kinder bekommen


Ich weis nicht ob das realistisch kling, aber früher als Kind dachte ich mir schon immer, ich will nie Kinder. .

Ne, ernsthaft.. woher kommt dieser Gedanke ? Ich meine, in den Religionen z.B spielt "mutter sein" eine große Rolle & das ist auch sozusagen die Hauptrolle einer Frau , Kinder zu gebären und sich um sie zu kümmern und auch so ist es ja ein Naturgesetz , eine frau ist Mutter. Ich kann zu 10000% mir niemals vorstellen eine Mutter zu sein.

Ich denke manchmal das ich abnormal bin, das ich so fühle und denke, dann frage ich mich woher es kommt, ist es ein Umfeld, die Gefühle, die Erfahrungen, sowie ich die Welt mit meinen Augen sehe, sind es negative Eindrücke oder einfach nur negatives Denken.., was weiß ich... nur manchmal kommt mir alles so komisch vor.. es wird sich nicht gekümmert, Menschen setzen einfach nur Kinder in die Welt. Warum auch immer..

Jeder nimmt die Welt mit anderen Augen wahr, sag ich mal so, u ich sehe alles durch eine " grausame " Brille. Also ich sehe die Welt , mit einer eher nicht "rosanen" brille.

Mir kommt alles nur so komisch vor und ich denke immer es sollte anders sein, kennt ihr dieses Gefühl ? Oder träume ich in dieser hinsicht zu viel ?
Ich meine, das ist doch alles nicht mehr normal oder ?
z.b wie die kleinen Kinder heutzutage reden, die Jugend, usw , man ist einfach nur überfordert & mir kommen alle Leute so träumerisch vor, obwohl zu mir immer gesagt wird ich träume, weil ich immer so nachdenklich gucke.
desrangila hat folgendes geschrieben:
Ich meine, in den Religionen z.B spielt "mutter sein" eine große Rolle & das ist auch sozusagen die Hauptrolle einer Frau , Kinder zu gebären und sich um sie zu kümmern und auch so ist es ja ein Naturgesetz , eine frau ist Mutter. Ich kann zu 10000% mir niemals vorstellen eine Mutter zu sein.


Das "Heruntermachen" des Mutterseins ist eine der größten Irrwege der modernen westlichen Gesellschaft. Die Folgen zeichnen sich schon immer deutlicher ab - verhaltensauffällige Kinder, Bevölkerungsüberalterung, Scheidungsquoten, psychische Erkrankungen.

Deine Fähigkeit Mutter zu sein, das Leben auf die Welt zu bringen, ist zutiefst in deinem Wesen als Frau angelegt. Es abzulehnen bedeutet letzlich auch dich selbst geringzuschätzen.

Ist die Mutter Mozarts etwa weniger wert als Mozart? Nein, im Gegenteil! Ohne sie - ohne ihr Wesen und ihre Liebe - gäbe es auch keinen Mozart.

Bei Maria, der Mutter Gottes, ist es auch so - sie schenkt der Welt Gott. Ohne sie kein Jesus, er ist "von ihrer Art", Frucht ihres Mutterseins. Wenn Gott im Wege einer Frau und Mutter auf diese Welt kommt - wie kann dann das Muttersein nicht das Höchste sein?
Hallo desrangila,

ich kann dich wohl verstehen, mir ging es früher ähnlich wie dir. Ich konnte mir nie vorstellen für ein Kind verantwortlich zu sein. Als ich das erste mal schwanger war bekam ich dann auch Depressionen. Im Verlauf der Schwangerschaft ging es mir dann aber besser. Heute gibt es für mich nichts schöneres meine beiden Kinder um mich zu haben.

Ich sehe aber nun seitdem ich meine beiden habe, die Welt durch eine "grausame Brille". Wenn ich heute Nachrichten schaue und dabei an meine Kinder denke wird mir nur schlecht. Manchmal frage ich mich was meine beiden mir getan haben, dass ich sie bekommen habe. Dann hasse ich mich selbst für diese Gedanken. Es ist zum Verzweifeln!

Warum du so denkst, kann ich dir nicht sagen. Da es dich aber zu beschäftigen scheint, würde ich dir raten professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Liebe Grüße
Nadja


P.S.: Wenn ich sehe was in der Welt los ist, scheint Abnormalität nicht unbedingt etwas negatives zu sein.
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GUNKL: Wüstenreligionen, Wissen, Respekt und Kränkungen
http://www.lsvd.de
Humanistischer Pressedienst
Gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz
Hallo Burkl

Zitat:
Das "Heruntermachen" des Mutterseins ist eine der größten Irrwege der modernen westlichen Gesellschaft. Die Folgen zeichnen sich schon immer deutlicher ab - verhaltensauffällige Kinder, Bevölkerungsüberalterung, Scheidungsquoten, psychische Erkrankungen.


