es handelt sich also nur um eine zusätzliche Form der Verdrängung! Es ist keine völlige Verdrängung, da du dir deines Ärgers und deiner Agression bewußt bist, aber es ist eine Verdrängung auf der Verhaltensebene, ohne die Emotionen zu berühren. Dies ist die Art der Verdrängung, die plötzlich in Gewalttätigkeit explodieren kann, wenn die Gefühle lange genug zurückgehalten wurden.

Es ist einfach nicht möglich, das Ego zu korrigieren oder zu verbessern. Das Ego vergibt nicht und wird immer angreifen. Es wird immer versuchen, Vorteile auf Kosten anderer zu erlangen. Es wird immer Schuld in dir und in anderen erzeugen. Das Ego ist und bleibt, was es ist.

Wenn du es nicht ändern kannst, was kannst du dann tun? An dieser Stelle fühlen viele von uns ein Gefühl der tiefen Hoffnungslosigkeit. Nach monatelangen oder jahrelangen Versuchen, das Ego zu ändern, zu zivilisieren, uns selbst zu schulen finden wir heraus, daß sich nichts geändert hat. Alle Eindämmversuche zeigen nur, daß das Ego immer eine Lücke findet und das mühsam aufgebaute Selbstbild zerstört. Es scheint, als sei es nicht aufzuhalten und wir fühlen uns als totale Versager.

Ohne es zu merken, haben wir uns immer noch mit dem Ego identifiziert. Das Ego hat keine Macht, wenn wir sie ihm nicht geben. Der einzige Grund, warum das Ego immer noch aktiv ist, ist die Tatsache, daß wir das wollen und dem Ego die Macht dazu geben. Es ist nur eine andere Form der Verdrängung, wenn wir sagen: "Ich kann mir nicht helfen, ich bin ein Opfer meines Egos!"

Das Ego bekämpfen

Eine Erweiterung des eben beschriebenen Fehlers, das Ego verbessern zu wollen, ist der Versuch, es zu bekämpfen und zu vernichten. Wenn wir es nicht ändern können, töten wir es eben. Dies ist eine Form des Angriffs, und der funktioniert nicht!

Wir finden dies in extremen Formen der Spiritualität. Früher verbrachten Mönche täglich Stunden damit, sich selbst zu geißeln, um den Teufel und alle Fleischeslust auszutreiben. In der modernen Form des Christentums gibt es die Geißel nicht mehr, aber wir reden immer noch über den Krieg zwischen Geist und Fleisch, der Notwendigkeit, die Bedürfnisse des Fleisches zu bekämpfen, um das Selbst zu heiligen und der Welt zu entsagen.

In New-Age-Kreisen ist dieser Kampf vielfach zu einem Untergrundkampf geworden, in Form einer exzessiven spirituellen Suche, der intensiven Teilnahme an immer neuen Workshops, dem Springen von einem neuen Buch zum nächsten, dem Wechsel von einem Guru zum nächsten. Wir haben zwar die Kriegsterminologie abgelegt, aber unsere Suche spielt sich ab im Umfeld von Kampf und Frustation.

Eine Form der Egobekämpfung ist extreme Selbstdisziplin, der Versuch, mit Gewalt spirituell zu werden. Vielleicht sind wir nicht sicher, ob wir unsere Lektionen, Meditationen, Gebete richtig oder oft genug machen. Wir könnten den Versuch unternehmen, öfter, regelmäßiger oder länger zu meditieren. Wir strengen uns vielleicht mehr an, um den Durchbruch zu schaffen. Und alle Bemühungen sind umschattet von einer dunklen Wolke der Schuld, nicht genug zu tun, nicht gut genug zu sein, nicht schneller Fortschritte zu machen.

Natürlich sollen wir regelmäßig üben, uns täglich bemühen und unser Ziel nicht aus den Augen verlieren. Disziplin ist notwendig, aber:

"Wenn der Widerstand groß und der Wille schwach ist, bist du noch nicht so weit. Bekämpfe dich nicht selbst." (Kurs in Wundern)

Das Ego zu bekämpfen macht es nur stärker. Der Versuch, spirituelle Größe zu erzwingen, ist kontraproduktiv. Inneren Frieden erlangt man nicht durch Zwang, sondern durch stilles Eintauchen.

