Seid barmherzig und mitleidig


dtrainer hat folgendes geschrieben:
Satan als Person ist ein Geschöpf der Priester. Es ist aber ein Irrtum zu meinen, mittels Angst könnte man die Menschen zum Glauben treiben.
Dahin führt nur die Liebe...


Es ist vielmehr ein ganz fataler Irrtum zu glauben, das Böse dadurch bekämpfen zu können, indem man es relativiert. Natürlich "schmeckt" es den Menschen ihnen zu sagen, es sei ohnedies alles in Ordnung und das Böse gebe es gar nicht wirklich... Nur - weiterbringen im Kampf für das Gute und gegen das Böse tut das niemand.

Angst ist nicht immer automatisch schlecht, sie kann sehr wichtig sein, es gibt auch die heilsame Angst. Religion hat nicht den Sinn Ängste zu "retouchieren", sondern soll den Ängsten, die jeder Mensch hat, durchaus Konturen geben - aber nur so wird deren gezielte Bearbeitung und Überwindung möglich.

"Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet euch vor dem, der Seele und Leib ins Verderben der Hölle stürzen kann." (Mt 10,28 )

Mit einem "Kleinreden" des Bösen und der Abgründe wird das niemals gelingen... Erst wenn es angesprochen wird "fällt es vom Himmel" das Böse, wird bekämpfbar, verliert seinen taktischen Vorteil der Verborgenheit. Durch das "Vernebeln" gewinnt der Teufel, ist weit weg und verborgen. Jesus will ihn ja gerade offenbar machen, damit wir gegen ihn ankommen.

"Die Zweiundsiebzig kehrten zurück und berichteten voll Freude: Herr, sogar die Dämonen gehorchen uns, wenn wir deinen Namen aussprechen.
Da sagte er zu ihnen: Ich sah den Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen." (Lk 10, 17 u. 18 )
Ich sagte schon, man kann das Böse nicht bekämpfen. Das ist auch gar nicht nötig, es zerstört sich selbst.

Es ist wichtig sich dem Licht zuzuwenden, ob da nun auch Schatten ist - völlig egal. Von solchen Vorstellungen sollte man sich lösen, sie schwächen und halten nur auf.
@Burkl

Vielleicht hörst du ja auf Gottes Wort wenn du schon nicht auf Menschen hörst. Die Bibel sagt ganz klar was und wer mit "Satan" gemeint ist.

Menschen, die als Satan bezeichnet werden

29,3-4 (1.Samuel): Da sprachen die Fürsten der Philister: Was sollen diese Hebräer? Und Achis sprach zu den Fürsten der Philister: Das ist doch David, der Knecht Sauls, des Königs von Israel, der nun schon Jahr und Tag bei mir gewesen ist und an dem ich nicht das Geringste gefunden habe seit der Zeit, da er von Saul abgefallen ist, bis zu diesem Tag! Die Obersten der Philister aber wurden zornig auf ihn und sagten zu ihm: Schick den Mann zurück! Er soll an den Ort zurückkehren, den du ihm zugewiesen hast und nicht mit uns in den Kampf ziehen. Dann kann er sich in der Schlacht nicht gegen uns wenden. ( la satan לְשָׂטָן )

Die Philister befürchten, dass David ihnen zum Wiedersacher (satan) werden könnte.

29,3-4 (2.Samuel): David aber sprach: Was habe ich mit euch zu tun, ihr Söhne der Zeruja, die ihr mir heute zum Widersacher (la satan לְשָׂטָן ) werden wollt?

Hier wird Avischai, der Sohn Zerujas, von David Satan genannt.

109,6 (Psalmen): Setze einen Gottlosen über ihn, und ein Ankläger (ve satan וְשָׂטָן ) stehe zu seiner Rechten!

11,14 (1.Könige): Und Jahweh erweckte dem Salomo einen Widersacher (satan שָׂטָן), Hadad, den Edomiter, der stammte aus dem Königsgeschlecht von Edom.

Und Vers 23: Und der Mächtige erweckte ihm noch einen Widersacher (satan שָׂטָן), Reson, den Sohn Eljadas, der von seinem Herrn Hadad-Eser, dem König von Zoba, geflohen war.

Vers 25: Und er wurde zu einem Widersacher (satan שָׂטָן) Israels, solange Salomo lebte, außer dem Übel, das Hadad anrichtete; und er hatte einen Widerwillen gegen Israel, und er wurde König über Aram.

16-18 (1.Könige): Und Salomo sandte zu Hiram und ließ ihm sagen: Du weißt, dass mein Vater David dem Namen des JAHWEH, seines Mächtigen, kein Haus bauen konnte wegen der Kriege, in die seine Feinde ihn verwickelten, bis der JAHWEH sie unter seine Fußsohlen legte. Nun aber hat mir JAHWEH, mein Mächtiger, ringsum Ruhe verschafft, so daß kein Widersacher (satan שָׂטָן) noch ein bösartiger Angriff mehr zu erwarten ist.

Das hebräische Wort satan ( שטן) wird fälschlicherweise oft als ein Eigenname übernommen. Doch es handelt sich hier nicht um einen Namen, sondern um eine Bezeichnung, die im deutschen mit “Ankläger” oder “Widersacher” übersetzt werden sollte.
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Realität ist etwas für Leute, die Angst vor Einhörnern haben!
Richtig, so glaube ich es auch. Es ist der Teufel so keine einzige Person, meine ich, sondern immer der situationsbedingte Vollstrecker des Bösen. Auch ich kann manchmal eventuell der Teufel sein, sogar dem Petrus soll es passiert sein, dass er einmal mitunter Satan war
Burkl hat folgendes geschrieben:
Rosenrot hat folgendes geschrieben:
Wir haben immer die Wahl uns für das Licht zu entscheiden ... tu ich das nicht dann liegt das ganz alleine in/an mir.


Würdest du das auch einem Menschen sagen, der im Gefängnis sitzt - womöglich mit einer tragischen Lebensgeschichte im Hintergrund, die ihn dorthin gebracht hat?
"Entscheide dich das nächste Mal nur fürs Licht und alles wird gut! Es liegt nur an dir!" *schwärm*
Tut mir leid. Ich halte diese Grundeinstellung für gefühlsduselig und letzlich bei genauerem Hinsehen auch für zynisch.

Ich glaube, dass alle Menschen sich im Kern ihrer Existenz gerne für das Licht entscheiden würden. Es zu finden ist aber nicht leicht, weil es eine Kraft gibt, die uns davon abbringen will. Und diese Kraft muss personal sein, weil auch wir durch und durch bis an den Grund unserer Existenz Person sind - und nur von einem "Du" angesprochen und geführt werden können - zum Guten oder eben zum Bösen.


Lieber Burkl,

Deinen Beitrag kann ich nun gar nicht einordnen ...
Du glaubst an eine 'böse' Kraft die von außen auf uns wirkt, also an Satan.

Grußelig!

Ein jeder von uns hat alles in sich.

Gruß
Rose
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"Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen".

*Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi*
true explorer schrieb:
Zitat:
Mohammed ist auch gestorben und nichts mehr ist geschehen, Jesus ist aber gestorben und ist wieder auferstanden

Ach ist das so? Mal wieder ein Kampf a la "Meine Religion ist besser"... es ist doch so..wer die Bibel und den Koran und die Baha'i Schriften und die buddhistischen und hinduistischen Schriften und die Thora aufmerksam liest, wird die Aufforderung zu Mitleid und Barmherzigkeit dort finden.
Weil nämlich in allen Offenbarern Gottes der gleiche Geist zu Tage tritt. Jesus ist wieder gekommen, nämlich in der sterblichen Hülle seiner Heiligkeit Muhammad und er war schon vorher da, in Moses und Noah und Abraham etc. Und in diesem Zeitalter ist er in Form der gesegneten Schönheit Baha'u'llah auferstanden.