Ich sehe da die Ursachen etwas anders

-verhaltensauffällige Kinder
Kein Wunder, wenn Eltern durch Niedriglöhne gezwungen werden, so viel zu Arbeiten, dass keine Zeit mehr für Erziehung bleibt.

-Bevölkerungsüberalterung
Wieso sollte man überhaupt Kinder bekommen, wenn man durch ALG2 oder Niedriglohnsektor dem Kind keine angemessene Erziehung bieten kann? Und das Kind aufgrund seiner sozialen Stellung viel Spott zu erwarten hätte?

-Scheidungsquoten
Wir sind heute nicht mehr abhängig. Finde ich eigentlich eher positiv.

-Psychische Probleme
Mensch die Arbeit haben, machen sich mit der Arbeit oft kaputt. Menschen die keine Arbeit haben fühlen sich leicht Wertlos und werden auch so behandelt.
Es lebe der Kapitalismus...


Zitat:
Deine Fähigkeit Mutter zu sein, das Leben auf die Welt zu bringen, ist zutiefst in deinem Wesen als Frau angelegt. Es abzulehnen bedeutet letzlich auch dich selbst geringzuschätzen.

Eigentlich bedeutet es, für sich eine Entscheidung zu treffen.

Zitat:
Ist die Mutter Mozarts etwa weniger wert als Mozart? Nein, im Gegenteil! Ohne sie - ohne ihr Wesen und ihre Liebe - gäbe es auch keinen Mozart.

Und hätte sein Vater Leopold nicht sowieso schon seine soziale Stellung gehabt - wäre er Bauer gewesen, so wäre das Wunderkind eben auch Bauer geworden.
Es gibt/gab bestimmt auch Mütter, die grausame Diktatoren und Kriegstreiber gebären haben/werden.
Eine Lebensleistung die ein Kind im Laufe seines Lebens erbringen könnte, kann wohl kaum als Grund für oder gegen Kinder herhalten.

Liebe Grüße
Nadja
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NadjaB hat folgendes geschrieben:
Kein Wunder, wenn Eltern durch Niedriglöhne gezwungen werden, so viel zu Arbeiten, dass keine Zeit mehr für Erziehung bleibt.


Der Wirtschaft kommt es entgegen, dass den Frauen die Mutterrolle vergällt wurde und man es als "Fortschritt" verkauft, dass sie sie möglichst früh die Kinder weggeben, um "etwas leisten zu können". Das ist "des Pudels kern" - würde die Gesellschaft das nicht wollen und die Mutterrolle hochhalten, dann könnte die Wirtschaft auch nicht fordern, dass beide Elternteile durchgängig für die Erwerbsarbeit verfügbar sind.

NadjaB hat folgendes geschrieben:
Wieso sollte man überhaupt Kinder bekommen, wenn man durch ALG2 oder Niedriglohnsektor dem Kind keine angemessene Erziehung bieten kann? Und das Kind aufgrund seiner sozialen Stellung viel Spott zu erwarten hätte?


Weil es zum Menschsein dazu gehört und es wesentlich ausmacht. Und wenn ein Kind in Liebe und Vertrauen auf Gott angenommen wird, findet sich IMMER ein Weg es großzuziehen und zu einem glücklichen Menschen zu machen.

NadjaB hat folgendes geschrieben:

-Scheidungsquoten
Wir sind heute nicht mehr abhängig. Finde ich eigentlich eher positiv.


Ich glaube die hohe Scheidungsquote ist im Kern kein Merkmal von "Unabhängigkeit", sondern von Egoismus. Die Hauptfrage Vieler lautet - "Was habe ich von dieser Ehe?". Da ist diese unsägliche "Bilanz", diese "Einnahmen-Ausgaben-Rechnung" die da oft vor Scheidungen gezogen wird, wo es ausschließlich um einen selbst und seine Vorstellungen geht. Der Ehe wird keinerlei höhere Bedeutung beigemessen - weil eben der Glaube nicht vorhanden ist.

NadjaB hat folgendes geschrieben:
-Psychische Probleme
Mensch die Arbeit haben, machen sich mit der Arbeit oft kaputt. Menschen die keine Arbeit haben fühlen sich leicht Wertlos und werden auch so behandelt.
Es lebe der Kapitalismus...