Oft sieht es so aus, als wären dort zwei gegensätzliche Persönlichkeiten in einem tödlichen Kampf, Gut und Böse, Liebe und Haß, Geist und Fleisch. Durch dieses Bild von uns selbst fühlen wir uns in einem ständigen Konflikt. Unser wahres SELBST kann nicht geteilt werden! Das Bild vom geteilten Selbst ist nichts anderes als das Ego. Illusion steht in Konflikt mit der Wahrheit, aber die Wahrheit steht mit nichts in Konflikt, sie ist einfach.

Es gibt keinen Grund, das Ego zu bekämpfen. Wenn du das Ego nicht unterstützt, wird es still verschwinden, es hat keine Existenz aus sich selbst. Es bekämpfen heißt, es unterstützen. Immer wenn wir uns im Konflikt mit unserem Ego fühlen, handelt es sich um nichts anderes als um zwei Illusionen, die miteinander kämpfen, um verschiedene Aspekte des Ego im Krieg miteinander. Wir befinden uns vollständig im Umfeld des Ego. Das SELBST oder der Geist hat keinen Grund, zu kämpfen oder sich zu verteidigen. Die Stimme Gottes ist eine leise Stimme des Friedens. Wenn wir das Ego nicht bekämpfen, kann es uns nicht aufhalten.

Das Ego lieben

Ein sehr moderner Ansatz zur Behandlung des Ego, speziell in New-Age-Kreisen, ist es, das Ego zu lieben. Bei diesem Ansatz wird das Ego mit unserem verwundeten und verwirrten inneren Kind verwechselt, das gehalten und geliebt werden muß. Es spricht absolut nichts gegen die Arbeit mit unserem inneren Kind. Es ist jedoch nicht das Ego.

Das Ego ist nicht unser Freund, es betrachtet unser eigentliches SELBST als Feind. Es ist nicht verletzt, sondern wahnsinnig und krank, ein nicht kontrollierbarer Mörder.
Der Schlüssel zur Behandlung des Ego ist, es nicht zu verurteilen. Aber Toleranz gegenüber dem Denksystem und dem Verhalten des Egos ist nicht angemessen.

Um mit dem Ego richtig umzugehen, müssen wir unsere Identifikation mit ihm aufgeben. Wir sind es, die die Gedanken des Ego denken, aber wir sind nicht das Ego.
Wir müssen uns weigern, das Ego als Teil unserer Identität anzuerkennen.

Unsere Identität ist Liebe, nicht Angst und Haß. Wir schauen auf den Ärger, die Angst und den Haß des Ego und sagen: "Das ist nicht erforderlich.". Unser Gefühl dabei ist nicht Haß, aber auch nicht Liebe, es ist neutral. Wir beurteilen die Aktivitäten des Ego weder als gut noch schlecht, als angsterregend oder sündig oder gefährlich. Wir sehen vielmehr, daß das Ego einfach bedeutungslos ist.



http://www.ggeissmann.de/wunderstudien/Artikel/egokurz.htm
Wann spüren wir unser Ego - z B im Gefühl von unangenehmer Aufregung.

am Beispiel :
ich bin jetzt der ' gepiesackte ' Untergebene eines machtbesessenen aber unglücklichen Vorgesetzten



Wut ist wichtig. Zorn ist Gift.

Wut klopft an und sagt , hier stimmt was nicht.
Dein Herz gerät in eine un - ausbalancierte Stimmung.

und wie Demetrius schreibt

(bewusst machen) beobachten - kontrollieren - befreien

die Buddhisten sagen Achtsamkeit & Loslösen

es gibt nichts wichtigeres , als ersteinmal sich selbst im Einklang zu fühlen.
Ego hin oder her.
Wut hat seinen Grund, und da muss ich nachforschen um zu verstehen.

Hat meine Wut mit einer anderen Person zu tun, muss ich
in der ' Sache ' ein deutliches Nein sagen aber
die Person selber bejahen.

Man kann in einer Sache streiten aber niemals die Person selber in Frage stellen.
Das wäre arrogant und auch Ironie finde ich hier schädlich .


Vielleicht ist auch Mobbing einfach ein Spiel mit Macht.
Und es verliert nur der , dem die Kreativität verloren geht
und das Selbstvertrauen etwas bewirken zu können.

