Buddhismus und Baha'i-Glaube


Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Wenn die Menschen sich nicht selbst abschaffen, weil sie die Resourcen verbraucht haben oder die Umwelt lebensfeindlich geworden ist, werden sie sich weiter entwickeln.


Die Gesellschaften werden sich anpassen. Das kann entweder gut oder schlecht für die Mehrheit ausgehen.

ziraki hat folgendes geschrieben:
Und eine deutsche? Staatsbürgerschaft, eine Krankenversicherung, die auch im Ausland funktioniert, versicherte Reiseschecks


Habe ich nicht viel von gemerkt, würde ich auch nicht nicht als unmittelbaren materiellen Besitz bezeichnen. Klar, Geld gab es auch.

ziraki hat folgendes geschrieben:
Auf welche Quelle beziehst du dich?


Keine Ahnung.
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Man kann Gläubige nicht überzeugen, da ihr Glauben nicht auf Beweisen beruht, sondern auf dem tiefen Bedürfnis zu glauben. - Carl Sagan.

Die Wahrheit siegt nie, ihre Gegner sterben nur aus.
Hallo Busshari,

Zitat:
ziraki hat folgendes geschrieben:
Auf welche Quelle beziehst du dich?

Du antwortest:
Keine Ahnung.



Vielleicht war es ja auch selbstständiges Denken, so was soll ja vorkommen.


Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:

Zitat:
ziraki hat folgendes geschrieben:
Auf welche Quelle beziehst du dich?

Du antwortest:
Keine Ahnung.



Vielleicht war es ja auch selbstständiges Denken, so was soll ja vorkommen.

Das könnte schon sein, eine dahingehende Tendenz ist mir bei Busshari schon öfters positiv aufgefallen.
Er hat aber einen Gedanken als 'sagte Buddha schon' gekennzeichnet. Und da frage ich nach, woher er diese Aussage des Buddha zu kennen glaubt.
Ich lese soviel... das Quellgedächtnis würde zuviel Speicher in Anspruch nehmen. Ich meine im Dhammapada steht das mit dem Glück zumindest. Sagen wir Palikanon
Hallo Busshari,

gg, 99,9 Prozent von dem, was ich hier schreibe, hat vorher schon jemand anders und wahrscheinlich auch besser formuliert und wahrscheinlich habe ich es auch irgendwann gelesen.

Mich wundert immer wieder, mit welcher Begeisterung aber auch Kritiklosigkeit viele Religionsanhaenger den Aussagen ihres Religionsgruenders folgen.

Meines Erachtens ist nicht wichtig, wer was gesagt hat, sondern ob diese Aussagen nach heutigen Wertevorstellungen noch Bestand haben.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:

Meines Erachtens ist nicht wichtig, wer was gesagt hat, sondern ob diese Aussagen nach heutigen Wertevorstellungen noch Bestand haben.


Eine Meinung, die ich durchaus respektiere. Aber in einer Diskussion über Buddhismus spielt es natürlich schon eine Rolle zu berücksichtigen, was uns vom Buddha überliefert ist.
Hallo Ziraki,

wenn Buddha Aussagen gemacht hat, die nicht mehr in das heutige Wertekonzept passen, wäre das ein Grund zum Widerspruch. Mir sind allerdings hier im Forum keine bekannt geworden oder ich habe sie überlesen.

Wenn ich es recht überblicke, sind die Aussagen des Buddhismus, sieht man von einigen zeitbedingten Verhaltensregeln ab, widerspruchsfreier und auch besser in ein heutiges Wertesystem integrierbar als das, was die meisten anderen Religionen zu bieten haben (obwohl ich selber wahrscheinlich nie ein Buddhist werde).

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:

wenn Buddha Aussagen gemacht hat, die nicht mehr in das heutige Wertekonzept passen, wäre das ein Grund zum Widerspruch.


Sachliche und inhaltliche Falschaussagen sind kein Grund zum Widerspruch falls sie in das heutige Wertekonzept passen? (Was auch immer du darunter verstehst)
Übrigens bezog ich mich nicht auf eine Aussage des Buddhas, sondern auf eine von Busshari.
Hallo ziraki,

Mein Wertekonzept habe ich hier schon mehrfach erwähnt. Aber hier noch einmal:

1. Jeder Mensch hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit und körperliche Unversehrtheit, sofern nicht die Rechte eines zweiten damit eingeschränkt werden.

2. Jeder Mensch hat das Recht, seine Meinung frei zu äußern und sich dafür einzusetzen, sofern dabei weder physische noch psychische Gewalt angewendet wird und nicht allgemein anerkannte Fakten als Lügen hingestellt werden.

3. Die in den meisten Religionen fixierten "Goldenen Regeln" sind auch weiterhin zu beachten, da sich ihr Inhalt wahrscheinlich kaum noch ändern wird.

4. Alle Konventionen, wie z.B. die Menschenrechtskonvention, oder anerkannte Staats-Verfassungen sollten möglichst beachtet werden, wobei hier allerdings doch öfter mit Ergänzungen und Änderungen zu rechnen ist.

5. Der Mensch soll nicht Ausbeuter von Natur und Umwelt sein, sondern verantwortungsvoll mit ihr umgehen und sie möglichst wenig schädigen.

6. Jeder Mensch, jedes Volk, jede Religion hat das Recht sich eigene Gesetze zu geben, sofern sie sich mit den ersten 5 Punkten vereinbaren läßt.

Man kann sicher noch mehr Punkte anfügen, aber ich denke, daß mit diesen Punkten ein guter Werte-Rahmen gegeben ist.
Religionen und auch weltliche Gesetzgebungen verstoßen heute aber noch in vielen Einzel-Bestimmungen gegen diesen Rahmen.

Zitat:
Sachliche und inhaltliche Falschaussagen sind kein Grund zum Widerspruch falls sie in das heutige Wertekonzept passen?


Ich glaub, da hast du was falsch gelesen. Sachliche und inhaltliche Falschaussagen sind i m m e r ein Grund zum Widerspruch.

Zitat:
Übrigens bezog ich mich nicht auf eine Aussage des Buddhas, sondern auf eine von Busshari.

hmm ich dachte, wir diskutieren hier über eine von Busshari Buddha zugeschriebene Äußerung (auch wenn er sie im Augenblick nicht zuordnen kann):
Zitat:
"Das Leben ist kein Problem, das es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt. " sagte Buddha schon und letztendlich " ... gibt keinen Weg zum Glück. Glücklich-sein ist der Weg."

Aber mir ist es eigentlich vollkommen egal, wer wann eine zutreffende Aussage gemacht hat, Hauptsache ist für mich, daß sie heute auch noch gültig ist. Die Kernaussagen fast aller Religionen und Weltanschauungen sind sowieso keine Leistungen der Moderne sondern uraltes Kulturgut, daß allerdings häufig durch Machtgelüste in der Geschichte korrumpiert worden ist.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Hallo Pjotr,

der Buddhismus hat als Grundlage die 'Vier edlen Wahrheiten'. Die vierte ist, es gibt einen Weg.
Was aber, ihr Mönche, ist die edle Wahrheit von dem zur Leidenserlöschung führenden Pfad? Eben dieser edle achtfache Pfad ist es, nämlich: rechte Erkenntnis, rechte Gesinnung, rechte Rede, rechtes Tun, rechter Lebensunterhalt, rechte Anstrengung, rechte Achtsamkeit und rechte Sammlung. Das, ihr Mönche, ist die edle Wahrheit von dem zur Leidenserlöschung führenden Pfad.
http://www.palikanon.com/angutt/a03_062-066.html
Das klingt anders als:
Zitat:
"Das Leben ist kein Problem, das es zu lösen, sondern eine Wirklichkeit, die es zu erfahren gilt. " sagte Buddha schon und letztendlich " ... gibt keinen Weg zum Glück. Glücklich-sein ist der Weg."

Mir ist auch nicht ganz klar woran du die Gültigkeit einer solchen Aussage für die heutige Zeit erkennen willst, bzw. warum sie in ein von dir bejahtes Wertesystem passt.

Zitat:
Ich glaub, da hast du was falsch gelesen. Sachliche und inhaltliche Falschaussagen sind i m m e r ein Grund zum Widerspruch.

Nein ich habe nicht falsch gelesen, aber dich in einer Weise paraphrasiert, in der du wohl nicht verstanden werden wolltest. Entschuldige.

Zu den anderen Punkten, die du ansprichst, das ist alles ganz interessanter Diskussionsstoff. Ich möchte auch eigentlich deine Punkte nicht ignorieren. Nun interessiert mich aber auch dieses Thema und tatsächlich auch, welche Aussagen von welchen Religionsgründern getroffen wurden und wie man sie interpretieren kann.

Ich denke verschiedene Threads für verschiedene Themen wäre eine gute Lösung