Immer traurig und nieder geschlagen.


Hallo zusammen

Ich bin neu in diesem Forum.
Ich weiß eigentlich gar nicht recht wo ich genau anfangen soll.

Fangen ich einfach mal ganz von vorne an. Ich bin 1983 in NRW geboren und bin in einer tollen Familie aufgewachsen! Meine Kindheit war behütet und toll.
Nach der Schule,in der ich eigentlich der gute Durchschnitt war habe ich angefangen zu arbeiten weil ich nicht sofort eine Lehrstelle gefunden habe. Im Januar 2004 habe ich meinen jetzigen Mann kennen gelernt. 2008 erkrankte mein Vater an Krebs und verstarb dann 2009 daran. Das hat mich sehr aus der Bahn geworfen. Von der Arbeit habe ich mir 4 Wochen eine Auszeit genommen und dann ging alles ganz normal weiter. In dem gleichen Jahr haben wir geheiratet. Im Dezember 2009 ging dann das ganze Theater los. Mein Mann verlor die Arbeit, deswegen mussten wir umziehen weil die Wohnung zu teuer war. Im nächsten Jahr kamen immer weitere Probleme auf uns zu. Als mein Mann eine neue Arbeit fand, dachte ich jetzt wird alles gut! Nix da, nach einem halben Jahr zahlte der Chef keine Löhne mehr und wir standen da. Keine Kündigung, keine Insolvenz also war die Arge auch nicht zuständig. Ergebnis: kein Geld und alles von meinem Lohn bezahlen. Hätten wir in der zeit nicht meine Mutter gehabt weiß ich nicht wie wir das geschafft hätten. Im April 2011 wurde dann das Urteil gesprochen da alles vor Gericht gegangen war. Und danach ging es mit mir bergab. Es fing an das ich nicht mehr richtig schlafen konnte und das ich mich nicht mehr wohl fühlen konnte. Auf der Arbeit war ich nicht mehr konzentriert und wurde immer aggressiver anderen Menschen gegenüber, ich fuhr wegen jeder Kleinigkeit sofort an die Decke. Dieses Drama habe ich ca. 4 Monate mitgemacht danach bin ich dann zum Arzt. Diagnose: Depression. Na klasse dachte ich. Ich konnte mich nicht mehr wohl fühlen und keine Freude mehr empfinden. Das ist auch heute noch so trotz Therapie. Dazu kommt noch das bei meinem Mann und mir festgestellt wurde das wir auf natürlichem weg keine Kinder bekommen können. Also sind wir in eine Kinderwunsch Klinik gegangen und beim 2 Anlauf hat es geklappt. Nun bin ich in der 10 Woche mit Zwillingen schwanger. Wir haben uns immer Kinder gewünscht und jetzt kann ich mich nicht richtig freuen. Ich könnte deswegen jeden Tag heulen, weil ich der Meinung bin das ich eine schlechte Mutter werde. Ich liebe meine Kinder jetzt schon aber warum kann ich mich nicht freuen? Das ich keine Freude empfinde und nieder geschlagen bin geht mir jeden Tag so. Ständig Kreisen meine Gedanken darum und ich kann sie nicht abschalten, das ist echt beschwerlich für mein ganzes leben. Meine frage wäre an euch ob es jemandem genauso geht oder ging und was ich dagegen machen kann. Ich habe eine wahnsinnige Angst das ich meine Lebensfreude nie wieder finde. Freunde haben wir auch nur sehr wenige. Kann mir bitte jemand aus eigener Erfahrung berichten und mir Mut machen das sich mein leben wieder gut anfühlt.

Sorry das es etwas lang geworden ist
Skystar hat folgendes geschrieben:
Hallo zusammen

Nun bin ich in der 10 Woche mit Zwillingen schwanger.


ich gratuliere Dir...
Die ganze Hormonumstellung darf man nicht unterschätzen, da musst du durch, aber such Dir doch professionelle Hilfe um mit jemandem zu reden, in einem Forum wirst Du nicht finden was Du brauchst für Dich und Deine zwei kleinen.
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Deine Zwischenmenschlichen Beziehungen spiegeln Deine Beziehung zu Dir selbst.
Hallo Skystar, erstmal ganz herzlich willkommen hier im Forum!

Schön, dass Du hierher gefunden hast.

Skystar hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Hallo zusammen
Nun bin ich in der 10 Woche mit Zwillingen schwanger.


Kleeblatt hat geantwortet:
Zitat:
ich gratuliere Dir...
Die ganze Hormonumstellung darf man nicht unterschätzen, da musst du durch, aber such Dir doch professionelle Hilfe um mit jemandem zu reden,


Mit dem Gratulieren schließe ich mich gerne an und im Übrigen ist das was Kleeblatt schrieb nicht von der Hand zu weißen. Sehe ich auch so. Hol Dir unbedingt Hilfe. Vielleicht brauchst du auch einen anderen Therapeuten? Kann ich nicht beurteilen.

Zitat:
in einem Forum wirst Du nicht finden was Du brauchst für Dich und Deine zwei kleinen.


Ja stimmt, aber vielleicht hilft es Dir doch, Dich aufzumuntern und etwas von Deinen trüben Gedanken wegzubringen, denn allzuleicht kreißt man da immer wieder um sich selbst.

Ich wünsche Dir ganz viel Zuversicht und noch mehr Vertrauen, dass Ihr gemeinsam Eure große wichtige Aufgabe packen könnt.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man viele schwierige Hürden doch schaffen kann.

edit - noch was wollte ich sagen, ich glaube Du solltest Dir unbedingt zugestehen, dass Du eine harte Zeit durchgemacht hast und dass es einem da auch mal schlecht geht. Das ist ja kein Wunder. Aber es geht auch wieder bergauf!

Alles Liebe Linde

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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Skystar hat folgendes geschrieben:
Ständig Kreisen meine Gedanken darum und ich kann sie nicht abschalten, das ist echt beschwerlich für mein ganzes leben. Meine frage wäre an euch ob es jemandem genauso geht oder ging und was ich dagegen machen kann.

Liebe Skystar, herzlich willkommen!

Meine Antwort auf deine Frage ist eindeutig: Ja!
Andere Umstände, aber dieses nur noch um eines kreisen und dabei die eigene Kreativität zu verlieren, und keinen Zugang zu den Ressourcen zu haben, die einem sonst zur Verfügung stehen, ja das kenne ich.

Ich fand die Vorschläge in diesem Buch sehr hilfreich und empfehle es deswegen.

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Lass uns wissen wie es weitergeht und was dir hilft.

Ganz liebe Grüße von ziraki