Manche drehen schon durch wenn sie provokativ als ' Opfer' bezeichnet werden.
Manchmal steckt ein Gefühl von Mangel dahinter .
Da muss man auch genau hinschauen - warum die
' Frustrationstoleranz ' so dünn ist.


Geduld und Besonnenheit
sind verdammt gute Tugenden.

oder Phil Bosman sagt ' mit zwei Kamelen kommt man durch jede Wüste - Geduld & Humor '
@all!

In Sahajayoga transformieren wie das Ego und Supergo solange bis es dem wahren Selbst, dem Spirit in uns, entspricht. Das funktioniert nur dann, wenn wir Yogis regelmässig, mindestens eine Viertelstunde täglich meditieren und mit der alles durchdringenden Kraft der göttlichen Liebe über ein geöffnetes Kronenchakra verbunden sind. Das heisst ohne Realisation keine Transformation.

Alles Liebe

Erich
_________________
Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Servus miteinander.

Meiner Erfahrung nach haben Menschen die eigentlich ein starkes Ego haben (damit meine ich Menschen die sich gut behaupten und gut durchsetzen können) sehr oft das Gefühl daß sie keines haben.
Eltern die ein Kind mit starkem Ego haben kommen oft nicht damit zurecht. Nicht nur die Eltern, auch Lehrer, Verwandschaft, Freunde etc.
Diese Menschen werden oft indirekt, sehr oft unbewußt - kleiner gemacht. Das starke Ego wird von außen quasi bekämpft.
Sie haben sehr oft das Gefühl daß sie permanent gegen andere kämpfen müssen, sich behaupten müssen ... und nur ein geringes Ego haben. Und wenn sie erkannt haben daß sie ein starkes Ego haben fangen sie selber an es zu bekämpfen
Meiner Meinung nach ist ein Ego wichtig und ich bin froh daß ich eines habe
warum soll ich das aufgeben?

Entscheidend ist doch einzig alleine daß ich mir dessen bewußt werde und wie ich damit umgehe. Das "erkannte entdeckte" Ego (und wenn auch noch Empathie und Liebe für sich und andere, dazu kommt) kann doch gut im Leben integriert werden und für "alle" positiv wirken.


Das waren die Worte zum Tage
Rose
_________________
"Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen".

*Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi*
Liebe Rose

Merci beaucoup in der Mitte der Woche aus der Mitte des Herzens gesprochen - und so wunderbar wahr.

*Hofknicks-chen mach*
Danke Fiducia

Dir auch einen schönen Tag
_________________
"Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen".

*Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi*
Rosenrot hat folgendes geschrieben:
Servus miteinander.

Meiner Erfahrung nach haben Menschen die eigentlich ein starkes Ego haben (damit meine ich Menschen die sich gut behaupten und gut durchsetzen können) sehr oft das Gefühl daß sie keines haben.
Eltern die ein Kind mit starkem Ego haben kommen oft nicht damit zurecht. Nicht nur die Eltern, auch Lehrer, Verwandschaft, Freunde etc.
Diese Menschen werden oft indirekt, sehr oft unbewußt - kleiner gemacht. Das starke Ego wird von außen quasi bekämpft.
Sie haben sehr oft das Gefühl daß sie permanent gegen andere kämpfen müssen, sich behaupten müssen ... und nur ein geringes Ego haben. Und wenn sie erkannt haben daß sie ein starkes Ego haben fangen sie selber an es zu bekämpfen
Meiner Meinung nach ist ein Ego wichtig und ich bin froh daß ich eines habe
warum soll ich das aufgeben?

Entscheidend ist doch einzig alleine daß ich mir dessen bewußt werde und wie ich damit umgehe. Das "erkannte entdeckte" Ego (und wenn auch noch Empathie und Liebe für sich und andere, dazu kommt) kann doch gut im Leben integriert werden und für "alle" positiv wirken.


Das waren die Worte zum Tage
Rose

Hallo Rosenrot,

Upanishaden: „Nun besteht ja der Mensch aus geistiger Kraft, zu dieser wird er, wenn er hingeschieden. Darum schaffe er sich geistige Kraft“.

