Digitale Fertigung / digital fabrication


Neil Gershenfeld (http://www.faz.net/aktuell/feuillet.....-der-anfang-12098849.html) hat folgendes geschrieben:
Digitale Fertigung besteht darin, Daten in Dinge und Dinge in Daten zu verwandeln. Sie wird es dem Einzelnen erlauben, an jedem Ort und zu jeder Zeit greifbare Objekte herzustellen. [...] Vereinfacht ausgedrückt, handelt es sich darum, die Materie zu digitalisieren, zu kodieren, kurz intelligent zu machen. In meinem Labor am MIT arbeiten wir mit Atomen und Molekülen. Im Unterschied zum 3D-Drucker erzeugt ein digitales Fertigungsgerät - der „digital fabricator“, kurz: Fabber - vollständige Funktionssystem einschließlich der mechanischen Bauteile, der Sensoren, der Effektoren oder der Elektronik, und das in ein und demselben Arbeitsgang. [...] Bei der digitalen Fertigung entsteht übrigens kein Abfall. Ein aus digitalen Materialien hergestelltes Produkt kann wieder in seine ursprünglichen Bestandteile zerlegt und dann für die Herstellung eines neuen Objekts verwendet werden [...] Wir müssten es in etwa zwanzig Jahren [mit der Entwicklung] geschafft haben. Die Forschung kommt rasch voran. [...] Ein Objekt zu personalisieren kostet nichts. Man braucht nur den Befehlscode zu ändern. Der Ausdruck eines komplexen Modells [mit digitaler Fertigung] kostet nicht mehr als der eines einfachen. [...] Nicht alles wird sich verändern. [Es] gibt [...] keine Einsparung durch hohe Stückzahlen. Ein einziges Stück ist ebenso teuer wie das tausendste. Grundprodukte zu drucken hat keinen Sinn. Bei den maßgefertigten Produkten mit hoher Wertschöpfung wird dagegen alles anders. Ein Designer braucht dann nur noch einen Computer, um seine Erzeugnisse zu verkaufen. Um Herstellung, Vertrieb, Verkaufszentren oder Läden braucht er sich nicht mehr zu kümmern. [...] Die Revolution hat Europa bereits erreicht, und viele klassische Unternehmen sind schon jetzt besorgt. Die Regierungen wissen nicht recht, ob sie diese neuen Industrien fördern sollen. Die digitale Fertigung wird auch Auswirkungen auf Bildung und Entwicklung haben. Sie eröffnet allen jungen Kreativen auf der ganzen Welt gewaltige Chancen.


Eine solche Technologie hätte natürlich eine revolutionäre Wirkung auf den Herstellungsprozess von Waren, auf das Wirtschaftsleben und auf das Konsumverhalten haben und damit wohl auf das gesamte materielle Dasein des Menschen. In der Artikelunterschrift spricht die FAZ von der "nächste[n] industrielle[n] Revolution".

In den Anmerkungen zum Heiligsten Buch heißt es etwas kryptisch: "Das erste Zeichen für die Mündigkeit der Menschheit ist im Schrifttum Baháu'lláhs das Entstehen einer Wissenschaft, die, als "göttliche Philosophie" bezeichnet, auch zur Entdeckung eines grundlegenden Zugangs zur Umwandlung der Elemente führen wird - ein Hinweis auf eine glanzvolle, verblüffende, künftige Erweiterung menschlicher Erkenntnis." (Nr. 195)

Weiß jemand näheres darüber - über beide Themen?
Zitat:
Bei der digitalen Fertigung wird ein Fluggerät gebaut, das sich unmittelbar nach seinem „Ausdruck“ in die Luft erheben kann. Bei der digitalen Fertigung entsteht übrigens kein Abfall.
Ein aus digitalen Materialien hergestelltes Produkt kann wieder in seine ursprünglichen Bestandteile zerlegt und dann für die Herstellung eines neuen Objekts verwendet werden, ganz wie bei Legosteinen.
http://www.faz.net/aktuell/feuillet.....-der-anfang-12098849.html

Das klingt für mich ziemlich unmöglich, Materie so verwandelt zu können und ich frage mich, wie man sich die Rohstoffe von der weggeflogenen Drohne wieder holt?

Bedeuten es etwa, ich könnte dann anderswo jemandem den Stuhl, auf dem er gerade sitzt, "wegbeamen", nur weil es mein Lieblingsstuhl ist?

Und wer will sich schon eine Polizeiuniform wie im Beispiel "ausdrucken", warum nicht gleich ein Diamantenkollier sogar ohne Bergwerksarbeiten?
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OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Genaues weiß ich über beide Themen auch nicht.

Aber "Umwandlung der Elemente" hört sich nach Kernspaltung bzw. Kernfusion an. Chemisch/physikalisch gesehen kann ein Element in diesem Sinne nur auf diesem Weg in ein anderes verwandelt werden.

Diese Technik gibts ja schon ne Weile, auch wenn sie bisher nur auf wenige Elemente beschränkt ist (radioaktive Metalle bei der Kernspaltung, Wasserstoff zu Helium bei der Fusion).

LG,
B.
@Mara-Devi

Ich glaube nicht das der Mann vom MIT für Märchenstunden bezahlt wird. Mit dem "3D-Drucker" gibt es ja zudem schon "primitive Vorfahren" davon.

Bezüglich der Rohstoffe und einer weg geflogenen Drohne weiß ich nicht was du meinst? In dem Artikel steht, dass digital fabrication fertige Drohnen herstellen könnte, welche sofort losfliegen könnten. Damit ist gemeint, dass völlig automatisch, durch die Zugabe der benötigten Rohstoffe, ein völlig fertiges Produkt entstehen kann. Genauso kann es auch wieder auseinander genommen werden. Dazu muss man aber das Produkt wieder in eine entsprechende Anlage befördern. Mit Beamen hat das ganze nichts zu tun. Und damit wie sehr du etwas magst auch nicht. Vielleicht davon abgesehen, dass du so etwas wohl besonders gern oder vllt. sogar oft herstellen wirst.

Übrigens spricht der Artikel selbst nur sehr bedingt von der Umwandlung von Materie auf molekularer Ebene. Kleidung könnte mit so einer Maschine mit den entsprechenden Rohstoffen machen und eine Halskette mit Diamanten auch. Aber eine solche Halskette bräuchte weiterhin Diamanten, wie auch die Uniform etwas bräuchte was man zu Stoff machen kann.

Das Zitat bezüglich der Umwandlung der Elemente stammt aus den Anmerkungen zum Heiligsten Buch von Bahaullah. Das ist noch einmal einen deutlichen Schritt weiter. Ich frage mich nur ob nicht mit der Digitalen Fertigung nicht bereits ein deutlicher Schritt in diese Richtung getan wird und man beachte nur wie allein dieser Schritt das irdische Leben des Menschen nachhaltig und tiefgreifend verändern wird.
@Bernh

Soweit ich weiß gibt es auch durchaus Forschungen, welche in Richtung "molecular engineering" gehen. Elemente kann man natürlich - soweit mir bekannt - nur auf dem Weg dessen verändern was wir die Spaltung oder Fusion von (Atom-)Kernen nennen. Allerdings ist die Beschreibung an der Stelle ja nur sehr kurz und man weiß auch nicht welche Begriffe Bahaullah genau verwendet hat. Daher sollte man vllt. den Begriff "Elemente" nicht wörtlich auf unserer modernes Verständnis übertragen.

Mein Einstiegspost war dahingehend etwas missverständlich, dass es so wirkt als würde ich die Digitale Fertigung bereits als Realisierung dieses Zeichens sehen. Gleichwohl halte ich sie aber für einen Schritt in diese Richtung und eventuell für eine Grundlage der Weltordnung Bahaullahs.
Tobias hat folgendes geschrieben:

Bezüglich der Rohstoffe und einer weg geflogenen Drohne weiß ich nicht was du meinst? In dem Artikel steht, dass digital fabrication fertige Drohnen herstellen könnte, welche sofort losfliegen könnten. Damit ist gemeint, dass völlig automatisch, durch die Zugabe der benötigten Rohstoffe, ein völlig fertiges Produkt entstehen kann.

Soweit hatte ich es verstanden und finde es schon ziemlich phantastisch.

Zitat:
Genauso kann es auch wieder auseinander genommen werden. Dazu muss man aber das Produkt wieder in eine entsprechende Anlage befördern. Mit Beamen hat das ganze nichts zu tun.

O.K., ich dachte die Rohstoffe wären "eingescannt" und könnten irgendwie "zurückdigitalisiert" werden.
Man bräuchte also alle Einzelteile- und Stoffe der explodierten Drohne wieder, deren Beschaffung nicht ganz einfach sein dürfte.

Zitat:
Übrigens spricht der Artikel selbst nur sehr bedingt von der Umwandlung von Materie auf molekularer Ebene. Kleidung könnte mit so einer Maschine mit den entsprechenden Rohstoffen machen und eine Halskette mit Diamanten auch. Aber eine solche Halskette bräuchte weiterhin Diamanten, wie auch die Uniform etwas bräuchte was man zu Stoff machen kann.

Also geht es mehr um den Herstellungsprozess von zusammengesetzten Gegenständen und z. B. Baumwolle als Naturstoff müsste noch von Menschen gepflückt werden und Diamanten von Menschen aus dem Berg geholt?

Zitat:
Das Zitat bezüglich der Umwandlung der Elemente stammt aus den Anmerkungen zum Heiligsten Buch von Bahaullah. Das ist noch einmal einen deutlichen Schritt weiter. Ich frage mich nur ob nicht mit der Digitalen Fertigung nicht bereits ein deutlicher Schritt in diese Richtung getan wird und man beachte nur wie allein dieser Schritt das irdische Leben des Menschen nachhaltig und tiefgreifend verändern wird.

Du scheinst diese "Digitale Fertigung" nur als rein positive Entwickung für die Menschen zu sehen oder enthält die "Weltordnung-Bahaullas" auch Schattenseiten bzw. Gefahren?
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Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Tobias hat folgendes geschrieben:
@Bernh

Soweit ich weiß gibt es auch durchaus Forschungen, welche in Richtung "molecular engineering" gehen. Elemente kann man natürlich - soweit mir bekannt - nur auf dem Weg dessen verändern was wir die Spaltung oder Fusion von (Atom-)Kernen nennen. Allerdings ist die Beschreibung an der Stelle ja nur sehr kurz und man weiß auch nicht welche Begriffe Bahaullah genau verwendet hat. Daher sollte man vllt. den Begriff "Elemente" nicht wörtlich auf unserer modernes Verständnis übertragen.

Mein Einstiegspost war dahingehend etwas missverständlich, dass es so wirkt als würde ich die Digitale Fertigung bereits als Realisierung dieses Zeichens sehen. Gleichwohl halte ich sie aber für einen Schritt in diese Richtung und eventuell für eine Grundlage der Weltordnung Bahaullahs.


Ja, mag sein, dass Baha'u'llah nicht "Elemente" gemeint hat, wie sie in der Chemie bzw. Physik definiert sind, sondern umgangssprachlich "Stoffe", d.h. molekulare Verbidungen.

Ich finde den Zusammenhang zwischen diesen Forschungen und Baha'u'llahs Aussagen sehr interessant.

An anderer Stelle in den "Botschaften aus Akka" (weiß grad nicht, welche der Schriften genau) spricht Baha'u'llah ja auch von einer Technik, "etwas wie einen Blitz" durch Menschen kontrollieren zu können, und davon, dass eine Verseuchung mit gewissen "Stoffen in der Erde" tötlich wäre. Bei diesen Versen musste ich sofort an die Atomkraft denken.

LG,
B.
Es wird wohl noch Einiges entdeckt werden...
Zitat:
Bedenke die Zweifel, die jene, die Gott Gefährten zugesellen, den Menschen dieses Landes ins Herz träufeln. »Wird es je möglich sein«, so fragen sie, »Kupfer in Gold zu verwandeln?« Sprich: Ja, bei meinem Herrn, es ist möglich. Das Geheimnis liegt jedoch in Unserem Wissen verborgen. Wir werden es enthüllen, wem Wir wollen. Wer immer Unsere Macht bezweifelt, bitte den Herrn, seinen Gott, daß Er ihm das Geheimnis erschließe und ihn von seiner Wahrheit überzeuge. Daß Kupfer in Gold verwandelt werden kann, ist in sich ein genügender Beweis dafür, daß ebenso Gold in Kupfer verwandelt werden kann - wenn sie doch diese Wahrheit begreifen könnten! Jedes Mineral kann dazu gebracht werden, Dichte, Bau und Masse eines anderen Minerals anzunehmen. Das Wissen darüber ist bei Uns im Verborgenen Buche.

http://www.holy-writings.com/index......amp;q2=1&c=1#phrase-1

und...
Zitat:
Betrachte zum Beispiel die Substanz des Kupfers. Wäre es in seiner Gesteinsader vor dem Hartwerden bewahrt, so würde es binnen siebzig Jahren zu Gold. Andere freilich behaupten, Kupfer sei Gold, das nur durch die Verhärtung in einem mangelhaften Zustand sei und dadurch nicht seinen eigentlichen Zustand erreicht habe.

+2:65 (166)

Sei dem, wie es wolle - das wirkliche Elixier wird in einem Augenblick die Substanz des Kupfers in Gold verwandeln und in einem Augenblick die Entwicklungstadien der siebzig Jahre durcheilen. Könnte man dieses Gold noch Kupfer nennen? Könnte man sagen, es habe nicht den Zustand des Goldes erreicht, während doch der Prüfstein zur Hand ist, um es zu prüfen und vom Kupfer zu unterscheiden?

+2:66 (167)

Ebenso durcheilen diese Seelen durch die Kraft des göttlichen Elixiers in einem Augenblick die Welt des Staubes, dringen zum Reiche der Heiligkeit vor, mit einem Schritt durchqueren sie die Erde der Begrenzung und erreichen die göttliche Region des Raumlosen. Du solltest dein Äußerstes tun, dieses Elixier zu erlangen, das mit einem Atemzug den Westen des Unwissens zum Osten der Erkenntnis gelangen läßt, die Finsternis der Nacht mit dem Glanze des Morgens erhellt, den verirrten Wanderer aus der Wildnis des Zweifels zum Springquell der göttlichen Nähe und zum Born der Gewißheit leitet und den sterblichen Seelen die Ehre der Aufnahme in den Ridván der Unsterblichkeit schenkt. Könnte man sich nun jenes Gold als Kupfer vorstellen, dann müßte man diese Menschen für die gleichen halten, die sie waren, als ihnen dieser Glaube noch nicht verliehen war.

http://www.holy-writings.com/index......amp;q2=0&c=1#phrase-0
Die zweite Textstelle stellt eine Verbindung her, von Eigenschaften der Elemente zum Menschen. Ich drehe das mal herum und meine, ist der Mensch entsprechend entwickelt, wird er auch anders mit den Elementen umgehen können...
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Der Blick reicht immer nur bis zur nächsten Wegbiegung.
@Mara-Devi

Mara-Devi hat folgendes geschrieben:
O.K., ich dachte die Rohstoffe wären "eingescannt" und könnten irgendwie "zurückdigitalisiert" werden. Man bräuchte also alle Einzelteile- und Stoffe der explodierten Drohne wieder, deren Beschaffung nicht ganz einfach sein dürfte.


Na "gescannt" wird er sicher, sonst könnte ihn die Maschine ja nicht bearbeiten. Er wird aber nicht entmaterialisiert. Wie genau und die weit die Maschine den Rohstoff zerlegen kann/soll weiß ich nicht. Das müsste man dann wohl genauer recherchieren. Es klingt schon so als ob die Maschine das mal ziemlich weit machen können soll.

Falls der hergestellte Gegenstand massiv zerstört werden sollte, dann dürfte eine Rückgewinnung genau der gleichen Rohstoffe wohl nur bedingt möglich sein. Kommt aber die Frage auf inwiefern diese Maschinen dann nicht auch als perfekte Recycler dienen können.

Mara-Devi hat folgendes geschrieben:
Also geht es mehr um den Herstellungsprozess von zusammengesetzten Gegenständen und z. B. Baumwolle als Naturstoff müsste noch von Menschen gepflückt werden und Diamanten von Menschen aus dem Berg geholt?


