Warum machen sich Frauen von Männern abhängig?


Pommes hat folgendes geschrieben:
Tobias hat folgendes geschrieben:
Schau dir einfach mal z.B. die Zahlen bezüglich Vergewaltigungen (rund 15% aller Frauen wurden vergewaltigt, einige Studien gehen sogar hoch bis 25%) all oder Lohnungleichheiten (auch rund 15%) an. Etwa die Hälfte aller ermordeten Frauen werden von ihrem Partner oder einem Expartner ermordet. Da von 'breitflächiger Gleichberechtigung' zu sprechen ist schon fast zynisch.


Na jetzt mach mal halblang. Was haben denn Vergewaltigungen und Morde mit dem Thema Gleichberechtigung der Frauen zu tun? Dann auch noch in einem Atemzug mit "Lohnungleichheiten" zu nennen und somit auf eine Stufe zu setzen hat viel mehr was von Zynimus.

Das Verbrecher sich bei ihrer Opferwahl gerne Schwächere suchen war schon immer ein Stigma von Gewaltverbrechern.


Vergewaltigung ist ein Verbrechen bei dem allermeistens Frauen die Opfer sind. Es gibt also z.B. in diesem Bereich eine systematische Gewalt gegen Frauen. Wohlgemerkt reden wir hier von 15 bis 25%! Übrigens finden die meisten Sexualdelikte im privaten Umfeld statt und werden nicht durch Fremde irgendwo (auch wenn es medial immer gern so dargestellt wird). Gerade letzterer Umstand zeigt, dass es eben bei den meisten Vergewaltigungen dem Täter eben nicht darum geht sich ein möglichst schwaches Opfer zu suchen. Gleiches gilt auch für den Umstand, dass die hälfte aller getöteten Frauen von ihren (Ex-)Partnern getötet werden.

Es war nicht meine Absicht Lohndiskriminierung und Vergewaltigung auf eine Stufe zu setzen. Aber du hattest nach Beispielen gefragt. Ich hatte nicht behauptet, dass sie alle gleichwertig sind.

Da gibt es also nichts wo ich 'halb lang' machen müsste.
Zitat:


Liebe Rose Garden,

also, ich empfinde das ähnlich wie Du. In meiner Jugend war es ganz genau so. Und so ging es weiter ...

In meinem Beruf stand ich ziemlich im Mittelpunkt der Gesellschaft hier - Mensch - da wurde auf jede Haarsträhne geachtet und darüber diskutiert, da musste man ständig auf der Hut sein vor Frauen, die einem den Mann ausspannen wollten, besonders wenn der auch im gesellschaftlichen Mittelpunkt stand. Schwer arbeiten Tag und Nacht, Kinder betreuen, und immer darauf achten, dass die Wimpern ordentlich getuscht sind, ein bisschen Lidschatten, aber bitte nicht zu viel - damit ein bisschen Farbe ins Gesicht kommt, und man nicht dauernd gefragt wird, ob man krank ist.
Damals dachte ich "wenn du älter bist, brauchst du nicht mehr auf die Figur zu achten, aber dann isst du, was du willst ! Ja, - Strich durch die Rechnung, da meldete sich Freund Diabetes - also nichts mit Völlerei.
Und so geht es weiter ...
Jetzt sind es die best aged Frauen, die gucken, wie man aussieht, ob man auch hübsch gepflegt ist, die kritisch dein Alter schätzen, ja, es ist noch immer nicht vorbei, das hübsch gepflegt sein müssen

Mensch, wie gerne würde ich mich abends auch einfach ins Bett schmeißen wie mein Mann - einfach so - aber nichts da , wenn ich am nächsten Tag keine merklichen Tränensäcke haben will, muss ich mich zuerst pflegen, Nachtcreme, Serum etc, um wieder halbwegs 'frisch' aufzu wachen.

Was macht mein Mann? Nun, statt Pflegecreme hat er sich einen Bart stehen lassen - wirkt wie ein Lifting - toll! So hat er sogar weniger Arbeit mit Rasieren - man sieht die Fältchen, das Doppelkinn und auch die Hängebäckchen nicht mehr - wow!
Im nächsten Leben werd' ich ein Mann

LG,
Minou


Liebe Minou, war das so ? Ich kann mich gar nicht erinnern, aber ich mochte es noch nie, davon abhängig zu sein. Daß man sich zurecht macht vom Äußeren her, empfand ich als wichtig - für einen selbst - damit man sich wohl fühlt. Aber wegen eines Mannes ? Vielleicht wollte ich schon mein ganzes Leben lang unabhängig sein - vielleicht liegt das auch in mir und hat sich über die Jahre erhalten.

Vielleicht führte mich mein Schicksal deshalb in große Kollektive eines Großbetriebes, wo Frauen und Männer zusammen gearbeitet haben und der Mann zum Kumpel wurde, mit dem man einfach nur die Anforderungen in der Arbeit bewältigen mußte, und wenn es Streß gab, dann hat man sich die Meinung gesagt und dann war die Sache wieder erledigt. Und dann wurde der Mann ganz einfach nur "Mensch" - und man kann mit ihm noch heute, wenn man ihm begegnet, einen verbalen Schlagabtausch führen.

Vielleicht ist es auch immer individuell gegeben, wie man einen Mann sieht - nicht in der Idealisierung, sondern einfach nur so - er hat ja auch dieselben Eigenschaften wie eine Frau - er muß alles tun, was auch eine Frau macht - die normalen Alltagsdinge - was unterscheidet ihn von der Frau außer vermehrter Muskelmasse ?

Er kann genauso geschwätzig sein wie eine Frau, er kann sich genauso unglücklich fühlen und seine Depressionen haben, er kann ein "weicher" Mann sein, er kann mutig sein - er bringt Geld nach Hause, aber das kann die Frau jetzt auch, wenn sie gut ausgebildet ist - was also unterscheidet Mann und Frau und weshalb muß die Frau auf den Mann hören, wenn man die vielen Kulturen in der Welt durchgeht - was ist mehr an ihm ?

Frauen, die lange allein sind, müssen alles erlernen, vom Tapezieren bis zur Erledigung kleiner Arbeiten im Haushalt, die sonst den Männern vorbehalten sind und manche machen das so gut, daß es keinen Unterschied gibt.

Mir sind auch Freundinnen bekannt, deren Männer zwei linke Hände hatten in bezug handwerklicher Arbeiten, dann erlebte ich Männer, die alles konnten, sogar kochen und die Frau nichts oder wenig konnte - es gibt da so viele Schattierungen. Später sagte mir die Freundin, als der Mann gestorben war: hätte ich ihm wohl mehr über die Schulter geschaut, dann könnte ich heute auch mehr.

Nein, ich wollte nie eine Abhängigkeit in meinem Leben haben.

lg, ikarus
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Ganz ehrlich: Wenn es um das Flicken von Fahrradreifen geht, da bin ich gern abhängig von meinem Mann
Musste neulich erst beide Hinterräder der Kinderfahrräder wechseln... Als dann kurz darauf einer schon wieder platt war, und mein Mann dieselbe Aufgabe innerhalb eines Viertels der Zeit erledigt hatte, habe ich beschlossen: Das ist in Zukunft seine Aufgabe *g*
Dafür strickst und häkelst Du halt eben.
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http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Das ist so herrlich geschrieben! Ich lache schon Tränen.

Ja, so ist es meistens. In meiner Ehe natürlich nicht.
Tobias hat folgendes geschrieben:
Vergewaltigung ist ein Verbrechen bei dem allermeistens Frauen die Opfer sind. Es gibt also z.B. in diesem Bereich eine systematische Gewalt gegen Frauen. Wohlgemerkt reden wir hier von 15 bis 25%! Übrigens finden die meisten Sexualdelikte im privaten Umfeld statt und werden nicht durch Fremde irgendwo (auch wenn es medial immer gern so dargestellt wird). Gerade letzterer Umstand zeigt, dass es eben bei den meisten Vergewaltigungen dem Täter eben nicht darum geht sich ein möglichst schwaches Opfer zu suchen. Gleiches gilt auch für den Umstand, dass die hälfte aller getöteten Frauen von ihren (Ex-)Partnern getötet werden.

Es war nicht meine Absicht Lohndiskriminierung und Vergewaltigung auf eine Stufe zu setzen. Aber du hattest nach Beispielen gefragt. Ich hatte nicht behauptet, dass sie alle gleichwertig sind.

Da gibt es also nichts wo ich 'halb lang' machen müsste.


Na das sehe ich anders.
Vergewaltigungs und Mordopfer lassen sich eher in den Bereich der "Kriminalität" im Allgemeinen unterbringen, wärend die Thematik der Lohndiskriminierung eher was für die Sparte der geschlechtlichen Gleichberechtigung ist. Du nennst Vergewaltigung und Mord, dreisterweise noch Lohndiskriminierung direkt zwischen den beiden Themen, als würde es sich hierbei um Fälle handeln die thematisch alle in die Emanzipation einzuordnen wären und hebst die drei Themen allesammt auf eine Stufe. Ob du das verbal konkret formulierst ist vollkommen irrelevant, es ergibt sich selbstverständlich aus deinem ganzen Text.

Du benutzt halt gerne harte schockierende Beispiele, selbst wenn diese von der Thematik selber total abweichen, nur um die Diskussion für dich zu gewinnen.

Mir dann auch noch Zynismus vorzuwerfen schießt den Vogel wohl total ab
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Realität ist etwas für Leute, die Angst vor Einhörnern haben!
Na wenn ich mal stricken könnte, liebe Ikaruse... Aber ich habe mir fest vorgenommen, es nochmal zu lernen. In der Schule musste ich ja schon mal, und grundsätzlich mag ich Handarbeiten sehr gerne, aber irgendwie wollen meine Finger da nicht so mitspielen

Dafür ist mein Mann handwerklich enorm begabt, so lernen die Kinder zumindest von ihm was *g*
Ikarus hat folgendes geschrieben:
Liebe Minou, war das so ? Ich kann mich gar nicht erinnern, aber ich mochte es noch nie, davon abhängig zu sein. Daß man sich zurecht macht vom Äußeren her, empfand ich als wichtig - für einen selbst - damit man sich wohl fühlt. Aber wegen eines Mannes ? Vielleicht wollte ich schon mein ganzes Leben lang unabhängig sein - vielleicht liegt das auch in mir und hat sich über die Jahre erhalten.


Da hast Du mich missverstanden, Ikaruse. Ich habe es auch nicht eines Mannes wegen gemacht. Das war das Umfeld und die Erwartungen an mich. Ich war jung und glaubte, es allen recht machen zu müssen.
Noch mal lesen vielleicht?

LG,
Minou
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Pommes hat folgendes geschrieben:
Tobias hat folgendes geschrieben:
Vergewaltigung ist ein Verbrechen bei dem allermeistens Frauen die Opfer sind. Es gibt also z.B. in diesem Bereich eine systematische Gewalt gegen Frauen. Wohlgemerkt reden wir hier von 15 bis 25%! Übrigens finden die meisten Sexualdelikte im privaten Umfeld statt und werden nicht durch Fremde irgendwo (auch wenn es medial immer gern so dargestellt wird). Gerade letzterer Umstand zeigt, dass es eben bei den meisten Vergewaltigungen dem Täter eben nicht darum geht sich ein möglichst schwaches Opfer zu suchen. Gleiches gilt auch für den Umstand, dass die hälfte aller getöteten Frauen von ihren (Ex-)Partnern getötet werden.

Es war nicht meine Absicht Lohndiskriminierung und Vergewaltigung auf eine Stufe zu setzen. Aber du hattest nach Beispielen gefragt. Ich hatte nicht behauptet, dass sie alle gleichwertig sind.

Da gibt es also nichts wo ich 'halb lang' machen müsste.


Na das sehe ich anders.
Vergewaltigungs und Mordopfer lassen sich eher in den Bereich der "Kriminalität" im Allgemeinen unterbringen, wärend die Thematik der Lohndiskriminierung eher was für die Sparte der geschlechtlichen Gleichberechtigung ist. Du nennst Vergewaltigung und Mord, dreisterweise noch Lohndiskriminierung direkt zwischen den beiden Themen, als würde es sich hierbei um Fälle handeln die thematisch alle in die Emanzipation einzuordnen wären und hebst die drei Themen allesammt auf eine Stufe. Ob du das verbal konkret formulierst ist vollkommen irrelevant, es ergibt sich selbstverständlich aus deinem ganzen Text.

Du benutzt halt gerne harte schockierende Beispiele, selbst wenn diese von der Thematik selber total abweichen, nur um die Diskussion für dich zu gewinnen.

Mir dann auch noch Zynismus vorzuwerfen schießt den Vogel wohl total ab


In allen drei Bereichen werden Frauen systematisch diskriminiert, weil sie Frauen sind. Dies ist genau das was hier thematisch relevant ist.

Zu dem Vorwurf, dass ich hier Lohndiskriminierung mit Vergewaltigung und Mord gleichsetzen würde habe ich schon ausreichend Stellung bezogen.
Zitat:
Da hast Du mich missverstanden, Ikaruse. Ich habe es auch nicht eines Mannes wegen gemacht. Das war das Umfeld und die Erwartungen an mich. Ich war jung und glaubte, es allen recht machen zu müssen.
Noch mal lesen vielleicht?

LG,
Minou

Liebe Minou, ich hatte nicht speziell Dich gemeint, sondern im Allgemeinen. Es ist wohl jeder Mensch anders, dem einen ist dies wichtig und dem anderen das. Später sieht man vieles anders. Später, viel später.

lg, ikarus
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2