Einheit Gottes


ziraki hat folgendes geschrieben:
Tek. hat folgendes geschrieben:


Jetzt mal ehrlich, wie kommst du drauf, dass ich es ins Lächerliche ziehen will ?


Du kennst eine bestimmte theologische Richtung und vertrittst sie so, dass es zwangsläufig zu Widerspruch oder Belustigung führt.
Ich glaube immer öfter, das ist gewollt.


Den Widerspruch hast du mir nicht angeführt, und die Belustigung sehe ich auch nirgends.

Lies dir bitte auch noch mein bereits hinzugefügtes Edit oben in der Antwort durch.

Gruß
luschn hat folgendes geschrieben:
Danke Minou, du hast meine Frage sehr schön ausformuliert und sie vollkommen verstanden. Leider werde ich aus Burkls Antwort trotzdem nicht schlau

Jetzt weiß ich noch immer nicht ob Gott und Jesus eigenständig sind, oder ob Gott Jesus ist. Da ist die Sicht der Bahais wesentlich einfacher


Also, ich sehe in Burkls Antwort auch keine Lösung dieser Frage.
Ja, die Baha'i-Sicht ist da eindeutig: Jesus ist ein Gottesoffenbarer, aber nicht Gott selbst.

LG,
Minou
_________________
»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Gott selbst ist natürlich die Gesamtheit allen Seins. Jesus ist aber schon ein Mensch, der gemäß der Schrift unmittelbar über Gott Zeugnis gibt.
Minou hat folgendes geschrieben:
Also, ich sehe in Burkls Antwort auch keine Lösung dieser Frage.


Eine "Lösung" der Frage nach dem Wesen Gottes wird es für uns Menschen nie geben, weil Er unser Vorstellungsvermögen unendlich übersteigt. Es geht darum, sich der Frage anzunähern.

luschn hat folgendes geschrieben:

Leider werde ich aus Burkls Antwort trotzdem nicht schlau


Gott ist Ursprung und Quelle der Liebe.

Egal wir stark wir lieben, wir bleiben getrennt vom anderen Menschen. Die Sehnsucht der menschlichen Liebe will vollkommene Vereinigung, die allerdings nicht erreichbar ist, weshalb sich auch immer ein wenig Trauer und Wehmut in jede menschliche Liebe hineinmischt - unsere Liebe ist nicht absolut, wir bleiben immer auch Getrennte, egal wie nahe wir einander auch kommen mögen.

Die Liebe Gottes, des Vaters dieser Welt, ist absolut vollkommen.
Deshalb ist das Band der Liebe zu seinem Sohn - der Heilige Geist - so stark, dass er auf vollkommene Weise mit ihm verbunden ist. So vollkommen, dass wahre Einheit vorliegt.
Viele Partnerschaften werden als "Bedürfnisbefriedigungs-Institution" gehandelt. Da, wo Erwartung, Bedüftigkeit und Eifersucht ist, da ist kein Raum für die Liebe. Wenn man das Bedürfnis hat, geliebt zu werden, so ist dies ein Bedürfnis und nicht Liebe. Der Unterschied zwischen Liebe und Bedürfnis kann man folgendermassen erkennen: "Liebe ist das, was loslässt, Bedürfnis ist das, was festhält" (N.D. Walsch).

aus
http://www.seelenfluegel.net/liebe.html


Lieber Burkl

Gott ist Quelle und Ursprung der Liebe
dieser zugegeben längere Text unterscheidet
Emotion - Bedürftigkeit
von
Liebe - als eine Art Seinszustand
diese hat kein Personen bezogenes Element mehr
und impliziert sehr deutlich eine
Unvoreingenommenheit gegenüber allem
wo sich die Wege kreuzen in unserem leben

werdet wie die Kinder ...



es ist irgendwie keine ' Antwort ' was ich hier schreibe
aber doch inhaltlich so wichtig
den Unterschied deutlich zu erfassen

deshalb hab ich es hier angeführt
Fiducia hat folgendes geschrieben:

es ist irgendwie keine ' Antwort ' was ich hier schreibe
aber doch inhaltlich so wichtig
den Unterschied deutlich zu erfassen


Doch, doch. Das ist eine wichtige Sache, die du hier gesagt hast. Und die Richtung in die das Alles geht spricht mich sehr an. Ich glaube da steckt viel Wahres drin.

Fiducia hat folgendes geschrieben:
Viele Partnerschaften werden als "Bedürfnisbefriedigungs-Institution" gehandelt. Da, wo Erwartung, Bedüftigkeit und Eifersucht ist, da ist kein Raum für die Liebe. Wenn man das Bedürfnis hat, geliebt zu werden, so ist dies ein Bedürfnis und nicht Liebe. Der Unterschied zwischen Liebe und Bedürfnis kann man folgendermassen erkennen: "Liebe ist das, was loslässt, Bedürfnis ist das, was festhält" (N.D. Walsch).


Man könnte auch sagen jede Bedürfnisbefriedigung, die nur mir dient und Gott und den Anderen nicht im Blick hat geht auf das Böse in mir zurück.

Ja, Liebe ist letzlich absolute Selbstvergessenheit, nur mehr Gott und dem Nächsten zu leben, keine "eigenen Bedürfnisse" mehr zu haben - keine Reservate, die "nur mir" gehören - dieses "Ich habe jetzt das Recht in Ruhe gelassen zu werden!", "Ich habe das Recht, dass die anderen mir gefällig sind!", "Ich bin hier und die Anderen haben mir zu dienen, weil ich ja soviel für sie geleistet habe!" - all dieses Denken, wo "Ich" an erster Stelle kommt muss absterben. Das ist schmerzhaft. Aber heilender Schmerz.

Aber es ist letzlich der einzige Zustand des Glücks des Menschen - "Vergessen, dass man lebt", "Selbstvergessenheit". Und wir alle haben das niemals zu 100%, nicht einmal der Heiligste.

Trauer und Furcht um das Eigene sind es letzlich, die uns unglücklich und ängstlich machen.
Hätte ich ausschließlich die Ehre Gottes und das Wohl des Nächsten im Blick bei allem was ich denke, sage und tue, dann wäre ich zu 100% glücklich - weil ich keine Angst mehr haben bräuchte "mein Recht" auf irgendetwas zu verlieren. Christlicher Glaube ist nichts Anderes als sich diesem Ziel immer mehr zu nähern.
@Pjotr Kala

Zitat:
Dazu Zitat:Kritik muss allerdings bei ihrer Forderung nach einem Weltstaat unter Baha’ullah einsetzen. Hier haben die Baha’i ähnlich wie der Islam die Trennung zwischen Religion und Staat nicht gemacht, sondern sehen sie als Einheit, was immer wieder verhängnisvolle Folgen zeitigt und gezeitigt hat. Von:http://www.jesus.ch/themen/glaube/t.....75-die_bahaireligion.html


Dieser Artikel ist ja wohl kaum ernst zu nehmen. Der Autor hat schlicht keine Ahnung von Thema.

Nehmen wir allein mal den ersten Satz des Kapitels "Entstehung": "Baha'u'llah ist Sohn des Bab, der 1844 in Shiraz, Iran, als Mirza ali Muhammed geboren wurde." Jeder der sich nur halbwegs mit der Geschichte der Bahai-Religion auskennt weiß schon hier nicht mehr ob er nun lachen oder weinen soll.

Bahaullah ist nicht der Sohn des Bab, er ist sogar früher geboren als dieser. Der Bab wurde 1819 geboren und sein Name ist Siyyid Ali Muhammad. Schon dieser knappe Satz enthält drei Fehler. So geht es dann munter weiter.

Zitat:
dazu Zitat:Das Universale Haus der Gerechtigkeit hat in einer Zeit in der schon alleine mangels überzeugter Weltbürger nicht mal daran zu denken ist, das wir einmal eine wahrhaft geeinte Welt erreichen können, sich die Kompetenz die es den Schriften nach in einer geeinten Welt unzweifelhaft hat, im Vorraus herausgenommen, um in einer nach heutigen Masstäben eher diktatorischen Art über die Handvoll ergebener Gläubiger zu bestimmnen. Ganz offenbar willig und kritiklos folgen die nationalen und lokalen Räte dieser „Regierungsform“, obwohl dem Wesen der Baha’i-Offenbarung jegliche bestimmende Diktatur, jeglicher Anflug von Theokratie oder gar Inquisition völlig fremd ist.

In der heutigen Zeit sind die Instutionen der Baha’i-Religion lediglich Verwaltungsinstrumente. Sie können, ja müssen sogar als „Ratgeber“ zur Auflösung und Vermeidung von Konflikten zwischen Glaubenswelt und säkularer Welt dienen. Sie sind aber keineswegs berechtigt in die persönliche Gewissensentscheidung des einzelnen Gläubigen einzugreifen, ihn wegen der Gewissensentscheidung zu diskreditieren, zu verunglimpfen oder gar auszustossen. Genau diese Linie aber verfolgt das Universale Haus der Gerechtigkeit seit nunmehr gut einem viertel Jahrhundert.

Als Baha’i bin ich nicht mehr dazu bereit, diese Linie „stillschweigend“ mitzutragen.
Zitiert von
http://www.religiononline.de/showthread.php?tid=4980


Auch das soll doch wohl kaum eine ernstzunehmende Kritik sein? Der gesamte Post ist eine Kombination aus Halbwissen und inhaltsschwacher Dramatisierung.

Nur ein Beispiel. Der Poster behauptet das Universale Haus der Gerechtigkeit habe "als 'Zwangsmassnahme' das 'Mutterbuch' das 'grösste und heiligste Offenbarungswerk Baha’u’llah’s, den Kitab-i-Aqdas' verpflichtend in all seinen Bestimmungen in Kraft gesetzt". Das ist schlicht falsch. was stimmt ist, dass Anfang der 1990er die offizielle englische Übersetzung erschienen ist und in der westlichen Welt infolge einige darin enthaltenen rituellen Bestimmungen wie etwa das tägliche Pflichtgebet auch offiziell 'eingeführt' wurden. Von einer "Zwangsmaßnahme" kann hier wohl kaum die Rede sein und auch nicht, dass alle Bestimmungen des Aqdas nun universelle Geltung haben.

So geht es dann auch in diesem Post munter weiter. Was dann die angeblichen diktatorischen Eingriffe seien, darüber schweigt er sich aus. Wohl aus gutem Grund.

Zitat:
Interessant ist auch, sich einmal den Disput von einem Tobias Vetter und einem Samael durchzulesen. (Ohne, dass ich mir ein Urteil erlaube, welcher von beiden nun richtiger liegt).
[url] http://www.esoterikforum.de/religio.....on-der-zukunft.html[/url]


Auf die Argumente von Samael wurde dort lang und breit eingegangen. Wirklich darauf reagiert wurde nicht. Stattdessen hat Samael dann mittels seiner Moderationsrechte ordentlich gegängelt.

Zitat:
Es gibt keine Einheit in der Vielfalt, es können höchstens die vielfältigen Einstellungen und Ansichten durch Kompromisse und Entwicklung neuer moralischer Vorstellungen reduziert werden. Und selbst da werden wir uns noch etliche 1000 Jahre schwer tun


Das ist dann freilich deine Sichtweise. Mit der Aussage "es gibt keine Einheit in der Vielfalt" stellst du dich freilich selbst in eine antipluralistische Ecke. Beschuldigst aber andere.

Hier noch einmal Shoghi Effendi zur hohen und zentralen Bedeutung von "Einheit in Mannigfaltigkeit" in der Bahai-Religion:

http://www.bahai-library.com/writings/shoghieffendi/wob/21.html

Derweil: auch die EU hat als offizielles Motto "In Vielfalt geeint". Ähnlich auch das bekannte Motto der USA "E Pluribus Unum".

