Baha'u'llahs Brief an die Christen


Burkl hat folgendes geschrieben:

Homosexualität ist keine "geordnete Bahn". Es widerspricht dem Plan Gottes mit der Sexualität.
Ein simpler Blick auf die Physiologie von Mann und Frau erschließt eigentlich sehr gut der Vernunft was da wie zusammengehört.


Und Gott hat dir seinen Plan der Sexualität dargelegt? Na, da bin ich mal gespannt.
Die Physiologie von Mann und Mann passt komischerweise auch ... und Frauen wussten sich schon immer zu helfen. Wahrscheinlich weil Gott sie so geschaffen hat ...
luschn hat folgendes geschrieben:
Und Gott hat dir seinen Plan der Sexualität dargelegt?


Nicht nur mir.

"Seit Erschaffung der Welt wird seine unsichtbare Wirklichkeit an den Werken der Schöpfung mit der Vernunft wahrgenommen, seine ewige Macht und Gottheit." (Röm 1,20)

Der Sinn des Geschaffenen kann mit der Vernunft erkannt werden. Die Dinge haben einen in sich gelegenen Sinn, der sich der menschlichen Vernunft durch Nachdenken und Erwägung im Herzen erschließt.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Der Sinn des Geschaffenen kann mit der Vernunft erkannt werden. Die Dinge haben einen in sich gelegenen Sinn, der sich der menschlichen Vernunft durch Nachdenken und Erwägung im Herzen erschließt.


Warum erkennt die Kirche den Sinn der Homosexualität nicht an? Dort sollte ja einiges an menschlicher Vernunft vorhanden sein.
Lieber luschn!

Ich spreche nicht für die Kirche. Ich spreche aus Selbsterfahrung. Diese Erfahrung sagt mir, dass die Negativität im Ego und im Superego sitzt. Die homosexuelle Neigung ist ein Teil davon. Wenn wir zum Geist werden, bauen wir Ego und Superego ab, weswegen die homosexuelle Neigung langsam verschwindet und transformiert wird in eine heterosexuelle Neigung, denn im Herzen, wo das wahre Selbst sitzt, wird jeder Mensch heil. Die homosexuelle Neigung ist deshalb kein Aspekt eines heilen Menschen.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Liebe Freunde,

ich ersuche Euch, das Thema Homosexualität hier
http://www.geistigenahrung.org/ftopic72558.html
weiter zu diskutieren.
Es hat ja mit dem Brief Baha'u'llahs an die Christen nichts zu tun

Minou
_________________
»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
UF120 hat folgendes geschrieben:
luschn hat folgendes geschrieben:
UF120 hat folgendes geschrieben:
Tobias hat folgendes geschrieben:
[...] dass kein Mensch sündhaft [...] zur Welt kommt. [...]


Im Christentum schon, und zwar alle!

„Siehe, in Gesetzlosigkeiten bin ich empfangen, und in Sünden hat mich meine Mutter geboren.“ (Ps. 50,7 bzw. Ps. 51, 7), der Prophet David. Damit ist die Erbsünde gemeint.


Dann kann man nur froh sein, wenn man nicht als Christ geboren wird ...


Bist du Abkömmling Adams und Evas oder der Aliens? Ich gehe davon aus, das Erstere, also hast du zwingend ihr Sünde geerbt.

Übrigens, wieso benutzt du satanistische Symbole in deinem Avatar - bist du ein Satanist?


Wie bereits von mir ausgeführt: in der Jüdischen Religion existiert die Erbsünde in dieser Form nicht und dort sind Adam und Eva - wenn du sie als historische Personen sehen willst - die Vorfahren Israels. Trotzdem behauptet da niemand solche Dinge.