Der Mensch besteht also aus geistiger Kraft. Diese beruht auf Erden in Konzentrationsfähigkeit, Willenskraft und Durchsetzungsvermögen.

Das Problem ist NICHT diese geistige Kraft, sondern das Ego – welche den Geist dazu verleitet, für sICH (Person und Körper) zum eigenen Nutzen zu handeln.
Würde die GLEICHE geistige Kraft NICHT auf materiellen Besitz usw. gelenkt werden, sondern auf geistige Erkenntnis, dann würde er (mit den gleichen geistigen Fähigkeiten) zum Wohle ALLER handeln.

Darum die Aussage der Bibel: „Baut nicht auf SAND, sondern auf den FELSEN“.
Das Ego ist das Streben nach irdischem Besitz (Sand und vergänglich). Unser wahres Selbst ist das Streben nach geistiger Einheit (Felsen und unvergänglich).

Das Ego ist also IM Menschen der GEGENER des wahren Selbst. Der Mensch kann NUR über den eigenen GEIST entscheiden, (Willenskraft – der Wille steht ÜBER dem Geist) in welche RICHTUNG das STREBEN und diese geistige Kraft gelenkt wird.
Das Ego ist die geistige Identifizierung mit dem Körper und der Person. Wenn sich der Geist damit identifiziert, bekommt er BEGEHREN für sICH und ANGST um sICH. Er handelt unter ZWANG.
Das wahre Selbst ist die geistige Identifizierung mit Gott. Der mindert seine Begehren, und dadurch verliert er auch die Angst. Sein Handeln wird FREI.

Es kommt also nur darauf an, in welche Richtung dieser Geist GELENKT wird!
Bibel: „Geist gesinnt wird zu Geist, Fleisch (Körper) gesinnt wird zu Fleisch“.

Wenn ein Kind mit einem starken Geist geboren wird, ist es noch lange nicht schlecht. Doch in der heutigen Zeit wird der Geist des Kindes schon auf materiellen Besitz gerichtet. ICH habe das, und Du hast das nicht.

Also, das EGO ist schlecht, und NICHT der starke Geist. Dieser Geist wird nur in die falsche Richtung gelenkt – in´s Materielle, auf SAND!

In diesem Sinne, alles Gute,
Demetrius

Das Ego – Entstehen, Vergehen, Bewusstwerdung: http://www.demetrius-degen.de/zeit-themen/mensch18.htm
Warum das Ego notwendig ist: http://www.demetrius-degen.de/geistesschule/Ego3.htm
_________________
Auf der Erde gibt es seit jeher den Kampf zwischen Egoismus und Selbstlosigkeit.
Die Egoisten werden reich, die Selbstlosen schaffen große Werke.
www.demetrius-degen.de
Ja, ich denke, wie Demetrius auch meinte, dass die Frage nach dem "Warum" sehr wichtig ist.

Welchen scheinbaren Vorteil erhoffe ich mir, wenn ich mein Ego füttere, also etwas tue was ich nicht sollte, oder etwas unterlasse was wichtig wäre?

Erst vor 2 Tagen habe ich beobachtet wie ich etwas tat was mir im Moment einen Vorteil versprach.
Zum Glück habe ich die Quittung gleich danach erhalten und ich konnte daraus lernen. War eine wichtige Lexion für mich.
Dank an Demetrius, der mir mal wieder etwas bewusst gemacht hat.

Bahá'u'lláh sagte: "Am Anfang jeder Bemühung haben wir die Pflicht auf das Ende zu sehen"
und auch, dass "wir unseren üblen Leidenschaften und verderbten Neigungen den Befehl verweigern" sollen.

Alles Liebe Linde

_________________
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Überwinden des Egos: (Copy)

die Praxis zur Überwindung und Vernichtung es Egos, ist im Prinzip ziemlich einfach –
Frage nach dem WARUM?
Beobachten, Kontrollieren, Befreien.
http://www.demetrius-degen.de/geistesschule/Weg.htm

Beobachten von Tat, Wort und Gedanke. Kontrollieren von Tat, Wort und Gedanke.
Nur daraus ERKENNT man seine Bindungen, seine Begehren und Ängste. WARUM man so und nicht anders handelt.

Dann kommt erst das BEFREIEN von –
Materiellen Bindungen (Geld, Besitz, Auto, Kleidung, Haus, usw.)
Geistige Bindungen (Eltern, Kinder, Ehegatten, Freunde, usw. )
Seelische Bindungen (Ehre, Anerkennung, Lob, und ICH will geliebt werden, usw.)

Aber in der Ausführung ziemlich schwierig.
Das ist der Schwierigste, aber auch der kürzeste Weg. Der Weg über den GEIST.
Mehr und ausführlicher dazu in dem kleinen Büchlein: http://www.amazon.de/Weg-zur-Vollen.....qid=1379409971&sr=1-2

Der Weg über das Herz ist zwar einfache, aber dauert auch länger.
Der Weg durch LIEBE zu Gott.
Dann sollen wir ALL unsere Handlungen dem Gott darbringen, also FÜR Gott handeln.
Das schließt dann auch AUTOMATISCH aus, daß man FÜR SICH handelt!
Dadurch wird auch automatisch das Handeln zum EIGENEN Nutzen AUSGESCHLOSSEN!
Das ist der Sinn des Glaubens an einen Gott – und eben NICHT Kirche laufen, Händchen falten und halleluja singen. DAVON kam noch keiner in den „Himmel“.

Hier sind die 3 Yogaarten erläutert:
http://www.demetrius-degen.de/zeit-themen/mensch31.htm

So weit erst mal, habe etwas Anderes zu tun. Heute Abend wahrscheinlich mehr.

Alles Gute,
Demetrius
_________________
Auf der Erde gibt es seit jeher den Kampf zwischen Egoismus und Selbstlosigkeit.
Die Egoisten werden reich, die Selbstlosen schaffen große Werke.
www.demetrius-degen.de
linde hat folgendes geschrieben:
Ja, ich denke, wie Demetrius auch meinte, dass die Frage nach dem "Warum" sehr wichtig ist.

Welchen scheinbaren Vorteil erhoffe ich mir, wenn ich mein Ego füttere, also etwas tue was ich nicht sollte, oder etwas unterlasse was wichtig wäre?

Erst vor 2 Tagen habe ich beobachtet wie ich etwas tat was mir im Moment einen Vorteil versprach.
Zum Glück habe ich die Quittung gleich danach erhalten und ich konnte daraus lernen. War eine wichtige Lexion für mich.
Dank an Demetrius, der mir mal wieder etwas bewusst gemacht hat.

Bahá'u'lláh sagte: "Am Anfang jeder Bemühung haben wir die Pflicht auf das Ende zu sehen"
und auch, dass "wir unseren üblen Leidenschaften und verderbten Neigungen den Befehl verweigern" sollen.

Alles Liebe Linde

Hallo Linde,

es freut mich, daß Dir die wichtige Bedeutung der Frage nach dem Warum bewusst geworden ist.

Ja, die Frage nach dem Warum, wird oft unterschätzt.
Ein Kind fragt noch ganz aus dem wahren Selbst heraus – WARUM ist das so?
Erst die Erwachsenen (besonders in der aktuellen Zeit), fragen aus dem Ego heraus nach dem WIE?

Wie werde ich reich, Wie werde ich schöner, Wie bekomme ich Freunde, Wie werde ich beliebt, usw.

Die Frage nach dem WARUM, ist ein Ergründen der URSACHEN.
Die Frage nach dem WIE ist ein Ergründen der MITTEL.

Die Erwachsenen suchen also MITTEL zu einem ZWECK, den sie erreichen wollen. Doch ein Kind fragt noch nach der URSACHE, WARUM das so und nicht anders ist. Ein Kind will noch nichts für sICH erreichen, sondern es will noch VERSTEHEN.

In unserer aktuellen Welt gibt es Massig Angebote von MITTELCHEN – wie ein Medikament zur Heilung von Symptomen – welche für Geld zu kaufen sind. Doch durch ein MITTEL wird nicht die Ursache der Krankheit bekämpft, sondern nur die Wirkung gelindert.

Nur wer nach dem Warum fragt, kann die Ursache einer Krankheit erkennen, und für die Zukunft diese Handlungen, welche zur Krankheit führen, auch SELBST vermeiden.

Grüße,
Demetrius
_________________
Auf der Erde gibt es seit jeher den Kampf zwischen Egoismus und Selbstlosigkeit.
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