kinder bekommen


Kleine Kinder haben und gleichzeitig arbeiten zu gehen, ist aber nie das Beste oder Idealste. Es ist doch immer nur eine Notlösung.
Hallo Rosenblüte,
das ist eine rein gefühlmäßige Antwort.

Mutterliebe ist sicherlich wichtig, aber auch eine Mutter steht den kleinen Kindern in der Regel nicht den ganzen Tag zur Verfügung. Und wenn die Erziehung in anderen Einrichtungen ebenso gut sicher gestellt werden kann, was ist dann an einem Arbeitsverhältnis auszusetzen.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Bernh hat folgendes geschrieben:
Nabend,

ich glaube nicht, dass Kinder bekommen und gleichzeitig als Frau einer Arbeit nachzugehen, ein Widerspruch sein muss. In Frankreich z.B. herrscht die höchste Geburtenrate in der gesamten EU (ja, nicht nur wegen ihrer muslimischen Einwanderer!), aber dort ist es selbstverständlich, dass der Staat Kitas und andere Betreuungsmöglichkeiten bereitstellt. Und auch die Mentalität dort kennt weder das frauenverachtende Klischee der "Rabenmutter", noch das Vorurteil, dass man sich nur entweder für Karriere, oder Kinder entscheiden müsse.



Lieber Bernhard,

in Frankreich ist allerdings auch nicht alles "parfait"

http://www.emotion.de/de/page.aspx/.....h-bin-doch-keine-milchkuh

http://www.zeit.de/gesellschaft/fam.....kinderbetreuung-erziehung


Gruß
Rose
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"Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen".

*Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi*
Ansonsten, z.B. bei Gericht, Jugendamt,.... heißt es immer "zum Wohle des Kindes" aber die Gesellschaft, die Gesetzgeber,..... achten da gar nicht darauf, dass ein kleines Kind lieber bei seiner Mutter bleiben möchte. Das wird ignoriert. Man macht es da nicht zum Wohle des Kindes, sondern gerade das Gegenteil. Ist schon eigenartig.

Frauen sollen natürlich auch arbeiten gehen, aber nicht gerade zu dem Zeitpunkt, wo sie kleine Kinder haben. Das ist eindeutig gegen die Natur.
Burkl hat folgendes geschrieben:


Der Wirtschaft kommt es entgegen, dass den Frauen die Mutterrolle vergällt wurde und man es als "Fortschritt" verkauft, dass sie sie möglichst früh die Kinder weggeben, um "etwas leisten zu können". Das ist "des Pudels kern" - würde die Gesellschaft das nicht wollen und die Mutterrolle hochhalten, dann könnte die Wirtschaft auch nicht fordern, dass beide Elternteile durchgängig für die Erwerbsarbeit verfügbar sind.

Würden wir Frauen gemeinschaftlich einfach Zuhause bleiben, gäbe es eben nur Lohn für den Vater. Da die Kaufkraft sinken würde, noch etliche Arbeitslose verzweifelt warten und die Rationalisierungsmöglichkeiten nicht weniger werden, gäbe es kaum Arbeitnehmermangel. Da wir ein Exportland
sind, wäre der Absatzrückgang zu verschmerzen. Fazit: Die Mehrheit der Familien hätte einfach ein Gehalt weniger. Die Wirtschaft erzwingt es.

Burkl hat folgendes geschrieben:
m Menschsein dazu gehört und es wesentlich ausmacht. Und wenn ein Kind in Liebe und Vertrauen auf Gott angenommen wird, findet sich IMMER ein Weg es großzuziehen und zu einem glücklichen Menschen zu machen.

Zum Menschsein gehört auch ein Menschenwürdiges leben. Dazu gehört in unserer Gesellschaft auch eine vernünftiges finanzielles Fundament.
Aber du hast auch recht. Man findet immer einen Weg ein Kind aufzuziehen. Und sei es mit TV und eigenem Wohnungsschlüssel.

Burkl hat folgendes geschrieben:

Ich glaube die hohe Scheidungsquote ist im Kern kein Merkmal von "Unabhängigkeit"

Dafür ich um so mehr.

Burkl hat folgendes geschrieben:
Die Hauptfrage Vieler lautet - "Was habe ich von dieser Ehe?". Da ist diese unsägliche "Bilanz", diese "Einnahmen-Ausgaben-Rechnung" die da oft vor Scheidungen gezogen wird, wo es ausschließlich um einen selbst und seine Vorstellungen geht.

Da machst du dir es ziemlich einfach. Meiner Erfahrung nach ist der Weg bis zur Trennung meistens lang und schmerzhaft. Ich kenne niemanden, der so etwas mal eben durchrechnet.

Burkl hat folgendes geschrieben:
Der Ehe wird keinerlei höhere Bedeutung beigemessen - weil eben der Glaube nicht vorhanden ist.

Oh doch - nur eben nicht mehr so oft im religiösen Sinn. Für die meisten Ehepaare die ich kenne ist die Ehe vor allem eine persönliche und dann auch eine gesellschaftlich soziale Angelegenheit. Finde ich nicht weniger Wertvoll.

