Ramadan Mubarak


Tek. hat folgendes geschrieben:
Mir egal was du glaubst. Für andere Leute die einfach in ihrem Denken sind und nicht boshaft, ist es klar verständlich. Und das ist wichtig! Damit ihnen keine Zweifel durch deine Spinnennetze die du hier legen willst, aufkommen.


Warum bin ich denn jetzt boshaft? Und wo lege ich Spinnennetze? Tut mir leid wenn du das so empfindest. Ich habe anhand der Bibel aufgezeigt das diese sehr wohl andere Götter kennt. Wenn das deinen Glauben stören sollte dann lege bitte vernünftig da wie man diese Bibelstellen noch verstehen könnte. Die Grammatik kann es ja nunmal nicht sein.
_________________
Realität ist etwas für Leute, die Angst vor Einhörnern haben!
Pommes hat folgendes geschrieben:
Die Bibel selbst kennt mehrere Götter und steht dem Henotheismus näher.


Das ist schlicht und einfach Lüge oder völliges Unverständnis der Bibel. Ich bemühe mich immer vom Guten auszugehen, deshalb nehme ich an es ist bei dir das Zweitere.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Pommes hat folgendes geschrieben:
Die Bibel selbst kennt mehrere Götter und steht dem Henotheismus näher.


Das ist schlicht und einfach Lüge oder völliges Unverständnis der Bibel. Ich bemühe mich immer vom Guten auszugehen, deshalb nehme ich an es ist bei dir das Zweitere.


Das andere Götter in der Hebräischen Bibel vorkommen und zumindest in den frühen Schichten deren Existenz nicht kategorisch geleugnet wird (wohl aber ihre Gleichbedeutung mit JHWH) kann man aber kaum abstreiten. Pommes hat ja einige Bibelverse als Beleg angeführt.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Das ist schlicht und einfach Lüge oder völliges Unverständnis der Bibel. Ich bemühe mich immer vom Guten auszugehen, deshalb nehme ich an es ist bei dir das Zweitere.


Gibt es keine dritte? Ich habe klare Bibelverse angebracht welche meine Aussagen decken. Also kann ich weder lügen noch ein Unverständnis über die Bibel haben. Wir könnten ja vielleicht über die Bedeutung der anderen Götter in der Bibel philosophieren.

„Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.“


– Mt 6,24 Lut

Der Mammon (der Gott des Geldes) wurde hier sicherlich nicht von Ihm mit einem polytheistischen Gedanken angebracht. Das es sich hierbei um ein Gleichnis handelt ist offenkundig.
_________________
Realität ist etwas für Leute, die Angst vor Einhörnern haben!
@Pommes

Aber es geht ja gerade darum, dass das AT den Polytheismen und Götzen den einen wahren Gott entgegenhält. Selbstverständlich muss dazu eine Auseinandersetzung mit den Polytheismen und Götzenanbetern erfolgen, aber das ist ja wohl gerade damit verbunden ihre Leere aufzuzeigen und ihnen Fülle des Glaubens an den himmlischen Gott Jahwe entgegenzuhalten. Also gerade keine "Propagierung" und kein Sympathisieren sondern die Überwindung des Fehlglaubens an die innerirdischen selbstgemachten Gottheiten und vergöttlichten Allegorien der heidnischen Polytheismen.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Aber es geht ja gerade darum, dass das AT den Polytheismen und Götzen den einen wahren Gott entgegenhält. Selbstverständlich muss dazu eine Auseinandersetzung mit den Polytheismen und Götzenanbetern erfolgen, aber das ist ja wohl gerade damit verbunden ihre Leere aufzuzeigen und ihnen Fülle des Glaubens an den himmlischen Gott Jahwe entgegenzuhalten. Also gerade keine "Propagierung" und kein Sympathisieren sondern die Überwindung des Fehlglaubens an die innerirdischen selbstgemachten Gottheiten und vergöttlichten Allegorien der heidnischen Polytheismen.


Das At beschreibt sie aber als untergeordnet und nicht als per se nicht existent. Henotheismus nennt sich sowas.
_________________
Realität ist etwas für Leute, die Angst vor Einhörnern haben!
Ich lese aus den geposteten Bibelversen auch nicht unbedingt eine Monolatrie heraus. Da spielt Interpretation schon eine Rolle.

Mir ist es z.B. immer sehr wichtig die Originalsprache eines Textes zu kennen. Ich kann mit einer Übersetzung in der Regel wenig anfangen, wenn ich den Inhalt und die sprachlichen Mittel erforschen will- gerade bei solch einem heiklen Thema.

