Baha'u'llahs Brief an die Christen


Mara-Devi hat folgendes geschrieben:
lieber Burkl, dass es sich nicht nur um eine schlechte Neigung und deren Umsetzen in die Tat handelt und auch nicht um den Verstoß gegen eines der Kerngebote des Dekalogs, wie bei der Ehebrecherin.


Ich würde es "ungeordnete Neigung" nennen, das trifft es besser.

Und selbstverständlich ist der homosexuelle Akt ein Verstoß gegen das 6. Gebot - so wie jeder Gebrauch der Geschlechtskraft außerhalb der Vereinigung von Mann und Frau in der Ehe.

Mara-Devi hat folgendes geschrieben:
Vielleicht hast du schon einmal gehört, dass Menschen als Zwitter geboren werden, also die Geschlechtsorgane beider Geschlechter haben.


Das ist ein ganz anderes Thema. Wir reden über homosexuelle Männer und Frauen, die eine völlig klare Geschlechtsidentität haben.
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:
Falsch. Die Todesstrafe wird seid ca. 2000 Jahren nicht mehr vollstreckt.
Und das wird wahrscheinlich aufgrund eines Synedrium-Beschlusses so sein, da dieses von etwa 200 v. bis 400 n.d.Z. existierte.


Liebe Mara,

worauf beziehst Du Dich da?
Die Todesstrafe gibt es in einigen US-Staaten heute noch und wird auch vollzogen.
Meinst Du vielleicht das Verbot an die Juden, die Todesstrafe nicht mehr auszuüben durch Herodes und nachher die Römer?

LG,
Minou
_________________
»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Burkl hat folgendes geschrieben:

Und selbstverständlich ist der homosexuelle Akt ein Verstoß gegen das 6. Gebot - so wie jeder Gebrauch der Geschlechtskraft außerhalb der Vereinigung von Mann und Frau in der Ehe.

Das steht alles nicht im Gebot, sondern ist Auslegung besser gesagt Hineininterpretieren.

Eine Ehe kann nur "gebrochen" werden, wenn sie besteht.
Die "Ehebrecherin" lebte in einer festen Partnerschaft, die durch einen Ehevertrag geschlossen worden war. Sie hat diesen durch ihr Fehlverhalten gebrochen.
Denk daran, was Jesus schon zu denen sagte, die sie sogar zu Recht angeklagt hatten und bedenke, dass die moderne Form der "Steinigung" mit Worten geschieht.


Zitat:
Wir reden über homosexuelle Männer und Frauen, die eine völlig klare Geschlechtsidentität haben.

Am Beispiel der Zwangsgeschlechtszuweisung bei operierten Zwittern wird deutlich, das es eine innere Veranlagung geben kann, die nicht mit den äußeren Geschlechtsmerkmalen zusammenpasst. Auch sich zum gleichen Geschlecht hingezogen zu fühlen ist eine Veranlagung, die in den geordneten Bahnen einer festen Partnerschaft sein darf.

Mach weiter, Burkl, eine solche Lebensweise zu verurteilen und mit Worten- Steine zu werfen, wenn du keine eigenen Sünden hast.
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OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Minou hat folgendes geschrieben:
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:
Falsch. Die Todesstrafe wird seid ca. 2000 Jahren nicht mehr vollstreckt.
Und das wird wahrscheinlich aufgrund eines Synedrium-Beschlusses so sein, da dieses von etwa 200 v. bis 400 n.d.Z. existierte.


Liebe Mara,

worauf beziehst Du Dich da?
Die Todesstrafe gibt es in einigen US-Staaten heute noch und wird auch vollzogen.
Meinst Du vielleicht das Verbot an die Juden, die Todesstrafe nicht mehr auszuüben durch Herodes und nachher die Römer?

LG,
Minou


Liebe Minou,

es ging um die jüdische Religion, in der es bis heute einen Synedriumsbeschluss braucht um Gebote zu ändern oder abzuschaffen.

Leider kommt dieser Rat nicht mehr zustande, um für das Gebot zur Homosexualität aus heutiger Sicht, im Kontext der Zeit in der es gegeben wurde und nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, eine Neuinterpretation zu ermöglichen.

Daraufhin meinte Tobias, dass nach jüdischem Recht aufgrund des Gebotes die Todesstrafe anzuwenden sei, und darauf bezieht sich meine Antwort.

Wie kommst du darauf, dass Herodes die Todesstrafe abschaffte? War er es nicht, der sogar Johannes den Täufer hinrichten ließ?

Die Römer haben die Todesstrafe offenbar zeitweise* verboten, weil nur sie allein dieses Recht ausüben wollten.
*(Steinigung des Stephanus im Beisein von Paulus als er noch Pharisäer war)

Lieber Gruß
Mara
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Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
@Mara

Das Synedrium war die höchste Gerichtsbarkeit der Juden, die über alle Fälle und alle Personen, ob kirchlich oder zivil, urteilte. Seine Entscheidungen waren für die Juden überall bindend. Seine Macht wurde durch Herodes und nachher durch die Römer, die den Juden die Ausübung der Todesstrafe verboten, beschnitten.
https://www.bibelkommentare.de/inde.....=dict&article_id=3060

Sorry, hab' mich da geirrt mit Herodes

LG,
Minou
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Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Minou hat folgendes geschrieben:
@Mara

Das Synedrium war die höchste Gerichtsbarkeit der Juden, die über alle Fälle und alle Personen, ob kirchlich oder zivil, urteilte. Seine Entscheidungen waren für die Juden überall bindend. Seine Macht wurde durch Herodes und nachher durch die Römer, die den Juden die Ausübung der Todesstrafe verboten, beschnitten.
https://www.bibelkommentare.de/inde.....=dict&article_id=3060

Sorry, hab' mich da geirrt mit Herodes

LG,
Minou


@ Minou

Beim ersten Lesen habe ich es auch anders verstanden und dachte, das "die" bezieht sich auf beide Herodes und die Römer.


Das war also gar nicht dein Fehler, liebe Minou!


Eigentlich sollte der Satz lauten: "Seine Macht wurde durch Herodes beschnitten und durch die Römer, die...."

LG
Mara
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Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:
Eigentlich sollte der Satz lauten: "Seine Macht wurde durch Herodes beschnitten und durch die Römer, die...."


Genau, liebe Mara. Danke Dir!

LG,
Minou
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Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
@Mara

Zitat:
Eine andere Möglichkeit wäre, dass du es zu persönlich nimmst und deshalb überempfindlich reagierst.


Was die erstere Option der von mir genannten Optionen gewesen wäre.

Zitat:
Ich will jetzt nicht versuchen deine pauschale ("bei allen") Feststellung zu relativieren, sondern stattdessen deinem Gedankengang bis zum Ende zu folgen.


Geh zu einem hin und frag ihn ob er damit - in welcher Art auch immer - schon einmal konfrontiert war.

Zitat:
Du leitest daraus ab, dass man in einer kleinen religiösen Gemeinschaft, die sowieso ständig in der Gefahr ist diskriminiert zu werden, dieser oben beschriebenen gesellschaftlichen Situation Rechnung tragen müsse, um keinen Anlass zu geben, für weitere Vorurteile und Diskriminierung. Aus diesem Grund findest du es gerechtfertigt, dass Homosexuellen präventiv erzieherische Aufgaben bei Kindern verboten werden.


Noch einmal: es geht hier lediglich um Tätigkeiten die im Namen oder Auftrag der Religionsgemeinschaft selbst durchgeführt werden. Der im Artikel genannte Brief hat weder den Umgang mit Kindern verboten noch ein Berufsverbot erteilt, sondern lediglich mitgeteilt er solle keine Kinderprojekte innerhalb oder im Auftrag der Gemeinde leiten.

Zitat:
Ich meine, dass du damit der religiösen Gemeinschaft einen Bärendienst erweist. Von außen (und diesen Blickwinkel kann ich ja gut vertreten) sieht es nämlich so aus, dass in dieser religiösen Gemeinschaft Homosexuelle wie Pädophile behandelt werden.


Die Gefahr besteht freilich. Die Gefahr einmal in den öffentlichen Bannstrahl zu geraten ist aber weit bedrohlicher. Derweil muss an dem Vorwurf nicht einmal etwas dran sein. Er muss nur oft genug wiederholt werden, was diverse selbst ernannte 'Sektenjäger' dann gern tun.

Zitat:
Das habe ich damit nicht gesagt, aber wenn du offensichtlich Zweifel hast, kannst du es wahrscheinlich eher nachprüfen bzw. die andere Seite hören, als ich.


Ehrlich gesagt glaube ich sogar das du auf eine Anfrage von Außen schneller eine Antwort bekommen würdest als ich von innen. Wenngleich ich natürlich informelle Kanäle bemühen könnte die dir nicht zur Verfügung stehen.

Ehrlich gesagt will ich aber gar nicht so sehr im Privatleben anderer Leute nachstöbern. Ich kann übrigens durchaus schon nachvollziehen warum die besagte Person verletzt ist.

Zitat:
Ich kenne die Bahai-Struktur zu wenig und weiß nicht genau welches Gremium in der Evangelischen Kirche einem "nationalen Rat" entspricht.


Das dürfte der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland sein.

Die Institution auf Seiten der Baha'i heißt: Nationaler Geistiger Rat der Bahá’í in Deutschland.

Kontakt gibt es hier: http://www.bahai.de/impressum.html

Zitat:
Was glaubst du, wie gut Homosexuelle in eurer Gemeinschaft leben können?


Das kommt auf ihre Einstellung an.

Es seo aner hinzugefügt, dass eine offen homophobe Person ("Schwulenhasser, etc.") schnell einen Dämpfer verpasst bekommen würde.

Zitat:
Soweit ich den aktuellen Stand verstanden habe, darf ein Homosexueller, sobald er seine Neigung öffentlich gemacht hat, keine Betreuungsaufgaben bei Kindern mehr übernehmen und wenn er welche hatte, (auch wenn er das über Jahre sehr gut gemacht hat) muss er sie aufgeben.


Ehrlich gesagt wüsste ich keine allgemeine Reglung dazu. (Was aber nicht heißen soll das es keine gibt.) Aber sofern der Brief welcher hier referiert wurde tatsächlich diesen Inhalt trägt, so ist es wahrscheinlich das der Nationale Geistige Rat in ähnlichen Situationen ähnlich reagieren würde.

Gleichwohl sei noch einmal darauf hingewiesen das der Artikel den Brief des Nationalen Geistigen Rates so wiedergab, dass er es innerhalb und im Auftrag der Gemeinde nicht dürfte. Dort war weder ein privates, noch ein berufliches Verbot formuliert.

Zitat:
In der evangelischen Kirche verändert sich das, trotz evangelikaler Kreise, immer mehr zum Guten auch für homosexuelle Menschen.


Weil man in liberalen protestantischen Kreisen hofft durch Beliebigkeit das Protestantische Christentum modern zu machen. Ergebnis ist allerdings das die Leute in Schaaren austreten.

Zitat:
Die 10 Gebote bedurften schon immer einer Auslegung und an der Veränderung durch die Kirchen, die du beschrieben hast, wird ja deutlich, dass daran bis heute gearbeitet wird .


Kirchen können also göttlich gesetzte Normen verändern? In deinem vorherigen Post schriebst du noch von "zeitlos gültiges Gebot ".

Zitat:
Falsch. Die Todesstrafe wird seid ca. 2000 Jahren nicht mehr vollstreckt.
Und das wird wahrscheinlich aufgrund eines Synedrium-Beschlusses so sein, da dieses von etwa 200 v. bis 400 n.d.Z. existierte.


Es ist nicht falsch.

Die Rabbinische Tradition hält das Religionsrecht weiter für völlig gültig und nach diesem ist ausgelebte Homosexualität unter Männern mit dem Tode (Lev 20,13) und unter Frauen einige Hiebe (Lev 18,3; Achare Mot 8,8f) zu bestrafen.

Aufgrund des Fehlens eines Tempels (Bet HaMikdasch) und eines Hohen Rates (Sanhedrin) werden strafrechtliche Vergehen jedoch de facto nicht mehr durch das offizielle jüdische Religionssystem verfolgt. So zumindest die Mehrheitsmeinung. Wenngleich es historisch immer wieder Fälle gab wo dagegen verstoßen wurde bzw. historisch oft Selbstverwaltung von den Juden erwartet wurde.

Das es nicht durchgesetzt wird ist also de facto und nicht de jure.

Zitat:
Das klingt für mich, als Außenstehende so, als ob es damals um Themen unter ganz bestimmten Lebensumständen ging.


Alle Dinge haben immer einen Sitz im Leben. Es bleibt immer die Frage wie weit man übertragen kann, was man Gleichsetzen kann und was man - ohne in die Beliebigkeit abtriften kann - eventuell unter neuen Umständen und Erkenntnissen - anders lesen kann.

Bei allem Willen zur Kontextualisierung, Integration und Modernität wird man aber nicht umhin kommen zu sehen, dass Baha'ullah den sexuellen Trieb als göttlich intendiert und für ihn einen göttlich gestiftete Institution vorgesehen hat: die Ehe zwischen Mann und Frau.

Da allgemein überzeugend eine 'homosexuelle Ehe' hineinzuinterpretieren dürfte sehr schwierig sein.

Zitat:
Ausgangspunkt war hier, das Burkl behauptete, das Jesus zu einem Homosexuellen in Bezug auf sein Andersein sagen würde: "Gehe hin und sündige hinfort nicht mehr." Die Forschung zeigt, dass es sich sehr oft um eine Veranlagung handelt die man mitbringt und in diesem Fall passt diese Aussage Jesu zu seiner Situation genauso wenig wie bei dem Blindgeborenen.


Womit dann übrig bleibt das Jesus zu dem Thema nichts gesagt hat. Bleibt also die Hebräische Bibel und Paulus und die lehnen ausgelebte Homosexualität beide ab.

Zitat:
Inzwischen hat man das [Umgang mit Zwittern, etc.] besser gelöst.


Hat man? Kennst du da irgendwelche vergleichenden Zahlen? Ist eine ernst gemeinte Frage!

Zitat:
Gott hat alle diese Menschen geschaffen, auch die, die starke Anziehung zum äußerlich gleichen Geschlecht haben, auch diese sind keine Fehlschöpfung.

Jeder Mensch hat ein Recht sein ganzes SoSein als Mensch zu leben und in einer Lebenspartnerschaft mit einem anderen Mensch glücklich zu sein.


Gott hat auch Menschen mit noch ganz anderen Neigungen geschaffen. Das besagt aber nicht das diese alle ausgelebt werden sollen.
Tobias hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Das habe ich damit nicht gesagt, aber wenn du offensichtlich Zweifel hast, kannst du es wahrscheinlich eher nachprüfen bzw. die andere Seite hören, als ich.

Ehrlich gesagt glaube ich sogar das du auf eine Anfrage von Außen schneller eine Antwort bekommen würdest als ich von innen. Wenngleich ich natürlich informelle Kanäle bemühen könnte die dir nicht zur Verfügung stehen.

Ehrlich gesagt will ich aber gar nicht so sehr im Privatleben anderer Leute nachstöbern. Ich kann übrigens durchaus schon nachvollziehen warum die besagte Person verletzt ist.

Es geht um die Einzelperson als Präzedensfall, es wird für jeden homosexuellen Mann, der wie ein Pädophiler behandelt wird, genauso verletzend sein.
Bei dem Gremium um Information über den tatsächlichen Sachverhalt zu bitten, bedeutet nicht unbedingt, im Privatleben eines Menschen herumzustochern.
So weit ich mich erinnere, hattest du Zweifel daran, dass der nationale geistige Rat einem homosexuellen Mitglied nahegelegt hat, nicht mehr an Veranstaltungen für Kinder teilzunehmen.


Zitat:
Zitat:
Ich kenne die Bahai-Struktur zu wenig und weiß nicht genau welches Gremium in der Evangelischen Kirche einem "nationalen Rat" entspricht.

Das dürfte der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland sein.

Die Institution auf Seiten der Baha'i heißt: Nationaler Geistiger Rat der Bahá’í in Deutschland.

Kontakt gibt es hier: http://www.bahai.de/impressum.html

Danke. Mal sehn vielleicht werde ich tatsächlich dorthin schreiben und falls Interesse besteht, hier darüber berichten.

Zitat:
Zitat:
Was glaubst du, wie gut Homosexuelle in eurer Gemeinschaft leben können?

Das kommt auf ihre Einstellung an.

Wie meinst du das?


Zitat:
Zitat:
Soweit ich den aktuellen Stand verstanden habe, darf ein Homosexueller, sobald er seine Neigung öffentlich gemacht hat, keine Betreuungsaufgaben bei Kindern mehr übernehmen und wenn er welche hatte, (auch wenn er das über Jahre sehr gut gemacht hat) muss er sie aufgeben.

Ehrlich gesagt wüsste ich keine allgemeine Reglung dazu. (Was aber nicht heißen soll das es keine gibt.) Aber sofern der Brief welcher hier referiert wurde tatsächlich diesen Inhalt trägt, so ist es wahrscheinlich das der Nationale Geistige Rat in ähnlichen Situationen ähnlich reagieren würde.

Gleichwohl sei noch einmal darauf hingewiesen das der Artikel den Brief des Nationalen Geistigen Rates so wiedergab, dass er es innerhalb und im Auftrag der Gemeinde nicht dürfte. Dort war weder ein privates, noch ein berufliches Verbot formuliert.

Dass es sich um gemeindeinterne Regelungen handelt, ist schon klar.
Aber heißt das jetzt, dass der Nationale Geistige Rat weisungsbefugt für alle untergeordneten Gremien ist und an diese Regelungen weiter gibt oder wird hauptsächlich auf Anfragen reagiert und ist es üblich, dass dann direkt das Gemeindeglied angeschrieben wird.


Zitat:
Zitat:
In der evangelischen Kirche verändert sich das, trotz evangelikaler Kreise, immer mehr zum Guten auch für homosexuelle Menschen.

Weil man in liberalen protestantischen Kreisen hofft durch Beliebigkeit das Protestantische Christentum modern zu machen. Ergebnis ist allerdings das die Leute in Schaaren austreten.

Deine Deutung der Liberalität ist eine böswillige Unterstellung.
Bei den Kirchenaustritten handelt es sich weniger um Menschen, denen die Kirche zu liberal ist als vielmehr um Menschen, die als Kinder getauft wurden, als Erwachsene nichts mehr mit den Glaubeninhalten anfangen können und deshalb nicht umsonst Kirchensteuer zahlen wollen.

Fakt ist, dass in der Evangelischen Kirche mehr Vielfalt herrscht, weil Glaubensfragen als Gewissensentscheidung des einzelnen gesehen und weitest möglich akzeptiert werden.
Außerdem steht der Mensch in seiner Beziehung zu Gott im Mittelpunkt und nicht die Gesetze und Gebote.
Homsexuelle werden als vollwertige Menschen betrachtet und deshalb wird nach Lösungen zur vollen Akzeptanz gesucht.
Hier ein Beispiel wo das gelungen ist:
http://www.tagesspiegel.de/berlin/h.....-ihre-liebe/10314624.html


Zitat:
Zitat:
Die 10 Gebote bedurften schon immer einer Auslegung und an der Veränderung durch die Kirchen, die du beschrieben hast, wird ja deutlich, dass daran bis heute gearbeitet wird .

Kirchen können also göttlich gesetzte Normen verändern? In deinem vorherigen Post schriebst du noch von "zeitlos gültiges Gebot ".

Ich habe nicht geschrieben: unveränderlich zeitlos gültig. Der Kern der 10 Gebote bleibt erhalten und muss auf dem Hintergrund der jeweiligen Zeit immer wieder neu entfaltet werden.

Zitat:
Zitat:
Falsch. Die Todesstrafe wird seid ca. 2000 Jahren nicht mehr vollstreckt.
Und das wird wahrscheinlich aufgrund eines Synedrium-Beschlusses so sein, da dieses von etwa 200 v. bis 400 n.d.Z. existierte.


Es ist nicht falsch.

Die Rabbinische Tradition hält das Religionsrecht weiter für völlig gültig und nach diesem ist ausgelebte Homosexualität unter Männern mit dem Tode (Lev 20,13) und unter Frauen einige Hiebe (Lev 18,3; Achare Mot 8,8f) zu bestrafen.
Aufgrund des Fehlens eines Tempels (Bet HaMikdasch) und eines Hohen Rates (Sanhedrin) werden strafrechtliche Vergehen jedoch de facto nicht mehr durch das offizielle jüdische Religionssystem verfolgt. So zumindest die Mehrheitsmeinung. Wenngleich es historisch immer wieder Fälle gab wo dagegen verstoßen wurde bzw. historisch oft Selbstverwaltung von den Juden erwartet wurde.

Das es nicht durchgesetzt wird ist also de facto und nicht de jure.

Sorry, das war mein Fehler.

Meine Quelle ist der Rechtswissenschaftler Dr. Miller, der in der jüdischen Onlinezeitung haGalil.com schrieb:"Allerdings wird die Todesstrafe nach jüdischem Recht seit etwa zweitausend Jahren nicht mehr vollstreckt."
Und ich vermute, dass der Grund heutzutage der ist, dass es mit dem staatlichen Recht kollidieren würde.

Zitat:
Zitat:
Das klingt für mich, als Außenstehende so, als ob es damals um Themen unter ganz bestimmten Lebensumständen ging.


Alle Dinge haben immer einen Sitz im Leben. Es bleibt immer die Frage wie weit man übertragen kann, was man Gleichsetzen kann und was man - ohne in die Beliebigkeit abtriften kann - eventuell unter neuen Umständen und Erkenntnissen - anders lesen kann.

Wobei deine Darstellung nicht den Eindruck erweckte, dass dies hier gemacht wurde.

Zitat:
Bei allem Willen zur Kontextualisierung, Integration und Modernität wird man aber nicht umhin kommen zu sehen, dass Baha'ullah den sexuellen Trieb als göttlich intendiert und für ihn einen göttlich gestiftete Institution vorgesehen hat: die Ehe zwischen Mann und Frau.

Da allgemein überzeugend eine 'homosexuelle Ehe' hineinzuinterpretieren dürfte sehr schwierig sein.

Wenn heute mit Homosexualität eine geordnete Partnerschaft gemeint ist, wird man dies natürlich weder in den christlichen noch in den jüngeren Bahai-Texten finden.
Und ohne die zugrunde liegenden Texte und ihren "Sitz im Leben" jetzt genau zu kennen, sind für mich solche Textstellen nicht als unveränderliche zeitlos gültiges Gebot zu sehen, welches grundsätzlich einem geordneten Leben in einer homosexuellen Partnerschaft widerspricht.


Zitat:
Zitat:
Inzwischen hat man das [Umgang mit Zwittern, etc.] besser gelöst.


Hat man? Kennst du da irgendwelche vergleichenden Zahlen? Ist eine ernst gemeinte Frage!

Ich weiß keine Zahlen und finde, das spielt auch keine Rolle für die Tatsache, dass Menschen von innen heraus eine Geschlechtszugehörigkieit haben, die bei schon vorzeitig gemachten OPs diese Menschen oft in einen Zwiespalt stürzte. In den U.S.A . operiert man die Kinder inzwischen erst kurz vor der Pubertät, nach dem diese selbst das Geschlecht angeben konnten und in Deutschland ist das auch im Kommen.

