Tabuthema Tod


Hallo ihr lieben,

vor einer weile habe ich euch mein Herz ausgeschüttet, wie schon so oft.
Es gibt nun viele Dinge die mehr und mehr Sinn für mich ergeben.

Als aller erstes habe ich begriffen, das es nicht ohne Grund ein Tabuthema ist. Würden wir wissen das nach dem Tod eine "Belohnung" auf uns wartet...wie viele Menschen würden ihr Leben beenden. Würde wir wissen das nach dem Tod nichts mehr kommt... wie viele würden ihr Leben beenden.

des weiteren hat sich mein Horizont erweitert. Durch mangelnde Aufklärung habe ich Religion wörtlich genommen aber niemals ernst. In meinem Leben sah ich " Gott" als Individum, als Mensch... oder überspitzt ausgedrückt als weißhaarigen Alten Mann in einem weißen Gewand.
Zu begreifen das "Gott" einfach nur für das steht was uns umgibt, was dafür sorgt das Leben exestiert und im Gleichgewicht bleibt, das was Leben ermöglicht, macht es viel Leichter Gott zu akzeptieren. Es ist also Existent und ich kann mich tatsächlich damit abfinden, das ich nie begreifen werde wie das funktioniert, aber an so viele zufälle glaube ich tatsächlich nicht.

Ich werde mich auch weiterhin mit Religionen befassen, auch habe ich vor mal die Bibel zu lesen und mir meine eigene Meinung zu bilden. Es tut unheimlich gut das es Leute in meinem alter gibt die sich auch Gedanken darum machen. Ich sehe jetzt schon vieles ganz anders... habe auch noch oft Angstzustände, panik und Depressionen aber ich bewaffne mich mit wissen
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wenn der Klügere nachgibt, haben die dummen das sagen:
Schreibfehler sind beabsichtigt und dienen der Allgemeinen erheiterung.
Gourlay hat folgendes geschrieben:
Als aller erstes habe ich begriffen, das es nicht ohne Grund ein Tabuthema ist. Würden wir wissen das nach dem Tod eine "Belohnung" auf uns wartet...wie viele Menschen würden ihr Leben beenden. Würde wir wissen das nach dem Tod nichts mehr kommt... wie viele würden ihr Leben beenden.

Nicht mehr oder weniger als jetzt.

Gourlay hat folgendes geschrieben:

Zu begreifen das "Gott" einfach nur für das steht was uns umgibt, was dafür sorgt das Leben exestiert und im Gleichgewicht bleibt, das was Leben ermöglicht, macht es viel Leichter Gott zu akzeptieren. Es ist also Existent und ich kann mich tatsächlich damit abfinden, das ich nie begreifen werde wie das funktioniert, aber an so viele zufälle glaube ich tatsächlich nicht.

Wobei es wieder darauf ankommt, welche Brille man benutzt, um die Sicht der Dinge zu erklären
Gourlay hat folgendes geschrieben:
[...]

Ich werde mich auch weiterhin mit Religionen befassen, auch habe ich vor mal die Bibel zu lesen und mir meine eigene Meinung zu bilden.[...]


Fühle dich von mir geistig umarmt.
Hallo, liebe Gourly, ich habe mich schon so oft gefragt warum der Tod ein Tabuthema sein muss. In meinem Umfeld ist er das nicht.

Für mich selbst gibt es keinen Tag an dem ich nicht daran denke, dass ich oder meine Lieben mal irgendwann ihren Körper ablegen um in den geistigen Welten weiterleben zu dürfen. Viele um mich haben das in den letzten Jahren bereits getan und ich kann mich für sie freuen. Dass der Verlust meines Vaters oder meiner Schwester für mich ein Schmerz ist, ist nochmal eine andere Sache.
Über den Tod und das danach kann ich mich ebensogut ohne Angst unterhalten wie über jedes andere Thema.

Ich wünsche Dir, dass Du auch dahin kommen kannst.

Alles Liebe
Linde



Hier noch einmal mein Lieblingszitat:

Der Gedanke, dass der Geist nach dem Tod des Körpers zugrunde gehe, ist wie die Vorstellung, dass ein Vogel in einem Käfig umkäme, wenn der Käfig zerbrochen wird, obwohl der Vogel von der Zerstörung des Käfigs nichts zu fürchten hat. Unser Körper ist dem Käfig und der Geist dem Vogel zu vergleichen. ...wenn daher der Käfig zerbricht, wird der Vogel unversehrt weiterleben; seine Empfindungen werden sogar tiefer, seine Wahrnehmungen weiter und sein Glück größer sein.

aus dem Buch -Göttliche Lebenskunst-


Bei der Beerdigung meines Vaters habe ich Folgendes vorgelesen:

Die Aufgestiegenen haben Merkmale, die sich von den Eigenschaften derer unterscheiden, die noch auf Erden sind. Doch besteht keine wirkliche Trennung zwischen ihnen.

Im Gebet tritt eine Vermischung der Stufen und Zustände ein. Betet für sie, wie sie auch für euch beten.


Steht auch in >Göttliche Lebenskunst< und ebenso in dem Buch >...und zu Ihm kehren wir zurück<

Danach habe ich noch ein Gebet für meinen Vater gesprochen.
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Für mich ist der Tod auch kein Tabuthema. Er gehört zum Leben. Wir verabschieden uns hier, um in der geistigen Welt weiterzuleben, wo wir uns alle mal wiedersehen werden - so mein Glaube. Ich habe dafür für mich persönlich schon so viele 'Beweise' bekommen, dass ich daran nicht zweifle.
Ich bin eher schon neugierig auf den Übergang und auf das, was danach kommt.
Hier dazu Zitate von Baha'u'llah:

Nun zu deiner Frage über die Seele des Menschen und ihr Fortleben nach dem Tode. Wisse wahrlich, dass die Seele nach ihrer Trennung vom Leibe weiter fortschreitet, bis sie die Gegenwart Gottes erreicht, in einem Zustand und einer Beschaffenheit, die weder der Lauf der Zeiten und Jahrhunderte noch der Wechsel und Wandel dieser Welt ändern können. Sie wird so lange bestehen, wie das Reich Gottes, Seine Allgewalt, Seine Herrschaft und Macht bestehen werden. Sie wird die Zeichen Gottes und Seine Eigenschaften offenbaren, Seine Gnade und Huld enthüllen. Meine Feder stockt, wenn sie die Höhe und Herrlichkeit einer so erhabenen Stufe gebührend zu beschreiben sucht. Mit solcher Ehre wird die Hand der Barmherzigkeit die Seele bekleiden, dass keine Zunge es gebührend schildern noch ein anderes irdisches Mittel es beschreiben kann. Gesegnet die Seele, die zur Stunde ihrer Trennung vom Leibe über die eitlen Vorstellungen der Völker dieser Welt geheiligt ist. Eine solche Seele lebt und wirkt im Einklang mit dem Willen ihres Schöpfers und geht in das allhöchste Paradies ein. Die Himmelsdienerinnen, Bewohnerinnen der erhabensten Stätten, werden sie umschreiten, und die Propheten Gottes und Seine Auserwählten werden ihre Gesellschaft suchen. Mit ihnen wird die Seele frei verkehren und ihnen berichten, was sie auf ihrem Wege zu Gott, dem Herrn aller Welten, erdulden musste. Erführe ein Mensch, was einer solchen Seele in den Welten Gottes, des Herrn des Thrones in der Höhe und auf Erden hienieden, verordnet ist, er entflammte sogleich mit seinem ganzen Wesen im überwältigenden Verlangen, diese erhabenste, diese geheiligte, strahlende Stufe zu erreichen.


Du hast Mich nach dem Wesen der Seele gefragt. Wisse wahrlich, dass die Seele ein Zeichen Gottes ist, ein himmlischer Edelstein, dessen Wirklichkeit die gelehrtesten Menschen nicht zu begreifen vermögen, und dessen Geheimnis kein noch so scharfer Verstand je zu enträtseln hoffen kann. Sie ist von allen erschaffenen Dingen das erste, das die Vollkommenheit des Schöpfers verkündet, Seine Herrlichkeit anerkennt, sich an Seine Wahrheit hält und sich in Anbetung vor Ihm niederbeugt. Wenn sie Gott treu ist, wird sie Sein Licht widerstrahlen und schließlich zu Ihm zurückkehren. Wenn sie jedoch die Treuepflicht gegenüber ihrem Schöpfer vergisst, wird sie ein Opfer des Selbstes und der Leidenschaften werden und am Ende in deren Abgründen versinken.

Baha'u'llah, Ährenlese


LG,
Minou
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
schöne Texte und Beiträge sind das.

Und ich finde es wunderschön, liebe Linde, dass Du Dich für die Verstorbenen freuen kannst. Mir ging es beim Tod meiner Mutter ähnlich - bei gleichzeitigem Schmerz.

Sowohl wenige Stunden nach ihrem Tod, als auch in der Kindheit hatte ich ein visionsähnliches Erlebnis dass ich hier nihct wiedergeben kann. Aber seither glaube ich nihct nur an ein Davor" und "Danach", sondern weiss es irgendwie.

Irgendwo habe ich mal den Gedanken gelesen :
Wenn ein Mensch geboren wird lächeln alle um ihn herum ,aber er selber weint.
Wenn ein Mensch stirbt weinen alle drumherum, aber er selbst lächelt meistens.
Huuuch, da hab ich jetzt richtig Gänsehaut bekommen bei Deinen Schilderungen, liebe visie.
Schön wie du das beschrieben hast.

Nach dem Tod meines Vaters hatte meine Mutter, die eine große Zweiflerin ist, auch einen Traum oder Art Vision in der Nacht. Das kann ich hier auch nicht schildern. Es war so groß, so wunderbar, das kann niemals ihrem Denken, Ihrem Fühlen oder ihrer Einstellung zu Leben und Tod entsprungen sein. Das muss aus einer völlig anderen Dimension gekommen sein zu der wir auf dieser Erde nur selten Zugang haben.
Sollen wir ja auch nicht, das könnte uns ja daran hindern die Dinge zu erledigen die im Hier und Jetzt wichtig für uns sind.


Dein Zitat unten kenne ich auch. Gefällt mir gut.

Alles Liebe
Linde
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Bahá'u'lláh
.... wow....jetzt hab ich die Gänsehaut...
da ist soooooviel Kraft einer anderen Dimension zu spüren !

Ich glaube wir sind hier tatsächlich in eine Art Zeitfenster gestellt das durchlebt werden muss/darf. das große Ganze lässt sich nur ahnen oder in kurzen Visionen und Momenten spüren.

liebe Grüße !
Ihr Frauen hier seit toll !


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Ich lasse alles los was nicht Liebe ist . Für alles was
ich tun will ist Zeit und Raum vorhanden !
Louise L. Hay

Suche nichts-finde alles !
Dr.Frank Kinslow

Wir erleben mehr als wir begreifen .
(Mystisches Erleben , Intuitives Verstehen) !
Hans-Peter Dürr
....dann gefallen Dir also Frauen mit Gänsehaut ....