Die Bedeutung der Kreuzigung Jesu aus Sicht der Bahai


Zitat:
Jesus lässt sich beispielsweise an seinen Wunden berühren und nimmt gemeinsam mit den Jüngern irdische Nahrung zu sich. Es ist also eine neue Leiblichkeit, die er hatte, bevor er endgültig in den Himmel auffuhr und sich "zur Rechten des Vaters" setzte.



Niemand weis ob es stimmt.
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Ich bin der ich bin!
Zitat:
"Der Fluch", der Jesus getroffen hat - das Kreuz - wird sozusagen der Orientierungspunkt der gesamten Menschheit, der aus dem Tod heraus das Leben bringt.
So wie einst die Schlange, die am Pfahl hing in der Wüste.


Der gesamten Menschheit? Burkl, was meinste denn damit?

Du sprichst so oft von der Allmacht Gottes, und meinst damit Gott
macht alles, wie es IHM gerade passt. Warum hat Gott in seiner Allmacht die Menschen nicht alle "Edel" geschaffen?

Ich vermute Du weist nicht was Allmacht tatsächlich bedeutet.

Ich verbinde mit Allmacht Gottes nicht willkürlich seine eigenen Gesetze über den Haufen zu werfen.

Ich verbinde mit der Allmacht Gottes weise, vollkommene Voraussehung.
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Ich bin der ich bin!
Lieber Schröder,

Gott hat uns alle edel erschaffen.

Bahá'u'lláh in 'Die verborgenen Worte' hat folgendes geschrieben:
Reich erschuf Ich dich, warum machst du dich selbst arm? Edel erschuf Ich dich, warum erniedrigst du dich selbst? Aus dem Wesen des Wissens gab Ich dir Leben, warum suchst du Erleuchtung bei anderen als Mir? Aus dem Ton der Liebe formte Ich dich, warum befaßt du dich mit anderem? Schaue in dich, daß du Mich in dir findest, mächtig, stark und selbstbestehend.


Dass der Mensch nicht edel handelt oder sich edel entwickelt liegt nicht an Gott, oder daran, dass Er keine "Allmacht hat walten lassen".
Es liegt einzig und allein am Menschen selbst, denn Gott hat uns den Freien Willen gegeben - und gelassen, damit wir Ihn aus freien Stücken suchen und erkennen. Und nicht, damit wir wie Marionetten an Fäden durchs Leben gezogen werden.

Des Menschen Ursprung ist edel, des Menschen Seele ist edel. Nur wir suhlen uns lieber im Staub und Schmutz dieser Welt, anstatt uns dem Licht Gottes zuzuwenden. (Und ich schließe mich hierbei nicht aus).

Alles Liebe,
Riki
An meiner Wand habe ich 2 Bilder hängen, die ich 2005, als ich noch mehr Zeit, Kraft und Gesundheit hatte, gemalt habe.

Das erste, in der Mitte ein Spiegel, dann

Schaue

(Spiegel)

in dich

...edel erschuf ich dich...


Das zweite, ebenso in der Mitte ein Spiegel, dann

Betrachte

(Spiegel)

den Menschen als ein Bergwerk,
reich an Edelsteinen
von unschätzbarem Wert.


Den Spiegel deshalb in der Mitte, damit ich beim Anschaun nie vergesse, dass auch ich das bin, der edel erschaffen, und der ein Bergwerk reich an Edelsteinen ist.

Diese Worte von Bahá'u'lláh, die ja noch weiter gehen mit dem Satz
>nur die Erziehung kann bewirken, dass es seine Schätze enthüllt<
sollen mich und die Betrachter des Bildes stets daran erinnern, dass wir die Edelsteine (gute Eigenschaften) in uns haben, dass sie aber erst durch Erziehung ans Licht gebracht werden können.
Die wichtigste Erziehung ist in meinen Augen die Selbsterziehung.

Soviel nochmal dazu, dass der Mensch von Gott edel erschaffen wurde. Und genau wie auch alles andere bereits in ihm angelegt ist wenn er zur Welt kommt (zum Beispiel die Fähigkeit, sprechen, gehen, schreiben, lesen usw. zu lernen) so sind auch die Edelsteine (Fähigkeiten wie Liebe, Geduld, Ehrlichkeit usw.) in ihm angelegt und er kann sie entwickeln.

Liebe Grüße
Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Heisst das einige Menschen sind absichtlich nicht "edel"?
Und wer ist für euch edel? Kennt ihr Menschen die edel sind?
Zitat:
Kennt ihr Menschen die edel sind?


Die Menschen, die anderen Gutes tun, ohne dafür einen Lohn zu erwarten.

Menschen, die aufrichtig, ehrlich und wohlwollend zu ihren Mitmenschen sind.

Menschen, die danach streben anderen Gutes zu tun...

Das war jetzt sehr vereinfacht, aber vielleicht eine Orientierung wie ich es verstanden habe..
Weinberg hat folgendes geschrieben:
Hallo,
ich widerspreche mehrfach: Wer heute in Mekka anfängt an der Kaaba rumzuschnipppeln die anzzünden, zu beschädigen, der muß mit Todesstrafe rechnen, solch eine Tat ist als Suzid zu werten. Nicht anders sehe ich die "Tempelreinigung", als das wissentliche Anlegen mit der Obrigkeit.


Aber ist nicht gerade das das heldenhafte an Jesu gewesen? Das er sich eben nicht der willkürlichen Herrschaftsgewalt der damaligen geistigen Führerschaft der Pharisäer unterwarf, sondern sich dagegen stellte und offen anprangerte wie sehr sie das Heiligtum Gottes entweihten. Gerade für jemanden der sich in einem "europäisch-philosphischen" denken sieht sollte diese Mut zur Gerechtigkeit, gegenüber der der damalig herrschenden Übermacht, inspirierend sein.

Zumal hinkt dein Vergleich leicht. Wenn ich die Kaaba in Mekka mutwillig kaputt mache dann entweihe ich ja wissentlich ein Heiligtum der Muslime. Jesu aber warf die Händler aus dem Tempel weil sie durch ihr Tun eben genau dies mit dem Tempel taten.
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Realität ist etwas für Leute, die Angst vor Einhörnern haben!
nein, die Kaaba ist ein Teil des hochkommerziellen Pilgerzentrum, dort eben den Betrieb stören wird nicht toleriert, da war dochmals was vor 35 Jahren. Und "Heiligtümer" sind eben in der Form heilig wie sich der Massenbetrieb etabliert hat. Das gilt auch für die Grabeskirche, Santiago de Comostella oder Altötting.

Für das Bahaiizentrum in Haifa gilt das kaum da Bahaii-Religiösität weniger emotional-esoterisch aufgeladen ist sondern eine intelektuell anspruchsvolle Angelegenheit ist.
Zitat:
Für das Bahaiizentrum in Haifa gilt das kaum da Bahaii-Religiösität weniger emotional-esoterisch aufgeladen ist sondern eine intelektuell anspruchsvolle Angelegenheit ist.


Verstehe ich nicht

Sollte Religion, so wir denn schon meinen das wir eine brauchen, nicht
von göttlichem Willen , statt von Inteletuellem, Anspruchsvollem (was ist das?) geprägt sein ?
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Ich bin der ich bin!
Es fällt mir irgendwie sehr schwer in euer Denken einzusteigen. Erst wird ein Kritikpunkt angebracht und argumentiert wird dann wiederum mit antireligiösen Klischees, welche mit der Kritik selber nichts zu tun haben.

Der Kritikpunkt lag doch im Martyrium Christi, welches durch das lautstarke Auflehnen gegenüber den Pharisäern erzeugt wurde. So wie ich Weinberg verstanden habe sieht er darin keinerlei Sinn. Dann frage ich dich ob der sinnvollste Weg im Leben der ist sich der Staatsgewalt, egal wie willkürlich und erniedrigend sie auch sein mag, einfach zu beugen?
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