Warum machen sich Frauen von Männern abhängig?


Hallo Ikaruse,

kannst auch nicht schlafen?

Danke für Deine Erklärung.

LG,
Minou
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Zitat:
Im nächsten Leben werd' ich ein Mann



Minou, wann kam die Erleuchtung die Ihnen die Wiedergeburt erkennen liess?
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"Die Wahrheit richtet nicht nach meinem Glauben, ich muss mich nach der Wahrheit richten"!
"Was immer wir auch tun, tun wir es aus Liebe"
"Was ich schreibe kann potentiell falsch, aber auch richtig sein."
na hier wurde ja wieder einiges geschrieben^^

Zitat:
Das Frauen heute noch eine derartige Abhängigkeit von Männern aufweisen müssten könnte glatt von Alice Schwarzer stammen. Komplett absurd und fernab jeglicher Realität.
Pommes wie wärs wenn du mal in der Realität ankommst. Bist du eine Frau? Was kannst du denn von der Realität wissen, in der Frauen leben? Alice Schwarzer hat sich dafür eingesetzt, dass Abtreibung gesetzlich erlaubt sind und dass die Diskriminierung der Frau in der deutschen Gesellschaft publik wird. Damals in den 70ern gab es auch schon so Männer wie dich, die behauptet haben "Die Frauen sind doch gleichberechtigt, was haben die denn? Das bisschen Haushalt..."
Heute hat sich der Feminismus weiter entwickelt, aber dennoch gibt es viele Baustellen, b.Z. Lohnangleichung, Diskriminierung, übertriebene Sexualisierung der Frau. (siehe Rickys Beitrag dazu)

Ich rede aber nicht von finanzieller Abhängigkeit, sondern von emotionaler.
Und das hat nichts mit dem Alter zu tun. Es geht darum, dass Frauen sich darum kümmern, was Männer von ihnen denken. Und das ist oft übertrieben. Genau das was Minou beschreibt, meine ich. Männer schminken sich morgens nicht und ziehen sich auch keine Stöckelschuhe an. Ist doch viel entspannter. Ich denke, das Frauen das tun, hängt damit zusammen, dass sie sich doch vom Urteil der Männer abhängig machen und auch mit anderen Frauen in Konkurrenz stehen. Sonst wäre es ja egal, was sie anhaben. Dann würde nur der Charakter zählen. Wenn es nämlich nicht stimmen würde, das das so ist, würden Frauen sich auch in weite Jeans und Pulli schmeißen.

Ja Ricky das mit der übertriebenen Sexualisierung der Frau stimmt sowas von. Selbst wenn man sich Klamotten kaufen wollte, die nicht so eng geschnitten sind, man würde doch komisch angesehen, auch im Beruf.

Aber das mit der Konkurrenz unter Frauen äußert sich nicht in Zickenkrieg, es ist einfach unsichtbar, aber Frauen checken die anderen Frauen genau ab.
Unter Baha'i geht es eigentlich, aber selbst da gibts dieses abchecken.
Zitat:
Aber das mit der Konkurrenz unter Frauen äußert sich nicht in Zickenkrieg, es ist einfach unsichtbar, aber Frauen checken die anderen Frauen genau ab.
Unter Baha'i geht es eigentlich, aber selbst da gibts dieses abchecken.

Du hast es erfaßt.

Ich arbeitete sehr lange in einem Frauenkollektiv und auch in einem gemischten Kollektiv. Und habe eigentlich eine gute Beobachtungsgabe, was Menschen angeht. Ich mag Menschen und wir brauchen einander, aber es geht um den Mann immer wie um eine Trophäe - das kann auch kein erzwungene Freundlichkeit beseitigen - im Innern, wenn sich frau den Mann erwünscht, wird sie alle Register ihre Frauseins ausspielen, bis sie ihn hat. Und wehe, die Konkurrenz ist zu stark - dann wird auch gekämpft. Bis sich der Mann entschieden hat, dann sucht frau nach einem neuen Betätigungsfeld.
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
El Cid hat folgendes geschrieben:
Minou, wann kam die Erleuchtung die Ihnen die Wiedergeburt erkennen liess?


Das war natürlich scherzhaft gemeint von mir, lieber El Cid.
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Zitat:
Heute hat sich der Feminismus weiter entwickelt, aber dennoch gibt es viele Baustellen, b.Z. Lohnangleichung, Diskriminierung, übertriebene Sexualisierung der Frau. (siehe Rickys Beitrag dazu)


Ob das nun eine spezielle Sexualisierung der Frau ist? Oder handelt es sich nicht vielmehr um eine generelle Sexualisierung?

Zitat:
Ich rede aber nicht von finanzieller Abhängigkeit, sondern von emotionaler.
Und das hat nichts mit dem Alter zu tun. Es geht darum, dass Frauen sich darum kümmern, was Männer von ihnen denken.


Das tuen Männer auch.

Zitat:
Männer schminken sich morgens nicht und ziehen sich auch keine Stöckelschuhe an. Ist doch viel entspannter. Ich denke, das Frauen das tun, hängt damit zusammen, dass sie sich doch vom Urteil der Männer abhängig machen und auch mit anderen Frauen in Konkurrenz stehen. Sonst wäre es ja egal, was sie anhaben. Dann würde nur der Charakter zählen. Wenn es nämlich nicht stimmen würde, das das so ist, würden Frauen sich auch in weite Jeans und Pulli schmeißen.


Dann lass es halt?

Zitat:
Ja Ricky das mit der übertriebenen Sexualisierung der Frau stimmt sowas von. Selbst wenn man sich Klamotten kaufen wollte, die nicht so eng geschnitten sind, man würde doch komisch angesehen, auch im Beruf.


Ich bin zwar nicht so auf der Höhe mit der Mode, aber sind modische Sachen bei Männern nicht auf enganliegend?

Zitat:
Aber das mit der Konkurrenz unter Frauen äußert sich nicht in Zickenkrieg, es ist einfach unsichtbar, aber Frauen checken die anderen Frauen genau ab.


Männer sind dafür bekannt immer friedlich und konkurrenzlos untereinander zu sein. Männliche Milieus kennen keine Konflikte und keine Gewalt. Es gibt keine Konkurrenz um Frauen. Das ihr euch anstrengt und wir nie ist teil unseres perfiden Plans!
Zitat:
Ob das nun eine spezielle Sexualisierung der Frau ist? Oder handelt es sich nicht vielmehr um eine generelle Sexualisierung?
ja aber der mechanismus funktioniert besser mit Frauen. Frauen wirden eher zu Objekten geamacht als Männer. Ich würd sagen in der Werbung werden 80 Prozent Frauen sexualisiert (Magnum, Rocher, Steinofenpizza, andere Fressartikel).

Zitat:
Das tuen Männer auch.
wie äußert sich das?

Zitat:
Dann lass es halt?
haste nicht richtig gelesen? Modische Kleidung wird gesellschaftlich erwartet. Und die ist halt körperbetont. Stell dir vor, ein Vorstellungsgespräch in Zeltkleidung? Es geht hier auch nicht um mich als Einzelperson, sondern um die Gesellschaft.

Zitat:
Ich bin zwar nicht so auf der Höhe mit der Mode, aber sind modische Sachen bei Männern nicht auf enganliegend?
mach doch mal ein Experiment. Setz dich ma in nen Cafe und guck dir ganz genau die Leute an. Und dann sach mir, wo du mehr "enganliegend" siehst.
Zitat:

Männer sind dafür bekannt immer friedlich und konkurrenzlos untereinander zu sein. Männliche Milieus kennen keine Konflikte und keine Gewalt. Es gibt keine Konkurrenz um Frauen. Das ihr euch anstrengt und wir nie ist teil unseres perfiden Plans!
Eröffne doch einen Thread "warum machen sich Männer von Frauen abhängig". Absurd oder?
@Rose

Zitat:
Eröffne doch einen Thread "warum machen sich Männer von Frauen abhängig". Absurd oder?


