Tiere, wie gehen wir mit ihnen um ?


sangara hat folgendes geschrieben:
Na das ist ja mal wieder ein echter Schocker, Tiere, die auf dem Teller landen, sind tot! Meine Nerveen, wer hätte das gedacht. Sogar wenn sie vom Biohof kommen, Skandal...


ja Du, ein Leichenteil auf dem Teller....hm....oder igitt.
Naj,a bei einer guten Sauce kann man den Leichengestank ja übertünken.

sangara hat folgendes geschrieben:
Aber der wahre Hammer ist ja nun , auch Pflanzen die aus dem Kochtopf kommen, sind tot!


dieses Argument hört man immer wieder, aber da unsere Sinne nicht darauf reagieren ist dieses Nahrungsmittel, was nicht davon läuft, frei gegeben zum Essen.
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Deine Zwischenmenschlichen Beziehungen spiegeln Deine Beziehung zu Dir selbst.
achim56 hat folgendes geschrieben:
sangara hat folgendes geschrieben:
Na das ist ja mal wieder ein echter Schocker, Tiere, die auf dem Teller landen, sind tot! Meine Nerveen, wer hätte das gedacht. Sogar wenn sie vom Biohof kommen, Skandal...


Ihr Zynismus lässt leider vermuten, dass Ihnen die Qualen der Tiere egal sind. Also dann weiter so. Kopf in den Sand und guten Appetit.


Ja, gut so. Unterstelen was nicht geesagt wurde und dann zuschlagen. Überhaupt sollte man bei diesem Thema jeden Widerspruch strengstens verbieten, nicht? Absolute Wahrheit zu kritisieren, das geht ja nicht.

Nein, ich bin gegen Massentierhaltung, weil man Tieren solches Elend nicht zumuten sollte. Ich bin aber auch gegen Heuchelei. Pflanzen sind auch lebendig, das Argument geht in die Leere. Sie haben auch Schmerzempfinden, zeigen Angstreaktionen und teilen sich das sogar untereinander mit. Nur müssen wir Labors bemühen um das festzusteellen, mit unseren Sinnen entgeht uns das.

Wie ist das, ein Tier lebt auf der Weide, wird es krank, kommt der Tierarzt, Futtermangel gibt es nicht und wenn es alt wird, kommt der Tod schnell und schmerzlos.
Ein anderes Tier lebt frei, kann an Krankheiten qualvoll eingehen oder verhungern, wird es alt, verhungert es oder wird von Raubtieren gerissen.

So einfach ist das alles nicht, liebe schwarz/weiß-Maler.
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Comment?
sangara hat folgendes geschrieben:
Ich bin aber auch gegen Heuchelei. Pflanzen sind auch lebendig, das Argument geht in die Leere. Sie haben auch Schmerzempfinden, zeigen Angstreaktionen und teilen sich das sogar untereinander mit. Nur müssen wir Labors bemühen um das festzusteellen, mit unseren Sinnen entgeht uns das.

Nun dann bitte ich Dich mal um wissenschaftlich belegte Versuche.
Und dann die Frage:
Womit soll eine Pflanze etwas wahrnehmen?

Und nochmal die Feststellung, was ich bereits gesagt habe,
dass die Pflanzen ja gerade einen Fruchtkörper hervorbringen,
über dessen Verzehr sie sich fortpflanzen.
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Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
>HIER KLICKEN<
Ich bekam da eben per PN einen Hinweis...
http://www.geistigenahrung.org/ftopic71862-60.html
ist doch schön, wenn man schnell vergessen kann, was einfach nichts ins vorgefasste Weeltbild paßt, nicht wahr?
Gut daß alles gespeichert wird.
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Comment?
sangara hat folgendes geschrieben:

Ja, gut so. Unterstelen was nicht geesagt wurde und dann zuschlagen. Überhaupt sollte man bei diesem Thema jeden Widerspruch strengstens verbieten, nicht? Absolute Wahrheit zu kritisieren, das geht ja nicht.