Wir können ja mal jüdische Webseiten zum Thema sprechen lassen:

"Jews do not believe in the doctrine of original sin. This is a Christian belief" https://jewsforjudaism.org/knowledg.....doctrine-of-original-sin/

"The doctrine of original sin is totally unacceptable to Jews (as it is to Christian sects such as Baptists and Assemblies of G-d)." https://www.jewishvirtuallibrary.or.....Judaism/Original_Sin.html

"The term 'original sin' is unknown to the Jewish Scriptures, and the Church’s teachings on this doctrine are antithetical to the core principles of the Torah and its prophets" http://outreachjudaism.org/original-sin/

Mit der Hebräischen Bibel hat die christliche Lehre der Erbsünde sehr wenig zu tun. Diese ist vielmehr ein Produkt der christlichen Theologie, fast immer fußend in Paulus. Wobei es auch diverse christliche Gruppen gibt, welche diese Lehre - zumindest in dieser Form - ablehnen.
Liebe Minou,

meine Antwort an Tobias passt nicht in den anderen Thread und da sie sehr viel mit den beiden Religionen um die es hier geht zu tun hat, schreibe ich sie hier, wobei sich das Thema Homosexualität nicht rausnehmen lässt.

Es geht aus meiner Sicht um Perspektivenwechsel und um das Umsetzen der Worte Baha'u'llahs in die Tat.

Meine Antwort an Burkl habe ich gelöscht, weil es eine "innerchristliche Diskussion" ist.

Lieber Gruß

Mara
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Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Tobias hat folgendes geschrieben:
@Mara
Zitat:
Ich würde den Vertretern einer anderen "religiösen Organisation" genau das Gleiche schreiben, wenn es sich um einen konkreten Fall bei ihnen handelt und die Geschichte dort auf mich zugekommen wäre. Einen Strick will ich jedoch niemandem drehen, denn dann wären ja Einsicht und Verhaltensänderung nicht mehr möglich.

Seltsamerweise sehe ich sowas hier aber immer nur bei Diskussionen über die Baha'i. Entweder ist mein Blick da etwas schief oder da wird mit zweierlei Maß gemessen.

Eine andere Möglichkeit wäre, dass du es zu persönlich nimmst und deshalb überempfindlich reagierst.

Tobias hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Wenn du noch von Männern in Erzieherberufen redest, von denen du meinst, sie müssen damit klar kommen als potenielle Pädophile gesehen zu werden, kann ich von meinen gegenteiligen Erfahrungen berichten:

Und doch ist es seltsamerweise bei allen männlichen Personen die in pädagogischen Berufen ausgebildet werden ein großes Thema und die große Zahl der Anzeigen spricht eine ähnliche Sprache.

Ich will jetzt nicht versuchen deine pauschale ("bei allen") Feststellung zu relativieren, sondern stattdessen deinem Gedankengang bis zum Ende zu folgen.
Du leitest daraus ab, dass man in einer kleinen religiösen Gemeinschaft, die sowieso ständig in der Gefahr ist diskriminiert zu werden, dieser oben beschriebenen gesellschaftlichen Situation Rechnung tragen müsse, um keinen Anlass zu geben, für weitere Vorurteile und Diskriminierung. Aus diesem Grund findest du es gerechtfertigt, dass Homosexuellen präventiv erzieherische Aufgaben bei Kindern verboten werden.

Ich meine, dass du damit der religiösen Gemeinschaft einen Bärendienst erweist.
Von außen (und diesen Blickwinkel kann ich ja gut vertreten) sieht es nämlich so aus, dass in dieser religiösen Gemeinschaft Homosexuelle wie Pädophile behandelt werden.

Tobias hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Wobei ich es weder für eine Lüge halte, noch für eine Verschärfung seitens der Online-Redaktion der "Zeit", wenn er schreibt:

Du meinst also wenn es in einer Zeitung steht braucht man nicht mehr beide Seiten einer Geschichte zu hören?

Das habe ich damit nicht gesagt, aber wenn du offensichtlich Zweifel hast, kannst du es wahrscheinlich eher nachprüfen bzw. die andere Seite hören, als ich.
Ich kenne die Bahai-Struktur zu wenig und weiß nicht genau welches Gremium in der Evangelischen Kirche einem "nationalen Rat" entspricht.
Wenn es mir wichtig wäre,Tobias, würde ich zu dieser Stelle, die "angeblich" in einem Brief geschrieben hat, er solle "nicht an Aktivitäten für Kinder teilnehmen", Kontakt aufnehmen, um die andere Seite zu hören.


Tobias hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Und ich muss ehrlich sagen, wenn ich deine Argumentation lese, mit der du ein solches Vorgehen zu rechtfertigen suchst, wird mir übel. Ob das im Sinne Bahaullas ist, wage ich als Außenstehende zu bezweifeln.

Sachlich konntest du mir noch immer nicht darlegen was das Problem ist. Dir gefällt einfach der Schluss daraus nicht.

Ich habe versucht es dir sachlich zu erklären und bin bereit, es noch ein letztes Mal zu tun, in dem ich dich bitte, den Blickwinkel zu wechseln.
Was glaubst du, wie gut Homosexuelle in eurer Gemeinschaft leben können? Soweit ich den aktuellen Stand verstanden habe, darf ein Homosexueller, sobald er seine Neigung öffentlich gemacht hat, keine Betreuungsaufgaben bei Kindern mehr übernehmen und wenn er welche hatte, (auch wenn er das über Jahre sehr gut gemacht hat) muss er sie aufgeben.

Tobias hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Da bleibt einem für die Zukunft wohl nur noch jedem homosexuellen Bahai zu raten entweder sich nicht öffentlich zu outen oder dies gleich mit einem Austritt zu verbinden, damit er diese Demütigung und Verletzung nicht über sich ergehen lassen muss.

So müsste er aus fast allen christlichen Kirchen auch austreten bzw. nicht eintreten.

In der evangelischen Kirche verändert sich das, trotz evangelikaler Kreise, immer mehr zum Guten auch für homosexuelle Menschen.
Tobias hat folgendes geschrieben:
Die Zehn Gebote sind sicher für die jüdisch-christliche Ethik zentral, aber diese enthalten ebenso Bezüge die heute nicht mehr geteilt werden. Die wenigsten Männer würden heute ihre Frau noch in einer Liste mit Vieh und Haus nennen. Auch bei den Sklaven hätten heute viele so ihre Bedenken (alles 10. Gebot; Katholiken und Lutheraner trennen die Frau netterweise in ein extra Gebot ab).

Die 10 Gebote bedurften schon immer einer Auslegung und an der Veränderung durch die Kirchen, die du beschrieben hast, wird ja deutlich, dass daran bis heute gearbeitet wird .

Tobias hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Eigentlich wäre nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen eine Neuinterpretation des Gesetzes angesagt, doch ein dafür notwendiges Synedrium kommt nicht zustande.

Was de jure heißt, dass nach jüdischem Recht sind Personen die homosexuelle Akte geben noch immer zu töten sind.

Falsch. Die Todesstrafe wird seid ca. 2000 Jahren nicht mehr vollstreckt.
Und das wird wahrscheinlich aufgrund eines Synedrium-Beschlusses so sein, da dieses von etwa 200 v. bis 400 n.d.Z. existierte.

Tobias hat folgendes geschrieben:
Nur hat Baha'ullah sich zu Themen geäußert die sehr nahe liegen, vielleicht gar die Vorläufer der Homosexualität im Iran des 19. Jahrhunderts waren und diese lehnt er zumindest alle ab. Die Frage bleibt ob man das auf heutige Homosexualität übertragen kann und die orthodoxe Mehrheitsmeinung bejaht dies.

Das klingt für mich, als Außenstehende so, als ob es damals um Themen unter ganz bestimmten Lebensumständen ging. Im christlichen Bereich kenne ich das von Evangelikalen, dass sie aus Äußerungen, die einer bestimmten Situation geschuldet waren, allgemeine und zeitlos gültige Ge- bzw. Verbote ableiten.
Schade, wenn bei Bahai diese "orthodoxen" die Mehrheit ausmachen.


