Muß oder soll der Mensch Gott fürchten ?



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Realität ist etwas für Leute, die Angst vor Einhörnern haben!
Kannst du nicht oder willst du nicht.
Busshari hat folgendes geschrieben:
Kannst du nicht oder willst du nicht.


Ich kann dich irgendwie nicht ernst nehmen und will daher auch nicht ernsthaft auf dich eingehen. Im nächsten Leben vielleicht.
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Realität ist etwas für Leute, die Angst vor Einhörnern haben!
Warum denn?
linde hat folgendes geschrieben:
Aus Respekt, Wertschätzung, Liebe und Achtung vor Gott (wie ich die gottesfurcht definiere) geht man mit seinen Mitmenschen ganz anders um. Man ist bemüht sie zu ermutigen, zu stärken und sie aufzubauen.
Das sehe ich als logische Folge der Gottesfurcht.

Nun ich respektiere, dass du das anders siehst als ich, Linde.

Für mich blockiert Furcht die Liebe.
Und nur wer an einen Gott mit ganzheitlicher Liebe glaubt,
also einen Gott der überhaupt nicht gefürchtet werden muss,
der lässt sich nicht auf solche Geschichten, die an religiöse Neurosen anmuten, ein.
Der vermittelt sie nicht und lässt sich auch nicht davon beirren.
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Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
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Pommes hat folgendes geschrieben:
ziraki hat folgendes geschrieben:
Meine Absicht war aufzuzeigen, dass Furcht vor Konsequenzen im Buddhismus durchaus eine Rolle spielt.


Untermauer das mit Zitaten Buddhas (...)


Zitat:
"Was ist wohl, o Gotamo, der Anlaß, was ist der Grund, daß da manche Wesen bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, auf einen Abweg, auf schlechte Fährte, in Verderben und Unheil geraten? Und was ist wiederum, o Gotamo, der Anlaß, was ist der Grund, daß da manche Wesen bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, auf gute Fährte, in selige Welt gelangen?"


Zitat:
Weil sie also falsch und unrecht leben, ihr Bürger, deshalb gelangen da manche Wesen bei der Auflösung des Körpers, nach dem Tode, auf einen Abweg, auf schlechte Fährte, in Verderben und Unheil.


http://www.palikanon.com/majjhima/m041n.htm

Das ist nur eines von vielen Beispielen, in denen der Buddha auf Konsequenzen durch Lebensführung aufmerksam macht.
Wir kommen hier nicht weiter, wenn wir uns nicht darauf verständigen können, was denn nun unter Gottesfurcht zu verstehen ist.
Die einen meinen Angst, die anderen Respekt, Achtung.

Da können wir uns endlos Argumente um die Ohren hauen...
PapaLoooo hat folgendes geschrieben:



Zitat:
Manipulation durch Angst ist etwas, das ich weder mit Gottesfurcht ... in Verbindung bringe.


W I R K L I C H ?


Ja PapaLoooo, wirklich.

Aber natürlich gehen mir die Beispiele, die du nennst auch ans Herz und ich möchte so etwas in keinster Weise verteidigen.
Es ist Unrecht.
Und dass du dich darüber ärgerst, macht dich sympathisch.

Vielleicht ist unsere jeweilige Definition, des diskutierten Begriffs einfach unterschiedlich.
Was du erzählst hat nach meiner Auffassung zwar viel mit Angst, aber nicht mit Gottesfurcht oder Gewissensscheu zu tun.
Vielleicht erhellt diese Stelle aus dem Lukas-Evangelium das Thema:

"Sie kamen zur Schädelhöhe; dort kreuzigten sie ihn und die Verbrecher, den einen rechts von ihm, den andern links.
Über ihm war eine Tafel angebracht; auf ihr stand: Das ist der König der Juden.
Einer der Verbrecher, die neben ihm hingen, verhöhnte ihn: Bist du denn nicht der Messias? Dann hilf dir selbst und auch uns!
Der andere aber wies ihn zurecht und sagte: Nicht einmal du fürchtest Gott? Dich hat doch das gleiche Urteil getroffen.
Uns geschieht recht, wir erhalten den Lohn für unsere Taten; dieser aber hat nichts Unrechtes getan.
Dann sagte er: Jesus, denk an mich, wenn du in dein Reich kommst.
Jesus antwortete ihm: Amen, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein." (Lk 23,33; 38-43)

Der linke Schächer will also einen Gott nach seinen Vorstellungen: Steig gefälligst herab vom Kreuz und hilf dir selbst und uns. Er steht für den Menschen der die eigene Schuld, den eigenen Anteil an seiner Misere nicht anschaut, Gott die ganze Verantwortung für Alles zuschiebt - für die schlechte Welt, für Versagen und Schuld. Nicht er will an seinem Verhältnis zu Gott etwas ändern, sondern Gott soll sich gefälligst ändern - sonst braucht er ihn nicht.

Was Gottesfurcht ist zeigt demgegenüber der rechte Schächer: Zu Gott aufzuschauen und von seinem Licht das eigene Leben, die eigene Dunkelheit, ausleuchten zu lassen. Gottesfurcht bedeutet es zum Lebensgrundsatz zu machen, dass ich mich beständig Gott annähern muss - und nicht umgekehrt Gott sich verändern muss. Er ist so wie er ist - er hängt am Kreuz in der Ohnmacht der Liebe, in der seine Allmacht verborgen ist. Ist mir dieser Gott, der nicht nach meinen menschlichen Vorstellungen "funktioniert", ein Ärgernis wie dem linken Schächer, oder nehme ich diesen Gott gottesfürchtig an wie der rechte? Wähle ich Selbstbezogenheit und damit Gottesverachtung und den ewigen Tod oder wähle ich Gottbezogenheit und damit Gottesfurcht und das ewige Leben?
ziraki hat folgendes geschrieben:
Das ist nur eines von vielen Beispielen, in denen der Buddha auf Konsequenzen durch Lebensführung aufmerksam macht.


Jetzt bist du aber meiner Bitte nach einem Zitat Buddhas, wo er die Furcht selber als heilsam erachtete, geschickt umgangen.
Freilich zeigte der Buddha die Konsequenzen der Taten klar auf, jedoch lehrte er nirgendwo das die Furcht als Mittel zum Zweck missbraucht werden darf.
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Realität ist etwas für Leute, die Angst vor Einhörnern haben!

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