So verstehe ich es. Da aber kein Abfall mehr entsteht und die Sachen offenbar recycelt werden können müssten wohl weniger Rohstoffe gefördert werden. So denke ich das zumindest.

Interessant wäre der Energieaufwand pro "Umwandlung" sonst könnte man seine Winterklamotten evtl. ja sogar im Sommer in Sachen für den Sommer verwandeln?

Mara-Devi hat folgendes geschrieben:
Du scheinst diese "Digitale Fertigung" nur als rein positive Entwickung für die Menschen zu sehen oder enthält die "Weltordnung-Bahaullas" auch Schattenseiten bzw. Gefahren?


Ich frage ja ob die Digitale Fertigung einer der Grundsteine der Weltordnung Bahaullahs sein könnte. Ohne entsprechende ethische und soziale Verwendung kann diese Maschine genauso gefährlich sein wie viele andere Maschinen. Man kann damit den Aufbau der Menschheit vorantreiben oder Massenvernichtungswaffen bauen. Während Bahaullah technischen und wissenschaftlichen Entwicklungen sehr offen gegenüberstand sah er auch deren Missbrauch bzw. sah ihn auch voraus und warnte vor den Extremen und vor den schrecklichen Folgen, wenn die Menschheit sich nicht vereinigen und an gemeinsame Maßstäbe halten wird:

In allen Dingen ist Mäßigung wünschenswert. Wird etwas übertrieben, so erweist es sich als Quell des Unheils. Seht auf die Zivilisation des Westens, wie sie die Völker der Welt aufwühlt und beunruhigt. Eine Höllenmaschine wurde ausgeheckt und erweist sich als Waffe der Zerstörung, so grausam, wie man es nie zuvor gesehen oder gehört hat. Reinigung von dieser tiefverwurzelten, alles überflutenden Verderbnis ist nur möglich, wenn sich die Völker der Welt im Verfolg eines gemeinsamen Zieles vereinen und einen allumfassenden Glauben annehmen. Neigt euer Ohr dem Ruf dieses Unterdrückten und haltet euch fest an den Geringeren Frieden! (Worte des Paradieses, 31) Die Quelle für Handwerk, Kunst und Wissenschaft ist die Macht des Gedankens. Gebt euch alle Mühe, daß aus dem Bergwerk eures Geistes solche Edelsteine der Weisheit und der Rede aufleuchten, die bei allen Geschlechtern auf Erden Wohlfahrt und Eintracht fördern. (ebd., 61)

Die Weltordnung Bahaullahs hat an sich gesehen keine Schattenseiten. Aber so etwas ist immer auch eine Sache der Perspektive. Rassisten, Nationalisten und Fundamentalisten dürften nicht so begeistert sein von diesem Ordnungsmodell. Der Weg bis zum Geringeren Frieden kann allerdings durchaus sehr beschwerlich sein. Gerade wenn Bahaullahs Hinweise ignoriert werden.
Hallo Tobias,
Zitat:
Ich frage ja ob die Digitale Fertigung einer der Grundsteine der Weltordnung Bahaullahs sein könnte. Ohne entsprechende ethische und soziale Verwendung kann diese Maschine genauso gefährlich sein wie viele andere Maschinen. Man kann damit den Aufbau der Menschheit vorantreiben oder Massenvernichtungswaffen bauen. Während Bahaullah technischen und wissenschaftlichen Entwicklungen sehr offen gegenüberstand sah er auch deren Missbrauch bzw. sah ihn auch voraus und warnte vor den Extremen und vor den schrecklichen Folgen, wenn die Menschheit sich nicht vereinigen und an gemeinsame Maßstäbe halten wird:


Bei jeder neuen Entwicklung war, ist und wird es die Gefahr des Missbrauchs geben. Das hat Menschen nie daran gehindert, die Entwicklung trotzdem voranzutreiben.
Ich bin allerdings davon überzeugt, dass auch ohne Religionen Wertekonzepte entwickelt werden, die der Anwendung dieser neuen Entwicklungen einen bestimmten geregelten Rahmen geben. Natürlich kann damit Missbrauch nie ganz ausgeschlossen werden.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!