Burkl hat folgendes geschrieben:

Der Begriff "Arbeit" wurde vielfach durch "Leistung" ersetzt. "Leisten" ist aber letzlich ein inhumaner Begriff. Auch eine Maschine "leistet" etwas. Eine Humanisierung der Arbeitswelt würde bedeuten, die sinngebende und existenzielle Funktion, die Arbeit hat, in den Mittelpunkt zu rücken. Die meisten Menschen wollen im Prinzip gerne arbeiten, scheitern aber an der fehlenden Menschlichkeit ihres Arbeitsumfeldes, das ihnen "Leistung" abverlangt, sie aber nicht als Person mit eigener Würde und Identität wahrnimmt und schätzt und es so nicht erlaubt sich mit Körper, Geist und Seele in den Arbeitsprozess einzubringen.

Die existenzielle Funktion, die Arbeit hat, liegt in der Sicherung des Lebensunterhaltes. Das scheitert an niedrigen Löhnen.


Burkl hat folgendes geschrieben:

Darauf wollte ich ja hinaus. Mütter haben eine unglaublich starke und wichtige Stellung - sie haben die Macht Engel oder Teufel aus Menschen zu machen.

Wäre es dann nicht Ehrenwert auf Kinder zu verzichten, wenn man dann erkennt, dass man der Aufgabe der Erziehung nicht gewachsen ist?


Liebe Grüße
Nadja
_________________
GUNKL: Wüstenreligionen, Wissen, Respekt und Kränkungen
http://www.lsvd.de
Humanistischer Pressedienst
Gegen religiöse Diskriminierung am Arbeitsplatz
NadjaB hat folgendes geschrieben:
Würden wir Frauen gemeinschaftlich einfach Zuhause bleiben, gäbe es eben nur Lohn für den Vater. Da die Kaufkraft sinken würde, noch etliche Arbeitslose verzweifelt warten und die Rationalisierungsmöglichkeiten nicht weniger werden, gäbe es kaum Arbeitnehmermangel. Da wir ein Exportland
sind, wäre der Absatzrückgang zu verschmerzen. Fazit: Die Mehrheit der Familien hätte einfach ein Gehalt weniger. Die Wirtschaft erzwingt es.


"Die Wirtschaft" erwingt es, du sagst es. Sie ist das neue "goldene Kalb" unserer Zeit. Wenn allerdings Alle nicht wollten, dann würde sie auch keine Macht haben den Menschen ihr Leben zu diktieren.

NadjaB hat folgendes geschrieben:
Man findet immer einen Weg ein Kind aufzuziehen. Und sei es mit TV und eigenem Wohnungsschlüssel.


Ist es nicht oft so, dass der Kinderwunsch aus ganz anderen Gründen als "Armutsgefahr" aufgeschoben wird - "Erst, wenn ich Abteilungsleiterin bin.", "Erst wenn wir ein Einfamilienhaus haben", "Zuerst möchte ich mich noch ausleben" etc. etc.
Ich, Ich, Ich

NadjaB hat folgendes geschrieben:
Ich glaube die hohe Scheidungsquote ist im Kern kein Merkmal von "Unabhängigkeit"

Dafür ich um so mehr.


Scheidungen bringen Leid. Sie machen Viele abhängig und unfrei. Meines Erachtens sind sie im Einzelfall durchaus nachvollziehbar. "Gut" sind sie aber nie.

NadjaB hat folgendes geschrieben:
Die existenzielle Funktion, die Arbeit hat, liegt in der Sicherung des Lebensunterhaltes. Das scheitert an niedrigen Löhnen.


Verfolgt man die Spirale zurück landet man bei einem Phänomen - "Gier". Der ungerechte Reichtum der Wenigen, bedeutet Armut und Wegfall der Existenzgrundlage für die Vielen. Extremer Reichtum ist Diebstahl.

NadjaB hat folgendes geschrieben:
Wäre es dann nicht Ehrenwert auf Kinder zu verzichten, wenn man dann erkennt, dass man der Aufgabe der Erziehung nicht gewachsen ist?


Oh ja. Aber dann sollte man auch nicht heiraten, sondern einen anderen Weg gehen. Denn sozusagen nur den Genuss der Geschlechtlichkeit zu haben - und von Vorne herein den Gedanken der Fortpflanzung bewusst völlig auszuschließen ist generell kein Weg zum Glück.
Hallo Burkl,
Zitat:
Burkl schreibt:
Ich glaube die hohe Scheidungsquote ist im Kern kein Merkmal von "Unabhängigkeit"
Nadja antwortet:
Dafür ich um so mehr.

Darauf antwortet Burkl:
Scheidungen bringen Leid. Sie machen Viele abhängig und unfrei. Meines Erachtens sind sie im Einzelfall durchaus nachvollziehbar. "Gut" sind sie aber nie.


Hmm, das sehe ich etwas anders. Wenn man die Ehen herausrechnet, die vor ca 1950 nur deswegen zusammengeblieben sind, weil die öffentliche Moral es erforderlich machte oder die Versorgung nicht mehr gesichert war, wird das statistische Bild der intakten Ehen vor 1950 wahrscheinlich einen ordentlichen Knacks bekommen.
Zur Zeit scheint es sich darauf einzupendeln, daß ca 1/3 aller Ehen scheitert. Bleibt dieser Wert stabil, kann man wahrscheinlich davon ausgehen, daß auch früher 1/3 der Ehen nicht gehalten hätte, wenn nicht äußere Zwänge sie gebunden hätten (hierbei spielt die kath. Kirche mit ihrer damals rigorosen Forderung auf Einhaltung der Ehe und dem entsprechenden Druck im Beichtstuhl eine entscheidende Rolle).
Ob durch Scheidungen oder durch kaputte Ehen mehr Leid entstanden ist, wird sich wahrscheinlich nie genau klärem lassen.

Pjotr Kala
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Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Hallo Tek,


Zitat:
Danke für die schönen Zitate Pjotr Kala! Ich orentiere mich noch sehr gerne daran!


gg, auch wenn ich eigentlich an wenig glaube, aber das glaube ich dir aufs Wort!

Pjotr Kala


Pause vorbei!

Du bedienst dich im Leben viel mehr mit dem Glauben, als du glaubst.

Bsp.: Wenn du Wasser aus der Leitung trinkst, woher weißt du, dass es nicht giftig ist ? Du trinkst es mit dem Glauben, dass sich die Verantwortlichen darum fachgerecht gekümmert haben, und das Wasser trinkbar ist.

Es gibt eine Menge Beispiel davon, mein gläubiger Freund.
Hallo Tek,

Aber ja! Nur gibt es da gewisse "Qualitätsunterschiede".



Pjotr Kala
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Burkl hat folgendes geschrieben:

Wenn allerdings Alle nicht wollten, dann würde sie auch keine Macht haben den Menschen ihr Leben zu diktieren.


Und auch Sozialismus würde funktionieren wenn alle wollten. Das hilft nur niemanden. Das sind Idealvorstellungen die nicht zu erreichen sind. Ich sehe aus der Problematik keinen reellen Weg raus. Ich glaube das wird sich hier weiter zuspitzen und die Arm-Reich-Schere weiter auseinander klaffen. Bis es irgendwann richtig knallt. Auch das spricht nicht umbedingt für das Kinder kriegen.

Burkl hat folgendes geschrieben:

Ist es nicht oft so, dass der Kinderwunsch aus ganz anderen Gründen als "Armutsgefahr" aufgeschoben wird - "Erst, wenn ich Abteilungsleiterin bin.", "Erst wenn wir ein Einfamilienhaus haben", "Zuerst möchte ich mich noch ausleben" etc. etc.
Ich, Ich, Ich

Ach jetzt soll ich auch noch über den Zeitpunkt bestimmen lassen, wann Kinder zu bekommen sind? Naja da bin ich lieber ich, ich, ich.... und Stolz drauf.


Burkl hat folgendes geschrieben:

Scheidungen bringen Leid. Sie machen Viele abhängig und unfrei. Meines Erachtens sind sie im Einzelfall durchaus nachvollziehbar. "Gut" sind sie aber nie.

Die Geschiedenen, die ich kenne, fühlten sich in der Ehe unfrei und erst jetzt wieder frei.

Burkl hat folgendes geschrieben:
NadjaB hat folgendes geschrieben:
Die existenzielle Funktion, die Arbeit hat, liegt in der Sicherung des Lebensunterhaltes. Das scheitert an niedrigen Löhnen.

Verfolgt man die Spirale zurück landet man bei einem Phänomen - "Gier". Der ungerechte Reichtum der Wenigen, bedeutet Armut und Wegfall der Existenzgrundlage für die Vielen. Extremer Reichtum ist Diebstahl.

Ich gebe dir recht. Allerdings hat das recht wenig mit Arbeit zu tun. Jedenfalls nicht so wie ich es meine. Als normaler Angestellter. Jemand der sein Geld durch Arbeit verdient wird nicht extrem Reich.

Burkl hat folgendes geschrieben:

Oh ja. Aber dann sollte man auch nicht heiraten, sondern einen anderen Weg gehen. Denn sozusagen nur den Genuss der Geschlechtlichkeit zu haben - und von Vorne herein den Gedanken der Fortpflanzung bewusst völlig auszuschließen ist generell kein Weg zum Glück.

Hm - Sehe ich anders. Liebe und Sexualität gehört zum Menschen. Das steht jedem Menschen zu und ist auch gut so. Wenn du deine Meinung lebst und damit Glücklich bist, freue ich mich für dich. Das gibt dir aber noch lange keinen Anspruch darauf bei anderen deine Messlatte anzulegen.

Liebe Grüße
Nadja
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