So steht es um die Welt


So, ehrlich gesagt, werde ich hier jetzt einfach mal Wahrheiten niederschreiben, so wie sie mir erscheinen.

Ich möchte mal beginnen mit dem was ich schon meine "halbjahresdepressionen" nenne. Seltsamerweise kommt das große "Überlegen" immer hin relativ gleichen Abständen, an denen ich an irgendeiner Art des Lebens zweifle. Bisher wandte sich das ganze IMMER zum positiven. Ich war auf dem Weg der Besserung. Und ich habe vergessen. Habe mit Meditation aufgehört. Wurde wieder so, wie ich es mal beschrieben habe, einer von Millionen Dummen auf der Welt, wie ich es nicht werden wollte.

Und nun stelle ich fest, der Sinn des Lebens ist nicht vorhanden. Wir werden unter Schmerzen geboren, wir wachsen auf, wir lernen(!), gehen zur Schule, studieren (kurz: mühen uns für unsere Ausbildung ab)

Wir haben die Ausbildung abgeschlossen, suchen uns einen Job. Wir mühen uns im Job ab und verdienen Geld(!) (kurz: mehr und mehr Geld um den Lebensstandard zu halten und Geld zu bunkern)

Endlich, wir haben es geschafft, wir sind Firmenchef/Manager/Anwalt etc. Wir haben eine etwas höhere Position(!) erreicht. (kurz: wir haben unser Ziel erreicht)

Wir haben
- Haus
- Frau
- Kinder

Irgendwann kommt die Pension. Und Schwups, nachdem wir uns endlich alles wirklich verdient hätten, sterben(!) wir. Ohne dass wir etwas davon haben.

Was hat das ganze mit Glauben zu tun?
- Wenn ich an etwas Glaube, so hilft es mir keineswegs. Zb ist letztens etwas lustiges in der Schule passiert: Ein "Freund" sagte er habe am Vortag gebetet, dass die Prüfung ausfällt. Es geschah. Für ihn war es eine Bestätigung von Gott. Ich hab die Möglichkeiten angeschaut und es war nur allzuwahrscheinlich dass die Prüfung ausfällt.

Zum Thema Liebe:
- Habt ihr schonmal gedacht, ihr könnt euch nicht irren? Natürlich. Habt ihr das schonmal gedacht als es wichtig war, vielleicht! Habt ihr es schonmal gedacht, als ihr jemanden geliebt habt? Hoffentlich nicht. Ehrlich gesagt wundert es mich, dass ich noch am Leben bin, so oft wollte ich es mir schon nehmen. Alleine in dieser Situation.

Um mal ein kurzes Resumé zu ziehen:
- Erfolg schwindet und löst sich in nichts auf.
- Glaube ist nur Einbildung, der Zufällig bestätigt werden kann. Aber keiner zweifelt wenn nicht. (.. man hat es ja zumindest probiert...)
- Liebe ist weder sicher, noch gerecht. Nicht jeder findet seinen Traumpartner und nimmt vielleicht mal den/die Nächstbeste(n)

Natürlich was ich mache ist sicher keine Lösung. Im Grunde hab ich jedes Wochenende einen Vollrausch, trinke mindestens 1 Bier am Tag. Aber es ist im Moment das einzig "sinnvolle". Ich habe KEIN ZIEL, versteht ihr wie es ist, JEDEN VERDAMMTEN TAG AUFZUWACHEN UND NICHT ZU WISSEN WARUM MAN AUF DER WELT IST?

Ich meinerseits schaffe es nicht. Ich habe weder Ziel noch leitfaden und freue mich auf den nächsten Augenblick indem ich garnichts denke und frei von Gedanken bin. Leider ist dies der Vollrausch.

Antworten sind willkommen, ich will nicht sagen, dass ich mich drauf freue. Ich werde einfach in der Art der dummen Menschheit darauf neugierig sein.
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Ist es nicht verrückt ... dieser Kreis des Lebens! ( ... Zeit verläuft wohl nicht linear... ?!? )
Hallo Yuest

Hmmm...solche Phasen der Depression , hat wohl jeder von uns.
Der eine mehr der andere weniger. Und die Fragen die sich dabei miteinstellen ebenso.

Wenn einem der Kopf voll mit Sorgen ist, dann faellt es auch schon mal schwer einen Sinn darin zu sehen.

Du fragst:
Was hat das ganze mit Glauben zu tun?

Nun , alles was du gesagt hast "glaubst du" ?
Es ist fuer dich" im Moment auf jeden Fall das "woran du glaubst.Aber nicht unbedingt ein unumstoesslicher Glauben!

Eine meiner Deprims hat zu bsp. das hervorgebracht.

Schwer das Herz....
Schwer das Gemuet...
Ein Schmetterling .......
schau wie er fliegt!
Ein Laecheln meinen Mund umspielt.
Ich seh ihm eine Weile nach...
bis ich bemerk, dass ich vergass!
Schwer das Herz ....
Schwer das Gemuet...

Was ich damit sagen will,ist
Schau, oftmals verbeissen wir uns so in das Denken ,was sinnvoll oder sinnlos ist, dass wir uns dabei im Kreis bewegen , wie eine Katze die ihren eigenen Zensur jagd.
Dabei bedarf es oftmals nur einer kleinen Denkaenderung ,oder die Sicht auf etwas , das absolut nichts mit den Kreisgedanken zu tun hat.
Ziele muessen nicht immer gross sein.
Und im Moment sehe ich dein Ziel , auch wenn es dir nicht als solches bewusst ist, so :
naemlich
"Frei von Gedanken" der Sinnlosigkeit

Ich glaube kaum, dass der Vollrausch dazu beitraegt.Im gegenteil er betaeubt fuer eine Weile
um dann nur noch verstaerkt deine Depression
in Gang zu setzen mit Hilfe von Kopfschmerzen und Lustlosigkeitsgefuehl.
Auch hier wirkt dann wieder dieser Gedankenkreislauf.

Es geschieht uns nach unserem Glauben!!
Und wenn man glaubt, dass alles Sinnlos ist,
hat man keinen Blick fuer das Sinnvolle, denn man verwehrt sich ja durch seinen Glauben an das Sinnlose jede sich bietende kleine Freude die das Leben sinnvoll macht.

Ich wuensche dir eine baldige Erholung
und dass du dich wieder freuen kannst.

Alles Liebe
Ellen
Salam und Friede

Dieses gefühl kenne ich, obwohl es mich nie so überwältigt hat.

Ich sah den Sinn bisher immer nur darin, zu existieren und die Welt zu bevölkern damit diese nicht so leer ist.

Jetzt weiss ich dass es ein höheres Ziel gibt. Ein Ziel welches nicht an weltliche Dinge gebunden ist, wie die Liebe, Erfolg, denn wie du schon sagtest, nichts davon ist von Dauer.

Wir alle müssen sterben, und in das Grab können wir nichts mitnehmen, ausser unsere Seele und unsere Taten. Und genau darum geht es.

Der Sinn des Lebens ist Gott zu dienen. Das ist der hauptpunkt, denn das ist wahrscheinlich auch der Hauptgrund unserer Erschaffung (und vielleicht dass das Universum nicht so leer ist..)

(will jetzt natürlich keinem meine meinung aufzuwingen, ich kenne nicht den absoluten Sinn des Lebens, denn sowas weiss nur Gott, der Allerhöchste allein) Ist nur meine Meinung.

Und der glaube ist keineswegs nur einbildung. Es sind viele kleine Dinge im alltag die mir oft bestätigen, dass Gott der Allerhöchste existiert und uns nicht vergessen hat!

Ich wünsche dir dass du einen Sinn findest und für dich den richtigen Weg! Möge Gott dich leiten

Gruss

Ich wünsche dir dass du den
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Selbst eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt.

-Laotse-
Hallo Ihr Lieben,

Yuest schrieb :
Zitat:
So, ehrlich gesagt, werde ich hier jetzt einfach mal Wahrheiten niederschreiben, so wie sie mir erscheinen.


Wahrheiten wie sie dir erscheinen, müssen nicht die Wahrheiten sein, wie sie in der Welt sind. Und Alkohol ist mit sicherheit nicht das Mittel um den klaren Blick für die Wirklichkeit zu bekommen. Ruhe, Achtsamkeit und Konzentration sind die Vorbedingungen um sich dieser Sache anzunähern.
Du sagtest du hättest meditiert.
Auch ich habe ( tue es immer noch ) meditiert und habe ( nachdem ich nicht nachgelassen habe ) die Antworten bekommen, nach denen ich gesucht habe.
Eigentlich sind deine Argumente so wie du sie wiedergibst korrekt. Aber sie machen nur dann keinen Sinn, wenn du davon ausgehst, das es nach dem Tode aus ist. Es gibt ( wenn man seine Konzentration darauf lenkt ) sehr viele Wege herauszubekommen, das der Mensch mehr ist als diese

Ansammlung von Fleisch, Knochen etc.
Wenn man den Aspekt des Geistigen ( das genauso ein Teil von dir und uns allen ist ) entdeckt, dann sieht das Leben ganz anders aus und deine Sichtweise ändert sich enorm.
Ich kenne eine Freundin, für die der Tod immer eine Art Notausgang in diesem Leben war. Sie war zunächst sehr erschrocken, als sie eines Tages bemerkte, das dieser Notausgang ( Tod ) lediglich eine andere Tür für einen anderen Raum ( Dasein, Welt ) war.
Sei froh, das du auf dein Gefühl gehört, und nicht diesen Schritt getan hast. Mach dir die Mühe und sieh genau hin, was sich hinter dem Tod verbirgt.
Es ist die Möglichkeit deinem Sein einen neuen Sinn zu geben. Als ich an diesem Punkt angekommen war, habe ich mich hingesetzt und meinen Geist nur noch um dieses Thema kreisen lassen. Auch die Warnungen der anderen es nicht weiterzuverfolgen( da man dadurch irre würde ), da es sowieso keinen Sinn macht, habe ich links liegen gelassen und einfach weiter meditiert. Und siehe da.... nach drei Tagen unermüdlicher Anstrengung hatte ich meine Antworten.
Für mich hatte die Suche nach dem Sinn des Lebens ein Ende. Alles ohne Alkohol oder anderen betäubenden Mittel.
Sieh Yuest, du hast den ersten Schritt schon gemacht und die Zusammenhänge über die Vergänglichkeit richtig erfasst. So gehe nun und mach weiter, damit du nicht mehr länger in der Schwebe zwischen der Wahrheit und der Erscheinung bist..........
Wünsche dir alles Gute, viel Geduld und viel Liebe.
Mit lieben Gedanken


Natha
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"Es ist gut wenn uns die Zeit, die vergeht,
nicht als etwas erscheint was uns verrinnt,
sondern als etwas daß uns vollendet "
Ich kann dir leider keine so hilfreichen Ratschläge wie die anderen geben, aber ich wollte dir schreiben, dass deine Worte wohl fast eins zu eins von mir sein könnten. Besonders schlimm wurden diese Gedanken bei mir am Ende meiner Schullaufbahn und in der langen Zeit zwischen Abi und Studienbeginn. Im Moment geht es mir wieder etwas besser, weil mir das Studium kaum eine Minute zum Grübeln lässt, worüber ich ziemlich froh bin und ich fürchte mich ehrlich gesagt schon vor den Semesterferien
Zwischen und nach dem Abi hab ich mir fast jeden Tag gewünscht einfach nur zu sterben, oder eigentlich eher fähig dazu zu sein die quälenden Gedanken abzustellen. Einen kleinen Tipp hätte ich vieleicht noch für dich. Immer wenn ich wieder sterben wollte habe ich einfach versucht mir zu sagen:Wenn ich sowieso keine Angst mehr vorm Sterben habe und jetzt auf der Stelle sterben kann, dann kann ich auch einfach weiterleben und gucken was der nächste Tag so bringt. Ist ein bisschen komisch ausgedrückt, aber ich hoffe du verstehst was ich meine. Sterben kannst du jeder Zeit, wenn du willst, also versuchs doch noch ein bisschen mit dem Leben So hab ich mich von Tag zu Tag gehangelt und irgendwann wird es auch wieder besser.
Hab zwar mitgelesen, aber irgendwie war mir einfach danach zu antworten, ich musste über die Worte nachdenken. Nachdem ich den heutigen Tag total mit lernen (für die Schule) verbracht habe, hab ich mir auch hierführ noch ein bisschen Zeit genommen.

Zitat:
Der Sinn des Lebens ist Gott zu dienen. Das ist der hauptpunkt, denn das ist wahrscheinlich auch der Hauptgrund unserer Erschaffung (und vielleicht dass das Universum nicht so leer ist..)

Wenn der Sinn des Lebens ist, Gott zu dienen, dann finde ich Gott hat einen Minderwertigkeitskomplex .. ist jetzt böse gesagt, aber wäre dann so. Braucht er uns dann nicht nur um angebetet zu werden? Ich glaube an eine höhere Macht, aber ich glaube nicht daran, dass sie uns irgendwie noch wirklich einzeln beeinflusst.
Beispiel: Wir sind nur ein Experiment eines Wissenschaftlers in einer Petrieschale.

Zitat:
Eigentlich sind deine Argumente so wie du sie wiedergibst korrekt. Aber sie machen nur dann keinen Sinn, wenn du davon ausgehst, das es nach dem Tode aus ist.

Naja aber es ist nunmal so, wenn du nicht total einsam in Meditation auf einer Insel leben willst (und es geschafft hast dich von Licht zu ernähren, weil alles andere wieder materiell wäre), dann bist du auf Besitz angewiesen. Sogar wenn du meinst du wärst frei davon, sagt dir irgendwas immer es wäre gut mehr zu besitzen. Ob man sich nun antrainiert diesen Gedanken zu verdrängen oder nicht, er ist vorhanden. Und schließlich hat man das Ganze Leben lang "werte" gehortet und hat dann doch nichts mehr davon. Dass es "vielleicht" ein Leben danach gibt, möglich, aber ist es nicht so, dass Gott sowieso allen vergäbe? Oder andere sagen, wenn ich Mist gebaut habe, werd ich wiedergeboren und kanns nochmal probieren. Ich glaube auch nicht an sowas wie Hölle. Wer würde sich alleine die Mühe machen sowas instand zu halten..

Zitat:
Wenn ich sowieso keine Angst mehr vorm Sterben habe und jetzt auf der Stelle sterben kann, dann kann ich auch einfach weiterleben und gucken was der nächste Tag so bringt.

Dass ich keine Angst habe vor dem Tod ist mir bei diversen "fast" Autounfällen bekannt geworden (als Beifahrer, habe noch keinen Führerschein). Ich finde es auch gut, Angst ist nämlich schlecht. Angst führt zu Fehlern.
Nur noch eine Frage an dich: WENN du sagst, du schaust was der nächste Tag für dich bereithält, machst du jeden Tag wozu du Lust hast? Oder lernst du für die Schule ? Oder meinst du es eher so: Du freust dich auch über den Tag wenn er was schlechtes für dich bereithält?

Zitat "Josef Hader"(österr. Kaberetist): "Das Leben besteht aus Katastrophen und dazwischen ist es langweilig"


Danke für die Diskussion, ich finde es sehr interessant!
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Ist es nicht verrückt ... dieser Kreis des Lebens! ( ... Zeit verläuft wohl nicht linear... ?!? )
Hallo Ihr Lieben,

lieber Yuest, es wundert mich, ähnlich wie bei zuzi, nicht, das ihr es noch
immer sehr schwer habt, aus dieser Situation rauszukommen. Kein Wunder auch. Wer durch die Äusseren Umstände gezwungen ist, sich so wenig mit dieser Sache zu beschäftigen und gleichzeitig das gewohnte Weltbild weiterhin fest mit sich trägt.
Wie ich schon angedeutet habe, eröffnen sich euch die Antworten nicht dadurch, das ihr immer wieder mal leicht mit dem
Fingernagel an dieser Wand kratzt. Es braucht schon ein wenig mehr Aufwand ( mehr Zeit ) um hierbei was zu bewirken.
Was deine Zweifel an Gott angeht, hast zu nur zum Teil recht. Doch nützt es dir momentan nicht viel die ganzen Antworten auf dem Silbertablett vorgelegt zu bekommmen, da sie nur wirken, wenn du sie dir aus eigener Anstrengung erwirkst.
Ich höre von dir immer nur du glaubst...., du glaubst..... . Doch der Glaube ist lediglich ein Gefühl die sich an bestimmte Äußere und Innere
Umständ orientiert. Was wirklich dahinter steckt, sieht man erst , wenn man mal genauer ( intensiver, konzentrierter ) hinblickt. Dafür muss man weder auf eine einsame Insel, noch besondere meditative Fähigkeiten haben.Ein geistiges Wesen kann keine Fragen aufwerfen, die es nicht in der Lage ist auch zu beantworten.
Die Problemsituation in der ihr euch Momentan befindet sieht mir eher folgendermaßen aus.
Ihr seid in einer Welt aufgewachsen, in der ganz bestimmte Wertmasstäbe gelten, welche bisher im Rahmen einer beschränkten Denkweise auch Sinn gemacht haben. Nun da ihr eure Sinnfrage auf die Existenz ausgebreitet habt, machen diese Dinge keinen ( oder nur noch bedingt ) Sinn. Was ja auch richtig ist. Doch Ihr habt euch dadurch auch automatisch in Zugzwang gebracht, eure Vorstellung von der Existenz nochmals gründlicher zu bedenken. Nur dieser Schritt ist Imstande euch wieder einen Sinn im Leben zu geben, welches jedoch auf ganz andere Werte fusst.

Wünsche allen viel Geduld und viel Liebe
Mit lieben Gedanken

Natha
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"Es ist gut wenn uns die Zeit, die vergeht,
nicht als etwas erscheint was uns verrinnt,
sondern als etwas daß uns vollendet "
Zitat:
Nur noch eine Frage an dich: WENN du sagst, du schaust was der nächste Tag für dich bereithält, machst du jeden Tag wozu du Lust hast? Oder lernst du für die Schule ? Oder meinst du es eher so: Du freust dich auch über den Tag wenn er was schlechtes für dich bereithält?

So, jetzt ist Wochenende und ich hab endlich mal wieder ein paar Minutn Zeit in Ruhe zu schreiben.
Also, ich lerne auf jeden Fall und mache mir immer noch sehr viele Gedanken (die meißten Leute behaupten viel zu viele ) aber zumindest hab ich es in letzter Zeit auch geschafft einfach Dinge zu tun ohne viel nachzudenken. Ich meine nichts gefährliches oder so, aber einfach ganz außergewöhnliche Sachen, die man normalerweise nie tun würde. Hmm, ach menno ich weiß nicht mehr was ich dir schreiben wollte, bin heute wieder so depri *seufz