Der Begriff "Arbeit" wurde vielfach durch "Leistung" ersetzt. "Leisten" ist aber letzlich ein inhumaner Begriff. Auch eine Maschine "leistet" etwas. Eine Humanisierung der Arbeitswelt würde bedeuten, die sinngebende und existenzielle Funktion, die Arbeit hat, in den Mittelpunkt zu rücken. Die meisten Menschen wollen im Prinzip gerne arbeiten, scheitern aber an der fehlenden Menschlichkeit ihres Arbeitsumfeldes, das ihnen "Leistung" abverlangt, sie aber nicht als Person mit eigener Würde und Identität wahrnimmt und schätzt und es so nicht erlaubt sich mit Körper, Geist und Seele in den Arbeitsprozess einzubringen.

NadjaB hat folgendes geschrieben:
Es gibt/gab bestimmt auch Mütter, die grausame Diktatoren und Kriegstreiber gebären haben/werden.


Darauf wollte ich ja hinaus. Mütter haben eine unglaublich starke und wichtige Stellung - sie haben die Macht Engel oder Teufel aus Menschen zu machen.
„Sie [die Frau] wird aber durch das Kindergebären gerettet werden, wenn sie bleiben in Glauben und Liebe und Heiligkeit mit Sittsamkeit.“ (1. Tim. 2, 15)
Zitat:
Sie [die Frau] wird aber durch das Kindergebären gerettet werden, wenn sie bleiben in Glauben und Liebe und Heiligkeit mit Sittsamkeit.“ (1. Tim. 2, 15)


Hier wird genau das zur damaligen Zeit herschende Frauenbild weitergetragen. Dazu passt auch der Spruch: "Ein Weib lerne in der Stille mit aller Untertänigkeit" und " Einem Weibe aber gestatt ich nicht, daß sie lehre, auch nicht, daß sie des Mannes Her sei, sondern stille sei" Tim. 2, 11 und 12.
Außerdem, was ist mit Frauen, die keine Kinder gebären?

Ich glaube nicht, daß sich heute noch viele Christen an diesen Sätzen orientieren.

Pjotr Kala
_________________
Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Sie [die Frau] wird aber durch das Kindergebären gerettet werden, wenn sie bleiben in Glauben und Liebe und Heiligkeit mit Sittsamkeit.“ (1. Tim. 2, 15)


Hier wird genau das zur damaligen Zeit herschende Frauenbild weitergetragen. Dazu passt auch der Spruch: "Ein Weib lerne in der Stille mit aller Untertänigkeit" und " Einem Weibe aber gestatt ich nicht, daß sie lehre, auch nicht, daß sie des Mannes Her sei, sondern stille sei" Tim. 2, 11 und 12.
Außerdem, was ist mit Frauen, die keine Kinder gebären?

Ich glaube nicht, daß sich heute noch viele Christen an diesen Sätzen orientieren.

Pjotr Kala


Danke für die schönen Zitate Pjotr Kala! Ich orentiere mich noch sehr gerne daran!

„auch nicht, dass sie über ihren Mann herrscht;“

Du hast es wohl gern wenn eine Frau über dich herrscht. Hihi. Richtig männlich. Hihi.
Hallo Tek,


Zitat:
Danke für die schönen Zitate Pjotr Kala! Ich orentiere mich noch sehr gerne daran!


gg, auch wenn ich eigentlich an wenig glaube, aber das glaube ich dir aufs Wort!

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Nabend,

ich glaube nicht, dass Kinder bekommen und gleichzeitig als Frau einer Arbeit nachzugehen, ein Widerspruch sein muss. In Frankreich z.B. herrscht die höchste Geburtenrate in der gesamten EU (ja, nicht nur wegen ihrer muslimischen Einwanderer!), aber dort ist es selbstverständlich, dass der Staat Kitas und andere Betreuungsmöglichkeiten bereitstellt. Und auch die Mentalität dort kennt weder das frauenverachtende Klischee der "Rabenmutter", noch das Vorurteil, dass man sich nur entweder für Karriere, oder Kinder entscheiden müsse.

Ich finde es gut, dass Frauen sich nicht mehr mit der Untertanen- und Gebärmaschinenrolle abfinden, die die christlichen Kirchen früher gepredigt haben und teilweise heute immer noch tun, sondern auf Gleichberechtigung und Augenhöhe mit den Männern begeben und dafür kämpfen.

Die Uhr kann und sollte man in dieser Hinsicht auch nicht zurückdrehen, sondern sich lieber Gedaken darüber machen, wie man "Karrierefrauen" davon überzeugen kann, dass Karriere und Kinder kein Widerspruch sein müssen.

Grundsätzlich finde ich es gut, dass heute Menschen, die aus welchen Gründen auch immer keine Kinder haben wollen, sich ohne soziale Stigmatisierung dazu entscheiden können. Wenn man mehr Kinder will, dann sollte man nicht diese Menschen verantwortlich machen, sondern lieber überlegen, welche Anreize man schaffen muss, damit die Menschen wieder mehr Kinder bekommen.

LG,
B.