Muss mein Partner auch Christ sein?


Hallo zusammen,

also ich habe jetzt eine Beziehung hinter mir mit einem "Atheisten" - oder besser gesagt war er Athiest noch glaubte er an Gott.
Irgendwie finde ich total wichtig, dass mein Partner auch an gott /Jesus glaubt... oder sehe ich das zu eng.. ich meine ich bin erst 19... vielleicht fehlt mir die Lebenserfahrung... wie seht ihr das. Ich wünsche mir sehr einen lieben christlichen Partner, habe mich schon bei www.christ-sucht-christ.de angemeldet (eine christliche Partnersuche) in der Hoffnung meinen Traumprinzen zu finden... bin ich zu extrem?

LG

Die Bio
Geht es dir darum das dein Partner ein Gottesgläubiger Mensch ist oder wünschst du dir einen Partner der einfach eine gewisse Ethik in die Beziehung mitbringt? Was erhoffst du dir spezielles von einer Beziehung mit einem christlichem Jungen?
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Realität ist etwas für Leute, die Angst vor Einhörnern haben!
Herzlich willkommen, liebe Bio, hier im Forum!

Auf Deine Frage:
Also müsste ich mir heute nochmal einen Partner suchen, so wäre mir schon sehr wichtig, dass wir in den wesentlichsten Dingen die selben Ziele verfolgen.

Ich bin Bahai, mein Partner müsste nicht zwingend auch Bahai sein, aber natürlich könnte ich nicht mit einem Menschen leben, der all das was mir wichtig ist, mit Füßen tritt.

Alles Liebe Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
hmm... eigentlich geht es mir darum, mit meinem Partner darüber sprechen zu können - auch über das Leben nach dem Tod. Jemand der glaubt, mit dem Leben auf Erden ist alles zuende.. das kommt mir so flach vor, ich weiß nicht, wie ich das sagen soll... versteht ihr ansatzweise was ich meine..?
Wenn man sich verliebt kommt die Frage nach der religion wie vieles andere auch erst später.

Christ-sucht-christ ist ne art religionsrassimus. Wenn dir ein Türke was tut, sagst du dann du hast Angst vor allen Türken? Klar, kann passieren. Aber auch z.B. ein Atheist vermag äusserst verständnissvoll sein und Dir super Gepräche dazu liefern, besser als viele leute die nur meinen Christ zu sein und im Grunde sich darum gar nicht scheren. Das alles merkst du erst wenn Du die leute kennenlernst. lass dich von deinem gefühl, bauch & herzen leiten. dann findest du was du suchst. es ist gleich an was man glaubt, auch ein Atheist kommt um den Glaube nicht herum. er glaubt an das nichts oder den Zufalls des Lebens. Ok. Aber das ist sicherlich verwegen und das lässt sich faktisch beweisen. Also die verwegenheit dessen ist belegbar ^^

sorry für die Rechtschreibung. Zu wenig Zeit zur 100% Korrektur
Hallo Bio313
hmm... eigentlich geht es mir darum, mit meinem Partner darüber sprechen zu können - auch über das Leben nach dem Tod. Jemand der glaubt, mit dem Leben auf Erden ist alles zuende.. das kommt mir so flach vor……….

Deine Formulierung bringts ja genau auf den Punkt. Das Leben in dieser Welt ist (im Vergleich zur Ewigkeit) eine sehr kurze Angelegenheit und die „bleibenden Werte“ sind uns sicher eine große Hilfe diesen Lebensweg zu meistern. Meine Frau und ich (wir kommen aus christlichem Hintergrund) haben vor über 10 Jahren auch den Bahai-Glauben angenommen. Auch 2 unserer Kinder haben sich dazu entschlossen.

Es scheint mir schon wichtig, dass auch religiöse Feste gemeinsam gefeiert werden können und zumindest in einer Familie kein „gegeneinander“ entsteht. Mir persönlich ist es besonders wichtig unseren Kindern Dinge wie „Einheit Gottes – Einheit der Religionen - Einheit der Menschheit“ glaubhaft mitgeben zu können.

Nachdem du noch recht jung bist und trotzdem wie mir scheint eine reife Einstellung zu wichtigen Dingen des Lebens hast wirst du auch bei der Partnerwahl vieles richtig machen. Offenheit und viele Gespräche, Herz, Verstand und Vertrauen in Gott werden dir beistehen.
Alles Liebe
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"Die Erde ist nur ein Land und alle Menschen sind seine Bürger"
Bahà'u'llàh
Zitat:
hmm... eigentlich geht es mir darum, mit meinem Partner darüber sprechen zu können - auch über das Leben nach dem Tod. Jemand der glaubt, mit dem Leben auf Erden ist alles zuende.. das kommt mir so flach vor, ich weiß nicht, wie ich das sagen soll... versteht ihr ansatzweise was ich meine..?


Hallo Bio313, ich finde dass das eine sehr reife und gesunde Einstellung ist. Vertraue darauf, dass der Richtige sich findet, mit dieser Einstellung müsste das gelingen.

Alles Liebe
Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Liebe Bio,

ich kann deine Bedenken sehr gut nachvollziehen. Ich selbst bin sehr gläubig (Bahá'í), mein Mann ist aber so eine Mischung aus Atheist und Agnostiker. An ein Leben nach dem Tod will er nicht glauben.

Glücklicherweise haben wir uns schon vor unserer Hochzeit recht intensiv mit unseren Ansichten auseinandergesetzt und auch festgestellt, dass es für ihn in Ordnung ist, wenn ich unsere Kinder im Bahá'í-Glauben erziehe, solange er ihnen auch den "Gegenpol" anbieten darf, also, wenn Fragen auftauchen, er auch feststellen darf, dass es auch OK ist, nicht an Gott zu glauben.
Bislang fahren wir ganz gut damit, er erinnert mich an Abenden, an denen ich nur noch ins Bett fallen will, daran, dass ich vergessen habe mit den Kindern zu beten, und ich akzeptiere klaglos, dass er mit den Kindern nicht betet, bzw. ihnen auch mal erklärt, dass er selbst nicht an ein Leben nach dem Tod glaubt.

Aber auch wenn das bei uns relativ gut funktioniert, mir fehlt trotzdem jemand, mit dem ich, wie du es selbst schon beschrieben hast, über all das wirklich reden kann.
Wenn ich eine Familien-Andacht abhalten möchte, ist er nicht mit dabei. Wenn ich über die Entwicklung unserer Seelen sprechen möchte, geht das zwar manchmal, aber die Gespräche sind dann entweder kontrovers, oder sehr einseitig, oder er macht halt mit, weil er weiß, dass ich das gerne möchte, ist aber nicht mit Herz und Seele bei der Sache. Meinen Glauben bezeichnet er manchmal als mein "komisches Hobby", ...
Ich fühle mich dann manchmal schon recht einsam, und habe das Gefühl, dass meine Seele in einer "gleichgesinnten" Beziehung stärkeren Auftrieb hätte, als sie es in einer "gemischten" Ehe hat.

Es ist das Leben, das ich mir ausgesucht habe, ich bin damit (meistens) zufrieden und liebe meinen Mann sehr, aber dennoch gibt es manchmal eben diesen kleinen Stich ins Herz, diesen "was wäre wenn" Gedanken...

Ich halte dich weder für zu extrem noch für überheblich oder sonstwas in dieser Art. Im Gegenteil, ich halte es für sehr reif, wenn du dir in deinem Alter schon so intensive Gedanken darüber machst, welche Eigenschaften und Ansichten der Mensch haben sollte, mit dem du dein Leben / die Ewigkeit verbringen möchtest.
Bleib dabei, schraube deine Ansprüche nicht hinunter. Du wirst dein Glück schon finden.
Wichtig dabei ist nur: Setze keine Scheuklappen auf und akzeptiere auch ungewöhnliche Wege, auf die die Liebe möglicherweise zu dir kommen kann. Denn: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt

Alles Liebe,
Riki
Atheisten stören mich nicht wirklich, solange sie mir nicht ständig sagen Gott kann dir nicht helfen, weil es ihn nicht gibt, ich finde dann sollten beide über beides reden können, und beide sich beim anderen einfühlen können.
Man muss ja nicht den anderen dauernd bekehren was stimmt und was nicht.
Ich glaube, daß wir karmisch zusammen kommen und dann versuche ich, den Sinn dahinter zu verstehen, warum dies oder jenes passiert und warum es hat halt so kommen sollen und ab einem gewissen Alter kann man rückblickend manche Zusammenhänge erkennen, weil man sie ja bereits vor Augen hat.

In Rikis Fall ist es gut, daß sie trotzdem gut geerdet bleibt mit diesem Mann und es ist erstaunlich, wie tolerant er ist - trotzdem er einen "vielleichtGlauben" hat. Ob er die Fastenzeit aus Solidarität mitmacht oder nicht - ich glaube schon, daß einiges gemeinsam gut durchzuziehen ist, aber der andere Partner hinterfragt vielleicht mehr, wenn er nicht mit der Religion "verheiratet" ist, sondern mit einem Menschen, der andere Ansichten und Bedürfnisse hat.

Und manchmal kann Religion auch trennend wirken, wenn dann keine Gemeinsamkeiten mehr zu finden sind.
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
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