Geist & Materie


Hallo Pjotr,

weißt Du, für mich ist es aufgrund meiner Erfahrungen logisch und schlüssig, zu glauben, dass es geistige Wesen gibt, die in unsere Wirklichkeit eingreifen können; folglich ist für mich die Existenz Gottes eine Tatsache - wohlgemerkt, für mich. Deine Sichtweise mag aufgrund Deiner persönlichen Erfahrungen anders sein.
Ich habe so einige Geschehnisse erlebt, die die physikalischen Gesetze völlig außer acht gelassen haben. Dadurch ist für mich das Glauben fast ein Wissen geworden.

Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Was man aber durchaus behaupten kann, ist, dass diese physikalischen Gesetzmässigkeiten in diesem Universum höchstwahrscheinlich die alleinige Ursache für die Entstehung des menschlichen Bewusstseins sind.
Bei sehr vielen physikalischen Gesetzmässigkeiten wissen wir inzwischen, warum sie so sind. Sie werden durch andere physikalische Gesetzmässigkeiten so gesteuert.
Natürlich erklärt das nicht, was der erste Grund dafür ist. Da können wir je nach Gusto lustig drauflos spekulieren oder glauben.


Ich kann nicht glauben, dass physikalische Gesetze die alleinige Ursache für die Entstehung unseres Bewusstseins sind. Wenn es möglich ist, dass physikalische Gesetze so ausgehebelt werden können, wie ich es erlebt habe, dann ist das für mich unmöglich. Wissenschaft weiß noch lange nicht alles, und ihre Theorien können sich ändern.

Liebe Grüße,
Minou
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Materie ist auch nur verdichteter Geist. Jede Materie ist deshalb belebt.
Zitat:
Alles nur theoretisch - und da kann jeder sich was ausdenken...


Es kann sich nicht jeder einfach nur was ausdenken. Theorien müssen in der Wissenschaft schlüssig dargelegt werden und mit Experimenten oder sonstigen Befunden begründet werden. Du glaubst doch nur einfach an einen immateriellen Geist oder Seele oder wie du das nennen magst.

Zitat:
Die ganze Naturwissenschaft traut sich nicht, den Geist zuzulassen, und probiert seit Jahrhunderten an Theorien, wie es ohne Geist gehen könnte.


Sie hat den Geist eben bisher nicht gebraucht.

Zitat:
Und Zelle ist ja schon etwas sehr Komplexes, das sich nicht von selbst kreieren oder entstehen kann, bei allen "Zufällen".


Sie war ja auch nicht einfach *plopp* da, so wie man jetzt Zellen vorfinden kann. So in der Art geht eher die Schöpfungsgeschichte. Sie ist schrittweise über Milliarden von Jahren entstanden - chemische Evolution.
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Man kann Gläubige nicht überzeugen, da ihr Glauben nicht auf Beweisen beruht, sondern auf dem tiefen Bedürfnis zu glauben. - Carl Sagan.

Die Wahrheit siegt nie, ihre Gegner sterben nur aus.
aus

http://www.yoga-aktuell.de/meditati.....mpl=component&print=1




Ungeachtet der verblüffenden Erkenntnisse der Quantenphysik wird das moderne Denken immer noch von dem materialistischen Paradigma bestimmt, welches Geist und Materie als komplett getrennte Einheiten betrachtet. Die beschriebenen wissenschaftlichen Studien zur Meditation legen aber nahe, dass dieses Paradigma nicht die Wirklichkeiten von Gehirn und Geist widerspiegelt. Der menschliche Geist beeinflusst das Gehirn ebenso wie das Gehirn den Geist. Letzteres wird bei Hirnverletzungen oder Veränderungen der Hirn-Chemie durch Drogen und Medikamente offensichtlich, Ersteres war bislang noch nicht nachgewiesen worden. Aber die Hirnforschung zeigt nun, dass unsere Art zu denken die physische Struktur des Gehirns verändert.

Der Materialismus sieht den menschlichen Geist als Produkt von Materie – zum Beispiel Gefühle als bloße Folge chemischer Prozesse im Gehirn oder Gedanken als Resultat elektrischer Impulse. Yoga und Spiritualität, auf der anderen Seite, betrachten Materie als geronnenen Geist und den menschlichen Geist als Herrn des Gehirns, nicht seinen Nachfolger. Die Neurowissenschaften können den Graben zwischen diesen beiden polaren Weltsichten überbrücken helfen und das Beste von beiden Ansätzen zur Geltung bringen. So kann die moderne Hirnforschung zeigen, wie spirituelle Praxis das Gehirn formt und verändert, aber eben auch wie wichtig es ist, die Bedeutung des Gehirns als materielle Basis des Geistes anzuerkennen.

Vor allem zeigen Studien wie diese aber eines: Der menschliche Geist besitzt ein schier unendliches Potenzial. Durch spirituelle Praxis wie Meditation können wir beginnen, das schlafende Potenzial unseres Geistes aufzuwecken. Indem wir unser Gehirn durch Meditation schulen, können wir es nach und nach zu einem Gefäß für den erleuchteten Geist formen.
Tek. hat folgendes geschrieben:
edgar gne hat folgendes geschrieben:
Der Materialismus ist langweilig .
[...]


Ist nicht die westliche Philosophie gerade der Materialismus ?


Es gibt einige westliche Philosophien, welche materialistisch sind, aber das ist nur ein Bruchteil des Gesamtspektrums.

Tek. hat folgendes geschrieben:
Fiducia hat folgendes geschrieben:
was hat die Liebe zur Weisheit

mit Materialismus zu tun, Tek ?


Sie sehen die Weisheit im Materialismus.


Das trifft eben nur auf materialistische Philosophien zu wie etwa den Marxismus.

Tek. hat folgendes geschrieben:
Die Häuser im Westen sind blitzeblank und materielle Güter gibt es auch im Überfluss; ABER wie sieht es mit dem Menschen aus ? Sind die Menschen glücklich ?


Was hat das mit Philosophie zu tun?

Derweil: Entgegen irgendwelcher populärer Behauptungen sind die Menschen im Westen tatsächlich im Schnitt glücklicher als in weiten Teilen der restlichen Welt. Das liegt schlicht daran, dass der Massenwohlstand den Menschen die Überlebensängste nimmt und ihnen die Möglichkeit zur Selbstrealisierung gibt.
Sri Chirnmoy lehrt mich , das materielle Leben nicht nur anzunehmen
( ich war Maurer von Beruf ) sondern mit beiden Beinen fest in dieser
Wirklichkeit zu stehen und dabei gleichzeitig in der Unendlichkeit der inneren
Welten zu leben (ich bin ein geistig interessierter Mensch )

Einheit in allen Dingen .Denn alles was wir sehen und denken war einmal nicht da . Selbst die Energie . Alles kam aus dem Unbekannten , was auch unbekannt bleibt . Hier setzt die Religion ein und der Glaube wird zur Weisheit .


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Ich lasse alles los was nicht Liebe ist . Für alles was
ich tun will ist Zeit und Raum vorhanden !
Louise L. Hay

Suche nichts-finde alles !
Dr.Frank Kinslow

Wir erleben mehr als wir begreifen .
(Mystisches Erleben , Intuitives Verstehen) !
Hans-Peter Dürr
Tobias hat folgendes geschrieben:

Es gibt einige westliche Philosophien, welche materialistisch sind, aber das ist nur ein Bruchteil des Gesamtspektrums.


Allgemein sind die westlichen Leute materialistisch orientiert. Natürlich kann man nicht von jedem Einzelnen reden; aber ein solcher Geist schwebt über diesem Gebiet. Meine Aussage ist hier auf das entchristianisierte Europa bezogen, wo man für geistige Sachen einfach BLIND(!) geworden ist und nur noch das Materielle sieht; natürlich kann da ein Mensch nicht glücklich sein, eher das Gegenteil wird der Fall sein, bei allem materiellem Überfluss. Europa hat sich von Gott entfernt. Europa hat Christus den Rücken gekehrt.
Tek. hat folgendes geschrieben:

Allgemein sind die westlichen Leute materialistisch orientiert. Natürlich kann man nicht von jedem Einzelnen reden; aber ein solcher Geist schwebt über diesem Gebiet. Meine Aussage ist hier auf das entchristianisierte Europa bezogen, wo man für geistige Sachen einfach BLIND(!) geworden ist und nur noch das Materielle sieht; natürlich kann da ein Mensch nicht glücklich sein, eher das Gegenteil wird der Fall sein, bei allem materiellem Überfluss. Europa hat sich von Gott entfernt. Europa hat Christus den Rücken gekehrt.


Die Versuchung des Menschen das Materielle in das Zentrum zu stellen, den Sinn ausschließlich im Sichtbaren und Machbaren zu suchen, die ist nicht neu. Ich würde die Sache nicht so sehen, dass viele Menschen "Christus den Rücken zukehren", es sind nur viele Schichten Sediment über ihm abgelagert. Ablagerungen, die dadurch entstanden sind, dass die Suche nach dem Sinn dort stattfindet, wo sie nicht zum Ziel führen kann - in den geschaffenen Dingen dieser Welt.

So wichtig und gut Wissenschaft, Technik und all die anderen großartigen Dinge sind, zu denen der Mensch fähig ist - sie sind letzlich nur gut wenn sie als Mittel gebraucht werden; als Hilfsmittel auf dem Weg als Mensch weiterzukommen, auf dem Weg des Wachstums in der Liebe. Wenn nun die Mittel zum Ziel erklärt werden, dann beginnt die geistige Leere, dann beginnt die Seele zu leiden, dann steigen psychische Erkrankungen, was massiv der Fall ist in den letzten Jahren. Und ich glaube genau das ist das Symptom der Krankheit des modernen Menschen, der im Konsum-Materialismus gefangen ist: Je größer die Fülle an äußeren Möglichkeiten, in die er sich "wie im Rausch" hineinwirft, desto kleiner wird der innere Reichtum, der aber letzlich entscheidend ist für das Gelingen des Lebens. Insofern ist Europa ein sehr armer Kontinent geworden, geistig arm.

Dennoch - der "Grundwasserspiegel" des christlichen Glaubens, von dem sich die geistigen Wurzeln Europas nähren ist zwar tief gesunken aber noch da. Ich will als optimistischer Mensch mit Zukunftshoffnung nicht daran glauben, dass dieser "geistige Grundwasserspiegel" jemals soweit sinkt, dass die christlichen Wurzeln unseres Kontinentes absterben, was letzlich - davon bin ich überzeugt - den Niedergang unseres Kulturraumes, wie wir ihn heute kennen, bedeuten würde.
Hallo Minou,

Zitat:
Ich habe so einige Geschehnisse erlebt, die die physikalischen Gesetze völlig außer acht gelassen haben. Dadurch ist für mich das Glauben fast ein Wissen geworden.

Ich nehme an, dass diese Geschehnisse Einzelerlebnisse gewesen sind, die sich in der gleichen Form nicht wiederholt haben. Damit können sie für dich "wegweisend" gewesen sein, sind aber für alle "Aussenstehenden" nicht relevant, da sie keinen nachvollziehbaren Zugang zu diesen Erlebnissen haben.
Sind es keine Einzelerlebnisse, sondern wiederholen sich bei einem Menschen ständig und wird dieses dann untersucht, stellt sich in der Mehrzahl der Fälle eine psychische Erkrankung /z.B. multiple Persönlichkeit, Schizophrenie, Zwangsstörung) oder aber es ist eine biologische Sonderform (z.B. Menschen, die Farben hören, oder Musik in Farben sehen).

Zitat:
Wenn es möglich ist, dass physikalische Gesetze so ausgehebelt werden können, wie ich es erlebt habe, dann ist das für mich unmöglich. Wissenschaft weiß noch lange nicht alles, und ihre Theorien können sich ändern.

