Keine Lust auf Feiern


linde hat folgendes geschrieben:
Also ich schaue auch ob meine Freunde etwas mögen oder nicht, oder etwas nicht gut vertragen etc. und entsprechend kommt das Passende auf den Tisch, außer Alkohol, denn wenn ich überzeugt bin, dass er meinen Freunden nicht gut tut, kann ich den nicht guten Gewissens auftischen.


Auf der anderen Seite, wenn mein Opa oder Freund gerne Zigarre raucht und sich auch einmal ein Gläschen Rotwein auf der Terrasse genehmigt, dann möchte ich, dass sich mein Gast auch wohl fühlt und ich fühle mich nicht "missionarisch" dafür zuständig ihn vom Rauchen und/oder Trinken abzuhalten. Irgendwie schafft das so eine "unsichtbare Barriere", wenn ein Gastgeber bestimmte Dinge den Gästen aus "aus Prinzip" vorenthält und so eigentlich Entscheidungen für sie trifft.
Zitat:
dann möchte ich, dass sich mein Gast auch wohl fühlt und ich fühle mich nicht "missionarisch" dafür zuständig ihn vom Rauchen und/oder Trinken abzuhalten.


Hi Burkl, mir geht es absolut nicht darum "missionarisch" jemanden vom Rauchen oder Trinken abzuhalten. Aber wenn ich davon überzeugt bin , dass es nicht gut für einen Menschen ist, dann werde ich ihm das nicht vorsetzen, ebensowenig wie ich ihm sonst etwas vorsetzen würde von dem ich überzeugt bin, dass es ihm schadet.
In meinem Freundes- und vor allem Verwandtenkreis gibt es Menschen die rauchen und Alkohol trinken, deshalb mag ich sie nicht weniger und sie können rauchen und trinken soviel sie wollen. Doch ich werde es nicht unterstützen. Dass sich die Menschen bei mir wohl fühlen, dafür kann man noch andere Dinge tun.

Schöne Grüße
Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
linde hat folgendes geschrieben:
Hi Burkl, mir geht es absolut nicht darum "missionarisch" jemanden vom Rauchen oder Trinken abzuhalten. Aber wenn ich davon überzeugt bin , dass es nicht gut für einen Menschen ist, dann werde ich ihm das nicht vorsetzen, ebensowenig wie ich ihm sonst etwas vorsetzen würde von dem ich überzeugt bin, dass es ihm schadet.
In meinem Freundes- und vor allem Verwandtenkreis gibt es Menschen die rauchen und Alkohol trinken, deshalb mag ich sie nicht weniger und sie können rauchen und trinken soviel sie wollen. Doch ich werde es nicht unterstützen. Dass sich die Menschen bei mir wohl fühlen, dafür kann man noch andere Dinge tun.


Grüß dich liebe linde,

auch wenn ich dir natürlich glaube, dass du es gut mit den Menschen meinst; damit stellst du dennoch deine Überzeugungen über das Wohlbefinden des Gastes. Denn es gibt für ihn dann genau zwei Möglichkeiten - Abstinenz während er bei dir ist, sozusagen mit der "Mitschwingung" es auch in Rücksichtnahme auf dich zu unterlassen - oder aber er nimmt sich selbst z.B. ein Bier mit, wenn er zu dir kommt. Egal welche Möglichkeit der Gast wählt, er ist bei jeder Option gewissermaßen in einer "erhobenen Zeigerfingeratmosphäre" bei dir als Gast.

Ich glaube, dass der Mensch "anders tickt" als dass man ihm Gutes tun könnte, indem man ihm Entscheidungen "abnimmt". Die eigentliche Freiheit ist letzlich nichts von all den Genussmitteln zu brauchen, aber dennoch sie mit Vernunft auch maßvoll und bewusst gebrauchen und sich an ihnen erfreuen zu können - denn dafür sind sie ja da.

"Du lässt Gras wachsen für das Vieh, / auch Pflanzen für den Menschen, die er anbaut,damit er Brot gewinnt von der Erde /
und Wein, der das Herz des Menschen erfreut, damit sein Gesicht von Öl erglänzt / und Brot das Menschenherz stärkt." Ps 104,1415

"Alles ist mir erlaubt - aber nicht alles nützt mir. Alles ist mir erlaubt, aber nichts soll Macht haben über mich." (1 Kor 6,12)
samara88 hat folgendes geschrieben:
Früher durfte ich mir immer anhören, ich solle mal ich selbst sein. Nun bin ich es und niemand kann damit umgehen.


Liebe Samara,

was verstehst du denn darunter - unter "ich selbst sein"?
Ich meine auch, wenn jemand mit gewissen Sachen vernünftig umgehen kann, soll man sie ihm/ihr nicht zwingend vorenthalten wollen oder der Meinung sein, er/sie mache da was falsch.
luschn hat folgendes geschrieben:
Lieber Erich,

jedoch lässt Alkohol auch Barrieren überwinden und Menschen leichter zueinander finden, welche vllt ohne Alkohol niemals den Mut aufgebracht hätten.

Alles Liebe
Luschn


Liebe Luschn!

Dann leiden sie unter der Krankheit des magelnden Selbstvertrauens. Es wäre sicher besser, wenn sich solche Menschen einem Psychiater anvertrauen würden als Alkohol zu konsumieren, denn die Konsumation von Alkohol beseitigt nicht das Problem.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!