Zitat:
Zitat:
Gott hat alle diese Menschen geschaffen, auch die, die starke Anziehung zum äußerlich gleichen Geschlecht haben, auch diese sind keine Fehlschöpfung.

Jeder Mensch hat ein Recht sein ganzes SoSein als Mensch zu leben und in einer Lebenspartnerschaft mit einem anderen Mensch glücklich zu sein.


Gott hat auch Menschen mit noch ganz anderen Neigungen geschaffen. Das besagt aber nicht das diese alle ausgelebt werden sollen.

Hat auch niemand behauptet und ich meine, der Ausdruck in einer Lebenspartnerschaft sein SoSein auszuleben schließt schon eine soziale Unverträglichkeit der Veranlagung aus.
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Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Der Tag Gottes

Baha'u'llah ruft uns immer wieder das Wesentliche seiner Botschaft ins Gedächtnis. So sagt er in einem Appell an alle Christen:

Dies ist der Tag Gottes (...).

Ihr erwähnt Mich und kennt Mich doch nicht. Ihr ruft Mich an, aber ihr achtet nicht auf Meine Offenbarung. (Baha'u'llah, Verkündigung, S. 102-103)

Hier geht es unmittelbar um die Herausforderung, der sich die Menschen in jedem Zeitalter stellen mussten, wenn sie mit einer neuen Offenbarung Gottes konfrontiert wurden. In diesem Dilemma stecken nicht nur die Christen, sondern die gesamte Menschheit, wie Baha'u'llah erläutert:

Der Aufruf und die Botschaft, die Wir gaben, sollten niemals nur ein Land oder ein Volk erreichen oder nur diesem zugutekommen. Die Menschheit als Ganzes muss entschlossen dem folgen, was ihr offenbart und gewährt ist. Dann, nur dann wird sie zu wahrer Freiheit gelangen.

Dann fügt er hinzu:
Die ganze Erde leuchtet in der strahlenden Herrlichkeit der Offenbarung Gottes. (Baha'u'llah, Ährenlese, 43:

Jeremy Fox

Erklärend möchte ich hier Folgendes hinzufügen:

Jesu Wiederkunft soll laut Bibel einhergehen mit dem Jüngsten Tag sowie der Errichtung des Tausendjährigen Reiches des Friedens unter Jesu Herrschaft. Für Baha’i ist klar, dass der Jüngste Tag schon gekommen ist und das Reich des Friedens schon da ist. Dies erscheint für viele jedoch unlogisch, da die Welt doch immer noch existiert und Kriege immer noch von statten gehen.

Doch für Baha’i bedeutet der Jüngste Tag nicht das wörtliche Ende der Welt, sondern das Ende eines Zeitalters und der Beginn eines neuen Zeitalters. Die Menschheit tritt in das Alter der Reife ein, was für Baha’i durch die vielen Entwicklungen und Veränderungen im technischen, wissenschaftlichen, gesellschaftlichen, politischen und in anderen Bereichen in den letzten zwei Jahrhunderten versinnbildlich wird. Die Alte Welt ist sozusagen untergegangen bzw. ist noch dabei, unterzugehen, während die Neue Welt mit neuen Denkweisen, neuen Erkenntnissen und neuen Lösungswegen dabei ist, zu entstehen. Gleichzeitig sieht man überall noch die Reste der Alten Weltordnung, die sich bspw. in Dingen wie Vorurteilen, Fanatismus, Kriegen, sozialer Ungerechtigkeit äußert.

Baha’i glauben auch nicht daran, dass das Tausendjährige Reich des Friedens mit einem Fingerschnipp sozusagen erscheint und uns Menschen auf einem goldenen Tablett serviert wird. Viel eher sendet uns das Göttliche die Werkzeuge, um selbst dieses Reich des Friedens aufzubauen.

https://bezugspunkte.wordpress.com/tag/bahaullah/

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Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
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