Tobias hat folgendes geschrieben:
Und auch bei Jesus ist die Sache nicht so klar wie du sie hier darstellst. Du führst den Blindgeborenen an. Den bezeichnet Jesus nicht als Sünder, das stimmt. Er sagt aber auch nicht dies sei eine angeborene Sache und deshalb okay, sondern er heilt ihn. Siehe Joh 9,1ff.

Ausgangspunkt war hier, das Burkl behauptete, das Jesus zu einem Homosexuellen in Bezug auf sein Andersein sagen würde: "Gehe hin und sündige hinfort nicht mehr."
Die Forschung zeigt, dass es sich sehr oft um eine Veranlagung handelt die man mitbringt und in diesem Fall passt diese Aussage Jesu zu seiner Situation genauso wenig wie bei dem Blindgeborenen.
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Mara-Devi hat folgendes geschrieben:
Ausgangspunkt war hier, das Burkl behauptete, das Jesus zu einem Homosexuellen in Bezug auf sein Andersein sagen würde: "Gehe hin und sündige hinfort nicht mehr."


Da musst du genau lesen, liebe Mara. Ich habe nicht gesagt, dass Er Sünde in seinem "Anderssein" sehen würde. Wir alle haben nämlich Anlagen und Neigungen, die nicht gut sind - das betrifft nicht nur Homosexuelle. Eine bloße Anlage oder Neigung ist nicht Sünde. Sünde ist es erst dann, wenn diese Neigung auch in die Tat umgesetzt wird.

Er sah die Ehebrecherin zuerst als Mensch und nicht als Sünderin, so würde er auch den Homosexuellen, der seine Neigung auslebt, zuerst als Menschen sehen und mit liebenden Augen anschauen. Gleichzeitig würde er einem homosexuellen Menschen, der wirklich ernsthaft den Entschluss fasst nicht mehr zu sündigen, indem er den Vorsatz fasst, seine fehlgeleitete Neigung nicht mehr auszuleben, klar und eindeutig sagen: "Geh und sündige fortan nicht mehr."
Burkl hat folgendes geschrieben:

Da musst du genau lesen, liebe Mara. Ich habe nicht gesagt, dass er Sünde in seinem "Anderssein" sehen würde. Wir alle haben nämlich Anlagen und Neigungen, die nicht gut sind - das betrifft nicht nur Homosexuelle. Eine bloße Anlage oder Neigung ist nicht Sünde. Sünde ist erst dann, wenn diese Neigung auch in die Tat umgesetzt wird.

Deine Argumentation zeigt mir, dass du nicht verstanden hast, lieber Burkl, dass es sich nicht nur um eine schlechte Neigung und deren Umsetzen in die Tat handelt und auch nicht um den Verstoß gegen eines der Kerngebote des Dekalogs, wie bei der Ehebrecherin.

Vielleicht hast du schon einmal gehört, dass Menschen als Zwitter geboren werden, also die Geschlechtsorgane beider Geschlechter haben.
Früher hat man diese schon kurz nach der Geburt einem Geschlecht zugeordnet und danach operiert und dachte, sie würden sich dann durch die Erziehung und entsprechende Hormongaben zu dem ihnen zugeordneten Geschlecht entwickeln können.
Doch dann kam es häufig vor, das diese Menschen psychisch sehr schlimm krank wurden, bis hin zum Selbstmord, durch einen Zwiespalt in dem sie sich befanden, der ihr ganzes Menschsein betraf. (Inzwischen hat man das besser gelöst.)
Daran lässt sich erkennen, das diese innere Ausrichtung nicht durch Erziehung und äußere Faktoren beeinflussbar ist.

Gott hat alle diese Menschen geschaffen, auch die, die starke Anziehung zum äußerlich gleichen Geschlecht haben, auch diese sind keine Fehlschöpfung.

Jeder Mensch hat ein Recht sein ganzes SoSein als Mensch zu leben und in einer Lebenspartnerschaft mit einem anderen Mensch glücklich zu sein.
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