Zu den Versen konkret:
Dies kann durchaus darauf zurückzuführen sein, dass die Menschen zu jeder Zeit an jedem Ort dazu neigen bzw. neigten andere Götter, sprich falsche Götter anzubeten, und aufgrunddessen dieser Kampf zwischen Wahrheit und Falschheit in der Bibel so betont wird.

Gott der Götter: Was bedeutet z.B das dt. Wort "Gott"?

Im Arabischen ist alles ein Gott "Ilāh" was angebetet wird, oder dem gedient wird.

Manche Menschen dienen dem Geld, dienen ihren Gelüsten, usw.

Deswegen kann man sagen: Ja, die Menschen nehmen sich viele Götter, aber sie definieren sie selber zu Göttern, und sie sind in Wirklichkeit "Ṭawāghīt" = alles was neben Al-Ilāh (der Gott --> Allāh) angebetet wird.

Beispielsweise ist Jesus ein Ṭagḥūt (Singular von Ṭawāghīt), Muḥammad, Heilige, Geld, Herrscher, der Teufel, usw.

So ist z.B. eine Bedingung Muslim zu werden, dass man Kufr bi aṭ-Ṭaghūt macht, d.h. man muss alles andere negieren was außer Allāh angebetet wird, und so auch alle anderen falschen Götter bzw. die Göttlichkeit von Dienern Allāhs.

Zweitens würde mich interessieren, gerade bei dir Pommes, wie stehst du als Bahā'ī dazu, dass man in euren Gotteshäusern henotheistische oder gar polytheistische Bücher liest, gilt das deiner Meinung nach nicht als Beleidigung?
Hallo Abd al-Rahman
Zitat:
Zu den Versen konkret:
Dies kann durchaus darauf zurückzuführen sein, dass die Menschen zu jeder Zeit an jedem Ort dazu neigen bzw. neigten andere Götter, sprich falsche Götter anzubeten, und aufgrunddessen dieser Kampf zwischen Wahrheit und Falschheit in der Bibel so betont wird.

Was Wahrheit und was Falschheit ist, interpretiert jeder Mensch anders.
Deswegen ist auch die Diskussion, was wahr ist oder was falsch ist an Religionen oder Lebensphilosophien ein unfruchtbarer Ansatz.
Wichtig ist, dass die Teile einer Religion, die mit den Wertevorstellungen der meisten Menschen übereinstimmen, hervorgehoben werden, und der Rest reine Privatsache bleibt (oder aber auch als obsolet betrachtet wird wie z.B. Teile der Scharia).
Ausserdem hat es wohl auch in den Religionen eine Art Evolution gegeben, nämlich vom Polytheismus (der durchaus auch gewisse Vorzüge bietet, da oft die Götter sehr menschliche Züge hatten), zum Monotheismus mit seiner idealisierten und personifizierten Vorstellung von Gut und Böse. Inzwischen werden die Religionen, die keine Personifikation einer Gottesvorstellung vornehmen oder in der eine Gottesvorstellung keine (grosse) Rolle spielt, wieder vermehrt beachtet.

Pjotr Kala
_________________
Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
In meinen Texten wird deutlich, dass ich aus meiner Sicht schreibe.
Und aus meiner Sicht sind die Thora und das Evangelium ursprünglich Offenbarungen des einen wahren Gottes.

Welche Werte ein Mensch vertritt, darf er sich auch selbst aussuchen, auch das was er obsolet findet oder nicht.

Genauso wie du dafür plädierst, dass man Wahrheit als relativ betrachtet, so sollte man auch nicht dafür einstehen, dass man in Sachen Werten dem Mainstream folgen muss.
Hallo Abd al-Rahman
Zitat:
Welche Werte ein Mensch vertritt, darf er sich auch selbst aussuchen, auch das was er obsolet findet oder nicht.

Genauso wie du dafür plädierst, dass man Wahrheit als relativ betrachtet, so sollte man auch nicht dafür einstehen, dass man in Sachen Werten dem Mainstream folgen muss.

hmm, ganz so tolerant wie du es darstellst, bin ich persönlich nicht.
Für mich gibt es da schon Grenzen. Religiöse Freiheit endet für mich z.B. da, wo anerkannte Menschenrechte verletzt werden, die Gleichberechtigung der Frau und die sexuelle Selbstbestimmung in Frage gestellt werden, Tiere nur aufgrund von religiösen Riten oder aus Traditionen gequält werden, Menschen ohne ein begründetes Urteil zum Freiwild gestempelt werden usw.

Es ist schon seltsam, dass sich verändernde moralische Normen von Religionsanhängern immer gleich als "Mainstream" hingestellt werden. Das hat man wahrscheinlich auch gesagt, als sich die Gleichberechtigung der Frau durchsetzte oder die Sklaverei abgeschafft wurde.

Pjotr Kala
_________________
Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!