Glaube ist Herzenssache


PapaLoooo hat folgendes geschrieben:
Man kann ein Stück weit den Weg auch gemeinsam gehen.
Aber ans Ziel kommt man erst, wenn man Gott in sich findet.


Es ist genau umgekehrt. Ans Ziel kommt man im Glauben nur gemeinsam. Es ist nicht "ein Stück Weges", es ist der Weg, der gemeinsam zurücklegen ist. Christlicher Glaube bedeutet sich auf den Weg in den Himmel zu machen und alle, ausnahmslos Alle einzuladen dabei mitzugehen. In dem Moment, wo ich Gott "für mich" haben will oder nur "in mir" suche, suche ich nicht Gott, sondern letzlich mich selbst, meine "Geschmäcker" und Vorlieben, meine Befriedigung - und trete damit auf der Stelle. Es gibt Gott sozusagen nur "im Kollektiv", die Menschheit ist für Gott eine Schicksalsgemeinschaft, die er zu sich führen will. Das geht nicht wenn lauter "Einzelkämpfer" zu Felde ziehen, wo jeder in eine andere Richtung zieht.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Das geht nicht wenn lauter "Einzelkämpfer" zu Felde ziehen, wo jeder in eine andere Richtung zieht.


Die Eigenerkenntnis führt mich automatisch auf einen eigenen Weg. Wenn ich andere geistige Erfahrungen als mein Mitbruder gemacht habe dann habn wir automatisch verschiedene Zugänge und Wege zu Gott und der Welt. Aber gerade hier besteht doch das wunderbare Geschenk. Durch die unterschiedlichen Erfahrungen können wir uns in den jeweiligen Lebenssituationen gegenseitig mit verschiedenen Wahrheiten ergänzen. Es hindert uns nicht sondern berreichert uns. Deshalb ist die Religionszugehörigkeit absolut belanglos.
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Realität ist etwas für Leute, die Angst vor Einhörnern haben!
Pommes hat folgendes geschrieben:
Die Eigenerkenntnis führt mich automatisch auf einen eigenen Weg. Wenn ich andere geistige Erfahrungen als mein Mitbruder gemacht habe dann habn wir automatisch verschiedene Zugänge und Wege zu Gott und der Welt.


Ja sicher - es ist wie beim Radfahren, jeder fährt einmal vor und gibt dem anderen "Windschatten". Aber dennoch, Jesus zog sich regelmäßig in die Einsamkeit zum Gebet zurück, aber immer mit dem Ziel dem Ganzen zu dienen, sich hinzugeben. Deshalb ist "Eigenmeditation" dem Christentum auch fremd. Es ist mehr ein "Auftanken", ein in die Ruhe des Geistes gehen, um die Stimme Gottes im Inneren besser hören zu können.

Pommes hat folgendes geschrieben:
Deshalb ist die Religionszugehörigkeit absolut belanglos.


Aber dem "Leibe Christi" anzugehören, das ist vor Gott entscheidend. Gott weiß wo diese Grenze verläuft. Der Kreis ist jedenfalls weiter als die Institution "katholische Kirche", wenngleich sie die Fülle der Kirche Christi auf Erden als einzige Kirche vollständig verwirklicht. Schwierig wird es allerdings, wenn man - nachdem man das Evangelium gehört und im Herzen angenommen hat - die Kirche dezidiert ablehnt, oder gar aktiv bekämpft.

Es ist ja auch konsequent, dass Jesus das sagt. Man kann nicht den Leib verachten und gleichzeitig das Haupt verehren wollen.

"Wer euch hört, der hört mich, und wer euch ablehnt, der lehnt mich ab; wer aber mich ablehnt, der lehnt den ab, der mich gesandt hat." (Lk 10,16)
Du musst das so sehen. Deine Religion zwingt dich dazu. Ich aber muss nicht vorgefertigt denken. Ich darf mich in alle Richtungen entwickeln. Das ist der wesentliche Unterschied zwischen deiner Form der Religiosität und der meinen. Deine gebietet dir künstliche Schranken. Mir nicht
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Realität ist etwas für Leute, die Angst vor Einhörnern haben!
"Glaube ist Herzensache" heißt der Therad. Das empfinde ich zutiefst.
Nacht euch allen.
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Realität ist etwas für Leute, die Angst vor Einhörnern haben!
Pommes hat folgendes geschrieben:
Du musst das so sehen. Deine Religion zwingt dich dazu. Ich aber muss nicht vorgefertigt denken. Ich darf mich in alle Richtungen entwickeln. Das ist der wesentliche Unterschied zwischen deiner Form der Religiosität und der meinen. Deine gebietet dir künstliche Schranken. Mir nicht


Ich habe nicht den Eindruck, dass Burkl sich im Glauben gezwungen fühlt.
Letztendlich gebietet jede Religion in gewisser Hinsicht Schranken.
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Burkl hat folgendes geschrieben:

Aber dem "Leibe Christi" anzugehören, das ist vor Gott entscheidend. Gott weiß wo diese Grenze verläuft. Der Kreis ist jedenfalls weiter als die Institution "katholische Kirche", wenngleich sie die Fülle der Kirche Christi auf Erden als einzige Kirche vollständig verwirklicht.

Ich persönlich glaube, der Leib Christi ist so gesehen die Gesamtheit der willigen Diener Gottes und Bekehrten, Christus ist der Herr/das Leitbild von uns Christen, so sehe ich das. Aber die römisch-katholische Kirche ist meiner Meinung nach niemals die einzige Kirche, die das verwirklicht. Ich meine, auch die evangelischen Gemeinden sowie manche Freikirchen können das mitunter toll verwirklichen.
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
Minou hat folgendes geschrieben:
Letztendlich gebietet jede Religion in gewisser Hinsicht Schranken.


Ja, liebe Minou. Oder positiv formuliert: Einen Rahmen für das Leben, der Sicherheit, Halt und Ziel gibt.
Hallo burkl,
Zitat:
Minou hat folgendes geschrieben:
Letztendlich gebietet jede Religion in gewisser Hinsicht Schranken.

Du antwortest:
Ja, liebe Minou. Oder positiv formuliert: Einen Rahmen für das Leben, der Sicherheit, Halt und Ziel gibt.


Nö, es sind schon eher Schranken. Teilweise stehen sie aus heutiger Sicht sogar ohne irgendeinen noch zutreffenden Sinn im Religions-Gelände herum.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Burkl hat folgendes geschrieben:
Es ist genau umgekehrt. Ans Ziel kommt man im Glauben nur gemeinsam. Es ist nicht "ein Stück Weges", es ist der Weg, der gemeinsam zurücklegen ist. Christlicher Glaube bedeutet sich auf den Weg in den Himmel zu machen und alle, ausnahmslos Alle einzuladen dabei mitzugehen. In dem Moment, wo ich Gott "für mich" haben will oder nur "in mir" suche, suche ich nicht Gott, sondern letzlich mich selbst, meine "Geschmäcker" und Vorlieben, meine Befriedigung - und trete damit auf der Stelle. Es gibt Gott sozusagen nur "im Kollektiv", die Menschheit ist für Gott eine Schicksalsgemeinschaft, die er zu sich führen will. Das geht nicht wenn lauter "Einzelkämpfer" zu Felde ziehen, wo jeder in eine andere Richtung zieht.

Burkl, der Gott in mir ist auch der Gott in jedem anderen Wesen.
Je mehr ich den Gott in mir entdecke, desto mehr sehe ich ihn überall.
Eine wirkliche Gotteserfahrung kann nur dann möglich werden,
wenn man jegliche Vorstellung, wie Gott zu sein hat, ablegt.
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Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
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