Warum die Seele niemals stirbt


Etwas, das ist, war schon immer und wird immer sein, daher meine ich, dass die Seele niemals stirbt.
phobo hat folgendes geschrieben:
Heisst in bestimmten momentan kann man die serle "sehen" oder "spüren" wenn du das mit der sonne vergleichst oder was ist der Beweis für die Existenz der Seele?
Was ist der beweis für die Nicht-Existenz der Seele?
Was ist der Beweis für die nicht Existenz des zahnfehs?
phobo hat folgendes geschrieben:
Was ist der Beweis für die nicht Existenz des zahnfehs?


Die verschwundenen Socken nach dem waschen mit der Waschmaschine.
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Realität ist etwas für Leute, die Angst vor Einhörnern haben!
RoseGarden hat folgendes geschrieben:
Seit wann kann man denn radioaktivität nachweisen? Seit man herausgefunden hat wie. Das heißt aber nicht, dass es vorher keine Radioaktivität gab.
Ich kann mir kein Gerät vorstellen, womit man Seelen nachweisen kann, aber es gibt Geräte mit denen man versucht "paranormale Aktivität" festzustellen. Ich weiß nicht, was da genau gemessen wird, aber es gibt sowas.
Es ist mal wieder die alte Sache: nur weil man es nicht sieht, heißt es nicht, dass es etwas nicht gibt.

Der Verstand ist beschränkt, das sollte man sich immer vor Augen halten.

Ich glaube daran, dass ich auch ohne Körper noch sein werde.
Dennoch halte ich von deiner Beweisführung wenig, sorry RoseGarden.

In der Wissenschaft läuft das mit der Beweisführung anders.
Wenn jemand behauptet:
Ich gehe davon aus, dass etwas so und so ist.
Ich kann es zwar nicht beweisen, aber da niemand das Gegenteil bewiesen hat, muss es stimmen.

dann ist das höchst unwissenschaftlich.

Niemand kann einen Negativbeweis erbringen,
dass unter meinem Bett kein unsichtbarer Drachen sitzt,
der mit keinerlei Materie wechselwirkt.

Warum ich das nun schreibe:
Weil ich es verkehrt finde, wenn jemandem mit (meiner Meinung nach) Scheinargumenten die Existenz einer unsterblichen Seele beweisen will.

Erstens wird ein Agnostiker oder ein Atheist darauf ohnehin ablehnend reagieren.
Zweitens wüsste ich keinen Grund, aus dem ich einen Agnostiker oder Atheisten von einem Glauben an die Seele überzeugen sollte.

Werden sie dadurch denn bessere Menschen?
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Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
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Also in unserer Alltagsrealität wird es, glaube ich, nie ein technisches Gerät geben, das "Seelen" aufspürt
Trotzdem glaube ich daran, dass Seelen nicht am Körper "angenagelt" sind.
Peter.Trim hat folgendes geschrieben:
Etwas, das ist, war schon immer und wird immer sein, daher meine ich, dass die Seele niemals stirbt.

Könnte gut sein das es etwas gibt welches über einer menschlichen Definition von war schon immer und wird immer sein weit hinausgeht.
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ஜ ♥ ஜ www.tempel.in ღ ஜ ღ
Phaga hat folgendes geschrieben:

über die Essenz der buddh. Lehre kann man ganz wunderbar in dem Buch "Der Pilger Kamanita" lesen.
Das Buch basiert auf den Lehrreden des sog. Palikanon (mit denen ich mich auch intensiv befasse) und bringt die Bedeutung der Lehre in einer einzigartigen Weise auf den Punkt.


Liebe Phaga,

danke für diesen guten Buch-Tipp.
PapaLooo hat folgendes geschrieben:
Warum ich das nun schreibe:
Weil ich es verkehrt finde, wenn jemandem mit (meiner Meinung nach) Scheinargumenten die Existenz einer unsterblichen Seele beweisen will.

Erstens wird ein Agnostiker oder ein Atheist darauf ohnehin ablehnend reagieren.
Zweitens wüsste ich keinen Grund, aus dem ich einen Agnostiker oder Atheisten von einem Glauben an die Seele überzeugen sollte.

Werden sie dadurch denn bessere Menschen?

PapaLooo, wenn du danach gehst, ob Beiträge hier generell den Menschen helfen, besser zu werden, braucht man fast gar nicht mehr zu schreiben, denn der Sinn steht vielen Leuten nicht nach gemeinsamen Lernen, sondern nur danach, Gegenargumente hervorzubringen, um sich zu profilieren und eigene Meinungen zu festigen.

Was ich schreibe, entspricht meinem momentanen Verständnis zu diesem Thema und deshalb hat es auch Berechtigung. Was meiner Meinung nach keine Berechtigung hat, ist der Anspruch auf Wissen um die "Wahrheit".
Wenn wir ehrlich sind, hat hier sowieso niemand Ahnung von der Seele, wie soll das gehen bei den Begrenzten Möglichkeiten dieser Welt.