Zitat:
Letzten Endes würde es nämlich nicht den Himmel, sonder die Einheitshölle auf Erde bedeuten, da moralische Entwicklung ja auf 1000 Jahre festgeschrieben würde


Einfach schön die Behauptungen wiederholen und dramatisieren. Klappt sicher bei einigen Leuten gut, wahrer werden deine Behauptungen dadurch aber auch nicht.
Hallo Tobias,
Zitat:
Zitat:
Es gibt keine Einheit in der Vielfalt, es können höchstens die vielfältigen Einstellungen und Ansichten durch Kompromisse und Entwicklung neuer moralischer Vorstellungen reduziert werden. Und selbst da werden wir uns noch etliche 1000 Jahre schwer tun

Du antwortest:
Das ist dann freilich deine Sichtweise. Mit der Aussage "es gibt keine Einheit in der Vielfalt" stellst du dich freilich selbst in eine antipluralistische Ecke. Beschuldigst aber andere.


Wieso ich mich in eine antipluralistische Ecke stelle, verstehe ich allerdings nicht. Das solltest du mir schon näher erklären.

Im Gegenteil: Ich habe nichts gegen eine "Weltregierung" sofern sie nach gängigen demokratischen Regeln gewählt wird und die Vielfalt der Kulturen wiederspiegelt und, was besonders wichtig ist, nach den gleichen Regeln auch wieder abgewählt werden kann.
Ich habe aber viel dagegen, wenn diese demokratischen Regeln im Einklang mit allen Moral-Vorstellungen der Bahai einher gehen sollen.
Und, soweit ich das verstanden habe, ist dies das endgültige Ziel der Bahai.
Zitat:
Zitat:
Letzten Endes würde es nämlich nicht den Himmel, sonder die Einheitshölle auf Erde bedeuten, da moralische Entwicklung ja auf 1000 Jahre festgeschrieben würde

Du antwortest:
Einfach schön die Behauptungen wiederholen und dramatisieren. Klappt sicher bei einigen Leuten gut, wahrer werden deine Behauptungen dadurch aber auch nicht.

Also stimmt es nicht, daß erst in ca 1000 Jahren ein neuer Offenbarer kommt und bis dahin die verkündeten Regeln von Abdul'Baha gelten?


Pjotr Kala
_________________
Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Der Artikel auf jesus.ch ist wirklich extrem schwach...wie kann man so viele Aspekte in ihrer Grunddefinition krass falsch darstellen und der Artikel ist immer noch online auf der Plattform?

Desinformation als Methode?

Das die Menschheit sich zwangsläufig auf die postulierte "Einheit der Menschheit" und "Weltbürgertum" bewegt, zeigen immer mehr aktuelle Geschehnisse (siehe Fukushima, Syrien-Konflikt, Weltwirtschaftskrise)...die Probleme werden immer mehr nur noch global zu lösen sein.

Das Denken, das wir Menschen "eins" sind, kommt zwangsläufig immer mehr zum Vorschein. In der Zeit als Bahá'u'lláh das so klar und deutlich prophezeit hat, konnte kein Mensch sich das vorstellen, da Nationalismus. Sklaverei und Rassentrennung jahrhundertelange Tradition waren.

Wir Menschen müssen aber immer leiden, bis wir merken wie wichtig die Gebote der "Liebe", "Barmherzigkeit" und "Loslösung" sind.

Wenn Bahá'u'lláh nicht die Manifestation Gottes für diese Zeit ist, dann zumindest der beste Visionär, den die Welt je gesehen hat -ich bin vom Ersteren felsenfest überzeugt
Hallo Hitman,

Zitat:
Wenn Bahá'u'lláh nicht die Manifestation Gottes für diese Zeit ist, dann zumindest der beste Visionär, den die Welt je gesehen hat -ich bin vom Ersteren felsenfest überzeugt

hmm, wahrscheinlich haben die Buddisten und Christen und auch die Moslems genau die gleiche Überzeugung.
Selbstverständlich bin ich mein eigener Visionär und
auch eigener einziger Anhänger.
Ich gebe allerdings zu, dass in Puncto Toleranz wahrscheinlich nur die Buddisten mithalten können.

Pjotr Kala
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