Geschieht alles so wie es sein soll?


Nunja: Ich meine, das mit dem Glaubensgen ist doch ziemlich übertrieben "darwinistisch".
@all!

Wenn Karma Gottes Plan sein sollte, was ich bezweifle, dann schon. Allerdings bin ich der Überzeugung, dass es Gottes Plan ist, dem Karma zu entkommen, und das funktionioert einzig und allein mit einem Sein im Herzen.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Rosenrot hat folgendes geschrieben:
... wenn Gott als der Allliebende und Allmächtige dargestellt wird - dann ist es doch gut so wie es ist.
Sonst wär es doch nicht so ... ?
Es ist alles gut wie es ist - aber das heisst nicht, dass wir es nicht besser haben könnten!
Ich meine, diese Tendenz in manchen Religionen, sich "hinzusetzen" und Fatalismus zu predigen nach dem Motto: alles ist vorherbestimmt und kommt sowieso wie Gott oder Allah oder sonstwer es will entspringt einem Missverständnis.
Erinnere dich an den großartigen Film Avatar: wir sind solche Avatare, die auf Erden ihre Erfahrungen machen und uns vor unserem Kommen ein "Programm" zusammengestellt haben, was wir alles erleben wollen.
Aber entscheiden tut dann der Avatar, also ich und du selber. Wenn wir uns nun immer für den leichteren Weg entscheiden machen wir halt weniger von den Erfahrungen, die wir programmiert hatten... Denn die wertvollen sind nun mal meist hinter einer "Arbeit" oder einem Schmerz verborgen... Diese pushen uns voran.

Nun, da Zeit eigentlich eine Illusion ist, wie auch Materie, kommt es im Grunde genommen nicht so darauf an, ob wir eine Erfahrung früher oder später machen - Hauptsache wir lernen was draus.
Und dies ist das Wichtigste dabei: spirituell weiter zu kommen.
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Ich Bin was ich wähle zu sein
Rosenrot hat folgendes geschrieben:
Hmm,

aber ist es nicht so daß im Buddhismus alles so wie es ist - richtig ist?

Lieben Gruß
Rose


das wird es wohl überall sein, aber wenn danach in falsch und richtig eingeteilt wird, dann läuft was schief...
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Deine Zwischenmenschlichen Beziehungen spiegeln Deine Beziehung zu Dir selbst.
Lieber Eranos, liebes Kleeblatt!

Wie ihr sicher schon wisst, bin ich Sahajayogi, und wir Sahajayogis unterscheiden sehr wohl, was richtig und was falsch ist, überlassen es aber jedem einzelnen Sahajayogi diese Erkenntnis im Laufe der Meditationen selbst zu gewinnen und auf diese Weise zum eigenen Meister zu werden.

Ausserdem bin nicht nur ich der festen Übrzeugung, dass wir uns unser Leben nicht aussuchen, sondern dass das Gesetz von Ursache und Wirkung, sprich Karma, gilt.

Solange wir uns nicht auf der Achse des karmischen Rades befinden, solange sind wir diesem Gesetz auf Gedeih und Verderb ausgesetzt, erst wenn wir uns auf der Achse des karmischen Rades befinden, können wir diesen Konditionierungen aus der Vergangenheit entkommen und ein Sein in Frieden, Freude und Glück geniessen.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Leuthner hat folgendes geschrieben:
Solange wir uns nicht auf der Achse des karmischen Rades befinden, solange sind wir diesem Gesetz auf Gedeih und Verderb ausgesetzt, erst wenn wir uns auf der Achse des karmischen Rades befinden, können wir diesen Konditionierungen aus der Vergangenheit entkommen und ein Sein in Frieden, Freude und Glück geniessen.


Lieber Erich, könntest Du diesen Satz bitte genauer erklären? Was bedeutet "auf der Achse sein" ?

Alles Liebe,
Minou
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
leuthner hat folgendes geschrieben:

Ausserdem bin nicht nur ich der festen Übrzeugung, dass wir uns unser Leben nicht aussuchen, sondern dass das Gesetz von Ursache und Wirkung, sprich Karma, gilt.
Erich


ja, das ist dann wohl ausgesucht, denn jedem geschieht nach
seinem Glauben.
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Deine Zwischenmenschlichen Beziehungen spiegeln Deine Beziehung zu Dir selbst.
leuthner hat folgendes geschrieben:
Ausserdem bin nicht nur ich der festen Übrzeugung, dass wir uns unser Leben nicht aussuchen, sondern dass das Gesetz von Ursache und Wirkung, sprich Karma, gilt.
Erich, du solltest auch hier etwas differenzieren, denn es gibt auch hier kein Entweder-Oder sondern fließende Übergänge. D.h. je tiefer man in seinem Karma drinsteckt, also je mehr man aufzulösen hat, desto weniger kann man selbst bestimmen, wie man sein Leben gestalten will. Und umgekehrt.

Dazu ist diese Einteilung in gut und falsch eine sehr duale und nicht sehr spirituell. Denn es gibt mehrere Betrachtungswinkel, die eine unterschiedliche Wertung erzeugen.
Nehmen wir ein Fussballspiel: die eine Mannschaft gewinnt - für sie ist das Spiel wunderbar gelaufen. Die andere verliert - das Gegenteil davon. War das Spiel nun gut oder schlecht? Du siehst, je nach Mannschaft und Anhängerschar.
Aus einer höheren Sicht kann gerade die Mannschaft, die verloren hatte, aus den Fehlern lernen - insofern war es nicht so schlecht, dass sie verloren hatten, und die Wertung wird so wiederum umgekehrt ausfallen können, richtig?
Und aus einer noch höheren Sicht ist alles wertfrei und gut - denn alles ist Erfahrung, daher wertvoll...
Wo stehst du?

So wird Wertung eine ziemlich kurzsichtige Sache, - sogar wenn man einen guten Überblick hat.
Darum urteilen weise Menschen überhaupt nicht...
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Ich Bin was ich wähle zu sein
Hallo Peter.Trim
Zitat:
Nunja: Ich meine, das mit dem Glaubensgen ist doch ziemlich übertrieben "darwinistisch".

Es ist nur dann als übertrieben darwinistisch anzusehen, wenn man den Glauben allein auf ein solches Gen zurückführen wollte. Ich kann mir allerdings sehr gut vorstellen, dass über Gene eine gewisse Prädisposition für eine religiöse Einstellung geschaffen wird oder aber auch zur sexuellen Einstellung. Wieweit eine mögliche Prädisposition später durch Erziehung und Erfahrung eingeschränkt oder auch gewandelt werden kann, darüber gibt es heute noch wenige wirklich tragfähige Aussagen.
Eines dürfte allerdings klar sein. Gehen die Fortschritte in der Hirnforschung mit dem gleichen Tempo weiter oder beschleunigen sich noch, werden sich viele Verhaltensweisen (auch religiöse) mit Erregungsmustern in bestimmten Hirnarealen in Verbindung bringen lassen. Da das Gehirn aber ständigen Umbauprozessen unterliegt und eine gewisse Plastizität besitzt, zudem nicht unabhängig vom "Restkörper" gedacht werden darf, sind solche Aussagen immer im Stil von "Wettevorhersagen" zu sehen. Statistisch treffen die Aussagen zu immer höheren Prozentzahlen ein, trotzdem kann ein Einzelfall ganz anders aussehen.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Eranos hat folgendes geschrieben:
leuthner hat folgendes geschrieben:
Ausserdem bin nicht nur ich der festen Übrzeugung, dass wir uns unser Leben nicht aussuchen, sondern dass das Gesetz von Ursache und Wirkung, sprich Karma, gilt.
Erich, du solltest auch hier etwas differenzieren, denn es gibt auch hier kein Entweder-Oder sondern fließende Übergänge. D.h. je tiefer man in seinem Karma drinsteckt, also je mehr man aufzulösen hat, desto weniger kann man selbst bestimmen, wie man sein Leben gestalten will. Und umgekehrt.

Dazu ist diese Einteilung in gut und falsch eine sehr duale und nicht sehr spirituell. Denn es gibt mehrere Betrachtungswinkel, die eine unterschiedliche Wertung erzeugen.
Nehmen wir ein Fussballspiel: die eine Mannschaft gewinnt - für sie ist das Spiel wunderbar gelaufen. Die andere verliert - das Gegenteil davon. War das Spiel nun gut oder schlecht? Du siehst, je nach Mannschaft und Anhängerschar.
Aus einer höheren Sicht kann gerade die Mannschaft, die verloren hatte, aus den Fehlern lernen - insofern war es nicht so schlecht, dass sie verloren hatten, und die Wertung wird so wiederum umgekehrt ausfallen können, richtig?
Und aus einer noch höheren Sicht ist alles wertfrei und gut - denn alles ist Erfahrung, daher wertvoll...
Wo stehst du?

So wird Wertung eine ziemlich kurzsichtige Sache, - sogar wenn man einen guten Überblick hat.
Darum urteilen weise Menschen überhaupt nicht...


Lieber Eranos!

Ich stimme dir zu, dass man nicht werten sollte. Denn egal welche Fehler wir machen, Gott verzeiht alles und jedem, und auch wir Menschen sollten alles und jedem verzeihen.

Trotzdem: Seitdem ich den Weg der Einkehr in mein Herz gegangen bin, seitdem nehme ich in meiner Mitte wahr, was richtiges Handeln und Unterlassen ist und verhalte mich auch dementsprechend und werde auf diese Weise ein noblerer Mensch. Was bei dieser Einkehr hinzukommt, ist, dass man karmische Konditionierungen ablegt, weswegen ich jedem rate, der das will, mit Sahajayoga zu beginnen.

Sicher wird es für den einen oder anderen schwerer sein, kommt ganz darauf an auf welcher persönlichen Entwicklungsstufe er steht. Aber auch einer, dem das schwerer fällt, kann sich auf diese Weise ändern. Er geht halt den Weg der kleinen Schritte.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!

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