Ich glaube den gibt es hier sicher schon, wenn auch unter anderem Namen.

Die sachliche Antwort dürfte aber vermutlich recht einfach sein: Emotionale Bindung, Aufgabenteilung und Geschlechtstrieb.

Vielleicht ist es ja vice versa genauso?

Zitat:
mach doch mal ein Experiment. Setz dich ma in nen Cafe und guck dir ganz genau die Leute an. Und dann sach mir, wo du mehr "enganliegend" siehst.


Bist du dir sicher das es sich dabei um so eine gute Idee handelt?

Zitat:
haste nicht richtig gelesen? Modische Kleidung wird gesellschaftlich erwartet. Und die ist halt körperbetont. Stell dir vor, ein Vorstellungsgespräch in Zeltkleidung? Es geht hier auch nicht um mich als Einzelperson, sondern um die Gesellschaft.


Machst du alles was gesellschaftlich von dir erwartet wird?

Zudem gibt es ja wohl auch noch etwas zwischen nuttig oder figurbetont und zeltartig.

Zitat:
ja aber der mechanismus funktioniert besser mit Frauen. Frauen wirden eher zu Objekten geamacht als Männer. Ich würd sagen in der Werbung werden 80 Prozent Frauen sexualisiert (Magnum, Rocher, Steinofenpizza, andere Fressartikel).


Ich würde eher sagen das Frauen hinsichtlich Sexualisierung einen "Vorsprung" haben. Allerdings ist das ja nicht die einzige Methode wie ein Mensch zum Objekt gemacht werden kann. Was Frauen historisch sexualisiert wurden, dass wurden Männer mechanisiert und brutalisiert.

Klar gibt es mehr Werbung mit erotisierten Frauen, aber es gibt eben inzwischen auch einige mit Männern.
Ich muss wohl wirklich hinterm Mond leben... Ich habe mich grundsätzlich NIE (nichtmal in der Pubertät) wegen einem Mann in irgendeiner bestimmten Form gekleidet.
Ja, ich habe mich als Teénie gerne auch mal sehr figurbetont angezogen, auch mal ein Minirock und sowas, aber das lag keineswegs daran, dass ich damit irgendeinem Mann gefallen wollte, ich wollte einfach mir selbst gefallen.
Und Absätze gabs nur auf der Tanzfläche im Ballsaal, selbst zum Minirock habe ich normalerweise Sneakers getragen.

Und man muss sich nicht total modisch oder figurbetont anziehen, um schick auszusehen. Ich habe herausgefunden, welcher Jeansschnitt mir so steht, dass ich mich auch darin wohl fühle, dass meine Hüften nicht wie ein Pferdehintern aussehen und mein Bauch nicht allzusehr auffällt.
Und auch hier wieder: Ich mache das nicht, um anderen zu gefallen oder mit ihnen in Konkurrenz zu treten, sondern einfach weil ich mich wohler fühle, wenn ich nicht aussehe wie ein Sack Kartoffeln.

Ich schminke mich nicht, wenn ich aus dem Haus gehe, auch nicht wenn ich zur Arbeit gehe. (Gut, ich habe das Glück Erzieherin zu sein, derzeit außerdem zu Hause, aber auch als ich noch in einem Angestelltenverhältnis war, habe ich das nicht gemacht).
Ich mache mich nicht von Kosmetik und Hautcremes abhängig, und ich stehe auch mit keiner Frau wegen irgendwas in irgendeiner Konkurrenz.

Langsam frage ich mich, ob ich über die Jahre tatsächlich sowas wie Selbstbewusstsein entwickelt habe
(Als Teénie ging ich nicht mal ungeschminkt in den Laden nebenan, allerdings ging es auch da nicht darum, mich für jemanden aufzuhübschen, sondern ich hatte eine Maske aufgelegt, hinter der ich mich ganz gut verstecken konnte. Make-Up und Zigaretten, das bildet einen ganz guten Schutzwall...).

Mir ist zwar bewusst, dass das natürlich nicht in jedem beruflichen Umfeld so ist. Eine Politikerin müsste wahrscheinlich ertragen, wochenlang in der Springer-Presse zum Affen gemacht zu werden, wenn sie mit Jeans und Pulli zu einer öffentlichen Sitzung erschiene.
Aber selbst hier kann man sagen: Auch wenn ich mit den Piraten nicht in allem einverstanden bin, so bin ich doch durchaus damit einverstanden, dass sie diese alten Diktate durchbrechen wie Krawattenpflicht und Ähnliches. Sie kleiden sich durchaus auch in Jeans und Pullis für Sitzungen. (Gut, wohl auch, um ein Statement zu liefern, aber dennoch).

Was die Sexualisierung der Männer betrifft: Ich habe noch nie so genau darüber nachgedacht, aber es stimmt, sie werden auch sexualisiert. Und wenn nicht als Lustobjekte, dann werden sie als notgeile Affen (mehr oder weniger) dargestellt.
Ich finde beide Variationen nicht gut, sowohl bei Männern als auch bei Frauen.
Es soll ja sogar "emanzipierte" Frauen geben, die diese Sexualisierung (der Frau) sehr begrüßen, weil damit klargestellt wird, dass auch Frauen Lustempfinden haben, was früher durchaus nicht so bekannt war.

Ich bin ja mal gespannt, wieviele Wörter ich jetzt noch ändern muss, damit mein Beitrag gepostet werden kann *g*

Alles Liebe,
Riki
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"Nur Rosen der Liebe pflanze in den Garten deines Herzens." - Bahá'u'lláh -
Bin mir auch nicht so sicher, ob die emotionale Abhängigkeit und Sexualisierung Frauen so viel mehr betrifft als Männer.

In Beziehungen jedenfalls kann doch der männliche Partner genauso emotional abhängig sein wie der weibliche -- zumal hinter verschlossenen Türen "Mann" auch nicht mehr unbedingt seine harte "Männer weinen nicht"-Maske trägt.

Jedenfalls habe ich schon genug männliche Menschen erlebt, denen das Ende einer Beziehung extrem nahegegangen ist, einschließlich Depression und Selbstmord. Dann gibt es noch den Extremfall der Realitätsverweigerung, z.B. Stalking (was wohl Männer wie Frauen gleichermaßen tun, nur dass es bei Männern öfter Gewalt miteinschließt).

Und Sexualisierung? Ich glaube, das findet genauso statt, nur etwas subtiler und mit anderem Schwerpunkt: Nichts macht "Mann" so sexy wie Macht oder Reichtum -- oder auch nur die eitel aufgetragene, bröckelige Fassade angeblichen Erfolges. Wo der Mann die Mauerblümchen verächtlich macht, tut Frau das mit dem "Loser" (wobei für den vielleicht noch ein mütterlicher Mitleidsbonus herausspringt, wobei er aber stets das Gegenteil von "sexy" bleibt). Mann muss stark sein, witzig, allzeit bereit, niemals weinen, immer erfolgreich... so wie Frau immer gut aussehen muss.

Bevor ich meine jetzige Verlobte kennenlernte, war ich eine Weile Single und somit "auf dem Markt". Mit meiner damaligen Einstellung, möglichst verständnisvoll, offen, vertrauensselig, "weiblich" zu sein, kam ich da nicht weit. Ich will sogar soweit gehen zu behaupten, dass eine ganze Menge Frauen nichts so geil finden, wie absolut lässig ignoriert, von oben herab behandelt und möglichst mit Desinteresse begegnet zu werden. Und natürlich für ihr Äußeres gelobt, auch wenn es offenkundige Lüge ist und eigentlich eh egal. Je mehr man als Mann "Kante zeigt", desto besser kommt das bei Frauen an. Ich bin sehr dankbar, dass ich rechtzeitig meine Verlobte getroffen habe, die sowas zum Glück nicht von mir verlangt.

LG,
Bernhard