Zusammen leben und trotzdem frei sein


Klarheit hat folgendes geschrieben:
Ich habe viele verschiedene extreme Lebenserfahrungen hinter mir gelassen. Eines Tages wurde mir bewusst, dass ich keine Angst vor Veränderung zu haben brauche, da es keine Lösung beinhaltet, sondern nur Mutlosigkeit, Traurigkeit und Einsamkeit mit sich bringt.

Liebe Sonja,

zunächt einmal herzlich willkommen im Forum.

Die Erkenntnisse, die du da mit uns teilst, halte ich für wichtig.

Angst ist eines der größten lebensfeindlichen Gefühle, die wir Menschen haben können und wohl dem, der dies bei sich und anderen erkennt.
Zitat:
Frei von Angst zu sein bringt Liebe und Mitgefühl ... hilft mir und den Menschen Glück und Lebensfreude zu finden
Daher bin ich für den eigenen Frieden im Herzen. Packe es an und baue Vertrauen, Eigenverantwortung, Wahrnehmung, Herzensliebe und Selbstwertgefühl weiter aus, um das Zusammenleben friedvoller und mit echtem Mitgefühl zu gestalten.

Sehe ich auch so und im Sinne von "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst", ist der erste Schritt, bei sich selbst anzufangen.

Zitat:
Ich fühlte mich frei, als ich meine Partnerschaften nutzte, um mich selbst in ihnen zu entfalten. Mir fortlaufend Raum gebe für meine persönliche Lebensentfaltung.

Solange dies nicht auf Kosten anderer geschieht, ist das sicher eine hilfreiche Anfangsphase.


Zitat:
Jeder Mensch ist Einmalig und ein Geschöpf Gottes. Unser Lernfeld sind die Menschen, Tiere und vor allem die Natur. Jeder Mensch ist schlussendlich ein Pilger auf seinem Weg.


Dabei ist es wichtig, im Verhalten Anderer keinen Angriff mehr gegen die eigene Person zu sehen, sondern nur ein Verhalten, das mit demjenigen selbst zu tun hat.

Ob ich meinen inneren Frieden und Angstfreiheit gefunden habe, zeigt sich meiner Meinung nach erst, wenn ich in "Angriffssituationen" bzw. bei Bedrohung nicht mehr nur reagieren muss, sondern die Ursache erkennen und in Liebe handeln kann.


Liebe Grüße

Mara
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OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Tim1510 hat folgendes geschrieben:

Aber sagt mal vielleicht müsste man ein anderes Wort finden...aber für mich ist Angst nicht immer negativ, also ich meine damit, daß eine gewisse Art von Angst mich auch schon davor bewahrt hat Fehler zu begehen.


Lieber Tim,

meinst du vielleicht die überlebensnotwenige "Angst" in Gefahrensituationen?
Dann wird Adrenalin ausgeschüttet und wir reagieren reflexartig mit Flucht, Verteidigung etc.

Als Menschen sind wir jedoch nicht grundsätzlich einem instinktiven reaktiven Verhaltensprogramm unterworfen, sondern können entsprechend unserer inneren Reife, die erhöhte Aufmerksamkeit nützen und dennoch besonnen handeln.

Falls du etwas anderes gemeint hast, gib doch bitte mal ein Beispiel.

Lieber Gruß

Mara
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OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Zitat:
Ich fühlte mich frei, als ich meine Partnerschaften nutzte, um mich selbst in ihnen zu entfalten. Mir fortlaufend Raum gebe für meine persönliche Lebensentfaltung.


[b] Würde ich heute anders schreiben und zwar: Ich fühlte mich frei, als ich meine alltäglichen Beziehungen nutzte, um mich selbst in ihnen zu entfalten. Mir fortwährend Raum gebe für meine persönliche Lebensentfaltung. Mit Mut zur Veränderung lasse ich die Menschen stehen, welche sich nicht für mich interessieren - laufe niemandem mehr nach, ausser ein innerer Impuls fordert mich dazu auf.



Angst blockiert die Liebe, um frei fliessen zu können.
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Raum für Lebensentfaltung und von Herzen alles Liebe Sonja
Klarheit hat folgendes geschrieben:


Angst blockiert die Liebe, um frei fliessen zu können.

noch ein Zitat dazu :
„Armut wird etwas ungewöhnlich Schönes, wenn der Mensch von der Gesellschaft psychologisch unabhängig ist. Man muß innerlich arm werden, dann gibt es kein Suchen, kein Fragen, kein Wünschen, kein – nichts! Nur aus dieser inneren Armut kann man die Wahrheit eines Lebens sehen, das ohne jeden Konflikt ist. Solche ein Leben ist eine Segnung und kann in keiner Kirche, in keinem Tempel gefunden werden.“ Krishnamurti Einbruch in die Freiheit S. 72

... das wird nicht unmittelbar schmecken das Wort Armut, ist mir schon klar
aber ohne Genügsamkeit und die bewusste Reduzierung von Bedürfnissen auf das , was ich wirklich zum Leben benötige - kommt man eigentlich erst
weiter bei seinem " unstillbaren Hunger nach Freiheit "
(formuliert von Nelson Mandela)
Ich denke, da müssen sich die Zusammenlebenden ziemlich einig sein, dass sie einander Freiheit gewähren.