Die Wanderer


Es waren hunderte, die sich im Tal vor einem hohen Bergrücken sammelten, von dem sie gehört hatten, daß dahinter ein wahrhaft gesegnetes Tal sein sollte, voller Schönheit und Überfluß.
Der Bergführer wartete bis er eine große Gruppe zusammen hatte, dann ging er voran, wies den Weg.
Manche fanden den Weg zu steil, und kehrten um.
Andere kehrten in einem Wirtshaus ein, quatschten sich da fest und wenn sie überhaupt noch weiter gehen wollten, wußten sie den Weg nicht, die Gruppe war längst weiter gezogen.
Dann waren da welche, die entdeckten ein kurzberocktes Jagdobjekt und entschieden sich dem nachzustellen.
Nicht weit vor dem Gipfel kam Streit auf, ob es überhaupt so ein wundervolles Tal geben könnte; und wiederum wurde die Gruppe kleiner.
Dann erreichten sie den Gipfel und waren sprachlos vor Erstaunen, was sie da zu sehen bekamen. Es waren aber nur noch wenige, und der Bergführer warnte sie, nicht loszurennen, denn der Weg nach unten war immer noch weit.

Sie kamen schließlich an, was diejenigen die umgekehrt oder hängen geblieben waren, natürlich abstreiten. Sie halten die Gruppe für schlicht verschwunden, vielleicht verunglückt.

Es kamen auch nicht alle an. Einige sind noch immer auf dem Gipfel und sammeln dort Beeren...
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Der Blick reicht immer nur bis zur nächsten Wegbiegung.
Tja, kommt mir vor wie im wirklichen Leben.

Schöne Geschichte! Danke!

Liebe Grüße Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh