Wieso glaubst du an Gott?


luschn hat folgendes geschrieben:
linde hat folgendes geschrieben:
@ luschn
Zitat:
Ich finde es komisch, dass Abdul Baha von Beweisen spricht.


Ist ein gemaltes Bild nicht ein Beweis dafür, dass es einen Maler geben muss?
Ist ein Tisch nicht ein Beweis dafür dass es einen Tischler geben musste der das Möbelstück geplant und angefertigt hat?


Diese Logik kannst du hier aber nicht anwenden. Denn folgt man dieser, so stellt sich die Frage: Woher kommt Gott? Spätestens hier kann ich für oder gegen Gott argumentieren, da es einfach keine Beweise gibt. Und da die einfachste Lösung meistens auch die Richtige ist, halte ich mich an die Theorie des Urknalls.


Ja, da stimme ich luschn zu.

Liebe Grüße,
Wohlwollen _()_
"Frage die Tiere, und sie werden es dich lehren, und die Vögel des Himmels, und sie werden es dir mitteilen, oder rede zu der Erde, und sie wird es dich lehren, und die Fische des Meeres werden es dir erzählen! Wer erkennt nicht an all diesem, dass die Hand des HERRN dies gemacht hat? In seiner Hand ist die Seele alles Lebendigen und der Lebensatem alles menschlichen Fleisches." (Hiob 12 7-10)

"Die Himmel rühmen die Herrlichkeit Gottes, vom Werk seiner Hände kündet das Firmament. Ein Tag sagt es dem andern, eine Nacht tut es der andern kund, ohne Worte und ohne Reden, unhörbar bleibt ihre Stimme. Doch ihre Botschaft geht in die ganze Welt hinaus, ihre Kunde bis zu den Enden der Erde." (Ps. 19, 2-5)
Minou hat folgendes geschrieben:
In den Beantworteten Fragen von Abdu'l Baha habe ich zum Thema Folgendes gefunden:


Ein unwiderlegbarer Beweis für das Dasein Gottes ist die Tatsache, dass sich der Mensch nicht selbst erschaffen hat. Sein Schöpfer und Bildner ist ein anderer als er selber.

Es ist gewiss und außer Zweifel, dass der Schöpfer des Menschen anders als der Mensch ist; denn ein schwaches Geschöpf kann nicht der Schöpfer eines anderen Wesens sein. Im Schöpfer müssen alle Vollkommenheiten vereint sein, damit er erschaffen kann.


Bedingtsein ist die Quelle der Unvollkommenheit, während Gott die Quelle der Vollkommenheit ist. Die Unvollkommenheit der bedingten Welt ist an sich ein Beweis für die Vollkommenheit Gottes.

Abdu'l Baha / Beantwortete Fragen


LG,
Minou


Abdulbaha hat viele solcher 'Beweise' für die Existenz Gottes verfasst und gesprochen. Allerdings muss man diese im Gesamtkontext der Bahai-Lehre sehen. Diese besagt, dass man für die Existenz Gottes zwar in der Schöpfung 'Hinweise' finden könne, aber der Beweis für die Existenz Gottes ist in dieser Welt die Manifestation Gottes.
Wohlwollen hat folgendes geschrieben:
Minou hat folgendes geschrieben:
In den Beantworteten Fragen von Abdu'l Baha habe ich zum Thema Folgendes gefunden:


Ein unwiderlegbarer Beweis für das Dasein Gottes ist die Tatsache, dass sich der Mensch nicht selbst erschaffen hat. Sein Schöpfer und Bildner ist ein anderer als er selber.

Es ist gewiss und außer Zweifel, dass der Schöpfer des Menschen anders als der Mensch ist; denn ein schwaches Geschöpf kann nicht der Schöpfer eines anderen Wesens sein. Im Schöpfer müssen alle Vollkommenheiten vereint sein, damit er erschaffen kann.


Bedingtsein ist die Quelle der Unvollkommenheit, während Gott die Quelle der Vollkommenheit ist. Die Unvollkommenheit der bedingten Welt ist an sich ein Beweis für die Vollkommenheit Gottes.

Abdu'l Baha / Beantwortete Fragen


LG,
Minou


Wenn die Evolutionstheorie richtig ist, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Gott existiert, nicht auszuschließen, aber sehr gering. Gerade die Welt, die die christliche Bibel schon als Hinweis für einen Schöpfer gesehen hatte, ist nicht zwangsläufig ein Beweis für Gott.

Liebe Grüße,
Wohlwollen _()_


Was hat die Evolutionstheorie bitte mit der Existenz Gottes zu tun?

Einige Atheisten und Kreationisten tun immer so als sei da eine Verbindung, aber ich wüsste nicht wo die ist?

Wohlwollen hat folgendes geschrieben:
linde hat folgendes geschrieben:
@ luschn
Zitat:
Ich finde es komisch, dass Abdul Baha von Beweisen spricht.


Ist ein gemaltes Bild nicht ein Beweis dafür, dass es einen Maler geben muss?
Ist ein Tisch nicht ein Beweis dafür dass es einen Tischler geben musste der das Möbelstück geplant und angefertigt hat?

Liebe Grüße und noch einen schönen Tag (der ja heute sehr heiß werden soll) zumindest bei uns.
Dann will ich mal versuchen einen kühlen Kopf zu bewahren.
Linde


Wenn wir in einem Blätterhaufen oder einer Wolke ein Gesicht erkennen, heißt das doch nicht zwangsläufig, dass der Blätterhaufen so von irgendjemandem geschaffen wurde.

Die Evolutionstheorie versucht zu erklären, wie heutige Komplexität (die nicht durch Zufall entstanden sein kann) sich durch natürliche Prozesse aus weniger komplexen Strukturen entwickelt haben konnte.

Liebe Grüße und schönen Sommertag!
Wohlwollen _()_


Da ist aber ein Unterschied. Menschen haben wirklich ein Gesicht (und ein Gehirn). Blätterhaufen und Wolken nicht.

Wenn die Evolutionstheorie erklärt wie komplexes Leben entsteht sagt das doch nichts darüber aus ob dieses einen Schöpfer hat oder nicht. Tendenziell zeigen erkannte Naturgesetze eher, dass dem Kosmos eine Ordnung zugrunde liegt.
Zitat:
Wenn wir in einem Blätterhaufen oder einer Wolke ein Gesicht erkennen, heißt das doch nicht zwangsläufig, dass der Blätterhaufen so von irgendjemandem geschaffen wurde.


Hi Wohlwollen, denkst Du nicht, dass zwischen einem zufällig dahingeworfenen Blätterhaufen in dem man meint ein Gesicht zu erkennen und einem Tisch bei dem sich der Schöpfer schon so einfache Dinge überlegen musste wie man es anstellt, dass das Teil funktionsfähig ist, die Tischbeine so angeordnet, dass der Tisch steht und nicht kippt, ein Unterschied ist? Und zwar ein gewaltiger?
Wieviel mehr z.B.noch zwischen einem Wolkengesicht und einem Bauwerk bei dem der Meister sich um viele Details, um die Statistik etc. und die nicht so einfache Ausführung des Baues kümmern musste.

Liebe Grüße Linde
_________________
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Wobei ich gelernt habe, dass ich als diesbezüglicher Unwissender Gott nicht als eine reine Fremdidentität ansehen soll, sondern als Gesamtes, dessen Teil genauso auch ich bin.
luschn hat folgendes geschrieben:
linde hat folgendes geschrieben:
@ luschn

Zitat:
Ich finde es komisch, dass Abdul Baha von Beweisen spricht.


Ist ein gemaltes Bild nicht ein Beweis dafür, dass es einen Maler geben muss?
Ist ein Tisch nicht ein Beweis dafür dass es einen Tischler geben musste der das Möbelstück geplant und angefertigt hat?


Diese Logik kannst du hier aber nicht anwenden. Denn folgt man dieser, so stellt sich die Frage: Woher kommt Gott? Spätestens hier kann ich für oder gegen Gott argumentieren, da es einfach keine Beweise gibt. Und da die einfachste Lösung meistens auch die Richtige ist, halte ich mich an die Theorie des Urknalls.


Schon in der Bibel kann man lesen, dass Gott keinen Anfang und kein Ende hat. Die Ordnung in der Schöpfung ist für mich der klare Beweis für die Existenz Gottes, weil ich an keinen Zufall glauben kann aufgrund dessen alles entstanden sein soll.

LG,
Minou
_________________
»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Stimmt Minou
Sehe ich genauso, dass jeder Zufall von Gott gelenkt ist
Tobias hat folgendes geschrieben:


Was hat die Evolutionstheorie bitte mit der Existenz Gottes zu tun?

Einige Atheisten und Kreationisten tun immer so als sei da eine Verbindung, aber ich wüsste nicht wo die ist


Hallo Tobias,

in meinen Augen gibt es grob zwei Sichtweisen bezüglich Existenz der Welt:

-) entweder ist sie von einem persönlichen Gott geschaffen worden (der selbst immer schon bestanden hat)
-) der Kosmos hat schon immer bestanden und entsteht und vergeht immer wieder. Möglich ist, dass der Kosmos schon millionenfach da war und sich nur selten Leben darin entwickelte.

Beides ist kaum vorstellbar. Aber bei einem persönlichen Gott frage ich mich woher kommt dieser? Warum schuf Gott Krankheiten oder Naturkatastrophen, warum lässt er Milliarden Wesen auf grausame Weise umkommen (Tiere, die gefressen werden), warum sind seine Botschaften so missverstänlich und teilweise auch aus heutiger Sicht widerlegt u.ä.

Ist es abwegiger, dass das Universum sich aus einfachen in komplexeren Strukturen entwickelt hatte oder dass ein gedankenlesendes Wesen, das noch viel komplexer als das Universum sein muss, das alles geschaffen hat - eine Welt mit ihren zahlreichen Fehlern?

Natürlich ist es möglich, dass ein persönlicher Gott existiert, der aus welchen Gründen die Evolution angestoßen hat, Menschen auf irgendeinem von Milliarden Sonnensystemen entstehen lässt (und bis dahin eine unglaubliche Vielzahl an Arten aussterben lässt) und sich schließlich immer wieder offenbart. Aus heutiger Sicht scheinen viele der Geschichten nun mal moralisch fragwürdig (z.B. Steinigungen, Verstümmelung Andersgläubiger). Gott wird als brutal und sadistisch dargestellt (Aufruf zu Vernichtung von Städten und Stämmen, beinahe völlige Vernichtung der Schöpfung durch die Sintflut, Verhärtung des Herzens des Pharaos damit dieser nicht einsichtig ist und von den 7 Katastrophen geplagt werden kann). Alles nachlesbar in der hebräischen Bibel bzw. dem "alten Testament".

Je vager das Gottesbild, desto eher kann ich mir eine göttliche Existenz vorstellen (ich sehe mich in der Gottesfrage als Pantheist). Aber ein Gott wie in den alten Geschichten, das sind für mich antike Welterklärungsversuche. Aber je vager und weniger personal, desto weniger interessiert sich dieses Prinzip für meine Intentionen, Gebete und religiösen Gefühle.

Liebe Grüße,
Wohlwollen _()_
Wohlwollen, ich gebe Dir noch eine dritte Möglichkeit:

Ich glaube (und da folge ich "Ein Kurs in Wundern"), dass Teile Gottes selbst dieses kosmische Spiel erschufen, indem sie zunächst vergessen, was sie wirklich sind (unsterbliche Seelen) und sich mit dem Vergänglichen identifizieren.
Dieser bewusste Akt der Trennung war erforderlich, denn das Licht wüsste nicht was Licht ist, erführe es nicht das Gegenteil: die Dunkelheit.
Kurz: Die Selbsterkenntnis wäre unmöglich!
Diese Trennung aber ist zugleich die Ursache für den Kosmos.
Denn ohne diesen Wunsch, das kosmische Spiel zu beginnen und sich als scheinbar vergänglich zu erfahren, wäre das Vergängliche und ewig Wandelbare nicht erforderlich gewesen.

Soweit meine Vorstellung vom Ganzen.
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