Beste Freunde-größte Feinde!


Mir ist es schon einige male im Leben passiert, das jahre lange beste Freunde, durch Vorfälle die mich nicht betreffen und mit mir nichts zu tun haben, über Nacht zu Feinden wurden.
Beispiel, eine Person ist der liebevollste Mensch der welt, artig, vornehm, mütterlich, freundlich usw.
Und dann passiert ihnen irgend ein schicksal, und sie bewerfen einen mit gegenständen, werden Handgreiflich, lassen einen urplötzlich in der Not alleine und sind plötzlich feindlich eingestellt.
Und das ändern sie auch nicht mehr.
Obwohl man immer gut miteinander auskam, vieles zusammen machte usw.
Was passiert in den Köpfen solcher Menschen, ich meine wenn sie wenigstens Gründe hätten, für ihre plötzliche Veränderung, aber ohne Gründe, ich verstehe das nicht.
Oder man erkennt das gewisse Leute immer die wahrheit sagen sehr ehrlich sind usw. Und plötzlich kommen sie mit der Wahrheit das sie immer schon gelogen haben, und man merkte ihnen nie was an.
Ich finde der Körper lügt nicht, aber bei manchen Menschen bin ich nachher schwer enttäuscht, und verwundert wieviele lügen sie schon ausgeplaudert haben.
Da mir sowas schon öfter passiert ist, frage ich mich wieder mal, ob es sinnvoll ist sich überhaupt noch um die ehrlichkeit anderer und oder Freundschaften zu bemühen.
Oder missverstehe ich da was?
Liebe Be-stile-zen,

ich finde, es ist immer wichtig, sich um Ehrlichkeit zu bemühen - in erster Linie um die eigene.

Ich bin zwar auch immer wieder sehr verletzt wenn ich merke, dass ich belogen wurde, zumal ich einfach allgemein ein sehr leichtgläubiger Mensch bin, und ich es nicht mag, wenn meine Ehrlichkeit und mein Hang anderen zu vertrauen einfach ausgenutzt werden. Womöglich noch, um sich auf meine Kosten zu amüsieren.

Aber es werden immer weniger Menschen, die auf solch unnötige Ideen kommen, und ich bin im Großen und Ganzen von Menschen umgeben, die mich und meine Ehrlichkeit zu schätzen wissen, und auch selbst um Ehrlichkeit bemüht sind.

Es macht aber nicht viel Sinn, andere verändern zu wollen. Das Einzige, was Sinn macht ist, selbst so zu sein, wie man sich selbst haben möchte, und andere mit (gutem) Beispiel voran zu gehen. Ob sie folgen oder nicht, oder mein Beispiel als gut ansehen oder nicht, ist dann ihnen selbst überlassen.

Und Menschen, die gerade schwere Zeiten durchmachen, oder die sich von grundauf zu verändern scheinen, gibt es zuhauf. Meist genügt es, genauer "hinzuschauen", um zu erkennen, warum das so ist.
Eine Freundin von mir hat z.B., als ich ihr meine bevorstehende Hochzeit angekündigt hatte, mir erst zu erklären versucht, dass ich den größten Fehler meines Lebens begehe, und als sie bemerkt hat, dass ich ganz und gar nicht ihrer Meinung bin, sich komplett von mir abgewandt.
Dass sie das getan hat lag schlicht und ergreifend daran, dass sie selbst 16 Jahre Ehehölle hinter sich hatte (und noch drin steckte), und sie einfach nicht verstehen konnte, wie sich jemand freiwillig in diese Situation begeben kann. Aber ich musste ihr dann auch klar machen, dass ich nicht sie bin, und dass sie bitte mit ihren gut gemeinten Ratschlägen aufhören solle.
Naja, sie konnte das nicht begreifen und spricht seither kein Wort mehr mit mir. Schade, aber ich kann es / sie nicht ändern.

Ich bin allerdings seit knapp 9 Jahren glücklich verheiratet, mal sehen, ob es nochmal 50 oder so werden

Lass dich nicht unterkriegen, liebe Be-stile-zen, und ja, es macht immer wieder Sinn Freunde zu haben und Freunden zu vertrauen.
Neulich habe ich ein nettes Zitat gelesen: Trauere nicht, wenn dich Freunde verlassen. Sie hinterlassen nur Platz für neue Freunde. (So in der Art ging das).

Alles Liebe,
Riki
Ich meine, eine wahre Freundschaft ist niemals nachtragend.
Riki, das baut mich irgendwie auf, Danke!
Peter.Trim, normalerweise nicht, aber es mag wohl auch andere Fälle geben.
Ich kann mich an einen Vorfall erinnern, da hat mir eine sonst sehr liebe offen und ehrliche person, die viel von mir gehalten hat, nach Jahren über Nacht in der arbeit einen beladenen Gitterwagen ins Kreuz gehauen, das ich dachte ich werde gelähmt und muss ins Krankenhaus, und eine andere war gar eine Freundin die mich damals mit einem Sektentypen alleine stehen liess und auf mein bitten hin, das sie mir helfen soll mich mit ihm alleine stehen liess, weil der Bus an dem tag nicht kam, damals wusste ich noch nicht wie man Sektentypen ausweicht, ich kam mir sehr alleinegelassen vor.
Oder die Freundin, die ich vor schimpfenden Leuten warnte, und die mich zum Dank dafür am ende vor allen blosstellte.
Und noch eine andere die auch immer sehr lieb war, und von jetzt auf gleich meinte ich soll sie in Ruhe lassen.
Es könnte aber auch sein das da jemand ganz anderer intrigiert hat, und der intriganten Person geglaubt wurde, und somit alle dachten, das sie mit mir nichts mehr zu tun haben wollten.
Es ist trotzdem traurig, weil sie wussten wer und wie ich war, und plötzlich nicht mehr und alles war aus.
Das ist hart.
Zitat:
Mir ist es schon einige male im Leben passiert, das jahre lange beste Freunde, durch Vorfälle die mich nicht betreffen und mit mir nichts zu tun haben, über Nacht zu Feinden wurden.


Liebe Be-stile-zen,

du könntest auch den Vorsatz fassen alle Menschen als liebenswert zu sehen, unabhängig davon, ob sie selbst Liebe in sich tragen. Du kannst jedenfalls immer das lieben, was gut für sie ist - und dazu beitragen.

So hättest du nur Freunde, manche stehen dir zur Rechten, manche zur Linken.

LG Burkl
Ich sehe generell meistens alle Menschen als liebenswert an, nur wenn halt solche Dinge vorkommen, fragt man sich schon auch warum.