Dann müssen Sie sich klar ausdrücken und unterschwelligen Zynismus vermeiden. Wenn ich Widerspruch nicht ertragen könnte, würde ich meine Zeit nicht in Foren vergeuden. Und wer ist schon im Besitz der "absoluten Wahrheit"?
Zitat:

Nein, ich bin gegen Massentierhaltung, weil man Tieren solches Elend nicht zumuten sollte.

Und welche praktische Konsequenz ziehen Sie daraus?
Zitat:

Ich bin aber auch gegen Heuchelei. Pflanzen sind auch lebendig, das Argument geht in die Leere. Sie haben auch Schmerzempfinden...

Was soll man dann bitteschön essen? An Steinen nuckeln? Aber auch die sollte man liegen lassen und nicht aus ihrem natürlichen Umfeld reißen? Sicher leben wir in einer Welt des Fressens und Gefressenwerdens. Pflanzen brauchen Wasser und Sonne. Manche vertilgen sogar Insekten. Tiere folgen nur ihren Instinkten und fressen Pflanzen und/oder Fleisch. Und wir Menschen? Wir haben die Wahl. Wir müssen Tiere nicht töten um zu überleben (Extremsituationen ausgenommen). Wir können uns wie ein Kraft sprotzender Gorilla sehr gesund mit Pflanzenkost begnügen. Auch wenn Pflanzen so etwas wie Schmerz empfinden sollten (was ich nicht glaube), lässt das noch lange nicht den Schluss zu, dass man auch höher entwickelte Lebewesen um des Genusses willen töten darf.
Zitat:

Wie ist das, ein Tier lebt auf der Weide, wird es krank, kommt der Tierarzt, Futtermangel gibt es nicht und wenn es alt wird, kommt der Tod schnell und schmerzlos. Ein anderes Tier lebt frei, kann an Krankheiten qualvoll eingehen oder verhungern, wird es alt, verhungert es oder wird von Raubtieren gerissen.

Das Tier, das angeblich auf der Weide lebt (in Wirklichkeit vegetiert es ja angekettet in dunklen und beengten Ställen), stirbt eben nicht schnell und schmerzlos sondern auf sehr grausame Art und Weise. Besuchen Sie einmal einen Schlachthof, oder sehen Sie sich zumindest auf youtube entsprechende Videos an. Raubtiere, die ihre Beute töten, sind übrigens humaner als wir. Sie töten diese mit starkem Gift oder einem Biss ins Genick, was zum sofortigen Tod führt.
Zitat:

So einfach ist das alles nicht, liebe schwarz/weiß-Maler.

Doch, so einfach ist das. Aber ich gebe zu: Es ist nicht einfach, sich mit dem Leid der Tiere, die man täglich genüsslich verspeist, auseinanderzusetzen, ohne innerlich bewegt zu sein, oder sich mit unangenehmen Fragen auseinander zu setzen, die möglicherweise mein Gewissen und gewohntes Verhalten hinterfragen. Das verlangt Mut.

Ich habe bis vor kurzem auch gern Fleisch gegessen. Aber das leckere panierte Schweine-Schnitzel zu frischem Kartoffelsalat stammt halt nicht aus der Retorte sondern dafür musste ein Lebewesen, das angeblich die Intelligenz, das Sozialverhalten und den Spieltrieb eines vierjährigen Kindes hat, unfreiwillig schweres Leid auf sich nehmen. Mein Gewissen sagt mir, dass ich das nicht mehr verantworten kann. Und weil ich als Mensch auf Nahrung angewiesen bin, muss ich das essen, was übrig bleibt, nämlich Pflanzen.
Dazu ein Zitat aus dem Alten Testament, wo als ursprüngliche Nahrung Pflanzen geboten werden.

Dann sprach Gott: Hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten. Euch sollen sie zur Nahrung dienen.
Gen 1,29


LG,
Minou
_________________
»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Minou hat folgendes geschrieben:
Dazu ein Zitat aus dem Alten Testament, wo als ursprüngliche Nahrung Pflanzen geboten werden.