Als Muhammad starb ist im Gegenteil sehr viel geschehen, er hat eine wundervolle Religion hinterlassen, die der damaligen islamischen Welt viel Fortschritt gebracht hat und die Menschen zu Keuschheit, Barmherzigkeit, Reinheit und Gerechtigkeit erzogen hat.
Was der Ahmadiyya-Mensch sagt, spiegelt für mich sehr schön diese Wahrheit wieder, die wir in allen religionen finden. In den Baha'i Schriften stehet, wir sollen mit uns selbst und anderen barmherzig sein.

Es gibt nichts, als den Fortschritt. Deshalb dürfen wir nicht bei Höllen-Bildern des Christentums verweilen, sondern sollten darauf schauen, was Gott uns angemessen an unsere Zeit und unser Verständnis gegeben hat. Vielleicht konnte man das Böse vor 2000 Jahren nur in Form einer Person (Satan) verstehen und auch im Islam ist es ja so. Aber heute lässt Gott uns eben mehr wissen und sagt dass das Böse ist ein Teil von uns ist und er hat uns den freien Willen gegeben, damit wir uns für das Gute entscheiden.
Mach dir nichts vor RoseGarden, denn am Anfang siet man doch schon, dass er den Mohammed bringt. Du redest von Religion, ich aber rede vom Glauben, ich sage euch auch nicht werdet Christen, ich nenne mich auch nicht Christ und in eine Gemeinde gehe ich auch nicht, von Christus werde ich aber nicht aufhören zu reden.
Lieber true e-xplorer,

bitte hör nie auf von Christus zu reden!

Aber vielleicht müssen wir aufpassen wie und was wir reden!

Um Jesus auch nicht in ein falsches Licht zu rücken durch unsere eigenwilligen Gedanken.

So wie ich lebe und wie ich denke und mich anderen Menschen gegenüber verhalte ist auch eine gewaltige Art und Weise von Christus oder den anderen Offenbarern Gottes zu künden und nach Ihrem Besispiel zu leben!

Als Beispiel:
Jesus selbst bittet um Verzeihung für die, die Hand an Ihn gelegt haben und wir greifen uns gegenseitig an - bin absolut überzeugt, daß Jesus sowas mit Sicherheit nicht wollte oder will!

Liebe Grüße
Tim
Zitat:
am Anfang siet man doch schon, dass er den Mohammed bringt
Wer bringt Muhammad? Jesus? Verstehe den Satz nicht.

Hier ich les grad Rumi, das passt sehr gut dazu:

Ich versuchte, ihn zu finden am Kreuz der Christen, aber er war nicht dort. Ich ging zu den Tempeln der Hindus und zu den alten Pagoden, aber ich konnte nirgendwo eine Spur von ihm finden. Ich suchte ihn in den Bergen und Tälern, aber weder in der Höhe noch in der Tiefe sah ich mich imstande, ihn zu finden. Ich ging zur Kaaba in Mekka, aber dort war er auch nicht. Ich befragte die Gelehrten und Philosophen, aber er war jenseits ihres Verstehens. Ich prüfte mein Herz, und dort verweilte er, als ich ihn sah. Er ist nirgends sonst zu finden. -Rumi-
Was das Thema betrifft muss man aber sehr aufpassen.
Mir fällt das nicht nur bei mir auf sondern auch bei vielen anderen Menschen.
Wer nur zu 1% barmherzig ist, der wird ausgenutzt, Heutzutage gibts fast nur noch Egoisten, die undankbar sind.
Egal ob man helfen will oder sonstwas, ausnutzen ignorieren usw, mehr ist fast nicht mehr.
Manchmal habe ich den eindruck viele Leute legen es leider darauf an zu provozieren, und viele leute schleimen sich täglich bei jedem Morgens bis Abends ein was das Zeug hält, es scheint als wäre man umzingelt.
Ehrliche Leute sind echt selten geworden.
Man muss froh sein alle paar Wochen mal jemanden anzutreffen der es ehrlich mit einem meint,und der wirklich armselig ist und wo man wirklih auch barmherzig sein kann.