Verse Aristoteles'


Hallo Fiducia,

wenn Aristoteles über die Mäßigkeit spricht, meint er damit an keiner mir bekannten Stelle, dass ein Trauernder nicht nach seinem persönlichen Empfinden trauern solle. Ich glaube sogar, dass er irgendwo sinngemäß sagt, dass die Trauer um einen Verstorbenen eine Tätigkeit darstellt, die sich selbst dient und daher von anderen "Tätigkeiten" zu unterscheiden ist.
Es wurde hier aber auch nicht behauptet, dass jemand über Trauerbewältigungskonzepte anderer bestimmen will. In diesem Zusammenhang fällt mir nur das Bibelzitat "Lasst die Toten ihre Toten beerdigen" ein. Das hört sich relativ kalt an.
Ich glaube, wenn man jemanden dazu anhalten möchte, nicht "maßlos" zu trauern, liegt dem nicht die Absicht zugrunde, demjenigen seinen persönlichen Bewältigungsrhytmus abzusprechen oder gar das Recht auf seine Trauer selbst, sondern vielmehr die liebevolle Sorge darum, dass derjenige sich nicht aufgibt.
Erkenntnis
„Wer recht erkennen will, muß zuvor in richtiger Weise gezweifelt haben.“
Aristoteles (384-322), griech. Philosoph, Begründer d. abendländ. Philosophie




lediglich als Beispiel sollte ' Trauer durch Schicksalsschläge ' dienen

wer nicht an den Punkt kommt zu zweifeln, der kommt auch nicht an den Punkt der Selbsterkenntnis.



zitiere Eranos in anderem Kontext

" Angst Schmerz und Trauer bieten für die Seele größtmögliche Reifung.
Fiducia hat folgendes geschrieben:
Erkenntnis
„Wer recht erkennen will, muß zuvor in richtiger Weise gezweifelt haben.“
Aristoteles




Ich denke, eine Religion, eine Weltanaschauung und eine Philosophie ohne Zweifel kann es gar nicht geben, wenn wir nicht in den Zustand der Verblendung rutschen möchten.
Ein gewisses Grundvertrauen möchte ich indes als Notwendigkeit für ein hoffnungsgetragenes Leben in Zufriedenheit voraussetzen. Innerhalb dessen zweifeln wir doch jeden Tag an den verschiedensten Dingen. An unseren Entscheidungen, an uns selber, am Gegenüber, an unserem Beruf, an unserer Tätigkeit, an Glaubensinhalten. Ich glaube, das ist es, was Aristoteles meint. Man soll nicht in diesen alltäglichen Zweifeln das Eigentliche aus dem Blick verlieren. Zweifel dienen nur dann, wenn sie zu Veränderungen führen, die uns weiter kommen lassen und zum Guten führen.
Wenn ich nur zweifle und daran verzweifle, zweifle ich in der falschen Weise. Wenn ich "in richtiger Weise zweifle", dann nutze ich den Zweifel, indem ich erkenne, dass etwas Veränderung erfahren muss und kann darauf reagieren.
anders ausgedrückt

ohne Zweifel gibt es auch gar keinen Anlass eine Veränderung
herbeizubewegen
Spiele, damit du ernst sein kannst. Denn das Spiel ist ein Ausruhen, und die Menschen bedürfen, da sie nicht immer tätig sein können, des Ausruhens. (Aristoteles)

Ich finde, da ist etwas Wahres dran. Spielen ist in jedem Alter schön.
Zitat:
Spiele, damit du ernst sein kannst. Denn das Spiel ist ein Ausruhen, und die Menschen bedürfen, da sie nicht immer tätig sein können, des Ausruhens. (Aristoteles)

Ich finde, da ist etwas Wahres dran. Spielen ist in jedem Alter schön.


Denke auch, dass da etwas Wahres dran ist. Hab grad heute darüber nachgedacht, nachdem ich bei unserem internationalen Frauenfrühstück früher als die andern ging. Die fingen heute grad an zu spielen.

Ich denke, spielen kann viele positive Seiten haben. Im Falle unseres InternationalenFrauenfrühstücks kann man es dazu nutzen deutsch zu lernen. Außerdem kann es den Kontakt fördern wenn man mit anderen spielt. Manchmal ist es auch gut für die Gesundheit wenn es Bewegungsspiele sind oder aber gut für die Entspannung. Auf alle Fälle bringt es meist Freude und das ist doch ein ganz wichtiger Aspekt.

Ich glaube es ist beim Spielen so wie mit vielen anderen Dingen, das Maß ist entscheident, denn wenn ich es übertreibe kann es auch Zeitverschwendung sein.

Schöne Grüße
Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Zitat:
Ich glaube es ist beim Spielen so wie mit vielen anderen Dingen, das Maß ist entscheident, denn wenn ich es übertreibe kann es auch Zeitverschwendung sein.


Ganz aristotelisch!

Ja, aber was du schreibst ist richtig. Beim Spielen lernt man sein Gegenüber kennen, aber auch sich selbst. Ich zum Beispiel bemerke, dass es ganz wenige Personen gibt, gegen die ich nicht gerne verliere. Bei anderen wiederum ist es mir völlig egal, da geht es nur um den Spaß am Spiel selbst.

Im Moment ist mein Liebslingsspiel Dixit.
Wenn man sich endlich auf die schimpflichen Lüste beruft, so kann man antworten, dass sie keine Lust sind. Sind sie für Menschen von schlechter sittlicher Verfassung eine Lust, so darf man darum nicht meinen, dass sie es auch noch für andere als jene sind, wie ja auch das, was den Kranken zuträglich ist oder süß oder bitter vorkommt, dies darum noch nicht an sich ist, oder was den Augenkranken weiß erscheint, darum noch nicht an sich weiß ist. (...) Diejenigen (Lüste), die aus sittlich reinen Quellen fließen, sind anders als diejenigen, die aus unreinen Quellen geschöpft sind, und jener Lust und jenes Genusses, dessen sich der Gerechte, der Gebildete oder der Inhaber sonstiger Vorzüge erfreuen kann, ist man nicht fähig, ohne gerecht, gebildet und so weiter zu sein.

(Aristoteles, Buch X, Lust, 22-33)
Zitat:
..oder der Inhaber sonstiger Vorzüge erfreuen kann


Zitat:
ohne gerecht, gebildet und so weiter zu sein.


Sonstige und so weiter.

Auch die größten Namen verwelken im Angesicht heutigen Wissens. Was soll das ewige wälzen der uralt Tomaten?
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ஜ ♥ ஜ www.tempel.in ღ ஜ ღ
(...) Dagegen wird die unter Guten eine Gemeinschaft im Guten. Von Tag zu Tag gewinnt sie durch den Umgang an sittlichem Gehalt, und der Fortschritt wird hier durch gemeinsame Tugendübung nicht minder als durch gegenseitige Zurechtweisung herbeigeführt. Jeder nimmt von den ihm zusagenden Eigenschaften des Anderen einen Abdruck in sich auf, daher das Dichterwort:
"Edles lernst du von Edlen"


(Aristoteles)