@Natha
Das mit Gott war zwar an Yuest addresiert, aber ich würde trotzdem gerne etwas dazu sagen.
Diese Zweifel an Gott habe ich schon lange nicht mehr, eigentlich wurde ich nur von meinen Eltern so antireligös erzogen und habe mir dann irgendwann meine eigene Meinung dazu gebildet.
Mein größter Wunsch ist es eigentlich zu erkennen, wie Gott wirklich ist und bei ihm, oder es oder wie auch immer,lol zu sein
Aber irgendwie. Ich hab das Gefühl die Tür ist eigentlich die ganze Zeit vor meiner Nase und steht offen, aber ich laufe daran vorbei, völlig blind und dreh mich immer wieder nur um mich selbst, oder laufe gegen die Wand...
Ja, und da komme ich wieder zu Yuests Frage, es ist nicht so dass ich mich über den Tag freuen würde, naja wenn ich mal gute Laune habe schon Ich lebe einfach nur weiter weil ich noch auf irgendwelche neuen Erkenntnisse hoffe. Das mir vielleicht ein neuer Gedanke kommt oder ich etwas erfahre, dass mein Leben verändert und mir hilft einige Fragen zu beantworten.
So, hab heut mal wieder das Gefühl das niemand mich leiden kann, besonders nicht die anderen Studenten.
Ich hoffe es macht sich noch jemand die Mühe diesen Beitrag zu lesen
Wünsche allen eine gute Nacht
suzi
Hallo Ihr Lieben,

zuzi schrieb : Mein größter Wunsch ist es eigentlich zu erkennen, wie Gott wirklich ist und bei ihm, oder es oder wie auch immer,lol smile zu sein
Aber irgendwie. Ich hab das Gefühl die Tür ist eigentlich die ganze Zeit vor meiner Nase und steht offen, aber ich laufe daran vorbei, völlig blind und dreh mich immer wieder nur um mich selbst, oder laufe gegen die Wand...

lieben zuzi, mein Gefühl sagt mir das gleiche wie deines. Wenn du Gott erkennen willst, so musst du dich ihm erst einmal nähern. Stell dir z.B. die
ganzen Eigenschaften vor, die du über Gott hast. Vergleich sie doch mal mit deiner aktuellen Herzensbeschaffenheit. So groß wie der Unterschied, so weit
ist dein Weg zur Erkenntnis von Gott. uneingeschränkte Liebe, Mitgefühl, Gleichmut sind nur einige seiner edlen Charakterzüge.
Und wie erlangt und kultiviert man diese Art von Eigenschften ?. Durch die
Praxis im alltäglichen Leben. Die Grundlage hierzu sind die Tugenden, die
im Grunde bei allen Religionen fast identische sind. ( Nicht lügen, nicht stehlen, kein Alkohol etc. etc... )
Sicherlich gehört hierzu, gerade zu Beginn, eine große Portion an Selbstüberwindung, aber so ist es nun mal im Leben. Alles hat seinen Preis. Und über den Gewinn entscheidest letztendlich nur du alleine.
Mit lieben Gedanken
Natha
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"Es ist gut wenn uns die Zeit, die vergeht,
nicht als etwas erscheint was uns verrinnt,
sondern als etwas daß uns vollendet "
Hi Yuest

@Elisha
Ich könnte deine Einstellung so beschreiben:"Ein Gott sie zu knechten". Das finde ich einfach Bullshit! Ehrlich gesagt.

Wir leben um zu leben, und was leben bedeutet muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich behaupte: Überleben ist nicht schwer, Leben hingegen sehr!. Wenn ich mein Glück von anderen Menschen abhängig mache, dann wird es verdammt schwer.

Leben für mich ist:

Der Punkt, wenn ich ein Ziel erreiche, für welches ich gearbeitet habe. Die Genugtuung und Erfüllung ist umso grösser, je schwerer der Weg dorthin war. Aber aufgepasst, dass man nicht an seinen Zielen zerbricht weil man sie sich zu hoch gesteckt hat oder aus den Augen verliert.

Leben für mich ist:

Der duft des Neuen, der Duft des Meeres, die Atmosphäre eines Sonnenaufganges an einem Strand, wenn alles erwacht.

Leben für mich ist:

Wenn ich mit meinen Skiern einen Berg hinunterfahre und mich deucht ich könnte fliegen, weil vor lauter Glück die Anstrengung in den Hintergrund getreten ist.

Leben für mich ist: etc.

Ich weiss es scheint einfach, ist aber verdammt schwierig, weil wir uns unsere eigenen Gefängnisse bauen.

"Ohne Leid keine Freude, ohne Hass keine Liebe, ohne Pech kein Glück"