Hast du jemals von einem Wissenschaftler gehört, dass er alles weiss?
Wenn ja, dann vergiss ihn schleunigst.
Im Gegenteil, Wissenschaft lebt davon, dass sie ständig und immer wieder alles in Frage stellt und damit auch bereits seit Jahrhunderten bekannte Gesetze immer wieder überprüft. Dadurch wird ja eine Theorie erst dann zum physikalischen Gesetz erhoben, wenn sie widerspruchsfrei bei definierten Umgebungsvariablen in allen Versuchen bestätigt wird. Und selbst ein Jahrhunderte altes physikalisches Gesetz würde unbarmherzig vom Thron geworfen, wenn es falsifiziert werden könnte.
Deswegen gab es auch die grosse Aufregung, als man glaubte, dass man überlichtschnelle Teilchen gefunden hätte.
Stimmt, wissenschaftliche Theorien können sich ändern und ganz neue Theorien tun dies auch, allein schon deswegen, weil viele dieser Theorien "Schönheitsfehler" haben, da sie bestimmte Phänomene, die sie eigentlich erklären sollten, dann doch nicht vollständig erklären können.
Aber ich kenne eigentlich kein etabliertes physikalisches Gesetz, dass sich nach Jahren als vollständig falsch herausgestellt hat.
Hier haben eher etliche Religionen in Bezug auf Entstehung des Universums oder geozentrisches Weltbild oder Entwicklung der Arten auf das falsche Pferd gesetzt.

hallo Burkl,

Zitat:
Wenn nun die Mittel zum Ziel erklärt werden, dann beginnt die geistige Leere, dann beginnt die Seele zu leiden, dann steigen psychische Erkrankungen, was massiv der Fall ist in den letzten Jahren.


Hmm, ich bin da eher anderer Meinung. Früher wurden psychisch Kranke weggesperrt und auch von der Bevölkerung nicht als krank akzeptiert sondern auch als gemeingefährlich eingestuft. Sie kamen daher kaum in der Öffentlichkeit vor.
Das hat sich heute "wem auch immer sei DanK" gewandelt, und psychisch Kranke werden so gesehen wie sie sind, nämlich als in einigen Bereichen kranke Menschen, die aber in allen anderen Bereichen durchaus ziemlich normal reagieren können und heute verstärkt in der Öffentlichkeit auftreten, genau so wie es Behinderte tun oder tun sollten.
Ausserdem wird heute vieles als psychisch krank eingestuft, was früher unter "Stimmungsschwankung" lief oder der Patient einfach als "Säufer" oder "Querulant" eingestuft wurde. Hinzu kommt, dass die Diagnosen psychischer Erkrankungen sehr stark verfeinert wurden und das Raster längs nicht mehr so grobmaschig ist, wie es noch vor 50 Jahren war.
Nicht zu vergessen, dass die Pharma-Industrie ein grosses Interesse daran hat, möglichst viele auch noch so kleine psychische Abweichungen zu behandelbaren Krankheiten erklären zu lassen, um ihre Pülverchen und Stimmungsaufheller an den Mann (Frau) zu bringen.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Hmm, ich bin da eher anderer Meinung. Früher wurden psychisch Kranke weggesperrt und auch von der Bevölkerung nicht als krank akzeptiert sondern auch als gemeingefährlich eingestuft. Sie kamen daher kaum in der Öffentlichkeit vor.


Depressionen, Belastungssyndrome, Burn-Out, Sinnkrisen. All das nimmt zu seit Jahren - erwiesenermaßen. Ich habe beruflich viel mit diesen Feldern zu tun. Und es ist so, die "Alltagspsychiatrie" boomt - und das ist eine gesamtgesellschaftliche Entwicklung. "Leistung" definiert immer mehr als einziger Faktor den Wert eines Menschen, was kaputt macht. Es geht immer weniger um Arbeit, was ein vielschichter und humaner Begriff sein kann - sondern nur mehr um "Leistung", was ein seelenloser Begriff ist - und das zerstört Seelen.

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