Warum fühlen sich einige Leute aus dem Westen vom Buddhis...


Minou hat folgendes geschrieben:
Tobias hat folgendes geschrieben:
Du versuchst - wie so oft - die Wahrheit des Christentums zu beweisen indem du einfach unüberbietbare Behauptungen und Spekulationen aufstellst für die du dann aber einfach keine Belege lieferst.


Ich habe Burkl so verstanden, dass die Auferstehung Jesu nach seinem Tod ein einmaliges Ereignis war, das von keinem anderen Gottesboten berichtet wird. Als Beleg verweist er auf das NT als Tatsachenbericht.

LG,
Minou


Das Neue Testament selbst berichtet von anderen Auferstehungen (Mt 9,8-26; Lk 7,11-17; Joh 11,1-45; Apg 9,36-42; Apg 20,9-11). Irgendwann sollen gar alle Menschen auferstehen (1Kor 15; 2Kor 5).

Auferstehungsberichte und -verheißungen gibt es zuem auch in vielen anderen religiösen Traditionen.

Zudem ist auch nicht ersichtlich warum die Berichte und Behauptungen des Neuen Testaments nun wahrer sein sollten als die anderer religiöser Schriften.

Genau diese Argumentation verwendet Burkl aber immer wieder. Er nimmt irgendwelche metaphysischen Behaptungen oder Ansprüche und will mit diesen dann jene aller anderen Religionen überbieten. Dazu versucht er dann die Ansprüche anderer Religionen einfach zu überbieten, meint die christlichen Behauptungen seien einfach wahrer oder er ignoriert aber einfach die jeweilige Religionsgeschichte.

Das ist sicher alles sein gutes Recht, aber irgendwie wiederholt sich das Ganze einfach nur in diversen Variationen und will auch so recht niemanden überzeugen.

Natürlich haben alle religiösen Lehren das 'Problem', dass man erst einmal in deren hermeneutischen Zirkel 'hineinspringen' muss um sie verstehen zu können. Aber Burkl macht selbst das mit seiner endlos wiederholten Litanei der vermeintlichen Generalüberlegenheit des Christentums nicht wirklich leicht.

Zugegben lege ich da aber an den guten Burkl auch einen höheren Maßstab an als ich das an andere Nutzer hier im Forum tue.
Tobias hat folgendes geschrieben:
Das Neue Testament selbst berichtet von anderen Auferstehungen (Mt 9,8-26; Lk 7,11-17; Joh 11,1-45; Apg 9,36-42; Apg 20,9-11).


Danke, lieber Tobias, dass du diese Beispiele von Totenerweckungen bringst, sie verdeutlichen nämlich sehr gut, was die Auferstehung Jesu demgegenüber ausmacht. Die Stellen der Bibel, die du nennst berichten über Totenerweckungen durch Jesus selbst bzw. durch seine Jünger bewirkt in dessen Namen und Vollmacht wie z.B. die des Lazarus oder des Jünglings von Nain. Hier wurden tatsächlich Leichname reaniminiert und ins biologische Leben zurückgeholt - den Müttern und Verwandten wurden Menschen "zurückgegeben".

Die Auferstehung, die an Jesus kundgemacht worden ist, ist dagegen keine Rückkehr in das alte biologische Leben, den Bios, sondern in das neue ewige Leben, genannt Zoe, das ganz neue Eigenschaften aufweist - mit dem neuen Leib, der aus dem alten hervorgehend - wie die Ähre aus dem Samenkorn - ungleich schöner und wirkmächtiger und unzerstörbar sein wird, nicht mehr Leid, Krankheit und Tod unterliegen wird. Das ist auch der Grund, warum die Evangelien-Berichte so überzeugend sind - die verschiedenen "Zugänge" und Perspektiven auf ein reales Geschehen, das sich dem menschlichen Verstehen nur bedingt erschließt, aber im Glauben verstanden werden kann. Genau das ist die Auferstehung.

"So ist es auch mit der Auferstehung der Toten. Was gesät wird, ist verweslich, was auferweckt wird, unverweslich.
Was gesät wird, ist armselig, was auferweckt wird, herrlich. Was gesät wird, ist schwach, was auferweckt wird, ist stark.
Gesät wird ein irdischer Leib, auferweckt ein überirdischer Leib. Wenn es einen irdischen Leib gibt, gibt es auch einen überirdischen." (1 Kor 15,42-44)

Tobias hat folgendes geschrieben:

Irgendwann sollen gar alle Menschen auferstehen (1Kor 15; 2Kor 5).


Nicht "irgendwann" und auch nicht "irgendjemand".

"So wie der Tod durch einen Menschen - Adam - in die Welt kam, hat nun durch einen anderen Menschen - Christus - die Auferstehung von den Toten begonnen.
Die Menschen sterben, weil alle mit Adam verwandt sind. Ebenso werden durch Christus alle lebendig gemacht und neues Leben empfangen.
Es gibt aber eine Reihenfolge: Christus zuerst, und wenn er wiederkommt, dann die, die zu ihm gehören." 1 Kor 15,21-23
Burkl hat folgendes geschrieben:
Jesu Wahrheitsanspruch bestätigt sich in seiner Auferstehung. Buddhas Leichnam ist bis heute nicht mehr lebendig geworden.

Das ist natürlich auch Glaubenssache.
Einen Beweis hierfür jedoch gibt es nicht.
Und sicherlich wurde Jesus' Leben nach dessen Tod nochmals reichlich ausgeschmückt.

Ich meine, es kommt doch auf die Lehre als solches an.
Wäre Jesus wirklich lebendig in den Himmel aufgefahren,
so müsste er heute noch tiefgefrohren im Orbit kreisen.

Da aber alle Gegenstände im Orbit, die größer sind, als eine Schuhschachtel peinlich genau katalogisiert sind, um Sattelitten und Raumfahrzeute zu schützen, ist das eher ungewiss.

Christ wird man nicht, indem man an Auferstehung glaubt.
Christ wird man nicht, indem man an eine "Jungfräuliche Geburt" glaubt.
Eine Frau, die von einem Mann befruchtet wurde, ist ja auch deswegen nicht unreiner!

Christ wird man durch seine Handlungen.

Lassen wir das doch beiseite - so meine ich zumindst - , was angeblich passiert sein sollte, und schauen wir auf die Lehre.

Und diese wird sich so wesentlich nicht von der Lehre des Buddhismus unterscheiden.

Beide meinten doch, dass die Welt ein wenig schöner werden könnte,
wenn die Menschen mal zur Abwechslung ein wenig mehr nett zueinander wären.
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Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
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Euch, die ihr mir zuhört, sage ich: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen

Jesus

Denn Feindschaft wird durch Feindschaft nimmermehr gestillt;
Versöhnlichkeit schafft Ruh' - ein Satz, der immer gilt.

Buddha


Wie ergänzend wenn man es nur zulassen würde...
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Realität ist etwas für Leute, die Angst vor Einhörnern haben!
Pommes hat folgendes geschrieben:
Euch, die ihr mir zuhört, sage ich: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen

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Wie ergänzend wenn man es nur zulassen würde...


Der Buddhismus ist eine schöne Religion mit viel Weisheit und Wahrheit und einer unglaublichen gedanklichen und empathischen Tiefe - ich finde diese Religion sympathisch. Ich bin nicht gegen Buddha, sondern für Jesus. Ich glaube, dass der Buddhismus viel Gutes bewirkt - und dennoch hat Jesus gesagt: "Verkündet allen Menschen das Evangelium!", er hat dabei weder Juden, noch Buddhisten, noch Moslems, noch Hindus nach Bahais noch sonst einen Menschen ausgenommen.
Wenn du also zu einem Buddhisten kommen würdest, ihm von Jesus Christus erzählen würdest und er zustimmen würde das dies was Jesu lehrte und tat heilsam wäre, er aber trotzdem weiterhin dem Pfad Buddhas gehen möchte, würdest du deine Mission als erfolgreich oder fehlgeschlagen ansehen?
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Pommes hat folgendes geschrieben:
Wenn du also zu einem Buddhisten kommen würdest, ihm von Jesus Christus erzählen würdest und er zustimmen würde das dies was Jesu lehrte und tat heilsam wäre, er aber trotzdem weiterhin dem Pfad Buddhas gehen möchte, würdest du deine Mission als erfolgreich oder fehlgeschlagen ansehen?


Erfolgreich. Die Saat ist ausgesät, mehr ist mein Teil nicht.
Ich lege mich dann in Frieden schlafen. Ob und wie etwas wächst ist nicht in meiner Hand, sondern in Gottes.

"Er sagte: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker sät;
dann schläft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und wächst und der Mann weiß nicht, wie." (Mk 4,27)
Jasmin- und Sandelduft geht nicht dem Wind entgegen;
Doch guter Menschen Ruf verbreit't sich allerwegen.

Buddha
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PapaLoooo hat folgendes geschrieben:
Wäre Jesus wirklich lebendig in den Himmel aufgefahren,
so müsste er heute noch tiefgefrohren im Orbit kreisen.


Du glaubst also nicht an eine geistige Welt?
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Busshari hat folgendes geschrieben:




Seele, Geist und Bewusstseinsstrom sind drei verschiedene Dinge. Es geht im Buddhismus nicht um Weiterentwicklung, sondern um das zu Tage führen von bestimmten Eigenschaften, die bereits vorhanden sind.


Sind sie wirklich unterschiedlich, oder liegt der Unterschied in der Perspektive des Betrachters? Ich erinnere mal an die bekannte Geschichte von den Blinden, die durch Betasten (Begreifen eines Teilaspekts) einen Elefanten beschreiben sollten.