Dann sprach Gott: Hiermit übergebe ich euch alle Pflanzen auf der ganzen Erde, die Samen tragen, und alle Bäume mit samenhaltigen Früchten. Euch sollen sie zur Nahrung dienen.
Gen 1,29


LG,
Minou


ergänzend:
http://www.youtube.com/watch?v=aN3fnXIcaKg

http://www.lavita.de/wp-content/uploads/2010/10/Naturapotheke.pdf
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Deine Zwischenmenschlichen Beziehungen spiegeln Deine Beziehung zu Dir selbst.
achim56 hat folgendes geschrieben:
sangara hat folgendes geschrieben:
Nein, ich bin gegen Massentierhaltung, weil man Tieren solches Elend nicht zumuten sollte.

Und welche praktische Konsequenz ziehen Sie daraus?

Ah, jetzt darf ich mich also rechtfertigen. Soviel zur behaupteten Toleranz gegenüber anderen Auffassungen.
Eigentlich muß ich das ja gar nicht erklären, aber bitte: wer vom schon erwähnten Biohof kauft, fördert eben nicht das Elend in den Käfigen.
achim56 hat folgendes geschrieben:

Das Tier, das angeblich auf der Weide lebt (in Wirklichkeit vegetiert es ja angekettet in dunklen und beengten Ställen),

.... und schon wieder reden wir von Massentierhaltung. Aber wir unterstellen natürlich gar nichts...
Stell dir vor Achim, es gibt Tiere die auf der Weide stehen. Es gibt nicht nur dein Schreckbild, und man kann unterstützen was anständig ist, und meiden, was es nicht ist.

Da kommt das AT zur Sprache, und natürlich nicht die Stelle wo eben erlaubt wird, Tiere als Nahrung zu nutzen. Ganz so wie man es sich hindrehen möchte.
Ich nenne das "Methode Robespierre". Man geißelt einen Mißstand und rechtfertigt damit Diskriminierung, Bestrafung, letztlich Diktatur.
Oberflächlich geht es um Verbesserungen, tatsächlich aber um Herrschaft, Diktatur.
Wehret den Anfängen! Fanatismus ist nicht der Weg.
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Comment?
Zitat:
Oberflächlich geht es um Verbesserungen, tatsächlich aber um Herrschaft, Diktatur.
Wehret den Anfängen! Fanatismus ist nicht der Weg.


Das klingt für mich schon absurd.
Wie soll denn die Auseinandersetzung mit Leid, in diesem Fall, dem Leid der Tiere, zu diktatorischen Bestrebungen führen?
Sangara hat folgendes geschrieben:
Da kommt das AT zur Sprache, und natürlich nicht die Stelle wo eben erlaubt wird, Tiere als Nahrung zu nutzen. Ganz so wie man es sich hindrehen möchte.
Ich nenne das "Methode Robespierre". Man geißelt einen Mißstand und rechtfertigt damit Diskriminierung, Bestrafung, letztlich Diktatur.
Oberflächlich geht es um Verbesserungen, tatsächlich aber um Herrschaft, Diktatur.
Wehret den Anfängen! Fanatismus ist nicht der Weg.


Liebe Sangara,

ich habe ausdrücklich geschrieben ursprüngliche Nahrung.
Es ist ja bekannt, dass nach der Sintflut gewisse Tiere als Nahrung erlaubt waren. Wahrscheinlich war das für die damalige Zeit nötig.
Heute sind wir nicht mehr gezwungen, Tiere zu töten, um uns ernähren zu können.

Deinen Vorwurf der Diktatur und des Fanatismus weise ich von meiner Seite entschieden zurück.
Niemand verbietet Dir, Fleisch zu essen. Niemand macht Dir deswegen Vorwürfe. Ich habe in meiner Familie auch Fleischesser, selbst mein Mann ist eher der Flexitarier. Wir tolerieren uns alle und schätzen uns gegenseitig wert.
Es geht hier darum, sich Gedanken um unsere Tiere zu machen, mal objektiv deren Leid zu betrachten, den Zusammenhang des Fleischessens mit dem Welthunger und der Umwelt zu betrachten. Vielleicht entschließt sich ja doch der Eine oder Andere dazu, seinen Fleischkonsum etwas zu reduzieren. Damit wäre auch schon viel geholfen.
Also - nichts für ungut - jeder muss selbst wissen, was er tut, und es selbst verantworten.

Alles Gute,
Minou
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten