Was sind eigentlich Wunder?


Burkl hat folgendes geschrieben:
Schwierige Sache, das allgemein zu beantworten. "Glaubensnotwendig" ist jedenfalls der Glaube an solche und ähnliche Wunder sicher nicht, aber man sollte auch nicht Alles vorschnell als "Humbug" und potentiellen Betrug abstempeln.


Der Meinung bin ich auch, lieber Burkl. Ich habe einen langen Vortrag gehört von Dr. Hans Martin Lochner, in dem er über die vielen Wunder innerhalb der katholischen Kirche berichtet. Als Beispiel möchte ich die Geschehnisse um den Pfarrer von Ars oder die stigmatisierte Nahrungslosigkeit der Therese Neumann erwähnen.

LG,
Minou
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Ich meine, ein Wunder muss garnicht übernatürlich sein, ich sehe es schon als Wunder an, wenn etwas Unwahrscheinliches eintritt, auch dann, wenn es sich völlig natürlich erklären lässt.
Wunder gibt es eigentlich nicht.

Alles kann erklärt werden, wenn man sich eingehend damit beschäftigt und die Naturgesetze und die göttlichen Gesetze studiert.

Das konnte man schon vor tausenden von Jahren. Aber nicht jeder, nur jene die diese Geheimwissenschaften erlernten.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Schwierige Sache, das allgemein zu beantworten. "Glaubensnotwendig" ist jedenfalls der Glaube an solche und ähnliche Wunder sicher nicht, aber man sollte auch nicht Alles vorschnell als "Humbug" und potentiellen Betrug abstempeln.


Genau das sind sie aber in fast allen Fällen. Selbst deine Kirche geht bei der Anerkennung solcher Wunder äußerst skeptisch vor.
Tobias hat folgendes geschrieben:
Burkl hat folgendes geschrieben:
Schwierige Sache, das allgemein zu beantworten. "Glaubensnotwendig" ist jedenfalls der Glaube an solche und ähnliche Wunder sicher nicht, aber man sollte auch nicht Alles vorschnell als "Humbug" und potentiellen Betrug abstempeln.


Genau das sind sie aber in fast allen Fällen. Selbst deine Kirche geht bei der Anerkennung solcher Wunder äußerst skeptisch vor.


Ich glaube die Grenze zwischen "normalem Verlauf" und "wundersamem Verlauf" ist nicht "scharf zu ziehen", und sie liegt auch nicht dort, wo wir sie "erwarten". Es kann durchaus eine "mystische Verlaufsform" von Ereignissen geben, die nur bedingt für "Außenstehende" einsehbar ist. Das macht die ernsthafte Prüfung der Authentizität von Wundern auch sehr intensiv und ist der Kirche letzlich nur durch die Erleuchtung des Heiligen Geistes möglich, der aber "weht wo er will", deshalb auch oft die lange Dauer - es gibt sozusagen keine "Wunderprüfung auf Abruf".

Nehmen wir als Beispiel Apostelgeschichte Kapitel 12, wo über Verhaftung des Petrus durch Herodes und seine Befreiung berichtet wird:

In dieser Zeit ließ König Herodes einige Christen in Jerusalem verhaften und foltern. Jakobus, der Bruder des Johannes, wurde enthauptet. Als Herodes merkte, daß er dadurch bei den jüdischen Führern an Ansehen gewann, ließ er noch während des Passahfestes Petrus gefangennehmen. Man warf den Apostel ins Gefängnis. Dort bewachten ihn ununterbrochen vier Soldaten, die alle sechs Stunden abgelöst wurden. Herodes wollte nach dem Passahfest Petrus öffentlich den Prozeß machen.

Aber die Gemeinde in Jerusalem hörte nicht auf, Gott um Hilfe für den Gefangenen zu bitten. In der letzten Nacht vor dem Prozeß schlief Petrus angekettet zwischen zwei Soldaten, während zwei andere vor der Zelle Wache hielten. Plötzlich betrat ein Engel des Herrn die Zelle, und Licht erfüllte den Raum. Der Engel weckte Petrus und sagte zu ihm: »Steh schnell auf!« Sofort fielen Petrus die Ketten von den Handgelenken. »Ziehe deine Kleider und deine Schuhe an', befahl ihm dann der Engel. »Nimm deinen Mantel, und folge mir! «

Petrus ging hinter dem Engel aus der Zelle. Aber die ganze Zeit über konnte er nicht glauben, daß all dies wirklich geschah. Er meinte zu träumen. Doch sie passierten die erste Wache, die zweite und kamen schließlich an das schwere Eisentor, das zur Stadt führt. Es öffnete sich vor ihnen. Jetzt hatten sie das Gefängnis verlassen und bogen in eine schmale Straße ein. Da verschwand der Engel, und erst jetzt begriff Petrus: »Es ist kein Traum. Der Herr hat mir tatsächlich seinen Engel geschickt, um mich aus der Gewalt des Herodes zu retten. Vergebens werden die Juden auf meine Hinrichtung warten.«

Ein Außenstehender könnte jetzt wohl sagen: Und? Wo ist das Wunder? Eine Flucht aus dem Gefängnis ist nichts Wundersames, sondern alltäglich. Und dennoch - die Bibel schildert hier glaubwürdig, dass Göttliches geschehen ist - und im "mystischen Wahrnehmungshorizont" ist es auch so. Genauso war es auch bei den Mystikern - sie sind wie "Träumende" und dennoch voll wach sich Gottes bewusst, wie die Israeliten, die aus Ägypten auszogen.

"Als der Herr das Los der Gefangenschaft Zions wendete, da waren wir alle wie Träumende. Da war unser Mund voll Lachen und unsere Zunge voll Jubel" (Psalm 126, 1-2a)
Aktuell und sehr passend um Thema:

"Nach der Ankündigung der Heiligsprechung von Papst Johannes Paul II. hat sich nun jene Costa Ricanerin zu Wort gemeldet, deren Heilung von der Kirche als zweites Wunder anerkannt wurde. 2011 habe sie vor dem Bild von Karol Wojtyla für ihre Heilung von einer Gefäßerkrankung im Gehirn gebetet, sagte Floribeth Mora Diaz am Freitag auf einer Pressekonferenz in Mexiko.

"Dann habe ich eine Stimme gehört, die sagte: 'Stehe auf. Habe keine Angst'", zitierte die Zeitung "La Nación" die 50- Jährige. "Ich war überrascht, aber ich habe mit 'Ja' geantwortet und bin aufgestanden“, berichtete Mora Diaz. Die Worte, die sie im Traum gehört habe, seien die gleichen gewesen, die der Papst aus Polen im März 1983 bei einem Besuch in Costa Rica gesprochen habe. Mora Diaz war damals unter den Gläubigen im Nationalstadion."

http://www.krone.at/Welt/Costa_Rica.....eites_Wunder-Story-367830
Hallo Burkl,
das Witzige daran ist, dass gleichzeitig auch Johannes der 23. heilig gesprochen werden soll.
Hat in die kath. Kirche jetzt die Dialektik Einzug gehalten.
Zwei Päpste, wie sie unterschiedlicher in ihren Auffassungen nicht sein konnten, werden heilig gesprochen. Dafür bedarf es schon arger Klimmzüge, um das zu erklären.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Zwei Päpste, wie sie unterschiedlicher in ihren Auffassungen nicht sein konnten, werden heilig gesprochen. Dafür bedarf es schon arger Klimmzüge, um das zu erklären.


Bei "Heiligkeit" geht es ja nicht um Auffassungen und Persönlichkeitsmerkmale, jeder Mensch kann heilig werden.
jeder Mensch kann ' heil ' werden,
manchesmal
liegt das Wundersame
in etwas verborgen,
das nicht der Sprache bedarf - um erlebt zu werden.


( 5 min , Film Ausschnitt )


http://m.youtube.com/watch?v=EjuaJB.....2Fwatch%3Fv%3DEjuaJBQN6Gg
Wunder geschehen nicht im Widerspruch zur Natur, sondern nur im Widerspruch zu dem, was wir über die Natur wissen.
- Hl. Augustinus -


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