Baha'u'llahs Brief an die Christen


Liebe Minou!

Aus Sahaja Yoga Sicht ist auch das jüngste Gericht bereits gekommen. Es äussert sich dadurch, dass wir Menschen sowohl Glück als auch Krankheit und Leid empfangen, und das solange, solange wir nicht ins Königreich Gottes eintreten, was wir nur können, wenn wir aus dem Geist geboren sind.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Das Heilige Land

In den folgenden Abschnitten spricht Baha'u'llah zunächst das Heilige Land als Ganzes (Syrien umfasste zu jener Zeit ganz Palästina und die Levante) an, dann besonders Bethlehem und den Berg Sinai, die mit Christus und Moses verbunden waren.
Merkwürdigerweise antworten diese so, als seien sie sich mehr als ihre Einwohner der Erfüllung der göttlichen Versprechen der Vergangenheit bewusst und der Gegenwart dessen, der diese Erfüllung verkörpert.

Zunächst wird auf die geistige Blindheit der Menschen angespielt, wenn er das Land Syrien fragt:

Was ist aus deiner Rechtschaffenheit geworden?

Die besondere Eindringlichkeit dieser Abschnitte rührt von der Art seiner Fragen her, in denen die Antworten implizit enthalten sind. Nachdem er bestätigt hat:

Du bist in Wahrheit von den Spuren deines Herrn geadelt,

fragt er einfach:

Spürst du den Hauch himmlischer Wiedervereinigung (...) (BaA, 2:1

Dann kommt der wunderschöne Satz:

Bethlehem ist bewegt vom Odem Gottes,

gefolgt von der bewegenden Antwort Bethlehems:

"O Du großmütigster Herr! Wo ist Deine große Herrlichkeit aufgerichtet? Die süßen Düfte Deiner Gegenwart erquicken mich, nachdem ich in meiner Trennung von Dir verschmachtet war.

Und dann die vollständige Anerkennung:

Gepriesen seiest Du, dass Du die Schleier gelüftet hast und mit Macht in offenbarer Herrlichkeit gekommen bist." (BaA, 2:19)

Noch einmal die Anspielung, implizit, aber unmissverständlich:

Und (sie) werden sehen den Menschensohn kommen auf den Wolken des Himmels mit großer Kraft und Herrlichkeit. (Matth. 24:30)

Wie bereits gesehen, denkt er an seine Verbannung nach Westen, und dann folgt der vielleicht ergreifendste und zarteste Moment, in Form eines Gesprächs zwischen ihm und dem Dorf Bethlehem. Baha'u'llah fragt zuerst sanft:

Erkennen die Söhne den Vater? Anerkennen sie Ihn oder leugnen sie Ihn, wie Ihn (Jesus) ehedem das Volk leugnete?

Worauf Bethlehem schlicht antwortet:

"Du bist in Wahrheit der Allwissende, der Bestunterrichtete."

Baha'u'llah macht dann die scheinbar paradoxe Aussage:

Manche Erkennen Uns und legen Zeugnis ab, die meisten aber legen Zeugnis ab und erkennen Uns nicht. (BaA, 2:19)

Jeremy Fox
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten