Die Bedeutung der Kreuzigung Jesu aus Sicht der Bahai


Zitat:
Schröder hat folgendes geschrieben:
Warum sollte Gott Menschenopfer fordern?


Wo war in dem Zitat von "fordern" die Rede? Bitte ließ doch zumindest das Zitat zuende bevor du es kritisierst.


Tobias, wenn Gott seinen Sohn sendet, damit dieser geopfert werde um diese Menschen zu retten, was ist es denn dann?
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Ich bin der ich bin!
Lieber Schröder,

nur weil Gott (und Jesus) vorher wussten, was geschehen würde, heißt das doch noch lange nicht, dass Gott es befohlen hat. Meinst du nicht?

Wenn ich weiß, dass im Frühling (hoffentlich irgendwann) wieder die Blumen, Büsche und Bäume blühen werden, dann heißt das doch auch nicht, dass ich irgendwas damit zu tun habe, oder?

Gott hat Seinen "Sohn" geschickt OBWOHL dieser getötet werden sollte, und nicht WEIL.
Dass dieser Tod dann allerdings dazu geführt hat, dass Jesus erst recht Unsterblichkeit (in den Herzen der Menschen) erlangt hat, steht auf einem anderen Blatt geschrieben - unter anderem in den Zitaten, um die es in diesem Thread eigentlich geht.
Zitat:
Gehe doch bitte mal auf unsere Posts ein anstatt seltsam herumzuschwadronieren.



Zitat:
Nur ist dein Text das nicht. Der ist vielmehr eine hasserfüllte propagandistische Polemik


Mein lieber Schwan. Solch einen begnadeten "Moderator" habe ich in noch keinem Forum kennen lernen dürfen

Tobias, was ist los mit Dir?
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Riki hat folgendes geschrieben:



Lieber Weinberg,
.....................
Und ebenso stimmt es, dass wenn man die religiöse Obrigkeit gegen sich aufbringt, man mit dem Tod rechnen muss, besonders vor 2000 Jahren.

Nun, wenn man nicht an Gott und / oder Seine Offenbarer glaubt / glauben möchte, dann sei das natürlich jedem frei gestellt.
Aber Jesu (Märthyrer)Tod ist ja wohl kaum gleichzustellen mit Menschen, die durch ihren gewalttätigen Selbstmord, bei dem sie dutzende von Menschen mit sich reißen, und meinen, damit etwas Wunderbares vollbracht zu haben. Da schleicht sich auch in mein Gedankengut das Wort "Polemik" ein...
Wie gesagt, darüber kann ja gerne in einem anderen Thread diskutiert werden.

Mit herzlichen Grüßen,
Riki




Danke, du hast es gut und klar rausgestelllt, meine Märtyreranalogie habe ich ja auch betreff weitere Opfer um diesen Aspekt differenziert, den Unterschied dargestellt..

Ich vertrete eben die Ansicht daß Leben ist zu wertvoll um es im Rahmen einer Demonstration zu opfern, egal ob Provokation oder wie Mönche in Tibet sich selbst verbrennen. Und von daher habe ich auch kein Verständniss für die Verehrungswürdigkeit der Tempel-Karfreitag-Ostergeschichte.

Gruß
@ Schröder: Jeder kann mal einen schlechten Tag haben, das ist hier aber nicht Thema des Threads. Sei doch bitte so gut, und diskutiere das mit Tobias persönlich (per pn) aus oder lasse es.
Auch Moderatoren sind nur Menschen.
Zitat:
nur weil Gott (und Jesus) vorher wussten, was geschehen würde, heißt das doch noch lange nicht, dass Gott es befohlen hat. Meinst du nicht?



Riki, ja das meine ich auch. (Siehe das Gleichnis von den bösen Weingärtnern.)

Das Erlösungswerk Jesus ist das bringen seines Wortes, nicht sein Tod.

"Niemand kommt zum Vater denn durch mich", heisst: Durch mein Wort, welches zu leben gilt!
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Ich bin der ich bin!
Da stimme ich mit dir vollkommen überein, Sein (Gottes) Wort war Sein Werk, nicht Sein Tod. Und dennoch hat Sein Tod für viele Christen eine sehr große Bedeutung, und dementsprechend wurde auch von Bahá'u'lláh und 'Abdu'l-Bahá darauf eingegangen, wie dieses Ereignis aus Sicht der Bahá'í-Religion betrachtet wird.

Und auch wenn natürlich Jesu' Tod nicht der Hauptzweck Seiner Offenbarung war, so war er doch ein sehr einschneidendes Erlebnis für die damals noch enorm junge Christenheit.
Und Jesu' Bereitschaft dieses Opfer auf sich zu nehmen, den Märtyrertod zu sterben, hat nochmal sehr viel "göttliche Energie freigesetzt" (wie ich es vielleicht aus obigen Texten kurz zusammenfassen würde), welche dazu geführt hat, dass diese junge, noch recht kleine Gemeinde zu einer solchen Größe heranwachsen konnte.

Was in späteren Jahrhunderten passierte steht auch wiederum auf einem anderen Blatt geschrieben...
Riki hat folgendes geschrieben:
Da stimme ich mit dir vollkommen überein, Sein (Gottes) Wort war Sein Werk, nicht Sein Tod. Und dennoch hat Sein Tod für viele Christen eine sehr große Bedeutung, und dementsprechend wurde auch von Bahá'u'lláh und 'Abdu'l-Bahá darauf eingegangen, wie dieses Ereignis aus Sicht der Bahá'í-Religion betrachtet wird.

Und auch wenn natürlich Jesu' Tod nicht der Hauptzweck Seiner Offenbarung war, so war er doch ein sehr einschneidendes Erlebnis für die damals noch enorm junge Christenheit.
Und Jesu' Bereitschaft dieses Opfer auf sich zu nehmen, den Märtyrertod zu sterben, hat nochmal sehr viel "göttliche Energie freigesetzt" (wie ich es vielleicht aus obigen Texten kurz zusammenfassen würde), welche dazu geführt hat, dass diese junge, noch recht kleine Gemeinde zu einer solchen Größe heranwachsen konnte.

Was in späteren Jahrhunderten passierte steht auch wiederum auf einem anderen Blatt geschrieben...



Riki, mit verlaub, damals, zu Jesus Tod, gab es noch keine "Christenheit" und auch noch keine Gemeinde.
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Riki hat folgendes geschrieben:
Da stimme ich mit dir vollkommen überein, Sein (Gottes) Wort war Sein Werk, nicht Sein Tod. Und dennoch hat Sein Tod für viele Christen eine sehr große Bedeutung, und dementsprechend wurde auch von Bahá'u'lláh und 'Abdu'l-Bahá darauf eingegangen, wie dieses Ereignis aus Sicht der Bahá'í-Religion betrachtet wird.


Was mich noch interessiert:
Soweit ich weiß, geht man im Islam davon aus, dass die Kreuzigung Jesu nicht stattfand.
Bahaullah und Abdul-Baha vertreten eine andere Meinung, obwohl sie in einem vom Islam geprägten Umfeld aufwuchsen.
Ist das eher einmalig oder gab/gibt es diese Meinung in der islamischen Theologie teilweise?
Das ist eine wirklich gute Frage...

Mir wurde von einer sehr lieben Freundin (shiitische Muslima) mal erklärt, dass Jesus deshalb nicht am Kreuz gestorben sein kann, weil dieser Tod als der "verfluchte Tod" gilt, was heißt, dass die Seele des Menschen der am Kreuz stirbt, niemals ins Paradies kommen kann, weil sie verflucht ist.
Und da Jesus ja wohl kaum nicht ins Paradies kommen kann, kann Er somit auch nicht gekreuzigt worden sein.

Allerdings klingt mir das alles sehr nach grauer Theorie, und ist auch irgendwie so ein typisches phänomen, dass man Gott "vorschreiben" will, was Er machen kann und was nicht.
Wenn Gott jemals behauptet haben sollte, dass ein solcher Tod verflucht ist, dann kann Er das ja wohl auch wieder aufheben. Und falls der Mensch behauptet hat, dass dieser Tod verflucht ist, dann braucht das ja Gott nicht zu tangieren.

Über professionellere Meinungen wäre ich aber auch dankbar