Fragen an den Stellvetreter Gottes Papst Benedikt.




Sehr geehrter Herr Razinger,

Erlauben Sie, dass ich Ihnen einige Fragen stelle.
Sie waren der Stellvertreter Gottes. Können Sie mir sagen, welchen Gott Sie vertraten?

*Ist es Jahwe, der Kriegsgott, der mit den Abertausend Leichen im Keller. (Viele Christen kennen ihren Gott nur oberflächlich, daher erwähne ich hier nur einige von X-Hundert Beispielen, wie der Gott Jahwe mit seinen Leuten und Feinden jeweils verfuhr.)

"Gott....wird die Völker, seine Verfolger, auffressen und ihre Gebeine zermalmen und mit seinen Pfeilen zerschmettern. "4. Mose 24,8

Einmal wollte er in Samaria eine Stadt einnehmen, er ging folgendermassen vor: er befahl dem König Jehu, er solle mit den Feinden verhandeln, die mussten dann dem Jehu siebzig Köpfe von ihren Hauptleuten in Körben bringen, gesagt getan.
Am nächsten Tag befahl er dem Jehu auch alle anderen Bewohner- auch Frauen und Kinder- mit der Schärfe des Schwertes- abzuschlachten. (2. Könige 10.)
Für diese Tat wurde Jehu auch fürstlich belohnt, Jahwe sicherte seiner Familie den Königreichssessel bis ins vierte Glied zu.

Wenn Jahwe Geld benötigte, so verkaufte er seine eigenen Leute 20 Jahre in die Sklaverei. (Richter 4,2.)

„Und in dieser Nacht fuhr aus der Engel des HERRN und schlug im Lager von Assyrien einhundertfünfundachtzigtausend Mann. Und als man sich früh am Morgen aufmachte, siehe, da lag alles voller Leichen.“ (2 Könige Kapitel 19.35.)

Ist es der Wüstengott Asasel, dem der Priester Aaron eine Bock opfern musste?

**Ist es Allah, oder ist es der griechische Wettergott Zeus, der, wie einige behaupten, für den Blitz verantwortlich sein soll, der am Tag, als sie Ihre Kündigung einreichten, in den Petersdom eingeschlagen hat.

Mit freundlichen Grüssen

albi2000

weitere Infos www.allenbach-ufo.com
Wenn du mehr über den Gott des AT erfahren möchtest dann empfehle ich dir folgende Seite:
http://www.laitman.de/
_________________
Realität ist etwas für Leute, die Angst vor Einhörnern haben!
Lieber Albi

Auch wenn Hr. Ratzinger jetzt mehr Zeit hat, glaube ich nicht, dass er hier mitliest.

Falls doch: Ich wünsche Ihnen einen angenehmen und gesunden Ruhestand!
Jedenfalls hängt die katholische Kirche nicht so am wörtlichen Text des alten Testaments, wie beispielsweise die Zeugen Jehovas. Das heißt nicht, dass man sich da nur die Rosinen raussucht, aber es wird mehr im Sinne des neuen Testaments gelesen, das für Christen maßgeblich ist.
Lioba hat folgendes geschrieben:
Jedenfalls hängt die katholische Kirche nicht so am wörtlichen Text des alten Testaments, wie beispielsweise die Zeugen Jehovas. Das heißt nicht, dass man sich da nur die Rosinen raussucht, aber es wird mehr im Sinne des neuen Testaments gelesen, das für Christen maßgeblich ist.


Und man muss auch immer einberechnen, dass die Bibel, Altes wie Neues Testament, ein Kompendium individuell gefärbter Glaubenszeugnisse ist. Viele der Geschichten, die im Alten Testament -insbesondere in der Genesis- geschildert werden, sind so nie passiert. Sie sollen in erster Linie Werte und Glaubensinhalte vermitteln. Eine historisch adäquate Darstellung tatsächlicher Ereignisse kann die Bibel allein deshalb schon nicht sein, weil die wenigsten ihrer Texte eindeutig einem Autor zugeordnet werden können oder auch nur erkennbar wäre, dass es sich tatsächlich um Zeugenberichte handelt, also Menschen, die die geschilderten Ereignisse miterlebt haben.

Und wenn davon gesprochen wird, dass Gott in eine Schlacht eingreift, dann ist dies meiner Meinung nach ein Ausdruck von tiefer Frömmigkeit und dem Glauben daran, dass nicht das eigene Können, sondern die Macht Gottes für den Sieg entscheidend gewesen ist. Ich habe ein Bilderbuch des Altes Testaments im Regal liegen, in dem die Geschichtsbücher comicartig mit Legofiguren nachgestellt worden sind. Da sieht man dann wirklich einen alten Mann mit Rauschebart mit einem Schwert durch die feindlichen Reihen metzeln. Wenn man sich das anguckt merkt man schon, wie absurd diese Vorstellung eigentlich ist.
_________________
"Nicht mitzuhassen, mitzulieben bin ich da." Sophokles: Antigone, Vers 523
Sehr geehrter Herr albi2000,
1. Der Papst kann da nichts für, so steht es geschrieben.
2. Er gibt keinen Kathechismusunterricht.


Ihre Erkenntnisse, sowie Ihre Entrüstung sind im Übrigen so neu, wie die erste Bibeltransskription ins "Teutsche".
Gott ist im AT ausschließlich der Gott seines erwählten Volkes.
Das ist, nach kirchlicher Schreibart, der erste Bund, den Gott zunächst nur mit einem seiner Völker schloß.
Ja, ausgerechnet hier, in "Meinem Forum" -wie es da oben steht- muß ich schon an mich halten,
das alte Testament auch nur inhaltsgetreu zu zitieren, um mich nicht der Gefahr auszusetzen,
mich schmuddeliger oder "politisch" unkorrekter Sprache zu bedienen und zu riskieren, daß mein Post gelöscht wird.
Das muß man sich mal vorstellen!
Als Beispiel möchte ich deswegen hier nur andeuten, welchen Beweis der spätere König David
seinem weltlichen Herrscher erbringen mußte, um zu dokumentieren, wie viele Feinde er niederstreckte.
Oder wie Lot zum Stammvater der Moabiter und Ammoniter wurde und und und...
Das alles scheint schwer vereinbar mit der eigentlich friedfertigen Lehre des neuen Testamentes
und natürlich auch der modernen Sittenstrenge, wie sie von der Institution gefordert wird.

Nebenbei möchte ich meinen Respekt zum Ausdruck bringen,
daß wirklich mal Jemand, ob nun gläubig oder nicht,
wenigstens einen Blick in das meistgedruckte Werk der Weltliteratur geworfen hat.
In den Werken des Herrn Karlheinz Deschner, einem berühmten Bibelhasser,
finden sich im Übrigen noch etliche Hinweise auf politisch unkorrektes Verhalten Gottes.
Das nur, falls Ihnen im langweiligen Deuteronomium ein wenig die Lust an der weiteren Lektüre
der Bibel vergeht, wie es mir doch leider ergangen.

Ich habe nun als Nichtgläubiger keinen Grund, hier als Bibelhasser aufzutreten.
Mich interessieren einfach nur sehr alte Überlieferungen.
Die erwähnte Diskrepanz zwischen Altem und Neuem Testament ist allerdings augenfällig.

Nunja, ich hoffe, daß ihre Ufologie weniger Inkonsistenzen ausweist,
was Sie bestimmt bestätigen werden und ich hier garnicht weiter hinterfragen möchte.
Ich hoffe, Sie verübeln mir nicht, daß ich mich für modernen Synkretismus,
der sich meist mit naturwissenschaftlichem Halbwissen stützt,
nicht sehr interessiere. Moderne Religionen, so konsistent sie Fabuliert sein mögen,
entbehren halt schonmal der Geschichtlichkeit.
Nichts desto Trotz gebietet konsistentes Fabulieren schon Respekt.

In diesem Sinne ...
_________________
"
Das ist das Verhängnis
zwischen Empfängnis
und Leichenbegängnis
nichts als Bedrängnis.
"
Erich Kästner
In diesem Interview ging der mittlerweile emeritierte Papst auf so ziemlich alle aktuellen Fragen der Zeit ein (auf die wichtigen, also vielleicht nicht gerade auf die hier im Eingangspost aufgeworfenen):

https://www.youtube.com/watch?v=5i3hNcc3Mvw