Menschenrechte international gesehen


Der interessante Vortrag ist hörens- und lesenswert.

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/essayunddiskurs/2034698/

Zitat:
Helmut Schmidt:
"Dass der Westen nun meint, das Wichtigste ist, in China die Demokratie einzuführen, das halte ich für ziemlich lächerlich. [ ... ] Heute sind die Amerikaner große Vertreter der sogenannten Menschenrechte. [ ... ] Ich bin absolut dagegen, mit politischem Druck meine Vorstellung von Menschenrechten anderen Völkern mit Zwang zu oktroyieren."

" ... Politik kein Bereich ist, in dem Menschen miteinander verhandeln, um ihre Interessenkonflikte zu lösen, sondern ein Geschäft, eine moralische Gemeinschaft herzustellen, die ihre Mitglieder in Richtung auf volle Menschlichkeit hin kultiviert, bereichert und erzieht."


"Das, was wir in der heutigen Debatte Konfuzianismus nennen, ist allerhöchstens die vierte oder fünfte Ableitung des ursprünglichen philosophischen Werks. Es geht nicht um die ursprünglichen Ideen des Meisters Kong, sondern um Neoneoneokonfuzianismus. Wechselnde Dynastien und Herrschaftssysteme bis hin zur heutigen kommunistischen Partei Chinas haben sich über die Jahrhunderte konfuzianischer Gedanken bemächtigt und sie in ihrem Sinne verarbeitet und für ihre Zwecke verdreht."

Der auf Menschenrechte und chinesische Philosophie spezialisierte Erkenntnistheoretiker Gregor Paul hat schon 1998 in einer Studie das, wie er es nennt: "Märchen vom spezifisch konfuzianischen Menschenrechtsverständnis" widerlegt. Es wirft einen ganz anderen Blick auf den Vorwurf der Mainstreamhörigkeit, dass Paul und der ehemalige "Handelsblatt"-Chefredakteur Bernd Ziesemer, selbst Sinologe, mit ihrer wissenschaftlich fundierten Kritik an der Konfuzianismus-These seit Jahren in der öffentlichen Debatte ignoriert werden. Sowohl Paul als auch Ziesemer stellen heraus, dass es sich bei dem durch Schmidts Expertise weit verbreiteten Konfuzianismus-Verständnis, um eine neokonfuzianische Verkürzung handelt. Ziesemer nennt das Konfuzius-Konfusion:


Die Sache mit den Menschenrechten - wie wird sie weitergehen ?

Welche Staaten werden sich noch weiter darum bemühen und warum ist die Demokratie für viele Länder in der Welt nicht nachvollziehbar ?
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Hat Helmut Schmidt Recht, mit dem, was er sagt ?

Zitat:
Helmut Schmidt geht der Diskussion um Menschenrechte anders aus dem Weg. Er sagt völlig unmissverständlich, dass er wenig von der Idee der Menschenrechte hält. Als Giovanni di Lorenzo ihn in einem Interview für die "Zeit" daran erinnerte, dass die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte eine Reaktion auf die Schrecken des zweiten Weltkriegs gewesen sei, entgegnete Schmidt trocken, er sei kein allzu begeisterter Anhänger der Vereinten Nationen. Dann fuhr er fort, dass seine Kenntnis der chinesischen Geschichte und Kultur ihn zu der Schlussfolgerung kommen ließ, dass die Menschenrechte der chinesischen Kultur fremd seien.

"Die Menschenrechte sind der chinesischen Zivilisation bisher nicht inhärent."

Grundsätzlich bestreitet er damit die Universalität der Menschenrechte. Er stellt ganz klar heraus, dass es sich bei Kapitalismus, Demokratie und Menschenrechten um europäische Errungenschaften handelt, zu denen andere Zivilisationen nicht gezwungen sein sollten. Schon Ende der 90er-Jahre sagte er:

"Mir kommt es so vor, als verstünden die Europäer diese drei Elemente als etwas, was überall anzuwenden ist. Und natürlich nehmen ihnen das die Chinesen und die Leute in Singapur und eine Menge anderer Völker, zum Beispiel in der arabischen Welt, nicht ab. Sie sind bereit, die Industrialisierung zu übernehmen, aber sie sind nicht bereit, die Demokratie zu übernehmen, und sie sind nicht bereit, die Menschenrechte zu übernehmen."


Was folgert daraus ?
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
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Manchmal hab ich das Gefühl Menschenrechte sind gar keine.
Ich habe vor längerer Zeit ein plakat gesehen wo was gegen Diskriminierung stand.
Da wurde mir bewusst, das ein und das selbe für zwei Menschen, wenn man die nebeneinanderstellt total unterschiedlich sein kann.
Da wo der eine sich geehrt und angenommen fühlt, fühlt sich der andere diskriminiert.
Es ist nicht leicht allen Gerecht zu werden.
Wer kann allen gerecht werden ?

Die Religionen ? Der Staat ? Die Geisteswissenschaften verschiedener Coleur ?

Wer aus der Reihe "flitzt", ist schon mal geblitzt - weil die strengen moralischen Vorgaben nicht mal diejenigen bereits sind zu leben, die sie anderen vorgeben.

Wir negieren die verschiedenen Mentalitäten, weil wir alle gleich machen wollen. Alle an einem Strang ziehen, wo war das mal in der Geschichte und welcher Hintergrund lag dahinter und vor allem, welche Interessen.

Über das Problem des Machtergreifung und der Machterhaltung haben viele Philosophen geschrieben.

Solange es Menschen gibt, gibt es auch das Bedürfnis nach Macht. Da werden Menschenrechte nicht mehr wichtig und je mehr Menschen auf der Welt sind, umso mehr verlieren sie an Wert, wenn es um die Macht geht.

Ein Ding ist erst etwas wert, wenn davon wenige Exemplare vorhanden sind.

Es hat den Anschein, als wenn es, wenn es um Menschen geht, die Mächtigen genau nach dieser Devise gehen.

Das Individuum findet keinen Raum mehr, sich zu entfalten.
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
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Ja, vor allem dem letzten Satz von dir kann ich voll zustimmen.
Dazu kann man nachschauen, welchen Wert das Individuum hat, wenn die Macht in Verbindung steht.

google: die macht und das individuum

http://de.wikipedia.org/wiki/Macht

Vielleicht ist derjenige, der sich überall anpaßt, am zufriedensten.

Vielleicht haben solche Menschen mehr Glück und erreichen auch mehr,
als sich ständig gegen alles zu stemmen und sind überzeugt davon, daß sie bei viel Anpassung auch immer zu den Gewinnern gehören.

Schwereres Los tragen diejenigen, die ständig aufbegehren.

Warum gibt es sie und welche Funktion haben sie inne ?
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
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