Abdu'l Baha über die Unsterblichkeit der Seele:

Im Wachsein sieht das menschliche Auge höchstens auf eine Wegstunde Entfernung¹, weil durch die Vermittlung des Körpers die Kraft des Geistes so begrenzt wird; mit der inneren Sicht und dem geistigen Auge aber sieht er Amerika, kann wahrnehmen, was dort ist, dortige Zustände entdecken und Angelegenheiten beeinflussen. Wenn nun der Geist mit dem Körper identisch wäre, müßte die Kraft der inneren Schau auch im selben Verhältnis stehen. Es ist also klar, daß dieser Geist etwas anderes ist als der Körper, daß der Vogel etwas anderes ist als der Käfig und daß Kraft und Einfluß des Geistes ohne das Werkzeug des Körpers größer sind. Auch wenn das Werkzeug weggelegt wird, handelt der Besitzer des Werkzeugs weiter. Wenn zum Beispiel die Feder niedergelegt oder zerbrochen wird, so bleibt der Schreiber lebendig und gegenwärtig; wenn ein Haus niedergerissen wird, ist doch der Besitzer da und am Leben. Dies ist einer der logischen Beweise für die Unsterblichkeit der Seele.

Es gibt aber noch einen anderen: Dieser Körper wird schwach oder schwerfällig, krank oder wieder gesund; er wird müde oder ist ausgeruht; manchmal werden Hand oder Bein amputiert, oder seine physische Kraft wird geschwächt; er wird blind, taub oder stumm; seine Glieder können gelähmt werden; kurz, der Körper kann alle Unvollkommenheiten haben. Der Geist jedoch bleibt immerfort und ewig in seinem ursprünglichen Zustand und in seinem eigenen geistigen Wahrnehmungsvermögen; er wird weder von Unvollkommenheit noch von Lähmung befallen. Wenn aber der Körper von Unglück und Krankheit völlig beherrscht wird, geht er der Gaben des Geistes verlustig, einem Spiegel gleich, der, wenn er zerbrochen, schmutzig oder staubig ist, die Strahlen der Sonne nicht zurückwerfen und nicht länger ihre Gaben zeigen kann.

Wir haben schon früher erklärt, daß der Geist des Menschen nicht im Körper ist, weil er von Eintreten und Ausgehen als körperlichen Vorgängen frei und geheiligt ist. Die Verbindung des Geistes mit dem Körper ist wie die der Sonne mit dem Spiegel. Kurz, der menschliche Geist ist in einheitlichem Zustand; er wird weder durch die Krankheit des Körpers krank noch durch dessen Gesundheit geheilt; er wird weder verdorben noch schwach oder elend, weder mager noch leicht oder klein. Das heißt, er wird durch die Schwächen des Körpers nicht beeinträchtigt und zeigt keinerlei Wirkung, auch wenn der Körper schwach wird oder Gehör und Gesicht verliert, oder gar Hände und Füße und Zunge abgenommen werden. Es ist also klar und gewiß, daß der Geist etwas anderes ist als der Körper und daß sein Fortleben von dem des Körpers unabhängig ist; der Geist herrscht im Gegenteil mit größter Erhabenheit über die Welt des Körpers, und seine Macht und sein Einfluß sind wie die Gaben der Sonne im Spiegel sichtbar und offenkundig. Doch wenn der Spiegel staubig wird oder zerbricht, hört er auf, die Strahlen der Sonne zurückzuwerfen.
Danke, RoseGarden!
Ich möchte zum besseren Verständnis noch eine Erklärung Abdu'l Bahas hinzu fügen:

Manche glauben, dass der Körper das Wesentliche sei und aus sich selbst heraus bestehe und dass der Geist nebensächlich sei und von der Wesenheit des Körpers abhänge, obgleich im Gegenteil die vernünftige Seele das Wesentliche ist und der Körper von ihr abhängt. Wenn die Nebensache, das heißt der Körper, zugrunde geht, bleibt das Wesentliche, der Geist, bestehen.

Zweitens steigt die mit Vernunft begabte Seele, also der Menschengeist, nicht in den Körper herab, das heißt, sie tritt nicht in ihn ein, denn Herabkommen und Eintreten gehören zu den Kennzeichen der Körper, die mit Vernunft begabte Seele aber ist davon frei. Der Geist ist nie in diesen Körper eingetreten und braucht auch keine Wohnstätte, wenn er sich vom Körper löst; nein, der Geist ist mit dem Körper nur so verbunden wie dieses Licht mit diesem Spiegel. Wenn der Spiegel rein und vollkommen ist, wird das Licht der Lampe darin sichtbar, und wenn der Spiegel sich mit Staub bedeckt oder zerbricht, verschwindet das Licht.

Die mit Vernunft begabte Seele, das heißt der Menschengeist, ist weder in diesen Körper eingetreten, noch besteht sie durch ihn; warum sollte sie dann nach der Auflösung der Zusammensetzung des Körpers eine Wesenheit brauchen, durch die sie fortbestehen könnte? Im Gegenteil, die mit Vernunft begabte Seele ist die Wesenheit, durch die der Körper besteht.

Die Individualität der mit Vernunft begabten Seele besteht von Anfang an und ist nicht auf die Vermittlung des Körpers zurückzuführen; aber die Stufe und das persönliche Wesen der mit Vernunft begabten Seele können in dieser Welt vervollkommnet werden; entweder macht sie Fortschritte und erreicht die Grade der Vollendung, oder bleibt sie im tiefsten Abgrund der Unwissenheit, verschleiert und des Anblicks der Zeichen Gottes beraubt
.

Abdu'l Baha, Beantwortete Fragen

Liebe Grüße,
Minou
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten